Solide Interfaces mit DSP und starkem Software-Paket
Yamaha hatte zwar schon vor über 20 Jahren Steinberg übernommen, aber erst im letzten Jahr begonnen, die Steinberg Interfaces umzulabeln. So auch das Steinberg UR22C und das Steinberg UR44C, die jetzt die neuen Bezeichnungen Yamaha URX22C und Yamaha URX44C tragen. Das „C“ im Namen hatte Steinberg 2019 seinen UR-Interfaces hinzugefügt, das den Wechsel auf USB-C dokumentieren sollte, Yamaha hat das beibehalten. Wir haben unseren Test vom Dezember 2019 aktualisiert, dem Re-Labeling und der teilweise überarbeiteten Software angepasst und mit neuen Fotos versehen. Und natürlich auch geschaut, ob sich – außer dem Namen – sonst noch etwas geändert hatte.
Was ist es? Yamaha URX22C, URX44C, USB-Audiointerfaces, kompakte Interfaces mit DSP-Effekten und Software-Bundle
- Verarbeitung: Extrem robustes Metallgehäuse und hochwertige Bedienelemente mit sehr guter Haptik.
- Klang: Transparenter, ausgewogener Sound mit solider Dynamik, wenn auch nicht mehr ganz auf Top-Niveau.
- Ausstattung: DSP-Effekte, latenzfreies Monitoring und umfangreiche Software inklusive Steinberg Plus.
- Bedienung: Übersichtlich, aber teils mit kleinen Schwächen bei Tastern und Anzeige.
- Fazit: Trotz des Alters ein zuverlässiges, gut klingendes Interface mit starkem Gesamtpaket.
Inhaltsverzeichnis
Technische Daten
Das Yamaha URX22C ist ein 2-Kanal (2 IN/ 2 OUT), 32 Bit/192 kHz USB 3.0 Audiointerface mit zwei Class-A D-PRE-Vorverstärkern mit +48 V Phantomspeisung. Das URX44C bringt es auf vier Vorverstärker sowie sechs Eingänge und sechs Ausgänge (6×4 32/192er USB 3.0 Audiointerface), ist ansonsten technisch aber baugleich.
Beide Interfaces sind mit einem internen Effekt-DSP-Chip ausgestattet. Die Dynamic-Range gibt Yamaha mit 102 dB (Input) bzw. 105 dB (Output) an. Meine Messungen decken sich da ungefähr mit denen von Yamaha. Hier als Beispiel die Messungen des URX22C:
Das ist solide, aber nicht überragend, da macht sich das Alter der Interfaces bemerkbar. Denn technisch hat sich an den beiden URX nichts geändert, die Angaben sind identisch mit denen der sechs Jahre alten Steinberg-Vorgänger. Auch die Latency, die ich mit dem RTL Utility von Oblique Audio nachgemessen habe, liefert keine Spitzenwerte, ist aber noch ok:
Die hatte ich im Test von 2019 zwar noch nicht gemessen, doch habe ich Messergebnisse von damals (mit der Steinberg UR22C) im Netz gefunden. Und die sind so ziemlich identisch mit meinen.
Die Yamaha URX-Familie
Die Namensgebung ist vielleicht etwas verwirrend. Auf der einen Seite gibt es die URX-C-Serie mit den beiden URX22C und dem URX44C, auf der anderen Seite die URX-Serie (ohne C). Dazu gehören das URX22 und das URX44 sowie das Audio-Video-Interface URX44V. Wobei diese drei dann wiederum auch mit dem Zusatz „BK“ (Black) und „WH“ (White) verkauft werden, so dass dann URX22C, URX22, URX22 WH und URX22 BK als Bezeichnungen durchs Netz geistern. Ein paar Unterschiede mehr im Namen hätte ich da schon hilfreich gefunden.
Lieferumfang und Verpackung
Die Verpackung wurde natürlich gewechselt – jetzt in Weiß mit Yamaha-Branding.
