LiveTrak L12next für Bands, Proberaum und Bühne
Der Zoom LiveTrak L12next ist ein kompakter Digitalmixer mit integriertem 14-Spur-Recorder und USB-Audiointerface, der sich an Bands, Podcaster und Produzenten richtet, die auf der Bühne, im Proberaum oder im Studio eine schlanke All-in-one-Lösung suchen. Für 727,- Euro positioniert sich das Gerät als Nachfolger des bewährten LiveTrak L12, mit spürbaren Verbesserungen unter der Haube.
Was ist es? Zoom LiveTrak L12next, kompakter Digital-Mixer, Mehrspur-Recorder und USB-Audiointerface für Bands, Proberaum und Live-Betrieb.
- All-in-one: Digitalmixer, 14-Spur-Recorder und USB-Audiointerface in einem kompakten Gerät vereint.
- Live-Fokus: Fünf Monitorwege, Talkback und flexible Ausgänge machen das Pult besonders bandtauglich.
- Verbessert: Neue Preamps, OLED-Display und Overdub-Funktion werten den Nachfolger spürbar auf.
- Einschränkungen: Begrenzte Klangbearbeitung und Bluetooth-Remote mit praxisbedingten Hürden.
- Preis-Leistung: Für 727,- Euro eine überzeugende Lösung für Bands und kleine Live-Setups mit klar definiertem Einsatzgebiet.
Inhaltsverzeichnis
Vorgezogenes Fazit: Für wen ist das Gerät geeignet?
Wer im Musikgeschäft nach einem kompakten Mischpult fragt, das gleichzeitig aufnimmt, als Interface fungiert und auf der Bühne Monitor-Mischungen für bis zu fünf Musiker bereitstellt, wird wahrscheinlich früher oder später beim L12next landen. Zoom hat mit dem L12next kein Gerät gebaut, das vorgibt, mehr zu sein als es ist. Das ist sowohl seine Stärke als auch seine deutlichste Einschränkung.
Um es klar auszudrücken: Wer einen kleinen bis mittelgroßen Band-Betrieb strukturieren will, ohne tief in Menüebenen zu versinken, bekommt hier ein solides Werkzeug. Wer hingegen präzise Klangformung, komplexe Bus-Strukturen oder tiefergehende Dynamikbearbeitung erwartet, wird schnell an die konzeptuellen Grenzen des Gerätes stoßen.
Der Zoom LiveTrak L12next ist kein Alleskönner, er ist ein fokussierter Problemlöser, der seinen definierten Anwendungsfall zuverlässig abdeckt. Für Bands, die schnell aufbaubereit sein wollen, für Proberaumaufnahmen ohne separaten Rechner und für kleine Clubshows ist er eine ernsthafte Option im preislich herausfordernden Mittelfeld. Wer von Anfang an weiß, was er braucht und was er nicht braucht, wird mit dem L12next deutlich weniger Frust erleben als derjenige, der ein vollwertiges Digitalpult für kleines Geld erwartet.
Verarbeitung und Bedienoberfläche
Optisch und haptisch bewegt sich der Zoom LiveTrak L-12next auf dem gewohnten Zoom-Niveau. Solide verarbeitet, weitgehend aus Kunststoff gefertigt, funktional durchdacht. Das Layout ist geräumig genug, um im Live-Betrieb ohne chirurgische Genauigkeit arbeiten zu können, ein Vorteil gegenüber noch kompakteren Konkurrenten.
Neu gegenüber dem Vorgänger ist das 128×64-OLED-Display, das die Navigation spürbar verbessert und dem Bediener deutlich schneller Orientierung gibt als das rudimentäre Display des L12. Ob das ausreicht, um in hektischen Situationen wirklich sicher zu agieren, sei dahingestellt, aber es ist ein klarer Schritt in die richtige Richtung.
Das Herzstück der neuen Bedienphilosophie sind die drei Multifunktions-Encoder pro Kanal. Gain, Lowcut, 3-Band-EQ, Kompression, Pan und Aux-Sends werden über diese Regler angewählt und eingestellt. Die LED-Kränze der Encoder zeigen dabei nicht nur den aktuellen Pegel, sondern auch die Position der jeweiligen Funktion an, was die Übersicht deutlich verbessert.
