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Test: Yamaha, YDP-141 Arius, Digitalpiano

Klangerzeugung

Ebenso wichtig wie die Tastatur ist natürlich auch der Klang des Instrumentes. Yamaha setzt beim YDP-141 hier zunächst voll auf den imposanten Klang eines CFIIIS Flügels, der mit unterschiedlichsten Anschlagsstärken aufgenommen wurde. Zusammen mit dem AWM Dynamic Stereo Sampling klingt der Flügel auch wirklich gut. Über drei Layer verfügen alle Klänge, und das ist für die Preisklasse schon ordentlich. Piano 1 und 2 gefallen mir dementsprechend auch sehr gut, wobei klanglich leider nicht viel Unterschied besteht. Bei der geringen Anzahl (gerade einmal 6 Klänge) hätte ich hier wenigstens einen größeren klanglichen Unterschied erwartet. Leider verfügt das YDP-141 nur über eine maximale Polyphonie von 64 Stimmen. Für normale Hobby-Pianisten ist das zwar immer noch ausreichend, aber 128 Stimmen wären schon ideal, gerade auch für die ambitionierteren Spieler unter den Lesern.

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Blick auf das Bedienfeld

Blick auf das Bedienfeld

Die weiteren vier Klänge verteilen sich auf E-Piano, Harpsichord, Orgel und Strings. Beim E-Piano handelt es sich um eine FM-typische glockige Variante. Hier ist entgegen der anderen Sounds deutlich der Übergang zwischen den drei Layern zu hören. Das hätte technisch sicherlich besser gelöst werden können. Klanglich aber absolut in Ordnung das E-Piano. Das Harpsichord ist von Haus aus bereits mit viel Hall versehen und schwimmt daher etwas im Raum. Dafür hört man deutlich das Release Sample, was andere Hersteller so nicht bieten. Die Orgel ist im Mittenbereich sehr gelungen, zu den Rändern der Tastatur verliert der Sound jedoch leider an Authentizität. Die Streicher runden das Klangrepertoire des YDP-141 ab und gefallen mir vor allem als Layer mit dem Hauptklavierklang. Insgesamt ist die Klangqualität sehr gelungen, wobei die beiden Klaviersounds qualitativ positiv hervorstechen. Schön wäre es sicherlich gewesen, wenn zumindest noch ein Rhodes E-Piano mit an Bord gewesen wäre, gerne auch im Austausch gegen ein anderes Instrument, denn die meisten Anwender nutzen dies wahrscheinlich um einiges öfters als ein Harpsichord.

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Anschlüsse & Lautsprecher

Seine Verbindungen zur Außenwelt erhält das Yamaha YDP-141 über zwei Kopfhöreranschlüsse und ein MIDI Duo (In/Out). Beide Anschlüsse finden sich auf der Unterseite des Spieltisches. Dort ebenso zu finden ist auch der Anschluss für das fest montierte 3-fach Pedal des Gehäuses. Leider gibt es beim YDP-141 keine Line Ausgänge. Auch wenn die meisten wahrscheinlich ohnehin nur das interne Lautsprechersystem nutzen, ist es grade für Musikschulen oder andere Gelegenheiten immer gut, wenn das Piano auch mit einer größeren PA verbunden werden kann. Das Lautsprechersystem ist übrigens mit 2x 6 Watt durchschnittlich gut ausgestattet. Man sollte sich hier sicherlich nicht von reinen Zahlen blenden lassen (andere Konkurrenten bieten bis zu 2x 20 Watt oder mehr), aber ein wenig mehr hätte es sein können. Auch wenn man mit der Lautstärke sicherlich ohne Probleme sein heimisches Wohnzimmer beschallen kann, für oben bereits genannten Gelegenheiten wie Vorspiele in Musikschulen etc. muss es eben etwas mehr Dampf sein. Ansonsten kann man dem YDP-141 aber einen sehr ausgewogenen Klang bescheinigen. Ein direkter Vergleich mit den größeren Arius-Pianos zeigt jedoch, dass bereits das YDP-161 einen deutlich besseren Klang besitzt.

Arius Serie mit integriertem Notenständer

Arius Serie mit integriertem Notenständer

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Klangbeispiele
Forum
    • Profilbild
      GeorgK

      Na ja, ich habe mir vor 20 Jahren ein E-Piano gekauft. Damals kriegte man für (inflationsbereinigt) über 1000 Euro gerade mal ein Tischgerät mit ungewichteter Tastatur (bzw. „leichtgewichtet“ = Feder mit schweren Tasten) und nur sehr beschränkt realistischem Klang (einfache Synthese, keine Samples).
      Die Tatsache, dass man heute für deutlich unter 1000 Euro Geräte kaufen kann, die für einen Anfänger / Amateur absolut ausreichend sind, um mit annähernd realistischem Spielgefühl und Klang Musik zu machen, sehe ich sehr positiv.
      Welche „Neuheiten“ soll man in der Einsteigerklasse erwarten?

      • Profilbild
        Felix Thoma  RED

        Da gebe ich Dir Recht, GeorgK. Die Entwicklung der Digitalpianos war in den letzten Jahren schon sehr gut. Natürlich darf man nicht erwarten, dass in den Einsteigergeräten (wie das YDP-141) die neuste Technik steckt. Aber schaut man sich die großen Modelle der Hersteller an, steckt da schon einiges drin in Sachen Tastatur, Lautsprecher und Klangerzeugung.

  1. Profilbild
    vssmnn  AHU

    Ich hab ein Mittelklasse Roland HP-irgendwas aus den frühen 90-er Jahren, das kostete damals so um die 2.500DM
    Das klimpert sich nicht anders, als die heutigen Teile und klingt auch nicht schlechter.
    Wüsste auch nicht, was sich Tastatur- und Lautsprecher-technisch so dramatisch positives getan haben soll, ausser dem üblichen Esotherik-Mabushi.
    Gerade die heutigen 0815-Geräte.. manchmal denk ich, da entsorgt jemand seine alten Lagerbestände an Chips. Mickrige Sequenzter Power, von Songverwaltung oder interaktiven Übungsprogrammen ganz zuschweigen,, halbherzige Displays, Bedienkonzepte, welche gefühlte 20 Jahre auf dem Buckel haben.
    Worin bitte soll der Reiz bestehen, sein altes Teil zu entsorgen?
    Wenigstens mal nen iPad Anschluß, könnte man mal spendieren als virtuelles Notenpult oder so…etc. Aber das kommt anscheinend erst in 10 Jahren. Die Hersteller pennen jedenfalls gewaltig.

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