Test: Yamaha DTX Multi 12, Digital Percussion Pad

Die zwölf Spielflächen

Es gibt sechs größere (ca. 11×10 cm) Spielflächen und sechs kleinere in Form von “Querbalken”, je 11 cm breit. Für die untere Reihe habe ich spontan die Idee, zum Beispiel HiHat-Sounds so zu verteilen, dass Stockspitzen- und Stockschulter-Klänge direkt übereinander liegen. Ein natürliches “Wippen” mit dem Handgelenk beim Spielen würde damit ziemlich echt klingen können.
Auch die terrassenartige Anordnung der Pads wirkt durchdacht und macht es mir leichter, die gewünschten Sounds schon optisch vorzusortieren und in Gedanken zuzuordnen.

- Das kompakte Multi 12 aus Sicht des Steuermanns -

– Das kompakte Multi 12 aus Sicht des Steuermanns –

Die Spielflächen sind laut Yamaha allesamt auch für das Spiel mit den Händen vorgesehen. Das klingt nach einem extremen Spagat, denn von harten Stockschlägen bis zarter Fingersprache muss ja dann alles verstanden und umgesetzt werden. Die größeren Flächen sind relativ weich und lassen sich etwas eindrücken. Mit dem Stock bekomme ich etwas weniger “Rebound” als erwartet.

Die Anschlüsse

Auf der Rückseite des DTX M12 finden sich wie vermutet einige Anschlüsse: Eng neben der Klinkenbuchse für Kopfhörer ist ein winziger Regler für die Lautstärke – den möchte ich bei gestecktem Kabel nicht oft benutzen müssen, das ist fummelig.
Das Gleiche gilt für das “Gain” des Aux-Eingangs. Auch hier denke ich, ein etwas größerer und griffigerer Drehregler wäre schön gewesen – und Platz genug gäbe es auch dafür.
Die Buchsen rasten sauber, aber nicht sehr fest. Ein Stolperer über ein Kabel auf der Bühne würde sie sicher auslösen. Allerdings ist das auch gut so, denn alle Klinkenbuchsen sind im Gerät nur mit der Platine verbunden und nicht zusätzlich im Gehäuse fixiert. Das ist natürlich keine Seltenheit, aber aus Gründen der Langlebigkeit wünschte ich mir hier generelles Umdenken der Hersteller.

 

- Anschlüsse im Blick, kleine Drehregler auch… -

– Anschlüsse im Blick, kleine Drehregler auch –

Forum
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    changeling  AHU

    Die Einleitung klingt irgendwie als sei das Gerät recht neu, dabei ist es schon seit 2009 auf dem Markt.

    Als Loops werden eigentlich Sample-Loops bezeichnet, also ist der Begriff Pattern für per Sequencer gespielte Sounds absolut normal. Das macht den Test etwas verwirrend zu lesen.

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    chers72

    Vielen Dank für den super Testbericht – alle für einen Musiker wichtigen Punkte gebündelt und leicht verständlich erwähnt – eine echte Hilfe für einen Überblick und eine Kaufentscheidung. Super!

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    Cornell

    Das Teil ist ganz okay, mal abgesehen das es ohne ende wackelt.

    Bestellt hatte ich mir das komplett Set.
    Yamaha PS-940 Stand for DTXM 12, Yamaha DTX-Multi 12 und das TEURE Verbindungteil Yamaha MAT-1. UND: Es wackelte ohne ende, was mich zwischen durch immer wieder irritierte wenn ich mit den Händen Spielte. Bei Meinl Congas und Bongos ist das nicht der Fall, und irgendwie ist es kein toller workflow mit dem Yamaha.

    • Profilbild
      Benno Sattler  AHU

      Hallo Cornell,

      danke für Deinen Kommentar – er wirft bei mir einige Fragen auf:

      ich hatte die Yamaha-Halterung(en) nicht zum Testen da – an welcher Stelle genau wackelt es im System?

      Hast Du Meinl Congas/Bongos zum Test auch an dieses Stand-System gehängt, oder warum erwähnst Du sie?

      Und was meinst Du genau mit „irgendwie kein toller Workflow“? Was passt nicht?

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        Cornell

        der ganze ständer wackelte ohne ende, was mich wirklich Irritierte. bei den klassischen meinl congas steht alles kompakt, fest auf dem fuß, liegt vielleicht auch an dem gewicht von den percussions das sie nicht wackeln.
        der yamaha ist da schon als vergleich ein leichtgewicht ;-)

        was mir auch nicht so gut gefiel war, wenn ich mit drum sticks spielte
        hatte ich an den schmalen pads ein gefühl bald das Teil zu zerstören. ich spürte ab und zu mal das chassis unter dem gummi, dieser harte widerstand an dem gerät, wo ich schon bedenken hatte ob es auf dauer hält. workflow: es fehlt mir irgendwie die möglichkeit mit dem teil mehr zu machen als nur auf den pads zu spielen. klar, es ist ein digital teil, doch finde ich die klassische percussion variante viel effektiver und kreativer. LG

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