Test: Yamaha CLP-575, Digitalpiano

3. Dezember 2014

Update der CLP-Pianos

Auf der diesjährigen Musikmesse stellte der Hersteller Yamaha erstmals seine überarbeitete CLP-Digitalpianoreihe vor. Kurz zuvor hatten die Konkurrenten von Roland ihre HP-Reihe mit den Modellen HP504 bis HP508 neu auf den Markt gebracht, die wir uns kürzlich ebenfalls für einen Test näher angeschaut hatten. Alles gute Gründe, sich jetzt einmal das Oberklasse Digitalpiano Yamaha CLP-575 anzuschauen.

Yamaha CLP-575

Yamaha CLP-575

Info

Die CLP-Reihe ist bei Yamaha grundsätzlich erstmal nichts Neues. Schon einige Jahren sind die Digitalpianos mit der CLP-Bezeichnung am Markt und in unregelmäßigen Abständen erneuern bzw. überarbeiten die Japaner diese Reihe. Jetzt stehen insgesamt sechs neue Modelle im Preisbereich von 1.300,- Euro bis 3.900,- Euro bereit, von denen wir bereits das Einstiegsmodell CLP-525 im Test hatten. Da dieses nicht richtig überzeugen konnte, waren wir gespannt, was und vor allem in welcher Qualität das CLP-575 zu bieten hat. Die Unterschiede zwischen den einzelnen CLP-Modellen sind teilweise sehr groß und reichen von unterschiedlichen Sounds und Tastaturen bis hin zu unterschiedlichen Lautsprechersystemen.

Das CLP-575 ist wie bei Yamaha üblich in den Farben Rosenholz, Weiß, Schwarznuss und Hochglanz Schwarz erhältlich. Für die Hochglanz Ausführung verlangt Yamaha stolze 400,- Euro mehr, kein Pappenstiel bei einem derzeitigen Straßenpreis von 2.650,- Euro. Aber dafür sieht es eben auch extrem schick aus.

Die Bedienung des CLP-575 ist dank des 128 x 64 Pixel großen Display einfach und klar aufgebaut. Nach kurzer Einarbeitungszeit findet man sich auch ohne Handbuch sehr sicher und schnell zurecht. Sounds werden per Kategorie-Taste angewählt und durch nochmaliges Drücken der Taste bzw. Cursor links und rechts steppt man durch die Soundeinträge. Leider sind die Zeichen aufgrund der kleinen Schriftgröße nicht immer gut ablesbar, aber zumindest die am häufigsten benutzen Funktionen sind direkt per zugehörigem Funktionstaster auswählbar. Hinsichtlich der Bedienung also eine deutliche Steigerung gegenüber den älteren CLP-Modellen.

Eine deutliche Aufwertung gegenüber den älteren CLP-Modellen, das neue Display.

Eine deutliche Aufwertung gegenüber den älteren CLP-Modellen: das neue Display

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    mrmusic

    Also ich habe das CLP 545 von Yamaha, welches von der Klangerzeugung und Tastatur dem 575 sehr ähnlich ist. Leider muss ich manchen Kritiken widersprechen:
    Die Tastatur ist sehr hart (trotzdem sehr gut zu spielen), härter als bei einem echten Klavier. Die Streicher klingen im Gegensatz zu älteren (Yamaha)Modellen wesentlich authentischer und sehr schön. Alle Rhythmen bieten nach Wunsch sowohl ein Intro also auch ein Outtro. Der Bösendorfer Flügel klingt eher zurückhaltend und etwas dumpfer (sehr gut für ruhige Passagen). Die Soundbeispiele scheinen nicht die vom CLP 575 zu sein. Die Klaviere klingen etwas anders (auch die Namen sind so nicht aufgeführt) und die Streicher im Soundbeispiel klingen wirklich synthetisch und klingen in den CLP Modellen absolut anders (vllt. falsche Soundfiles im Artikel??)

    • Profilbild
      Felix Thoma  RED

      Hallo mrmusic,
      bei den Klangbeispielen handelt es sich wirklich um die des CLP-575. Klangliche Unterschiede können sich natürlich dadurch ergeben, dass die Audiobeispiele über die Line Ausgänge des Pianos aufgenommen wurden und das Ganze über das interne Lautsprechersystem anders klingt.
      Bzgl. der Intros/Endings: Das ist tatsächlich ein Fehler, das habe ich bereits abgeändert.

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