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Test: Yamaha PSR-S975, PSR-S775, Entertainer-Keyboard

11. Juli 2018

Klangwunder mit 61 Tasten

yamaha psr-s975

Vor einigen Wochen hatten wir bei AMAZONA.de das Arranger-Keyboard Korg Pa1000 zum Test. Kurz darauf erreichte uns das ebenfalls neue Yamaha PSR-S975, das preislich auf ähnlichem Niveau wie das Pa1000 liegt. Was bietet das Yamaha Pendant unterhalb der 2.000,- Euro Grenze klanglich und funktional? Dies soll der folgende Test klären.

Mit dem Yamaha PSR-S975 und dem S775 hat Yamaha im Frühjahr dieses Jahres zwei neue Mittelklassemodelle auf den Markt gebracht. Eine Klasse darüber hat Yamaha den Tyros Nachfolger Genos gekonnt in den Markt eingeführt, dieser konnte in unserem Test voll überzeugen und liegt daher auf Platz 1 unserer aktuellen Entertainer-Keyboard Charts. Bleibt die Frage: Wie viel der neuesten Genos Technologie und Funktionen hat Yamaha seinen Mittelklassemodellen spendiert? Zum Test stand uns hierfür das PSR-S975 zur Verfügung.

yamaha psr-s975

Erster Eindruck des Yamaha PSR-S975

Das Entertainer-Keyboard S975 kommt im gewohnten Stil daher, die Ähnlichkeit zu den Vorgängern bzw. Geschwistern der PSR-Reihe ist unverkennbar. Gewohnt in Schwarz ist das S975 gehalten, die Bedienoberfläche ist leicht in Richtung Spieler geneigt. Das erleichtert das Ablesen des überaus großen LC-Displays sowie die Bedienung des Keyboards. Das Display weist eine Größe von 7 Zoll auf.

Der Aufbau ist klar und leicht gegliedert. Links der Tastatur befinden sich Pitchbend- und Modulationsrad, darüber zwei frei programmierbare Drehregler zur Steuerung von Parametern im Live-Betrieb. Über die gesamte Breite der Tastatur ziehen sich die Bedienelemente für die Begleitautomatik, die Registrierungen, Multipad-Control sowie One-Touch-Settings. Der linke Teil der Bedienoberfläche ist dem Songplayer und der Style-Sektion vorbehalten, den rechten Teil nehmen die Sound-Sektion sowie die Effekte ein.

Die Bedienung des Yamaha PSR-S975 ist sehr geradlinig, durch das Menü lässt sich mit einer Vielzahl von Tasten und einem Drehrad wandern. Die Auflösung des 7 Zoll Displays ist sehr hoch, alle Schriften sind sehr scharf dargestelltund damit gut ablesbar.

yamaha psr-s975

Tastatur und Anschlüsse des Yamaha PSR-S975

Die 61 Tasten des S975 sind leicht gewichtet und anschlagsdynamisch. Im direkten Vergleich mit dem Pa1000 von Korg gefällt mir dessen Tastatur besser, diese ist eine Spur straffer und damit für mich besser spielbar. Der Druckpunkt ist meiner Meinung nach hierbei besser spürbar. Dennoch macht die Tastatur des S975 einen sehr guten Eindruck, verarbeitungstechnisch gibt es hier keinerlei Anlass zu Kritik.

Auf der Vorderseite, genau genommen links der Tastatur, befindet sich der Kopfhöreranschluss des Yamaha Entertainer-Keyboards. Alle anderen Anschlüsse befinden sich wie gewohnt auf der Rückseite. Betrieben wird das Keyboard mit einem externen Netzteil, dieses gehört ebenso zum Lieferumfang wie ein Notenständer und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung.

Ein Stereoausgang (2x 6,3 mm Klinken) dient zur Ausgabe der Sounds des S975, über einen 3,5 mm Klinkeneingang (Aux In) lassen sich externe Zuspieler anschließen. Zusätzlich verfügt das Keyboard über einen zwischen Mic- und Guitar-Level umschaltbaren Eingang. Die Verstärkung kann hierbei stufenlos geregelt werden.

yamaha psr-s975

Display

MIDI-Ein- und Ausgänge sind an Bord, ebenso zwei USB-Ports sowie ein D-Sub-Ausgang zum Anschluss eines externen Bildschirms. Zu guter Letzt lassen sich am Yamaha PSR-S975 zwei Pedale betreiben.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Tolayon  

    Eigentlich sind Arranger nicht wirklich meins, aber hin und wieder habe ich die Gelegenheit, auf einem alten PSR-8000 spielen zu können.

    Dabei ist mir aufgefallen, dass selbst das inzwischen 20 Jahre alte Ex-Flaggschiff einen Part mehr bietet als der PSR-S975, nämlich „Left“, „Right 1 + 2“ sowie „Solo“. Es ist interessant zu sehen, dass Yamaha selbst nach all der Zeit noch gewisse Unterscheidungen zwischen (gehobener) Mittelklasse und Oberklasse macht, wobei letztere inzwischen durch die Tyros-Modelle und aktuell den Genos verkörpert wird.

    Eine Frage hätte ich noch zum PSR-S975:
    Wie schlagen sich die „Organ Flutes“ so im Vergleich zu anderen Zugriegel-Emulationen? Kann man sie auch mit Effekt-Ketten aufwerten, also Leslie und Zerre in Reihe geschaltet?

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