Test: Zoom B3n, Multieffektgerät für Bass

23. Juni 2017

Gelungenes Update!

Es sind bereits ein paar Jahre ins Land gezogen, seitdem wir Bassisten etwas Neues vom japanischen Unternehmen Zoom gehört haben oder gar mit neuer Ware versorgt worden sind. Langjährige und treue Amazona-Leser werden sich vielleicht noch zurückerinnern, dass der letzte bassspezifische Zoom Beitrag zum Mini-Multieffektgerät Zoom MS-60B Ende 2013 veröffentlicht worden ist. Der Testbericht zum Zoom B3 Multieffektgerät liegt sogar noch ein weiteres Jahr zurück.

Doch im Hause Zoom hat man die letzten Jahre natürlich nicht untätig am Schreibtisch gesessen und Däumchen gedreht. Wie zu erwarten, wurde in der Zwischenzeit eifrig an Produktinnovationen gewerkelt. Neben ein paar Erneuerungen für unsere dünn besaiteten Kollegen an der Gitarre, gibt es nun auch ein Schmankerl für die Tieftonfraktion.

Im Detail handelt es sich dabei um die Weiterentwicklung der äußerst beliebten Zoom Multieffektgerätserie für Bass. Hinsichtlich der Namensgebung bleibt man sich relativ treu und geht keine Experimente ein. Zwar würde man nach dem Zoom B3, mittlerweile das Nachfolgemodell B4 erwarten, doch soweit will die firmeninterne Marketingabteilung dann anscheinend wohl doch nicht gehen. Somit heißen wir nun das brandneue Zoom B3n Multieffektgerät willkommen und nehmen die Eier legende Wollmilchsau mal genauer unter die Lupe.

Facts & Features

Ist das Zoom B3n erst einmal aus seiner schicken Transportbox befreit, lassen sich sogleich Parallelen zum Vorgängermodell erkennen. So beherrscht die weinrote Grundfarbe weiterhin das Gesamtbild des Gerätes. Ebenso ist die Einteilung des Bedienfeldes in drei Sektionen nicht von der Hand zu weisen. Jedoch ist das grundlegende Design ohne Zweifel weitaus erwachsener geworden und macht einen seriösen Eindruck. Die kantigere Gesamtgeometrie, die leichte Schräge auf der Front und die subtil detaillierten Fußtaster sprechen unter anderem dafür.

Die Größe des B3n fällt für ein Multieffektgerät mit 23,4 x 18,1 x 5,8 cm durchaus kompakt aus und nimmt somit nicht einmal die Grundfläche eines DIN A4 Blattes ein. Entsprechend zurückhaltend verhält es sich mit dem Gewicht, das lediglich 1,28 kg auf die Waage bringt. Beste Voraussetzungen also, um das Gerät noch in einem freien Fach im Gigbag oder Rucksack zu verstauen. Das mitgelieferte Netzteil findet dabei sicherlich auch noch ohne Probleme ein Plätzchen. Dieses wird auch zwingend benötigt, da sich das B3n nur über ein solches betreiben lässt. Eine freie Steckdose sollte sich somit immer in der näheren Umgebung befinden.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    calvato  

    ….hate der denn noch einen „richtigen“ octaver oder nur den hier angespielten harmonizer mit oktave tiefer, ner ewigen latenz und schwabbel-sound?

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      a.dasic  RED

      Hallo calvato •,

      vielen Dank für dein Kommentar und dein Interesse am Bericht des Zoom B3n.

      Der Zoom B3n hat unter den Modulation Effekten den Effekt Typ „Ba Octave“, der dem original Sound eine tiefere Oktave hinzumischt.

      Über den Effekt Typ „Ba Detune“ lässt sich nach Belieben auch ein höherer Ton hinzumischen.

      Das ist letztendlich Einstellungssache und abhängig von der Programmierung des Patches.
      Hier im Test wurde der vorhandene Patch +LoOctave für das Klangbeispiel verwendet.

      Bei der Qualität der Effekte muss man bei Multieffektgeräten sicherlich gewisse Abstriche machen. So z.B. im Hinblick auf einen reinrassigen Octaver.
      Aber unter Anbetracht des Gesamtpreises und der Weiterentwicklung nach dem Vorgängermodell, hat die Klangqualität des Zoom B3n einen deutlichen Fortschritt gemacht.

  2. Profilbild
    Andy Franke

    Habe das Teil seit einem halben Jahr. Bin wirklich zufrieden. Allerdings benutze ich eigentlich nur Gate, Kompressor und verschiedene Pre-Amps und hin und wieder einen Phaser. Funktioniert für mich einwandfrei. Hätte allerdings lieber sowas wie einen B3Xn kaufen mögen. Warum Zoom bei den Geräten überhaupt zwischen Gitarren- und Bass-Varianten unterscheidet, bleibt mir für immer ein Rätsel. Die Produktionskosten ließen sich sicherlich weiter senken, wenn man nur eine Hardware produzieren würde und den User entscheiden lassen würden, welche Software-Module er auf das Gerät lädt und für welches Instrument er es benutzt.

  3. Profilbild
    bassguitar3003

    scheint echt ein brauchbares Teil zu sein, ich verwende immer noch das Boss GT-10B, aber die Sounds hier klingen echt amtlich…muss ich schon sagen

  4. Profilbild
    bytechop  

    Zu Test! Mich würde interessieren wie sich die Zoom Treter für Synthesizer machen. Ich hatte vor die Mooer Ocean Machine zu testen nur scheinen die Zoom Gerät viel mehr zu bieten.

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