Test: Zoom H1 SD-Rekorder

20. Dezember 2010

Zoom H1 SD-Rekorder

Tragbare SD-Rekorder sind mittlerweile recht verbreitet. Nahezu jeder der etablierten Edelhersteller hat eine gewisse Auswahl im Programm, vom robusten Gerät mit Mehrspuroption über Spezialisten mit Stimmgerät und Gitarren (High Z)-Eingang für uns Musiker. Nun gibt sich auch die japanische Firma Zoom die Ehre und bringt den mobile Recorder H1 auf den Markt.

Der Zoom H1

Der Zoom H1

Überblick

Der H1 ist ein tragbarer und günstiger Stereorekorder, der wahlweise im MP3-Format (bis 320 kbps) oder im WAV-Format (24 Bit, 96 kHz) aufnimmt. Seine Ausstattung beschränkt sich auf das hier Nötige: eine (winzige) Micro-SD-Karte und eine Mignon-Batterie. Tragbarkeit ist auch deswegen eine Untertreibung – der Rekorder wiegt genau 60 Gramm und liegt passgenau in der Hand. Auffälligstes Merkmal sind zwei (Kleinmembran)-Kondensatorkapseln, die genau gegeneinander positioniert sind. Ergebnis ist ein kleines X-Y-Stereomikrophon, beliebt wegen seiner ausgezeichneten Räumlichkeit. Ein gelb (hintergrund-)beleuchtetes Display von der Größe des ersten Daumengliedes zeigt – recht übersichtlich – links den Eingangspegel, daneben Aufnahmeformat sowie Batteriestand und darunter die verbleibende Aufnahmezeit. Diese schwankt abhängig von der gewählten Auflösung und Samplerate (bei einer 2 GB-Karte) zwischen 34 Stunden und 43 Minuten (128 kbps, MP3) und 57 min (24 Bit, 96 kHz). Im meist sinnvolleren mittleren Qualitätsbereich hat man immer noch 13 Stunden 53 min (MP3, 320 kbps) bzw. 3 Stunden, 8 Minuten (16 Bit, 44,1 kHz), genug Zeit sowohl für lange Mitschnitte aufwendiger Journalistenmeetings als auch akustische Expeditionen für Klangsammler.

Klein, aber gut lesbar: Das Display

Klein, aber gut lesbar: Das Display

Anschlüsse und Bedienung

Bedient wird Zooms neuer Kleiner im wesentlichen über den oben liegenden Recordbutton und ein Bedienfeld aus winzigen Knöpfen und Reglern auf der rechten Gehäuseseite. Ein Schalter neben dem USB-Anschluss schaltet das Gerät (in Verbindung mit gleichzeitig gedrücktem Recordbutton) ein/aus oder auf HOLD (Bediensperre für Situationen, in denen nichts schief gehen darf). Die „Lösch-Taste“ nun, löscht einfach die letzte Aufnahme, die Taste „Schnelles Rückspulen“ bildet mit Play-Taste und der Vorspultaste das unbedingt nötige Bedientrio für Aufnahme, Wiedergabe, Audioformat- und Zeiteinstellungen sowie Spurmarker (s.u.). Daneben findet sich ein Regler zur Aussteuerung und eine Miniklinkenbuchse zum Anschluss von externen (vorverstärkten) Mikrophonen oder anderen Klangquellen. Auf der Geräterückseite entdeckt man noch eine Autolevel-Funktion, die schlecht-aber-automatisch das Einpegeln übernimmt, einen Low-Cut Schalter zur Unterdrückung tieffrequenter Störgeräusche sowie einen Schalter zur Wahl des Aufnahmeformats. Ein vorne angebrachter winziger Lautsprecher genügt, um das Aufgenommene im Notfall gleich abzuhören – ein Klangerlebnis ist er natürlich nicht, aber wer erwartet das schon … Neben dem Batteriefach (genau 1 Mignonbatterie) findet sich noch ein Gewinde für einen optionalen Standfuß: Das wäre dann ideal zum Einsatz als Diktiergerät oder zum Mitschneiden von Jamsessions. Auf der anderen Längsseite findet sich die Lautstärkeregelung, der Kopfhörerausgang (auch Line-Out) sowie ein Slot für eine Micro-SD oder HC-Micro-SD-Karte (geht bis 32 GB), verdeckt durch eine fragile Gummiabdeckung. Um ihn zu öffnen, braucht man feine Werkzeuge oder spitze Fingernägel; um die winzige Mikro-SD-Karte in den Slot zu schieben, eine Pinzette oder sehr, sehr zarte Hände.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    smile  

    Wirklich ein feines Teil – vor allem die Größe ist super für unterwegs.
    Das für mich einzige Manko ist das Fehlen eines Netzteilanschlusses oder die wahlweise Stromversorgung via USB.

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