Gleichzeitig verlangt dieses Konzept eine gewisse Disziplin vom Anwender. Da mehrere Parameter über dieselben Bedienelemente gesteuert werden, ist ein bewusstes Umschalten erforderlich. In ruhiger Umgebung kein Problem, im hitzigen Gig-Betrieb aber durchaus eine potenzielle Fehlerquelle. Wer direkt vom analogen Pult kommt und jeden Parameter per dedizierten Regler bedienen möchte, wird hier ein paar Abende Eingewöhnungszeit einplanen müssen.
Optional lässt sich der Zoom LiveTrak L12next mit dem RKL-12 Rack-Einbaukit in ein Standard-Rack integrieren. Für Anwender, die das Gerät fest in ein bestehendes Setup einbauen wollen, eine sinnvolle Ergänzung.
Zoom LiveTrak L12next: Vorverstärker und Klang
Die neu entwickelten Mikrofonvorverstärker des Zoom LiveTrak L12next stellen gegenüber dem Vorgänger einen messbaren Fortschritt dar. Bis zu 70 dB Gain und ein Eingangsrauschen von -128 dBu EIN erlauben es, auch leise dynamische Mikrofone zuverlässig auf ausreichend Pegel zu bringen, ohne dass das Grundrauschen dominant wird.
Klanglich arbeiten die Preamps des Zoom LiveTrak L12next neutral und ohne erkennbare Eigencharakteristik. Wer seinen Signalen einen spezifischen Klangcharakter aufdrücken möchte, wird das extern tun müssen. Für den Live-Betrieb ist diese Nüchternheit allerdings ein Vorteil, da keine unerwünschten Klangveränderungen entstehen.
Die Kanäle 1 und 2 bieten Hi-Z-Eingänge für Gitarre und Bass direkt ohne DI-Box, die Kanäle 3 bis 8 verfügen über ein schaltbares -26 dB Pad für lautes Eingangsmaterial wie zum Beispiel nahe abgenommene Drum-Spuren. Die Phantomspeisung lässt sich in zwei Gruppen zu je vier Kanälen aktivieren. Im Bandkontext ein praxistauglicher Kompromiss.
Der 3-Band-EQ erlaubt schnelle Korrekturen und das Glätten problematischer Frequenzbereiche. Für feinfühlige, gestalterische Eingriffe ist er nicht konzipiert. Gleiches gilt für die Kanal-Kompressoren. Sie erfüllen ihren Zweck bei der Pegelstabilisierung, bieten aber weder Threshold-Kontrolle noch Attack/Release-Zugriff, den man es von klassischen Studiotools her kennt. Neu hinzugekommen ist ein Master-Kompressor auf der Summenstufe, ein pragmatisches Werkzeug, das im Live-Betrieb für mehr Kontrolle über den Gesamtmix sorgt.
Die 16 integrierten Hall- und Delay-Effekte liefern brauchbare Ergebnisse für den Live-Einsatz, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Recording-Funktionen des Zoom LiveTrak L12next
Hier hat Zoom beim L12next merklich nachgelegt. Bis zu 14 Spuren gleichzeitig bei 24 Bit/96 kHz auf SD-Karte, dazu eine Stereo-Master-Spur im 32-Bit-Float-Format. Letzteres ist im Live-Kontext tatsächlich sehr relevant, da Pegelspitzen im Nachhinein korrigierbar bleiben.
Neu sind außerdem ein Overdub-Modus und eine Auto-Punch-in/out-Funktion, die ernsthaftes Mehrspur-Recording direkt im Gerät ermöglichen, ohne dass ein Computer hinzugezogen werden muss. Die gleichzeitige Aufnahme auf SD-Karte und Computer via USB-C funktioniert stabil und macht hybride Arbeitsweisen möglich.
Auf meinem iMac (Intel Core i5 3,3 GHz) mit 16 GB RAM und Logic Pro erzielt der Recorder die folgenden Latenzwerte:
- 32 Samples: 7,9 ms Roundtrip – 3,8 Ausgang
- 64 Samples: 9,3 ms Roundtrip – 4,6 Ausgang
- 128 Samples: 12,2 ms Roundtrip – 6,0 Ausgang
- 256 Samples: 18,0 ms Roundtrip – 8,9 Ausgang
Bis zu zehn Szenen lassen sich im Zoom LiveTrak L12next speichern, inklusive Fader-Stellungen, EQ, Pan, Mute und Effekte. Die neue Fader-Positionsanzeige hilft dabei, gespeicherte Szenen schneller zu verifizieren, was im Live-Betrieb durchaus Zeit spart. SD-Karten bis zu 1 TB werden unterstützt, sofern sie als SDHC oder SDXC mit Klasse 10 oder höher ausgeführt sind. Für ausgedehnte Mehrspurmitschnitte also kein limitierender Faktor.
