Test: Yamaha EMX5014C, Powermixer

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Mit 444 mm Breite, 493 mm Tiefe und 155 mm Höhe im hinteren Bereich zählt dieses Mischpult noch zu den Kompaktmischern. Dank des optional erhältlichen Einbausets lässt sich der Yamaha EMX5014C auch in ein 19-Zoll Rack verfrachten. Nur 10,5 Kilogramm zeigt die Waage an. Das liegt daran, dass der größte Teil des Gehäuses aus Kunststoff besteht. Die gut strukturierte Oberfläche sitzt dagegen in einer Fläche aus Stahlblech. Ein gut dimensionierter, im vorderen Bereich eingearbeiteter und unsichtbarer Griff lässt den Powermixer hervorragend transportieren. Das senkrechte Abstellen des Gerätes auf die hintere Anschlussfläche ist ebenfalls möglich, was das Handling deutlich einfacher macht. Und somit hat der EMX5014C schon die ersten Pluspunkte verdient.

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Auf dem Tisch vor mir liegend fällt direkt die hervorragend strukturierte Oberfläche ins Auge. Die Gestaltung ist dezent, zurückhaltend, aber funktional ausgeführt. Sechs Mono- und vier Stereo-Kanalzüge bieten insgesamt acht XLR-Mikrofoneingänge. Global schaltbare +48 Volt Phantomspeisung versorgt bei Bedarf Kondensatormikrofone an allen XLR-Eingängen.

Klangregelung

Klangregelung

 

Die sechs Mono-Kanalzüge sind identisch aufgebaut. Auf der Eingangsseite finden sich neben den XLR-Mikrofoneingängen auch Klinkenbuchsen für Line-Signale. Über Inserts für externe Effektgeräte oder Soundprozessoren in den einzelnen Kanälen kann ich mich ebenfalls freuen. Die Hochleistungsvorverstärker ermöglichen bis zu 60 dB Gain, was schon eine ganze Menge Holz ist und damit auch leistungsschwachen Mikrofonen auf die Sprünge helfen dürfte. Liegen starke Eingangssignale an, lässt sich der Gain-Bereich per Tastendruck um 26 dB abschwächen. Low-Cut Filter greifen bei 80 Hz und schonen damit auch die Verstärker-Ressourcen oder entfernen tieffrequente Signale. Mit Ein-Knopf-Kompressoren lassen sich Gesangstimmen oder Instrumente prima verdichten. Während hier Attack und Release mit festen Werten arbeiten, werden Gain, Ratio und Threshold bei weiter aufgedrehtem Poti angepasst. Die Handhabung der Kompressoren ist kinderleicht – eben mit einem einzigen Knopf jeweils. Man kann sich hier auf sein Gehör verlassen und braucht sich keine Gedanken über komplexe Parameter von Kompressoren zu machen. Eine einfache wie geniale Lösung, die Yamaha also bereits vor vielen Jahren integriert hat und die mittlerweile ja auch in zahlreiche Mischpulte Einzug gehalten hat. Eine Yamaha Besonderheit hingegen ist das Feedback Channel Location (FCL) System. Es soll dabei helfen, Feedback schnell zu lokalisieren, um sofort reagieren zu können. In jedem Mikrofon-Kanalzug sitzt eine FCL-LED, die den von Feedback betroffenen Kanalzug unmittelbar identifiziert und dabei helfen soll, blitzschnell den richtigen Kanal zu bearbeiten.

Die 3-Band Klangregelung ermöglicht starke Eingriffe in das Frequenzspektrum. Der Bereich der Höhen ist als Shelving Filter ausgelegt, das bei 10 kHz greift und sich +/-15 dB verändern lässt. Der Bassregler ist ebenfalls als Shelving Filter ausgeführt. Hier sitzt die Kernfrequenz bei 100 Hz und der Regelweg reicht auch hier von -15 dB bis +15 dB. Der wichtige Mittenbereich ist semi-parametrisch aufgebaut. Ein durchstimmbares Frequenzband von 250 Hz bis 5 kHz lässt sich frei wählen und mit +/-15 dB bearbeiten. Die Potis vermitteln ein gutes Drehgefühl und rasten in der Mittelposition deutlich ein.

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