Test: Yamaha PSR-S670, Entertainer Keyboard

Tastatur und Sounds

Dem PSR-S670 hat Yamaha eine leicht gewichtete Klaviatur mit 61 Tasten spendiert. Diese reagiert sehr gut und sauber auf den Anschlag, da gibt es nichts zu kritisieren. Durch das neue Design des Gehäuses sticht die Tastatur des Keyboards deutlicher ins Auge als bei den Vorgängern, was vor allem an der abgeschrägten Vorderkante des S670 liegt. Dadurch sind aber auch die Tasten nicht vor seitlichen Stößen geschützt, hier sollte man in Zukunft also etwas besser aufpassen.

Wie bei jeder neuen Entertainer Generation, hat Yamaha auch beim PSR-S670 wieder einige gute und schöne Sounds von den nächst größeren Modellen übernommen. Im Bereich der Klangerzeugung verfügt das PSR-S670 somit über 400 interne Presets und 34 Drum Sets. Hinzu kommen noch 480 XG-Voices, die zum Abspielen von Standard-MIDI-Files herangezogen werden. Eine Menge Klangfutter, aber leider gehören wieder nur ein Bruchteil davon zu den wirklich lebendig klingenden Mega-, Sweet- Cool-, und Live-Voices. Da wünsche ich mir beim nächsten Modell auch in den günstigeren Preisregionen wie dem S670 etwas mehr davon.

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Hinsichtlich der Qualität der Sounds muss man beim S670 nicht viel Worte verlieren. Das ist alles durch die Bank weg sehr gut und vor allem auch live wunderbar einsetzbar. Etwas mehr modernere Sounds hat Yamaha seinem neuen Sprössling spendiert, was natürlich auf die aktuelle Musikentwicklung zurückzuführen ist. Immerhin soll man mit dem S670 ja vor allem reproduzieren können.

Eine schöne Neuerung des S670 sind zwei Live Control-Drehregler, die man am linken Rand der Bedienoberfläche untergebracht hat. Je nach Sound/Style kann man mit diesen Reglern unterschiedliche Parameter in Echtzeit modulieren. Das bietet sich vor allem bei den gerade erwähnten elektronischen Sounds an und wertet die Performance gut auf. Welcher Parameter editiert wird, lässt sich durch Druck auf den Assign-Button einstellen.

Die Lautsprecher sind hinter Gittern "weggesperrt", links, die zwei Live Control-Drehregler

Die Lautsprecher sind hinter Gittern „weggesperrt“, links die zwei Live Control-Drehregler

Rhythmus und Effekte

Wie gewohnt hat das PSR-S670 auch wieder eine Menge an internen Begleitrhythmen unter der Haube. Genau genommen sind es 230 Rhythmen, die sich auf alle erdenkliche Stile aufteilen. Jeder Style verfügt über drei Intros und Endings, vier unterschiedlich dicht arrangierte Variationen sowie einen Break. Auch die One-Touch-Settings sind wieder mit dabei. Hier sind ab Werk bereits vier passende Setups mit Sounds, Effekten etc. gespeichert, die sehr gut zum gewählten Style passen.

Auch in dieser Sektion gibt es eine schöne Neuerung. Die DJ-Style genannten Rhythmen enthalten feste Akkordprogressionen, die teils sehr ähnlich zu aktuellen Dance-Songs klingen und dem Spieler nur abverlangen, den richtigen Grundton auszuwählen. Die passenden Zusatz-Parts in Form von Shaker, Tambourine oder Triangel werden ebenfalls mitgeliefert. Diese ruft man einfach per Multi Pad Taste 1-4 auf, gestartet wird synchron zum Style-Tempo. Über die Live Regler lassen sich dazu einfache Filter-Fahrten bewerkstelligen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Stephan Merk  RED

    Na aber wirklich neu sind Hartplastik-Tasten aber nicht. Bei den 80er-Jahres-Modellen der PSR-Serie, Orgeln und Clavinovas war das immer so, aber Gummimatten sind halt billiger als einzelne Taster zu verbauen. Zumindest war das immer für mich die Begründung, warum viele Hersteller auf diese Folien-/Mattentasten umschwenkten.

  2. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    Von der Yamaha-Webseite habe ich mir die Bedienungsanleitung heruntergeladen, weil mich das Instrument anspricht. Himmel, das ist ein mächtiges Teil und eigentlich eine richtige Kreativmaschine zum Komponieren und Arrangieren.

    Das „Concert-Grand“ klingt ja echt superedel.
    Die Arrangements der Styles sind etwas „Mainstreamig“, aber Alleinunterhalter brauchen so etwas halt. Allerdings kann man die Kiste ganz ordentlich anpassen und auch die Sounds lassen sich weitgehender editieren, als man denkt: Hüllkurve, Filter, Resonanz. Ist alles im Editor möglich, auch ohne Rechner.

    Musikalische Grüße von

    Onkel Sigi

  3. Profilbild
    Tom

    Hervorzuheben wäre noch, dass die Tastatur anscheinend völlig neu entwickelt wurde. Sie besitzt wesentlich mehr Tastenhub als z.B. das s770 bzw. s970, was ich als sehr positiv empfinde.

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