Test: YAMAHA MO6 / MO8

16. Mai 2006

YAMAHA MO6 / MO8

Der Tod der Workstations wurde auf Grund der Omni-Präsenz leistungsstarker Computer-Workstations schon mehrfach prophezeit. Aber Totgesagte leben bekanntlich länger und so erfreuen sich zahlreiche Workstations bester Market-Gesundheit. Es ist schon erstaunlich, was die All-In-One-Schlachtschiffe heute so alles leisten. Und so verwundert es nicht, dass auch das neueste Einsteigermodell der Yamaha-Serie „Motif“ so manches Hi-End-Teil der letzten Jahre vor Neid erblassen lässt.1_01.jpg

Für ca. 1.200 Euro bietet der Yamaha MO6 eine Klangerzeugung, die nicht nur an seine großen MOTIF ES-Brüder anlehnt, sondern identisch ist. Aber das ist beileibe nicht alles.

LET ME INTRODUCE THE MO6:

Der MO6 ist 64fach polyphon, 16fach multitimbral, verfügt über 768 Sounds von denen 128 durch den User überschrieben werden können. Die Schlagzeug und Percussionabteilung ist bestückt mit 97 Drumkits.

In der Effektabteilung stehen global ein Hall (20 Typen), ein Chorus ( 49 Typen),ein Master-Effekt (8 Typen) sowie ein Master Equalizer zur Verfügung. Darüber hinaus lässt sich jeder Part mit einem 3fach Equalizer korrigieren.

Drei Insert-Effektblöcke (mit je zwei verschiedenen Stereo-Effekten) machen auch bei aufwendigen Multi-Set-Ups einen schlanken Fuß.

Der integrierte Sequenzer kann auf seinen 16 Spuren maximal 226.000 Noten aufzeichnen. Aber das Coolste: der Sequenzer arbeitet wahlweise im Pattern-Modus. Ältere werden sich noch an die Software NOTATOR erinnern, die Jüngeren unter den Lesern kennen sicherlich das Konzept der AKAI MPC-Serie. Dazu aber später noch mehr.

Um das Komponieren eigener Stücke zu erleichtern, liegen 687 vorgefertigte Phrasen sowie 1787 Arpeggio-Lines im Speicher. Das ist in etwa so als würde man mit Garage-Band aus Loops einen Song zaubern.

Die Phrasen und Arpeggios sind hochkarätig produzierte Midi-Loops für unterschiedliche Musikstile und Instrumente. Wenn also mal gerade keine griffige Idee für den nächsten Basslauf vorhanden ist, einfach Aprpeggios und Phrasen durchsteppen und aus den exzellenten Presets einen geeigneten Basslauf herauspicken. Danach lässt sich der Basslauf wunderbar im Edit-Modus des Sequenzers nachbearbeiten.

Aber auch als DAW Controller macht sich der YAMAHA MO6 hervorragend. Dank vorgefertigter Presets und integrierter USB-Schnittstelle, lassen sich Cubase, Logic, Sonar und viele andere problemlos steuern. Zu diesem Zweck bietet der MO6 entsprechende Laufwerktasten wie man es von HD-Recordern gewöhnt ist, sowie 4 Potis und 4 Fader deren Funktion sich über eine Matrix umschalten lassen.

Auch die Anschlüsse lassen kaum etwas vermissen. Analog und Digital Out, Midi-Trio, Fußpedal und Fußschalter sowie zwei USB Schnittstellen für Computer und Speichermedien, sind in dieser Preisklasse standard.

Zusätzlich liefert Yamaha für ihren PC oder MAC noch eine Remote- und Editor-Software mit, die es Ihnen erlaubt den MO6 vom Computer aus zu steuern und zu programmieren.

Forum
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    Der Artikel ist ein weiterer Grund
    das ich mich für eine MO 8 entschieden habe. Dank der Preisenkung ist diese jetzt schon für 1399,00€ zu haben.

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    Das Preisleistungsverhältnis ist fantastisch. Auch der Sound spricht für sich – nicht nur die technischen Werte lassen die direkten Mitbewerber doch deutlich zurück.
    Der wird gerade für schlappe 990.-€ verkauft.

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    Habe den MO 6 nun seit über einem Jahr und bin jedesmal wenn ich auf ihm spiele aufs neue fasziniert von seinen Sounds und dem Druck den er hat. Es ist zwar nicht ganz so einfach alle Funktionen auf anhieb zu verstehen, aber ich benötige auch nicht alle (Sequenzer nutze ich fast nie),aber es ist schön zu wissen, was er in Zukunft noch alles könnte, wenn man sich noch mehr mit ihm befasst. Lobenswert sind auch die zusätzlichen Sounds, die man käuflich erwerben kann, da sind schonmal so einige Original-Sounds dabei, wie man sie von bekannten Bands kennt, einfach brilliant.

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    Mörder-Teil, das ! Schließe mich dem Testbericht nahtlos an. Allerdings muß man sich auch regelmäßig mit dem Mo 8 beschäftigen. Also gerade am Anfang nicht zuviel erwarten, was das musikalische Ergebnis anbelangt. Wenn man aber die Architektur ein wenig verstanden hat, eröffnet sich ein neues Universum. Die Tastatur ist zum Niederknien – sag ich als Klavierspieler ! Gerade am Anfang sollte man sich aber regelmäßig mit dem Instrument beschäftigen. Von nix kütt nix !

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      Hi,
      sag mal, wie ist die Tastatur zu spielen? Ich hatte das KX8 hier (Graded Hammer Standard wie im Yamaha P85/P70) und war nicht so überzeugt. Viel zu leichtgängig. Der MO8 hat ja die Balanced Hammer (kein Grading), ist die strammer als die GHS? Ich überlege nämlich auch, ob die MO8 was für mich ist. Anstatt E-Piano mit Masterkeyboard-Funktionen (Yamaha CP33), die ungefähr auch in diesem Preissegment liegen.
      Gruß Markus

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    Hab da mal ne frage an die Leute die das Teil schon haben! USB ist dafür da um Cubase etc zu steuern richtig?Da sind aber zwei stecker,kann ich nicht einfach wave format auf USB stickt ziehen und dann die aufn Keyboard abspielen?

    Danke!

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