Test: Zoom, G3, Gitarren-Multieffektprozessor

4. Oktober 2011

Zoom G3

Multieffektprozessoren für die Gitarre sind schon seit längerem auf dem Vormarsch. Seitdem die digitalen Alleskönner bei der Soundgestaltung mitmischen, rühmt man sich auf Herstellerseite in regelmäßigen Abständen mit immer realistischer und echter klingenden Verstärker- und Boxensimulationen und einer immer größeren Auswahl an Effekten. In diesen Trend passt auch das Zoom G3, das natürlich all dies verspricht und dabei mit einer neuen und einfachen Bedienung wirbt. Der Clou: Das Gerät vereint drei virtuelle Stompboxes, die sich beliebig mit Effekten oder Verstärkern belegen und kombinieren lassen und so eine Alternative zu den oft sperrigen und in der Regel sündhaft teuren, juwelengleich mit Effektpedalen besetzten Floor-Panels bieten soll. Ob der ewige Kabelsalat und die Probleme mit der Stromversorgung damit nun wirklich der Vergangenheit angehören, soll ein Test auf Amazona.de zeigen.

-- Das Zoom G3 --

— Das Zoom G3 —

Aufbau/Funktion

Das Zoom G3 erscheint als ein relativ kompakt abgemessener Kasten aus Aluminium, der schon mal einen sehr robusten Eindruck macht und auf den ersten Blick dank großer Gummifüße eine gute Bühnentauglichkeit verspricht. Schon mal ein wichtiger Punkt für ein Gerät, das hauptsächlich mit den Füßen bearbeitet wird. Der gesamte Aufbau und das Layout ist von den drei virtuellen Stompboxes bestimmt. Hier sind drei identische Einheiten, bestehend aus je einem großen Display und drei Potis, nebeneinander angeordnet. Am unteren Ende findet sich eine leicht erhöhte Leiste mit drei Fußschaltern, mit denen die jeweilige „Zelle“ zugeschaltet oder deaktiviert werden kann. Oberhalb der Displays kann mittels zweier Knöpfe durch die Verstärker und Effekte gescrollt werden, ein weiterer Knopf ändert die Belegung der Potis zur Parametereinstellung innerhalb der jeweiligen Effekte. Eine weitere Leiste mit relativ kleinen Knöpfen oberhalb der Stompboxes dient zur Steuerung weiterer sowie den globalen Funktionen des G3. Auf der Rückseite finden sich die Anschlüsse, die aus einem Monoklinkeneingang für die Gitarre, einem XLR- und zwei Monoklinkenausgängen bestehen. Des weiteren natürlich ein Anschluss für das externe Netzteil und ein Klinkeneingang für ein Expression-Pedal, über das sich viele der Effektparameter in Echtzeit steuern lassen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    amazonaman3

    Multieffektprozessoren für die Gitarre sind schon seit längerem auf dem Vormarsch??? Häääh? Schon seit 20 Jahren also Ewigkeiten gibts das – hmmm wie auch immer, das Gerät bietet echt nix neues. Effekte gibts inzwischen wie Sand am Meer, das beweisen die Soundbeispiele, den Chorus gibts schon ewig – reiner Durchschnitt, beim Oktaver Terz weiss ich jetzt, was unharmonisch ist, aber vor allem beim letzten „lead“, also wer spielt denn sowas!!!! Das ziehts mir ja die Unterhose aus, wollt ihr daß das Gerät in den Ladenregalen für immer stehen bleibt?

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      tilmann.seifert  RED

      Hallo amazonaman3

      Klar gibt es Sowas schon eine halbe ewigkeit. Mit dem „Vormarsch“ war eher gemeint, dass sie immer öfter den klassischen Verstärker komplett ersetzen und dank der schnelleren Prozessoren zur ernsthaften Konkurrenz werden. Das hier, mit dem G3, keine Revolutin stattgefunden hat, ist klar. Was man mt dem Gerät letztendlich macht ist ja dann auch vom Spieler abhängig. Ich denke nur dass auch bei so einem großen Angebot an Effekten, die klassischen wie z.B. Chorus gut klingen sollten. Auch wenn sie nich das Besondere an dem Gerät sind, werden diese ja nach wie vor noch am häufigsten benutzt.

      Grüße, Tilmann

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      Werner Broesel

      Ich mag mal eine Lanze für das G3 brechen.
      Ich besitze das G3.
      Ich habe es 2013 gekauft und dann in 2014 verkauft weil ich es in 2014kaum benutzt habe.
      2015 habe ich festgestellt , dass ich wieder so ein Multigerät haben wollte. (Ich habe auch einen Röhrenverstärker)
      Ich habe nach etwas in der gleichen Preisklasse gesucht,…….ich habe aber nichts besseres gefunden. Also habe ich das gleiche GErät nochmal gekauft. Es lässt sich super bedienen, man braucht keine Bedienungsanleitung. Ausserdem klingen die Sounds – auch die verzerrten – wirklich gut.
      Natürlich gibt es in 2015 jetzt Geräte wie das Line 6 Helix, aber dafür zahlt man auch das 10-fache. In seiner Preisklasse ist das G3 wirklich – auch in der Verarbeitung im Vollmetallgehäuse – kaum zu schlagen.

      • Profilbild
        Werner Broesel

        Und ich wollte noch ergänzen, dass das G3 seit Jahren schon mit neuer Firmware 2.0 ausgeliefert wird, wodurch man inzwischen SECHS verschiedene Effekte oder Amps kombinieren kann. Bei vielen Tests liest man immer von 3 – was veraltet ist. 6 Effektte sind im normallfall ausreichend für den Wunschsound.
        Ansonsten gibts Stereoout, Anschlussmöglichkeit für ein Volume oder Wah Pedal usw……
        Und sehr schöne, gut bedienbare Software.
        Was will man mehr, für das Geld.

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