Für Streaming-Anwendungen lässt sich der Zoom LiveTrak L12next zudem in gängige Streaming-Programme einbinden und dient dort als Steuerzentrale für Podcasts, Live-Performances und Online-Events, bei denen mehrere Quellen gleichzeitig kontrolliert werden müssen.
Monitoring, Live-Betrieb und die Bluetooth-Tücke
Fünf unabhängige Monitorwege sind nach wie vor eine der zentralen Stärken der LiveTrak-Reihe. Der L12next erweitert dies sinnvoll. Vier der fünf Ausgänge sind nun wahlweise als Stereo-Kopfhörer- oder als Mono-Line-Ausgänge für Bühnenmonitore schaltbar, eine Flexibilität, die der Vorgänger vermissen ließ.
Zusätzlich steht dem Tonverantwortlichen ein separater Ausgang zur Verfügung, über den sich sowohl der Mastermix als auch jede einzelne Monitor-Mischung schnell kontrollieren lässt. Das integrierte Talkback-Mikrofon ist kein Feature für die Verkaufsbroschüre, sondern im Probenalltag schlicht nützlich.
Zur drahtlosen Steuerung per iPad sei ein kritisches Wort erlaubt. Was einige User eventuell abschrecken könnte, ist die Verwendung von Bluetooth als Verbindungsstandard zwischen dem Pult und den iPads, auf denen die Remote-App läuft. Man kann von maximal 10 m Reichweite ausgehen, was die Anordnung im Sinne von Pult und Funkstrecken beim FOH auf nur sehr kleine Clubs reduziert.
Soll das Zoom LiveTrak L12next nur als Monitorpult zum Einsatz kommen, sieht die Sache schon besser aus. Mit einer mittigen Platzierung auf der Bühne, zum Beispiel auf dem Drumriser, lassen sich bis zu 20 m breite Bühnen mit den jeweiligen Remote-Apps erfassen.
Leider hat Bluetooth auch noch den Nachteil, dass nicht mehrere iPads mit ihren Remote-Apps gleichzeitig auf das Pult zugreifen können. Um eine individuelle Monitor-Regelung zu gewährleisten, loggt sich ein „Master-iPad“ ins Pult ein, während die restlichen iPads über einen Hub auf das Master-iPad zugreifen. In der Praxis durchaus machbar, fällt das Master-iPad allerdings aus, sind auch erst einmal alle anderen Remote-Apps ohne Verbindung.
Was ebenfalls gerne vergessen wird: Damit sich die iPads finden, müssen sich alle im selben WLAN befinden. Ein kleiner, eigener WLAN-Router, der ein separates Netz aufbaut, ist damit Pflicht. Internetanschluss ist nicht nötig und für kleines Geld ist ein geeignetes Gerät im Elektronikhandel erhältlich, aber als kostenpflichtiges Zusatz-Setup sollte man es von Anfang an im Kalkül haben und nicht erst auf der Bühne daran denken.








































Ich finde diese Reihe wirklich interessant. Schöner Bericht, Axel
Was ist gemeint mit „Overdub-Funktionen“?Hat dieses Ding jetzt wieder ein Routing (oder eine praktische Ersatzfunktion wie Spuren-Swap), und lassen sich beliebig viele virtuelle Spuren aufnehmen und parat halten, oder nicht?
Die ollen Vorgängerversionen R8 und R24 können und haben das.
Den ganzen Nachfolge-Units fehlt das vollständig, was sie für Homerecording ungeeignet macht.
Offenbar geht Zoom davon aus, dass heutiges Recording immer und ausschließlich per DAW stattfindet. Mag Trend sein, aber nicht der meine.
Ich habe den L6, den ich als Nutzer von keyboards, Synthesizern und Grooveboxen äußerst gelungen finde. Der L12 ist da für mich eher ein Rückschritt, da man hier nur noch zwei Stereo Eingänge hat. Das ist schade. Auf der anderen Seite auch gut, weil ich mich sonst im Nachhinein sicherlich geärgert hätte 😂
@Andreas Ich finde den L12 next recht gut – dachte anfangs, dass der keine semiparametrische Mittenregelung (mir immer sehr wichtig, eigentlich ein KO-Kriterium für meinen Bedarf) hat, aber das hat er ja (die drei Regler pro Eingangskanal täuschen beim ersten Blick ja richtig !!!).