Zum Lieferumfang gehören – neben den Interfaces selber – noch jeweils ein 1 m langes – oder besser: kurzes – USB 3.0-Kabel (Type C auf Type A), eine 10-sprachige Kurzanleitung zum Anschluss des Interfaces und zum Download der benötigten Software plus einige Download-Codes. Mit dabei sind Cubasis LE (die kompakte Cubase-Version für iOS) und Cubase AI (AI = Advanced Integration, womit die erweiterte Hardware-Integration gemeint ist – also die Möglichkeit, das Interface direkt aus Cubase steuern zu können).
Außerdem findet sich noch ein Code für die Basic FX Suite, ein von Yamaha entwickeltes Effekt-Bundle; das beinhaltet den „Sweet Spot Morphing Channel Strip“ (Multi-Effekt mit Kompressor und Equalizer), den „REV-X“ (Digital-Hall) und die „Guitar Amp Classics“ (Gitarrenverstärker-Simulationen mit Modeling-Technologie), jeweils in VST3 und AU-Format. War die Basic FX-Suite zu Steinberg Zeiten noch bis Ende 2024 auf eine eLicenser-basierte Lizenz angewiesen, ist die jetzt kompatibel zum Steinberg Licensing.
Neu im Zugabenpaket ist „Steinberg Plus“. Zu diesem Bundle gehören der Drummer Groove Agent SE mit den Expansions Purple und Metro Hights, HALion Sonic (mit Colors Lofi Tapes, Amped Elektra und Anima), der Synth Retrologue mit der Neon Drift Expansion sowie einige Loop-Sets für Cubase und Nuendo (Ambient Lounge, Indie Rock, Progressive House).
Insgesamt also ein sehr umfangreiches und nützliches Zugabenpaket, das sich sehen und hören lassen kann. Ein Unterschied bei den Beigaben: Beim URX44C findet sich auch noch ein Netzteil im Karton, das beim URX22C fehlt.
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Verarbeitung und Design
Angesichts der extrem massiven Stahlgehäuse bekommt der Begriff „Heavy Metal“ eine ganz neue Bedeutung. Sollte also mal ein Bremskotz für den Unimog fehlen oder der Ice-Crusher gerade nicht zur Hand sein: Die UR-Interfaces würden das wohl klaglos überstehen. Lediglich die Frontblende besteht noch aus Kunststoff.
So bringt es das URX22C bei Abmessungen von 159 x 47 x 159 mm auf ein Gewicht von knapp 1 kg, das URX44C mit 252 x 47 x 159 mm sogar auf 1,5 kg. Die zweifarbige Lackierung in Dunkelgrau/Mattschwarz sieht edel aus, zumindest solange man nicht auf den mattschwarzen Teil fasst. Der nämlich ist extrem anfällig für Fingerprints. Da trägt man dann entweder Handschuhe, hat einen Lappen parat liegen oder ist einfach unempfindlich für Abdrücke auf dem Interface.
Die Regler sitzen allesamt bombenfest, da wackelt gar nichts, sind also vermutlich mit dem Gehäuse verschraubt und nicht nur mit der Platine. Dank geriffelter Oberfläche und deutlicher weißer Kennlinie sind die griffsicher und gut ablesbar, nur der etwas größere Regler für den Main-Out ist aalglatt und hat eine schwarze Kennlinie. Der Abstand zwischen den Reglern ist etwas knapp bemessen, da sind spitze Finger gefragt. Nicht so gelungen ist, dass die Taster für Hi-Z und Mono (gleich mehr dazu) keine Kontroll-LED haben. Auch sonst ist nicht eindeutig zu erkennen, ob die nun gedrückt sind oder nicht. Das hätte man besser lösen können.
Was mir dagegen gut gefällt: Alle Anschlüsse auf der Rückseite haben eine Bezeichnung auf der Oberseite des Gehäuses, so dass man beim Umstöpseln nicht im Blindflug unterwegs ist. So etwas sollte eigentlich Standard sein.
