Anschlüsse
Blickt man auf die Rückseite des neuen Yamahas, findet man dort alle für den Gebrauch notwendigen Anschlüsse. Ausgangsseitig bietet das S950 einen Stereoausgang in Form zweier 6,3 mm-Klinkenbuchsen. Weitere individuelle Ausgänge, wie es u.a. auch der Tyros bietet, sucht man vergeblich. Möchte man Audiosignale in das S950 hineinbringen, stehen dafür entweder ein Stereo-Aux-Eingang (Miniklinke) oder ein Line-/Mic-Eingang zur Verfügung. Bei letzterem lässt sich die Eingangsempfindlichkeit zwischen Line- oder Mikrofon-Pegel umschalten. Für die Ein- und Ausgabe von MIDI-Daten findet sich auf der Rückseite ein MIDI-Duo (In/Out). Verbindungen zu Speichermedien oder Computern werden mit den beiden USB-Anschlüssen hergestellt. Abgerundet wird die Rückseite mit zwei Pedal-Anschlüssen sowie einem Video-Ausgang, mit dem man Songtexte auf einem externen Bildschirm anzeigen kann. Auf der Vorderseite befindet sich letztendlich noch ein Kopfhöreranschluss.
Sounds
Wie für ein Entertainer-Keyboard üblich, bietet das S950 eine große Anzahl verschiedenster Klangfarben. Insgesamt stecken im neuen Yamaha 786 Voices und 33 Drum-Kits. Ziel eines Entertainers ist es ja bekanntlich, ein möglichst großes Spektrum an Stilen und Musikstücken abdecken zu können und dafür benötigt man eben von allem ein bisschen. Genau das bietet das S950 und somit reicht der Klangfundus von reinen A- und E-Pianos über Orgeln, Streicher, Gitarren und Bässen bis hin zu Vertretern der elektronischen Zunft, die sich in Form von sehr guten Synth Leads und Pads darstellen. Die Qualität der Klänge ist durch die Bank weg sehr gut. Hier bekommt man einfach fix und fertig produzierte Sounds, die nach dem Auswählen keinerlei Bearbeitung mehr erfordern. Besonders hervorheben möchte ich die Super Articulation Voices, die instrumentenspezifische Artikulationen beinhalten, die dem eigenen Spiel eine gehörige Portion Leben einhauchen. Hierdurch erklingen die Voices sehr dynamisch und realistisch.
Sehr gut gefallen haben mir die Pianos und Orgeln sowie die synthetischen Pads und Lead Sounds. Die Rhodes- und Wurlitzer-Sounds sind mir insgesamt zu brav. Da hilft leider auch nicht die Anreicherung mit einem der internen Effekte. Schön sind auf alle Fälle die vielen Variationen von Blech- und Holzbläserinstrumenten sowie die Gitarren und die ethnische Sektion. Hier profitieren viele Klänge von der bereits erwähnten Super Articulation Technik. Die Streicher fallen für meinen Geschmack etwas ab und kommen nicht ganz an den hohen Qualitätsstandard der restlichen Sounds. Das gilt gleichermaßen für Solo und Ensemble Voices. Das klingt für mich einfach viel zu elektronisch und synthetisch. Insgesamt bekommt man für den geforderten Preis beim S950 aber eine hohe Klangqualität geboten. Verstecken muss man sich mit dem S950 also wahrlich nicht.
Zur weiteren Verarbeitung der Klänge hat das S950 eine sehr umfangreiche Effekt-Sektion an Bord. Neben den Standardtypen wie Reverb oder Chorus bietet das Keyboard viele weitere DSP-Effekte. Erwähnenswert sind die neuen Distortion/Amp-Effekte, bei denen klassische Gitarrenverstärker der 60er und 70er Jahre nachgebildet wurden. Darüber hinaus gibt es nun auch Nachbildungen legendärer Effektpedale. In Zusammenhang mit dem Audioeingang kann man einen Harmonizer hinzuschalten, der bis zu drei virtuelle Backgroundsängerin dem eigenen Gesang hinzufügt. Die Qualität ist auch hier sehr gut, wobei der Harmonizer nicht ganz an die Qualität eines externen Gerätes von TC Helicon o.ä. kommt.





























„Back to roots“ vom Design her würd ich sagen. Schaut aus wie mein aus dem Baujahr 93 stammendes Yamaha PSR SQ 16 Entertaiment Key. ;)