Aber ja – in der heutigen Zeit, in der fast jeder Bodentreter schon einen Stereo-Ausgang hat, sind 2 Stereo-INs einfach eine schon planerische Fehlkalkulation der Hersteller. Solange Stereo-INs auch in Mono gefahren werden können ( … was ja fast schon die Regel ist … ), sollten heutzutage gar 6 oder 8 Eingänge eines solchen Mixers wie hier für Stereo-Quellen nutzbar sein.
Es gibt nur ganz ganz ganz wenige Mixer, die mit mehr als 4 Stereo-Eingängen ausgestattet sind – aber solche 2 oder 4 Stereo-Eingänge hatten auch schon die Großmixer bekannter Marken vor 30 oder 40 Jahren (was damals schon vielen Anwendern nicht genügte !) … hier sollten Mixer-Hersteller schon längst anders denken und planen – und endlich aufwachen und sich schleunigst der Stereophonie und somit den Bedarfen der heutigen Nutzer anpassen!!
@Nvelope 2 Monokanäle nehmen sollte doch.gehen.
OK, man verliert dann natürlich schnell alle kanäle.
mein Pult Zuhause hat auch nur 2 stereokanäle.
die Monokanäle sind mir aber lieber.
@Numitron Ja … klar – die Standard-Antwort in solchen Fällen . . . wird schon seit Jahrzehnten so empfohlen und ist doch NICHT eine passende Antwort in Zeiten, wo Musiker und Techniker mit 30, 50 oder gar 70 % Stereo-Tonquellen zu tun haben und zu viele Mixer von gestern und heute keine adäquate Ausstattung haben !
Doch diese Monokanäle müssen exakt gleich eingestellt werden – was bei einer Klangregelung mit parametrischen Mitten (ich habe ZWEI parametrische Mitten in meinen Pulten – also schonmal 6 Regler in jedem Kanal-EQ !!!) einfach schwierig, zeitraubend und sowas von unpraktisch ist.
Vom Gain-Regler, den AUXes und FX-Lines ganz zu schweigen . . .
Es ist klare Aufgabe der HERSTELLER, dem Markt und den Kunden ihrer Geräte zeitgemäße, gut durchdachte & leicht nutzbare sowie hochgradig anwenderorientierte Technik bereitzustellen – es ist NICHT Aufgabe der Anwender, die seit Jahrzehnten bestehenden Konzepte und nicht an zeitgemäße Bedarfe und Nutzung (heutzutage sehr viele Geräte mit Stereo-Ausgang) angepassten Mixer per mehr oder weniger technischer Tricks zu nutzen, nur weil die Hersteller schlafen, bis heute ihre Dekaden alten Konzepte stoisch reproduzieren und an den technischen und musikalischen Entwicklungen VORBEI-produzieren.
Bei geringem Platz auf dem Tisch kann man doch nicht deutlich größere Mixer anschaffen, um dann für diverse Stereo-Quellen jeweils 2 Mono-Kanäle zu nutzen; ja, meine 24/32-Kanalpulte können dies, aber diese stelle ich ja nun wirklich NICHT in meine Synthie-Ecke . . .
@Nvelope OK, du hast Recht.
also eher wie bei DJ-mixern.
eine marktlücke.
@Numitron Die Hersteller der wenigen bisher erhältlichen, aber gerade in den letzten Wochen (SB! 2026) und Monaten aus dem Boden schießenden Desktop-Mixer für Modularsysteme zeigen, dass sich in diesem speziellen Segment doch etwas in Richtung Gegenwart & Zukunft tut – durchgehend in Stereo nutzbare Eingänge … obwohl auch heute noch viele Module (VCO/VCF/VCA …) in Mono ausgeführt sind, kommen diese Mixer konsequent mit Stereo-INs auf den Markt.
Welch Wunder – zeitgemäße Stereo-Technik trotz vieler Modularsysteme, die auch viel in Mono gefahren werden !
Nur im Mixersegment ‚Beschallungs- und Studiobereich‘ wird von den Herstellern weitestgehend dieselbe Denke angesetzt wie vor 50, 40 und 30 Jahren – viiiieeele Mono-INs und noch nicht einmal eine Handvoll Stereo-INs !!!
