Test: Yamaha, N-1 Avant Grand, Digitalpiano

Bedienelemente am Tastaturende

Bedienelemente am Tastaturende

Im Prinzip ist die Tastatur des N-1 nicht für andere Sounds als die fünf genannten konzipiert. Ich könnte mir beispielsweise nicht vorstellen, darüber eine Orgel oder ein Synth-Solo zu spielen. Wo andere Hersteller aufgrund des größeren Einsatzgebietes und des Preises einen gewissen Kompromiss eingehen zwischen Klaviertastatur und Orgel-/Synth-Tastatur, setzt Yamaha berechtigterweise voll auf den Einsatz als Klavierinstrument. Alle fünf Sounds sind wie bereits erwähnt von sehr hoher Qualität. Gerade die akustischen Klänge sind neben der aufwendigen Sample-Position auch mit sehr vielen Velocity-Stufen gesampelt worden. Hier stimmt einfach alles – von den tiefen Tönen mit ausreichend Druck und den ganz hohen Lagen, die mit einer super Präzision aufwarten können. Gepaart mit dem integrierten Lautsprechersystem sind die Sounds des N-1 eine richtige Wucht.

Auch die E-Pianos sind sehr gelungen und bieten mit einer Rhodes und einer glockigeren FM-Variante gute Vertreter ihres Genres. Auch hier wurden viele Klangdetails eingefangen und gekonnt umgesetzt. Das Harpsichord rundet die Soundpalette ab und kann vor allem für klassischere Stücke einen entsprechend guten Klang liefern. Schön wäre es sicherlich gewesen, wenn Yamaha dem N-1 noch weitere Soundvariationen aus dem A- und E-Piano Bereich spendiert hätte. Etwas poppigere Klaviersounds oder ein härteres Rockpiano hätten dem N-1 gut zu Gesicht gestanden.

Extras

Auch beim Avant Grand N-1 findet man natürlich die üblichen Features eines Digitalpianos. Neben einer Transpose-Funktion, dem Tuning und sieben verschiedenen Skalen verfügt das Hybrid Piano auch über einen Reverb-Effekt. Dieser ist zwar fest in seinen Charakteristika, aber zumindest stufenlos von 1-10 in seiner Intensität regelbar. Evtl. hätte man an dieser Stelle auch noch ein Chorus gerne gesehen, den man für die E-Pianos gut nutzen könnte.

Der Blick von hinten

Der Blick von hinten

Zusätzlich gibt es noch 10 Demosongs sowie die Möglichkeit, einen Song selbst aufzunehmen. Maximal 30.000 Noten kann der interne Speicher fassen, die auf einer Spur aufgenommen werden können.

Klangbeispiele
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