Regler und Anschlüsse
Da sich die Modelle Yamaha URX22C und Yamaha URX44C in der Zahl der Ein- und Ausgangskanäle unterscheiden, sind Vorder- und Rückseite etwas unterschiedlich bestückt. Das URX22C bietet zwei Klinke/Kombobuchsen an, jeweils mit einem Gain-Regler und Peak-LED. Für eine größere Pegelanzeige war leider kein Platz mehr. Eingang 2 verfügt zudem über einen Hi-Z-Schalter, die +48V sind nicht einzeln, sondern nur auf beide Eingänge gleichzeitig zuschaltbar. Beim URX44C sind es vier Kombobuchsen, wobei die Gain-Regler aber nicht ebenfalls direkt links bzw. rechts davon angebracht sind, sondern alle nebeneinander mittig auf der Frontplatte. Die +48V sind auch hier paarweise schaltbar; da es aber zwei Paare gibt, kann man da zumindest etwas separieren. Ein Hi-Z-Schalter entfällt beim 44er-Modell, da hier die Eingänge 1+2 ohnehin speziell dafür ausgelegt sind.
Ein weiterer Unterschied: Das URX22C hat einen Mix-Regler zum Einstellen des Pegelverhältnisses zwischen analogen Eingangssignalen aus den Eingängen und dem Signal über USB, etwa das aus einer DAW. Dazu gehört auch ein Mono-Schalter: Wird der betätigt, so wird das an den MIC/LINE 1/2-Buchsen anliegende Signal zu den Buchsen MAIN OUT L/R und auf L/R der PHONES-Buchse geführt. Ist der ausgeschaltet, so geht das MIC/LINE-1-Signal auf MAIN-OUT-L und das MIC/LINE-2-Signal auf MAIN-OUT-R, während wir auf dem Kopfhörer 1 und 2 getrennt links und rechts hören. Und schließlich hat das URX22C nur einen (regelbaren) Kopfhörerausgang, das URX44C deren zwei, wobei die mit unterschiedlichen Abmischungen versorgt werden können.
Die Rückseite des Yamaha URX22C gibt sich aufgeräumt: Main-Out als Klinkenpärchen, daneben das MIDI-Duo. Dass die +48V mit einem Schiebeschalter auf der Rückseite statt eines Tasters auf der Vorderseite geschaltet werden, ist etwas ungewöhnlich. Aber gut, so oft muss man da auch nicht ran. Ein vermeintlicher Netzschalter entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Power-Source-Umschalter: Entweder bezieht das URX22C seine Energie über den USB 3.0-Port oder über ein optionales 5 V Netzteil.
Das Yamaha URX44C ist bei den Basics (Main Out, MIDI und Power-Source-Schalter) identisch aufgebaut, liefert aber dazu noch ein weiteres Line-In-Klinkenpärchen (5+6) zum Anschluss eines „digitalen Musikinstruments oder eines Mischpults“. Dafür gibt es zwar keine Hardware-Regler, doch lassen die sich in der „dspMixFx UR-C“ Software einstellen, zusätzlich sogar wahlweise auf +4 dBu (für professionelle Audiogeräte) oder auf -10 dBV (für Consumer-Geräte).
Neben dem Main-Out-Pärchen gibt es zusätzlich noch zwei weitere Ausgangspaare (ebenfalls Klinke) zum Anschluss an einen Mixer oder ein Hardware-Effektgerät. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem URX22C: Die +48 V Zuschaltung erfolgt über zwei Taster auf der Vorderseite. Na also, geht doch.
Installation und Einrichtung
Bevor wir das Yamaha URX22C und das Yamaha URX44C nutzen können, müssen erst einmal einige Vorarbeiten getätigt werden. Dazu gehört, die Software „Tools for UR-C“ von der Steinberg-Website herunterzuladen und zu installieren, die mittlerweile in der Version 4.00 vorliegt. Die Tools beinhalten neben dem benötigten Yamaha Steinberg USB Driver (2.1.9) auch die bereits erwähnte Basic FX-Suite (3.0), das Device Center (1.0.0) plus die Steinberg UR-C-Applications (3.3.0). Letztere wiederum enthält den Mixer Steinberg dspMixFx UR-C (3.3.0) und die Steinberg UR-C Extension (3.1.0). Weggefallen ist inzwischen die Installation des nicht mehr benötigten eLicenser Control Centers. Der USB-Treiber und das Device-Center sind für alle Yamaha Interfaces gleich. Wer die schon mal installiert hatte (was das Installationsprogramm auch bemerkt), muss das jetzt nicht noch einmal machen.