Ein seltsamer Stillstand in der Konzeption von Mixern für die Gegenwart und die Zukunft – Reproduktion von ‚Ideen‘ von vorgestern und gestern … und somit am Bedarf so vieler heutiger Nutzer glatt vorbei !
@Nvelope Ich habe schon vor einiger Zeit mein Setup wieder auf Mono-Quellen umgestellt…das ist sowieso praktischer beim mixen.
Wenn ich die Spuren einspiele, gehen sie per ADAT vom Recording-PC in einen eigenen Rechner, mit dem ich schonmal Schmeichel-Effekte drauflege, und von da gehts in ein Digitalpult mit Abhöre, aber aufgenommen wird trocken auf dem Hauptrechner.
Die trockenen Mono-Synthiespuren kriegen erst später mit entsprechenden Effekten eine definitive Stereo-Wirkung, wenn sie die brauchen, und wenn sie schon im Mix sitzen.
Fühlte sich erstmal wie ein Rückschritt an, macht aber einiges einfacher! Vor allem, weil die Effekte ja nicht mit aufgenommen werden.
@mort76 Bei meinen Geräten kommt halt überall Stereo heraus und ich möchte auch ungerne das Signal in Mono in einen Mixer geben um es dann hinterher wieder durch ein Externes Effektgerät zu jagen, wenn ich es am Synthesizer schon alles intus habe und mit dem Sound abspeichern kann. Aber das ist halt „mein Denken“.
In der Band wird (vermute ich) alles in Mono eingefahren und dann auf alle Lautsprecher gleich ausgegeben. Das klingt dann in der Aufnahme sehr langweilig und ich frage mich, wozu man ein Ping-Pong-Delay in Mono abspielen sollte :)
Aber letztlich kommt es sicherlich auch darauf an, welche Art von Musik man machen möchte. Wir erinnern uns, dass Stereo auch erst ab Mitte der 60er kam.
@Nvelope Von Behringer gibt es einen Rack-Mixer mit 8 Stereo-Eingängen. Der ist auch schön Kompakt. Damit komme ich gut klar. Aber „ist halt Behringer“. Wobei er wenigstens nicht brummt und soweit bin ich zugrieden. Nur der Überblick kann schnell flöten gehen :D
@Andreas Welcher ist das ?
Ist der aus der Xenyx Serie ?
Mir ist k e i n e r von BEHRINGER bekannt, der wirklich (?) 8 x Stereo IN hat – 4 schon …
Wirklich a c h t Stereo-Eingänge ???
Ich habe gar nix gegen BEHRINGER – auch nicht gegen deren Mixer.
Ich arbeite weitestgehend mit dem Xenyx UFX-1604 … wohl der beste Mixer, den die Firma je hergestellt hat … und bildschön dazu!
Ich denke, der sollte (in einer etwas moderneren Form, also auch mit 8 Stereo-INs anstatt der 4 … ) nochmals aufgelegt werden . . .
@Nvelope Das ist der Behringer RX1602 V2
Ist halt ein reiner Mixer, wo man eben 8 Stereosignale Routen kann. Finde ich sehr praktisch. Das Signal geht dann in einen DEQ 2496 Dahinter habe ich noch ein Mackie Big Knob Studio, mit dem ich dann den PC noch hinzufüge und die verschiedenen Lautsprecher gezielt ansteuern kann.
Mich wundert es auch, dass es da nur dieses Behringer Gerät zu geben scheint. Dafür ist er auch sehr günstig und brummt nicht.
@Andreas Hab‘ ihn gefunden – es ist der RX 1602 (V2) für sehr attraktive 87 €. In der Tat – den kannte ich nicht … und unter den Rackmixern sah ich eigentlich nie nach, weil sie eine vertikale Bedienoberfläche und (Hauptgrund!) meist sehr sehr wenige Bedienelemente haben.
So auch dieser dennoch interessante BEHRINGER-Rackmixer – Vol & Balance sowie 1 AUX-Weg (leider nur in Mono) sind mir dann aber doch deutlich zu wenig, auch für meine bescheidenen Ansprüche.
Mitunter genieße ich es ja auch, den Stereo-Ausgang eines Gerätes dennoch über zwei Mono-INs einzuspeisen, weil sich dann die Stereo-Basisbreite mit Hilfe der beiden PAN-Regler von (links / entgegengesetzt rechts) Maximum ja auch verkleinern lässt … was manchmal ja auch besser ‚passt‘ als eben das Original-Signal in Stereo; eine solche Möglichkeit habe ich beim RX 1602 leider nicht, weil der ja keinen einzigen Mono-IN besitzt, schon gar nicht zwei davon.
