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Test: Yamaha, MX49, MX61, Workstation-Synthesizer

13. Februar 2013

MOTIF-Sounds für alle!

Die MOTIF-Sounds von Yamaha kommen so langsam in die Jahre, und sicherlich wird es bald ein paar neue Workstations vom japanischen Hersteller geben. Die NAMM Show im Januar hat bisher nichts Neues hervorgebracht, aber die Frankfurter Musikmesse steht als zweite große Plattform zur Präsentation neuer Produkte kurz bevor. Was liegt also näher, als die guten MOTIF-Klänge zunächst auch im Einsteigerbereich verfügbar zu machen. Genau dies hat Yamaha mit den zwei neuen Synthesizern MX49 und MX61 getan. Aber um es vorweg zu nehmen, verramscht wird bei diesen beiden Geräten absolut nichts.

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Info

Die beiden Modelle MX49 und MX61 sind komplett baugleich und bieten die selben Funktionen. Einzig allein die Tastatur unterscheidet sich. Wie nicht anders zu erwarten war, bietet die kleinere Version 49 anschlagsdynamische Tasten, der größere Bruder entsprechend 61 Tasten. Die Tastatur ist wie im Einsteigerbereich üblich aus Plastik gefertigt und bietet einen leichten Anschlagswiderstand. Für Synthesizer-Klänge ist das genau richtig, aber beim Spielen von Piano- oder E-Piano-Klängen wird es schon schwieriger, eine gescheite Dynamik auf die Klaviatur zu bringen. Dennoch geht die Tastatur für den angezielten Einsteigerbereich in Ordnung

Die Oberfläche der MX-Serie ist klar und deutlich gegliedert. Rechts die Klangkategorien und die Tasten zur Bedienung des Menüs, links die globalen Funktionen und vier Drehregler. Diese dreifach belegten Drehregler bieten unter anderem Zugriff auf Cutoff, Resonanz, Attack und Decay. Per Knob Function schaltet man zwischen den einzelnen Belegungen hin und her. Erfreulicherweise werden die aktuellen Parameter im LC-Display angezeigt. Regler 3 und 4 lassen sich im dritten Set mit Parametern frei belegen. Alle anderen sind fest zugeordnet. Mittiger Blickpunkt sind die beiden Displays, wovon eines ausschließlich die aktuell ausgewählte Performance anzeigt, während das zweizeilige LC-Display die derzeit aktiven Sounds oder andere Parameter darstellt. Das LC-Display ist für meinen Geschmack etwas zu klein geraten. In Zeiten großer Touchscreens oder einfach per Finger zu bedienender Tablet Computer finde ich ein solches Display einfach nicht mehr zeitgemäß. Das Steppen im Menü erfolgt wahlweise per Increase/Decrease oder den Pfeil-Tastern oder auf schnellerem Weg per Jog-Shuttle.

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Alle Bedienelemente sind qualitativ hochwertig verarbeitet und lassen auf eine lange Lebensdauer hoffen. Besonders die bereits erwähnten Drehregler und Taster zur Soundauswahl sind sehr stabil. Da sowohl Tastatur als auch Gehäuse aus Plastik gefertigt sind, bringt der MX49 grade einmal 3,8 kg auf die Waage. Der größere Bruder MX61 ist mit 4,8 kg nicht viel schwerer.

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Ein Highlight der Serie ist sicherlich die direkte Anbindung per USB an einen Computer. Der MX49 kann dabei nicht nur MIDI-Daten senden und empfangen, sondern auch die internen Klänge im Audioformat an die DAW übermitteln. Die Notwendigkeit eines externen Audiointerfaces entfällt somit und macht die MX-Serie nicht nur für den Studioalltag interessant. Besonders im Live-Betrieb kann das Wegfallen eines zusätzlichen Interfaces einerseits Gewicht sparen wie auch Probleme verhindern. Denn je weniger Geräte man verkabeln, einstellen und nutzen muss, um so weniger anfällig ist das Setup für kleinere bis größere Problemchen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    microbug  

    Hier hat Yamaha doch einiges richtig gemacht, was sowohl bei Motif als auch MOXF verbockt wurde. Alleine die deutlich einfachere Bedienung ist lobenswert, so schnell hat man auf einem Yamaha Gerät bisher keine Splits/Layers erstellt und mal eben die Effekte angepaßt. Der MX macht zwar beim Speichern auch eine Denkpause, dort wird aber nicht das ganze Gerät blockiert wie beim MOXF und die Pausen sind auch kürzer. Außerdem spielt der MX beim Empfang von Sysexdaten weiter, zumindest der Sequenzer.
    Bei den Uservoices hat Yamaha hier mal das umgesetzt, was seit den ersten Disketten-Betriebssystemen wie CP/M und DOS Standard ist: ein inititialiserter Eintrag wird nicht angezeigt.
    Bei den Performances ist es leider die gleiche Grütze wie überall, da gibts keine leeren Einträge. Warum man das so unterschiedlich gemacht hat, werden wohl nur Japaner verstehen …

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