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Test: XVive W3 Memory Analog Delay, Effektpedal für Gitarre

(ID: 132319)

Praxis

Mit einer maximalen Verzögerungszeit von 600 ms dürfte das XVive W3 Memory Analog Delay für viele Situationen ausreichend Reserven bieten. So weit zu den positiven Eindrücken, nachdem das Pedal in den Effektweg eingebunden ist und die ersten Sounds aus dem Speaker flattern. Leider überwiegen eher die negativen Eindrücke beim Durchprobieren des Gebotenen, denn abgesehen von einem recht starken Grundrauschen kann auch das eigentliche Effektsignal nicht überzeugen. Egal, ob die Delays oder die Modulationssektion mit den Potis für „Depth“ oder „Speed“ – das Signal ist überwiegend verwaschen und bei längeren Verzögerungszeiten zusätzlich noch mit Artefakten befallen, die dem Sound nicht nur die Dynamik rauben, sondern ihn mit jeder Wiederholung des Echos auch merklich ausdünnen.

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Mod

— Modulation nur mit gleichzeitig aktiviertem Delay —

 

Einzig und allein in der Modulationssektion finden sich ein paar Chorus/Vibe ähnliche Sounds, bei denen der flache Frequenzgang und die spärliche Dynamik fast schon als Stilmittel durchgehen kann, so hart das auch klingen mag. Dumm nur, dass die Modulationssektion nur dann funktioniert, wenn gleichzeitig auch das Delay aktiviert ist. Sonst hätte man zumindest zwei unabhängig voneinander arbeitende Effektblöcke mit Echo und Modulation zur Verfügung, was über die insgesamt eher dürftige Soundqualität ein klein wenig hinweg getröstet hätte. So aber bleibt ein fader Nachgeschmack nach Ende des Tests und die Hoffnung, dass mit der nächsten Gerätegeneration die Signalqualität des XVive W3 Memory Analog Delay einen deutlichen Sprung nach vorne macht.

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Fazit

Zugegeben, ich hatte bisher nie die Gelegenheit, einen originalen Electro Harmonix Memory Man Deluxe zu testen. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das XVive W3 Memory Analog Delay dem EHX-Boliden in irgendeiner Form Konkurrenz machen könnte, auch wenn der Preis von rund 100,- Euro für ein analoges Delay mit Modulationssektion zunächst verlockend klingen mag. Doch selbst das ist für einen verwaschenen Grundsound, der zudem durch ein kräftiges Rauschen begleitet wird, einfach zu viel verlangt. Die Konkurrenz schläft auch in diesem Preisbereich nicht und dürfte es dem XVive W3 Memory Analog Delay daher vermutlich sehr schwer machen, seine Echos unter das Volk zu bringen.

Klangbeispiele: Music Man Silhouette Special, Orange Micro Dark mit H & K 1×12″ Celestion Speaker Box, Shure SM57, Logic Audio

Plus

  • gute Verarbeitung
  • Stereoausgänge
  • Anschluss für Expression Pedal

Minus

  • insgesamter verwaschener Sound
  • Grundrauschen

Preis

  • Ladenpreis: 105,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    TobyB RED

    Hallo Stephan,

    man muss zur Ehrenrettung sagen, das die EHXe Memory Boy und Memory Man DeLuxe auch rauschen und dünn klingen können. Und das man die Modulation die sie aufprägen mögen und einsetzen können muss. Ich habe beide EHX Versionen und habe eine Weile gebraucht bis ich den Sweetspot raus hatte. Und perfekt ist der Memory Man Deluxe auch nicht. Mich als Tastenspieler stört z.B. der Tap Button oder die Umschaltung Tap Divide und Exp.Mode, da ich die Expression via CV steuere. Das ist natürlich Kirschenpicken. Ich glaube das XVive W3 sollte nicht mit dem EHX verglichen werden, da es wesentlich weniger Eingriffsmöglichkeiten hat und Klanglich ein EHX Memory Man Deluxe noch mal was anderes ist. Da man den geschickt angesteuert soweit bringen kann, das er plucky Delayflächen oder Wobblebässe erzeugen kann. Also eigentlich nicht nur ein Effekt ist sondern schon massiv in das Tonmaterial eingreifen kann, so gewollt und gekonnt. Für mich wäre das ein unfairer Vergleich. Das EHX sollte gegen ein Way Huge WHE707 Supa Puss Analog Delay antreten. Das wäre eine Herausforderung.

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