Test: Yamaha P-515, Mobiles Digitalpiano

28. November 2018

Top Tasten für Virtuosen

yamaha p-515

Yamaha P-515

Im Sommer hatte der Hersteller Yamaha zwei neue Stage-/Digitalpianos angekündigt. Während das kompakte Modell P-121 eine kleinere Version des P-125 darstellt, repräsentiert ebenfalls das Yamaha P-515 das neue Maß der Dinge – zumindest innerhalb der P-Serie des Herstellers. Denn hier wird das P-515 von nun an als Top-Modell geführt. Mit welchen Features und Sounds Yamaha dies begründet, haben wir uns während des P-515 Tests angeschaut.

Die P-Serie führt Yamaha bereits viele Jahre. Darin vereint der Hersteller alle mobilen Digitalpianos, also alles, was transportabel, gleichzeitig aber auch schicker und edler verarbeitet ist als die robusten Stagepianos wie CP4 oder CP40. Diesem Motto folgt auch das P-515 und präsentiert sich im klassischen Schwarz. Ein Mix aus mattem und glänzendem Kunststoff setzt den Rumpf von den Seitenteilen an. Auf Wunsch und gegen einen Aufpreis von ordentlichen 129,- Euro bietet Yamaha das P-515 auch in der Farbe Weiß an.

yamaha p-515

Auch in Weiß ist das Yamaha P-515 erhältlich

Die Bedienoberfläche des mobilen E-Pianos ist einfach und klar gegliedert, hier findet sich jeder schnell zu Recht. Von links nach rechts betrachtet startet die Oberfläche zunächst mit einer Anschlussmöglichkeit für USB-Speichermedien, gefolgt von einem Power-On/Off, Tasten zur Steuerung der Demos/Songs, dem internen Recorder sowie weitere globale Funktionen. Ein LC-Display der Größe 128×64 Pixel dient zum Anzeigen der wichtigsten Informationen. Direkt daneben befinden sich vier Cursor-Tasten, gefolgt von der Soundsektion. Abgeschlossen werden die Bedienelemente mit je einer Taste für Split/Layer, Sound Boost/EQ und Reverb.

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Anschlüsse des Yamaha P-515

Neben dem erwähnten USB-Port auf der Vorderseite hat Yamaha auch die zwei Kopfhöreranschlüsse praktisch zugänglich auf der vorderen Seite untergebracht. Der Rest der Anschlüsse befindet sich gewohnt auf der Rückseite. Hierzu zählen ein MIDI-Duo (In/Out), ein Stereoausgang (2x 6,3 mm Klinke) sowie ein Aux-Eingang (3,5 mm Klinke). Eine kompatible Pedaleinheit lässt sich am P-515 betreiben, alternativ lässt sich ein Pedal am Anschluss „Aux Pedal“ anschließen. Ein USB-Port zur Verbindung mit dem Computer sowie ein eingelassener Netzteilanschluss komplettieren die Rückseite. Storm bezieht das P-515 über das mitgelieferte externe Netzteil.

yamaha p-515

Zum Lieferumfang gehört außerdem ein Sustain-Pedal, ein Notenständer, ein am E-Piano anzubringender Haken für Kopfhörer sowie eine mehrsprachige Bedienungsanleitung.

Tastatur und Verarbeitung des Yamaha P-515

Wie eingangs bereits erwähnt, ist das P-515 das Oberklasse-Modell der P-Serie. Die Optik ist sehr elegant, die Verarbeitung ist für Yamaha typisch hervorragend. Die abgerundeten Kanten lassen das E-Piano modern wirken, dazu ist die Bedienoberfläche leicht zum Spieler hin geneigt.

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Die weißen Tasten des P-515 bestehen aus Holz

Bei der Tastatur setzt Yamaha im Falle des P-515 auf eine Kombination aus Holz und Kunststoff. Während die weißen Tasten der Klaviatur aus Holz bestehen, müssen die schwarzen mit Kunststoff auskommen. Yamaha nennt diese Tastatur NWX (Natural Wood X) und setzte diese u. a. auch im Digitalpiano CLP-685 ein.

Aufgrund des Holzes bietet die Tastatur eine angenehme Schwere, was sich äußerst positiv auf das Spielgefühl auswirkt. Der Mix aus Holz und Kunststoff gelingt hier sehr gut und führt dazu, dass das P-515 für mich eine der besten E-Piano Spielgefühle überhaupt bietet, Kompliment an Yamaha. Die Anschlagsstärke kann in fünf Stufen eingestellt werden.

Sounds des Yamaha P-515

Die wichtigsten Sounds des P-515 – nämlich die akustischen Pianos – stammen aus Samples von einem Yamaha CFX sowie einem Bösendorfer Imperial Flügel. Während der Bösendorfer auf herkömmliche Art und Weise gesampelt wurde, kam beim CFX das „binaurale Sampling“ zum Einsatz. Hierbei setzt Yamaha die Mikrofone für die Aufnahme so ein, wie es das menschliche Ohr aufnehmen würde. Der hieraus entstehende Klang soll dadurch natürlicher sein.

yamaha p515

Zehn akustische Pianos bietet das P-515 und wie es nicht anders zu erwarten war, überzeugen der CFX- und der Bösendorfer-Sound am meisten. Alternativ stehen, teilweise mit EQ, bearbeitete Alternativen im Stil eines Studio-, Rock, Jazz- oder Warm-Pianos parat. Der Klang des CFX präsentiert sich äußerst angenehm und klar. Die Höhen sind schon brillant, die Mitten klar und der Bassbereich zwar gut vorhanden, aber nicht zu überrepräsentiert. Das bietet der Bösendorfer ein deutlich „dumpferes“ Klangbild mit einem kräftigen Bassanteil und einem insgesamt dunklerem Klangbild. Beide sind hervorragend einsetzbar, egal ob für klassische Musikstücke oder aktuellere Produktionen. Dafür sorgt auch die hohe Polyphonie von 256 Stimmen.

Mit Hilfe der Piano-Room-Funktion lässt sich der Klang der Pianos editieren. Neben der Möglichkeit, den virtuellen Deckel des Flügels in drei Positionen (Close, Half, Full) zu bewegen, lassen sich auch Parameter wie Gehäuse- oder Saitenresonanz, Key-Off-Samples und weitere klangliche Bestandteile verändern.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Numitron  

    Preisaufschlag 130€?
    Sind die noch bei Trost?
    Das Gerät hat eh einen hohen Preis.

    Interessanterweise ist es bei Autos umgekehrt, die weißen sind günstiger und die schwarzen teurer.

  2. Profilbild
    Coin  AHU

    Statistisch gesehen gibt es mit weißen Autos die wenigsten Unfälle.
    Über weiße Keyboards gibt leider keine Statistik.

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