Dann nur noch das Interface einschalten (hier exemplarisch das URX22C, beim URX44C läuft es aber genauso), anstöpseln, fertig. Mein Windows Test-PC erkennt das URX22C auf Anhieb und trägt es automatisch als diensthabendes Eingabe/Ausgabe-Gerät ein. Das URX22C seinerseits quittiert die Verbindungsaufnahme mit einem Leuchten der USB-LED und einem weißen Lichtkranz rund um den Output-Regler – sehr dezent, ganz ohne die Disco-Attitüde einiger anderer Interfaces.
Die URX-Cs in der Praxis: dspMixFx 3.0
Die Handhabung der beiden Interfaces ist simpel. Herzstück ist die mitgelieferte Software „dspMixFx UR-C“, mit der sich der eingebaute DSP-Mixer und die DSP-Effekte (verbaut ist ein SSP3-DSP-Chip) zum latenzfreien Monitoring bedienen lassen.
Mit dem großen Update auf die Version 3 war dspMixFx gründlich überarbeitet worden. Zu den neuen Features gehören unter anderem ein Multi-Stream-Audiotreiber, ein spezieller Streaming-Mix mit eigenem Effekt-Slot inklusive neuer DSP-basierter Effekte wie Gate, Kompressor, Ducker oder Multi-Band-Kompressor. Neu hinzugekommen sind auch ein Voice-Changer und ein Delay. Und schließlich wurde auch das Interface hier und da ein wenig angepasst, auch wenn die Gestaltung der Nutzeroberfläche noch immer eher nüchtern zweckmäßig und reichlich antiquiert anmutet. Aber dafür ist sie übersichtlich und gut bedienbar.
Über drei Icons lassen sich für das URX44C jetzt also gleich drei Mixer-Umgebungen bearbeiten: zwei für die Kopfhörer und eine für den Streaming-Kanal. Beim URX22C entfällt ein Mix, da es nur einen Kopfhöreranschluss gibt. Früher musste man die Loopback-Funktion noch per Knopfdruck im „dspMixFx UR-C“ aktivieren – das ist jetzt mit dem Streaming-Kanal deutlich bequemer. Der REV-X-Effekt (der einen eigenen Kanalzug hat) kann aber nur auf einen der drei Mixe geschickt werden. Zudem befinden sich nun auch noch drei Return-Kanäle im Mixer (DAW, Music, Voice), die sich so auch in den Windows-Soundeinstellungen wiederfinden.
Mit der Software lassen sich die Eingangskanäle auf einen Stereoausgang mischen, können – je zwei – Send-Effekte auf einen Kanalzug gelegt und eingestellt werden, die dann je nach Einstellung des FX-REC-Schalters entweder mit auf die Aufnahme kommen oder nicht, dazu Hall/Room/Plate vom REV-X-Bereich auf den Return einschleifen. Dazu kommen weitere Annehmlichkeiten wie Hochpassfilter (in 20er-Schritten von 40 Hz – 120 Hz voreinstellbar), Phasenumkehr sowie eine ordentliche Pegelanzeige für sämtliche Kanäle. Im Gegensatz zu früher gibt es nun auch für das URX22C Fader zur Pegeljustierung. Die +48 V Zuschaltung erfolgt aber immer noch nur über die Hardware.
Praktischerweise lässt sich der Knob-Mode in den Settings ändern, zur Wahl stehen „Circular“ (also Parameteränderung durch kreisende Bewegungen mit der Maus) oder „Linear“ (Parameteränderungen durch gerade Bewegungen, was ich viel praktischer finde). Für das URX44C kann ich hier zudem auch den Slider-Mode (Touch oder Jump) ändern. In den Settings kann ich dann auch die Größe der Oberfläche ändern, zwar nicht stufenlos, aber in 50er-Schritten von 100 % bis 300 %, das sollte reichen.
Und schließlich kann ich hier auch direkt das Control-Panel des USB-Drivers erreichen, um hier Sachen wie Sample-Rate (44,1 bis 192 kHz), USB-Mode (3.1 oder 2.0 Speed), Latency-Mode und Buffer-Size (32 – 2048 Samples) einzustellen. Bei Letzterem muss man halt wie immer ein wenig experimentieren, um auf dem schmalen Grat zwischen optimaler Input/Output-Latency und drohenden Artefakten und Aussetzern zu balancieren.
