Test: XVive D3 Duet Looper, Effektgerät

3. Juli 2018

Zwei Loops im Miniformat

 

XVive D3 Duet Looper title

Der kleine XVive D3 Duet Looper eignet sich sowohl für Gitarre als auch für den Bass. Neu ist hier, dass man in einem sehr kleinen Pedal die Möglichkeit untergebracht hat, zwei verschiedene Loops (mit jeweils einer maximalen Länge von fünf Minuten) aufzunehmen, unabhängig zu editieren und abzuspielen. Der XVive D3 Duet Looper wurde in den USA von Design Engineer Ray Heasman entworfen. Dieser war auch maßgeblich am Design des Pigtronix Infinity Looper und des Pigtronix Echolution 2 Pedals beteiligt. Der kleine Looper positioniert sich preislich ähnlich wie vergleichbare Produkte, bietet jedoch ein Betrieb in Stereo, eine USB-Schnittstelle und stellt immerhin eine Loop mehr als vergleichbare Looper bereit.

XVive D3 Duet Looper rechts

— Der Xvive Stereo Micro Looper —

Facts & Features des XVive D3 Duet Looper

Dem D3 Duet Looper wurde ein stabiles Metallgehäuse spendiert. Die weinrote Lackierung wurde frei von Mängeln ausgeführt. Die digitalen Wandler haben laut Hersteller eine niedrige Latenz (kleiner als 1,5 ms). Die Aufnahme erfolgt mit 44 kHz und 24-Bit-Audio. Da der aufgezeichnete Frequenzgang bereits ab 10 Hz beginnt, eignet sich der Xvive Stereo Micro Looper auch für Bassisten oder Keyboarder. Das Pedal verfügt über True-Bypass.

Die Stromversorgung erfolgt, wie meist üblich, über ein 9-Volt-Netzteil oder auch über das Netzteil unseres Pedalboards. Aufgrund des kleinen Formats und der dicht gedrängten Bauteile ist kein Batteriebetrieb möglich. Der Stromverbrauch wird vom Hersteller mit 75 mA angegeben. Ein Betrieb ist von 9 Volt bis zu max. 12 Volt möglich.

Die Ein- und Ausgänge besitzen einen großen Dynamikbereich, eignen sich somit auch für laute Instrumente und könnten auch mit Instrumenten wie beispielsweise Keyboards oder Geräte gekoppelt werden, die einen Line-Pegel ausgeben. An der Stirnseite des kleinen Pedals über der Stromversorgungsbuchse befindet sich eine Mikro-USB-Buchse. Hiermit könnten dann zukünftige Updates der Firmware vorgenommen werden.

Zwei separate Loops (die als Verse und Chorus bezeichnet werden) können mit jeweils einer maximalen Länge von 5 Minuten aufgezeichnet werden. Jeder der beiden Loops kann auch editiert (Undo/Redo) oder separat abgespielt werden.

Bedienelemente des XVive D3 Duet Looper

Der Level-Regler bestimmt die Lautstärke des Ausgangssignals. Steht dieser auf 12.00 h, haben wir etwa eine identische Lautstärke, verglichen mit dem Eingangssignal (Unity Gain). Der kleine Kippschalter hat zwei Stellungen und kann zwischen Verse/Chorus bzw. Undo/Redo umgeschaltet werden. Zwei Leuchtdioden zeigen uns diverse Informationen an. Die LEDs wechseln sowohl die Farbe (rot, blau bzw. lila) als auch die Blinkfrequenz. Ansonsten finden wir noch den Stompswitch (Taster) vor, der zum Erstellen unserer Loops natürlich unerlässlich ist.

Handling des XVive D3 Duet Looper

Ein Looper sollte grundsätzlich natürlich am Ende unserer Effektgerätekette platziert werden, um alle Effekte (Verzerrer, Delay, Modulation etc.) auch in den Loop integrieren zu können. Wird die Verzerrung mit der Vorstufe des Verstärkers erzeugt, sollten die Modulations- bzw. zeitbasierenden Effekte (Delay, Hall) im Effektweg eingeschleift und der Looper dort als letztes Glied platziert werden.

Da der D3 Duet Looper zwei verschiedene Loops bereitstellt, wäre natürlich interessant für uns, ob sich die Features einfach und stressfrei bedienen lassen. Die mitgelieferte Bedienungsanleitung (ausschließlich in englischer Sprache) hätte dafür aber etwas ausführlicher bzw. verständlicher ausfallen müssen. Deswegen gab es auch einen kleinen Abzug in der Gesamtnote. Ich habe mir nach deren Studium schließlich mit Ausprobieren und Anschauen eines YouTube Videos weitergeholfen.

Im Laufe dieses Tests stellte sich heraus, dass eine genaue Beschreibung des Handlings, dessen Rahmen sprengen würde, schon aus dem Grunde, da beide Leuchtdioden eine respektable Anzahl von Zuständen signalisieren können. Die beiden LEDs sind mal aktiv oder auch inaktiv und leuchten, blinken und pulsieren in drei verschiedenen Farben. Wichtig zu wissen ist aber, dass man sich das Bücken sparen kann, auch wenn man zwei verschiedene Loops unabhängig aufnehmen und editieren (Undo/Redo) möchte.

Klangbeispiele
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