Aber ansonsten eine Platz sparende, preislich interessante und sicher für viele gut nutzbare Alternative!
@Nvelope Das siehst du doch etwas zu sehr mit Keyboarder Augen. Ich habe momentan einen Mix im Rechner mit 24 Spuren, dabei sind genau zwei! Stereosignale (natürlich die Keyboards. Ich verstehe deinen Ansatz, der würde (für mich) allerdings nur in einer Anwendergruppe zählen. Aufnahme von fast ausschliesslich Stereoinstrumenten, die ganze Produktion DAW-less. Denn bei der Aufnahme brauche ich (gilt vielleicht auch noch für einige andere) keinen EQ. Der kommt erst beim Mix. Ich habe lange Studioarbeit gemacht und kam mit einem 32-Spur 8-Bus prima zurecht, habe Stereo-In nie vermisst.
@Tai Ja, richtig, spielen meiner Geräte ist mein Interesse – Recording mach‘ ich nicht.
Und ständiges Umstöpseln von Instrumenten und zusätzlichen Effektgeräten an zu spärlich vorhandenen Mixer-Eingängen mag ich gar nicht …
@Nvelope Stimmt, richtig große Rackmixer sind aus der Mode gekommen. Ich hatte länger einen LM3204 (16 Stereo In). Das war zu einer Zeit, als ein Dutzend Hardwaresynths hier rumstanden, auch nötig. Auch Fostex 2016 waren eine Zeit im Einsatz, ich glaube sogar zwei davon, (Rauschkugeln). Und wenn ich mich recht erinnere, war Kaskadieren bei denen vorgesehen.
@Nvelope Das mit den so spärlichen Mono-Eingängen bei vielen Geräten dieser Sorte verstehe ich auch wirklich nicht. Sogar die kleine 1010music bluebox überlässt dem Anwender die Möglichkeit, zwischen Mono- und Stereokanälen zu wählen — und zwar auf allen 8/16 Kanälen, pro Kanal unabhängig. Wobei die bluebox natürlich keine echten Fader oder andere Alter besitzt — da ist die Umschaltung reine Software-Sache.
Tascam-Pulte/Recorder wie DP24 haben immerhin vier dedizierte Stereo-Spuren, die Tascam „Model“ je nach Modell noch mehr.
KORG hat’s verstanden – der MW 2408 ist ein modernes Mischpult mit 8 Mono- UND 8 Stereo-Inputs … nutzbar für viele zeitgemäße Studio- und auch Live-Anwendungen …
Er ist schon recht groß (nicht alle benötigen jeweils 8 INs …) und nicht gerade günstig, bietet aber auch wirklich eine Menge für’s Geld.
Andere Hersteller laufen immer noch hinterher (leider auch TASCAM mit dem 2400 und auch den kleineren Mixern …).
Ich hab den L12 seit einigen Jahren und recorde damit Drums, manchmal drums und Bass gleichzeitig, und das macht er richtig gut ind richtig preisgünstig. Wenn ich lese dass der next nur am Stereoausgang 32bit float umsetzt und nicht an den eingängen/intern lohnt sich für mich ein umstieg nicht. Hätte ich den L12 nicht schon, würde ich mir aber sicher wieder einen kaufen. Ein tolles Interface mit 5! direct monitoring outs, keine latenzen dadurch beim recorden, grad beim Schlagzeug essentiell. Wenn ich mir anschaue was andere interfaces mit 8ins kosten, die dann wenns hoch hergeht 2 headphonemixes auf die welt kriegen (mit einer katastrophalen mixing und routingsoftware, hallo focusrite???) dann ist zoom schon sehr gut aufgeatellt für diy-recorder wie mich. Ich hab meinen für 350 auf der bekannten Plattform geschossen.
@Bave the Dutcher Du bist die ideale Zielgruppe für die Zooms. Gebe dir recht bei der Einschätzung der Mitbewerber bzgl. deines Szenarios. Die Mixer sind durchdacht. 32-Bit Float nur in der Summe wäre für mich auch der größte Minuspunkt. Allerdings würde ich diesen Mixer nicht mit 8/16 in/out Audio Interfaces vergleichen. Da wären andere Digitalmixer die ehrlicheren Gegner. Die erlauben dann auch komplexes Monitoring