Test: Yamaha DTX700K Compact, E-Drum Set

17. November 2013

Starke Spaßmaschine!

Bald ist Weihnachten, Geschenke werden ausgepackt, Musikeraugen leuchten wieder. Ausgepackt habe ich vor über einem Jahr das Yamaha DTX700K Compact E-Drum Set. Es dient in einer Musikschule seit vielen Monaten als Prügelknabe für viele Schülerinnen und Schüler. Besser als im Dauertest lässt sich ein Instrument nicht beurteilen. Das Yamaha DTX700K musste in den letzten Monaten sehr viel einstecken und soviel sei verraten: Nichts ging bisher kaputt. Das Set war zwar nicht „on the road“, aber es wurde geschlagen, verhauen und geprügelt. Die Pads haben das locker weggesteckt. Schwachstellen in der allgemeinen Verarbeitung sind mir in dieser Zeit nicht aufgefallen.

 

--Yamaha DTX700K Compact E-Drum Set---

–Yamaha DTX700K Compact E-Drum Set–

Das Rack

Durch die doppelt verstrebte Front unterstreicht das Rack auch optisch seine Stabilität. Da wackelt nichts, das Teil steht sehr solide da. Alle Klemmen sind mit zwei Schrauben versehen, die es zwar etwas umständlicher machen, mal schnell etwas zu verändern, dafür aber sehr gut sitzen. Die mitgelieferte Hihat-Maschine macht das Yamaha DTX700K Compact E-Drum Set zum wirklichen Schlagzeug. Das bringt gegenüber den einfacheren E-Drum Sets, die lediglich mit HiHat-Controllern ausgeliefert werden, das Gefühl, an einem ausgewachsenen Drumkit zu sitzen. Stellt sich nur die Frage, warum Yamaha nicht noch ein einfaches Bassdrum-Pedal mit dazu packt. Dann wäre die Sache komplett.

Die Pads

Man kann nicht anders, als die Oberfläche dieser neuen, weißen Pads gleich zu befühlen und zu drücken, da sie doch so ganz anders aussehen, als alles was man bisher so kennt. Noch bevor ich etwas montiert hatte, musste ich mir gleich eines dieser Pads mit einem Stick vornehmen. Aha, der Stock macht ein angenehmes, gedämpftes Geräusch, bekommt einen leichten, recht natürlichen Rebound. Das Schlaggefühl ist anders als bei Gummipads: etwas weicher, sehr angenehm. Diese neue Bauweise, der ich erst mal skeptisch gegenüber stand, ist wirklich überzeugend. Nachdem ich seit Jahren dachte, bei E-Drums seien Meshheads die optimale Spieloberfläche, kommen die neuen Yamaha Pads mit einem ebenso guten Spielkomfort.

 

--Das SnarePad des Yamaha DTX700K Compact E-Drum Set---

–Das SnarePad des Yamaha DTX700K Compact E-Drum Set nach über einem Jahr- praktisch keine Spuren–

--Aufbau eines DTX Pads--

–Aufbau eines DTX Pads–

Die Beckenpads sind in drei Zonen eingeteilt und sind Choke-fähig. Das heißt, man kann sie abstoppen.

--Die drei Zonen, der Beckenpads--

–Die drei Zonen der Beckenpads–

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    vssmnn  

    >>>Das E-Drumset als solches wird wohl nie ein akustisches Schlagzeug ersetzen, dieser Gedanke sollte beim Kauf eines solchen Instruments auch nicht vordergründig sein.<<<

    Doch, genau das erwarte ich letztendlich, daß es das einigermaßen gut kann. Wo werden die letzten 10 Jahre technologischer Fortschritt in dem Gerät reflektiert?
    Ich sehe bei den E-Drums eine ähnliche stehengebliebene Entwicklung, wie bei den Home-E-Pianos, es wird jeglicher 0815 Sound aus Verlegenheit reingepackt, anstatt die Kernfunktion zu verbessern: ein natürlich klingender und spielbarer Schlagzeugsound.Mit sowas kann man auch nicht on the Road gehen, Da ist seit dem Ende des DDrum nicht mehr wirklich viel passiert. Die Yamaha Kiste klingt immer noch genauso fürchterlich,wie ein 23 Jahre altes Alesis D4.. und schon da waren "Retro-Sounds" drauf.

    • Profilbild
      Oliver Schulte  RED

      Hi vssmnn,

      auch ich war in den letzten 15 Jahren ständig auf der Suche, nach einem E-Set, mit dem ich Soundmäßig an ein Akustikschlagzeug ran komme. Die von Dir erwähnten E-Drum Systeme sind damals unter dem Namen DDrum (die heutige Fa.DDrum hat damit nichts mehr zu tun, man fertigt heute unter dem Namen 2Box), wie heute sehr nahe dran, ein Akustikset zu reproduzieren. Das Ergebnis entspricht schon denke ich dem, was Du suchst. Auch hier gibt es natürlich kleinste Einschränkungen, Kompromisse, mit denen man leben muß. Das bringt die physikalische Komplexität des Schlagzeugs und des darauf gespielten eben mit sich. Ich teile Deine Meinung, das eben solche Multilayer basierten Sound, die wirklich „echt“ klingen und z.B. bei schnellen Rolls, keinen Maschinengewehr Effekt verursachen, bei hochpreisigen E- Sets Standard sein sollten. Doch anscheinend legt der durchschnittliche User bei E-Drum Sounds hier wohl mehr Wert auf Quantität. Die Module sämtlicher Hersteller sind vollgestopft mit abenteuerlichen Klängen und das macht den meisten wohl sehr viel Spaß. E-Sets verkaufen sich unglaublich gut, da scheinen die Hersteller wohl schon die Wünsche der Kunden zu kennen. Ich kann Dir nur empfehlen, das 2Box Set mal auszuprobieren (falls Du das nicht schon getan hast). Vielleicht in Kombination mit den GEN16 Becken von Zildjian. Das ist eine wirklich authentisch, natürliche Sache. Hier merkt man, das solche Set´s, von denen Du sprichst möglich sind, bzw. schon existieren. Wenn das beschriebene Yamaha Set nichts für Dich ist, so doch vielleicht für viele andere, die eben synthetische E-Drum Sounds bevorzugen, oder zumindest keinen so großen Wert auf „echte“ Drumsounds legen- und die scheinen wohl die Mehrheit zu bilden.

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