Ach ja: Cubase (AI)-Nutzer können die meisten Parameter übrigens teilweise auch ohne Umweg über die dspMixFx UR-C-Software dank „True-Integrated-Monitoring-Technologie“ direkt in ihrer DAW konfigurieren.
Die Basic FX Suite
Mit zur Basic FX Suite gehören die Guitar Amp Classics. Die sind schon eine ganze Weile am Markt und auf Basis der Yamaha Modeling-Technologie entstanden. In den letzten Jahren wurden sie noch ein wenig erweitert: So kann man z. B. Speaker-Typ und Mikrofon-Positionierung auswählen, außerdem hat jeder Amp-Effekt nun auch eine eigene Pegelanzeige.
Die vier Module im Vintage-Design machen einen recht ordentlichen Job, wobei mir „Clean“ mit Chorus und Vibrato mit seinem sehr transparenten Sound noch am besten gefällt. „Crunch“ simuliert den leicht übersteuerten Sound alter Röhrenverstärker, „Drive“ die Distortion-Klänge von sechs Verstärkertypen. Die Unterschiede sind da aber nicht so dramatisch, das klingt mir eine Spur zu matschig. „Lead“ schließlich bietet zwei Abstufungen, um die Solo-Gitarre hervorzuheben – das ist ok.
Der Sweet Spot Morphing Channel Strip – ebenfalls Bestandteil des Basic FX-Paketes, ist ein Sidechain-fähiger Kompressor plus 3-Band-EQ. Über einen Morph-Regler lassen sich hier gleichzeitig die Parameter von EQ und Kompressor verändern. Der REV-X Reverb (Room, Hall, Plate) schließlich ist ein bewährter alter Bekannter, der bereits schon im Yamaha Multieffektgerät SPX2000 oder im Yamaha 01V96 Digital-Mixer eingesetzt wurde (die Älteren erinnern sich vielleicht noch). Der macht aber auch heute noch einen guten Job.
Yamaha URX22C und URX44C plus Stream Deck
Für Elgatos Stream Deck gibt es inzwischen ein kostenloses UR-C/URX-C–Plug-in. Damit kann man seine Yamaha Interfaces über die Tasten von Elgatos Steuereinheit kontrollieren. Allerdings nur mit den Tastern, einen Drehregler-Support gibt es nicht.
Die URX-Cs in der Praxis: Der Sound
Da in beiden Modellen ja mit den D-PRE-Vorverstärkern von Yamaha dieselbe Technik verbaut wurde, klingen die auch identisch. Das Grundrauschen an den Ausgängen hält sich in gut vertretbaren Grenzen und wird erst bei größeren Verstärkungen etwas deutlicher hörbar. Bei leistungshungrigen Mikrofonen wie dem Shure SM7B ist eventuell eine zusätzliche Verstärkung sinnvoll. Wie gesagt: Das hält sich alles durchaus im Rahmen, aber es gibt Interfaces, die da noch besser abschneiden.
Dafür überzeugen die beiden URX-Cs, wenn es um Auflösung, Transparenz und Ausgewogenheit des Klangs geht. Da wird alles klar und deutlich abgebildet, ohne dass Bass, Mitten oder Höhen übermäßig dominieren würden, das klingt insgesamt sehr natürlich. Bei Raum und Stereobreite hinterlassen die beiden Yamahas einen soliden Eindruck. Meinem subjektiven Empfinden nach hat beispielsweise mein Scarlett 2i2 4th Gen da zwar noch etwas mehr zu bieten, aber das ist jetzt kein deutliches Manko.
Der Kopfhörerausgang gibt ausreichend Leistung ab und klingt gut, der Gitarren (Hi-Z)-Eingang lässt sich gefühlvoll pegeln, ohne gleich auf den ersten Metern zu verzerren.














































Schaut gut aus – endlich.