Test: Yamaha LJ16 ARE BS, Westerngitarre

24. Juni 2014

Tanz der Moleküle

Auch der japanische Musikinstrumenten-Gigant Yamaha präsentiert im Jahre 2014 einiges an Neuigkeiten für uns Saitenzupfer. Mit von der Partie sind auch eine Reihe von Westerngitarrenmodellen, die mit einigen wohlklingenden Neuerungen aufwarten. Besonders die von Yamaha entwickelte Technologie, mittels Druck, Feuchtigkeit und Temperatur die molekulare Struktur des Tonholzes positiv zu beeinflussen, macht doch neugierig. Ein besseres Schwingungsverhalten soll das bringen, was Yamaha auch ARE (Acoustic Resonance Enhancement) nennt und diesen Begriff auch in die Typbezeichnung unseres heutigen Testinstruments, der Yamaha LJ16 ARE BS, einfließen lässt. Alles nur Hokuspokus und ein Marketing-Gag, das mit den molekularen Manipulationen? Dann lassen wir die Moleküle mal antanzen.

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— Die Yamaha LJ16 ARE BS —

Facts & Features

Gar nicht als Hokuspokus, sondern in solider Qualität präsentiert sich das mitgelieferte Kunststoff-Hardcase, in dem die Yamaha LJ16 ARE BS wie angegossen ihren Platz findet und welches sich auch problemlos über die Schulter schwingen lässt. Stauraum für alles Nötige ist auch vorhanden, im Auslieferungszustand befindet sich aber lediglich der erwartete Inbusschlüssel zur Halskorrektur im Innern.

Das Instrument im Medium-Jumbo-Format besitzt eine massive Engelmann Fichtendecke mit einem Brown-Sunburst-Finish, daher auch die Bezeichnung „BS“ im Produktnamen der Yamaha. Die Oberfläche wirkt sehr intensiv und verläuft in der Mitte des Korpus sauber von einem hellen Orangeton zu einem rötlich braunen, oberhalb des Schalllochs mit seiner hübschen Perlmutt-Rosette wurde das Finish aber in diesem kräftigen Braunton belassen. Zusammen mit dem Tortoise-Pickguard wirkt das optisch schon ganz stimmig, da sind die cremefarbenen Bindings auf Vorder- und Rückseite nur „das i-Tüpfelchen“ eines sehr ansprechenden Äußeren.

Ein Blick durch das Schallloch in das Innere der Gitarre offenbart ebenfalls keinerlei Schwächen. Sämtliche Verstrebungen und Verleimungen wurden, so weit einsehbar, sauber ausgeführt. Die neue Deckenkonstruktion ist allerdings nicht so einfach ersichtlich, klar. Dabei hat sich Yamaha hier ganz besonders Mühe gegeben und der L-Serie ein erneut überarbeitetes Bracing verpasst, eine bessere Höhenabgabe und ein kräftigeres Bassbild soll das nämlich bringen. Ob das zutrifft, werden wir später im Soundcheck noch erfahren.

Beitragsfoto

— Auch Innen alles paletti —

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