Hardware
Bevor wir zu den zur Bedienung des Q3 kommen, sehen wir uns noch die technischen Details an. Das eingebaute und mit Metallgitter gut geschützte Mikrofon ist in120-Grad X/Y-Stereo Bauweise ausgeführt und verträgt einen maximalen Schalldruck von 130dB SPL. Das Mikro im Q3 stammt aus der Familie des H4N und H2 von Zoom, benutzt also den gleichen Typ. Einen Line- oder externen Mikrofoneingang gibt es nicht. Es stehen allerdings eine 3,5mm Klinkenbuchse für einen Line-Ausgang und ein weiterer analoger PAL/NTSC kompatibler Videoausgang zur Verfügung.
Als Audioformate können WAV PCM in 16Bit und 24Bit mit 44, 48 und 96kHz Samplingfrequenz aufgezeichnet werden, wobei die 96kHz bei Videoaufzeichnungen nicht zur Verfügung stehen. Mitschnitte in MP3 unterstützen die standard Bitraten von 48 bis 320kbps.
Die Videokamera hat eine Auflösung von 640×480 Pixel und liefert konstant 30 Bilder pro Sekunde. Aufgezeichnet wird mit MPEG4-SP Codec und zusammen mit der Audioaufzeichnung im Quicktime MOV-Container abgespeichert. Damit gehen bei höchster Videoqualität (24Bit/48kHz) 42Minuten Video auf eine 2GB SD-Karte. Eine 32GB-Karte reicht damit für 11 Stunden Video- oder über 15 Stunden reine Audioaufzeichnung in 96kHz oder 555 Stunden in 128kbps MP3 Qualität.
Allerdings geht den Batterien des Q3 schon weit vorher die Puste aus. Das kleine Blaue erreicht mit einem Satz AA-Batterien eine Arbeitszeit von ca. 2 Stunden im Videomodus und 4 Stunden im Audiomodus. Deswegen kann es auch wahlweise mit einem 5V/1A Netzadapter betrieben werden, der allerdings nicht im Lieferumfang enthalten ist. Alternativ können auch Ni-MH-Akkus verwendet werden. Um noch einmal auf die Länge der Aufzeichnung zurückzukommen: Die 555 Stunden beziehen sich auf das Fassungsvolumen der Speicherkarte. Was die tatsächliche Dateigröße angeht, ist bei 2GB Schluss. Das hat unter anderem mit dem Upload-Limit von YouTube zutun. Erreicht eine Aufzeichnung das 2GB-Limit, legt das Q3 automatisch eine neue Datei an und setzt die Aufzeichnung unterbrechungsfrei fort. Sehr schön. Abrundend kann das Q3 auch auf ein übliches Kamerastativ geschraubt werden, denn wer will schon 555 Stunden den Handy Recorder in einer bestimmten Position halten. Drei Gumminoppen an der Unterseite des Gerätes erlauben auch den rutschsicheren Einsatz auf der Tischplatte. Das sind die Details, die Freude bereiten.
Auf der linken Seite vom Kameramann aus gesehen befindet sich der leicht versenkte Einschaltknopf, der das Q3 binnen 4 Sekunden einsatzfähig macht. Darunter lässt sich die Empfindlichkeit des Mikrofons mit Auto, Hi und Lo einstellen. Persönlich rate ich zwar prinzipiell von Auto-Einstellungen ab, und auch hier ist die Reaktionszeit nicht schnell genug, um vor allen Übersteuerungen zu schützen. Der Modus macht aber als Lösung zwischen Hi und Lo durchaus Sinn. Ein erstes wirklich großes Manko ist hier, dass im Auto- und Hi-Modus jede Bedienung am Gerät selbst durch die unzureichenden Entkopplung der Mikrofone vom Gehäuse mit aufgezeichnet wird. Im Hi-Modus sind das durchschnittlich -8dBFS und im Auto-Modus des öfteren auch mal Clipping für ein Klicken der Bedientasten. Dieses Problem hängt sich jedoch fast allen preiswerteren Mobilrecordern an. Also bei sensiblen Aufnahmen erst die optimale Position suchen, Aufnahme starten und dann FINGER WEG vom Gerät.
Im Lo-Modus, der besonders für laute Konzertmitschnitte geeignet ist, fallen die Bediengeräusche mit ca. -42dBFS dann effektiv eh nicht mehr ins Gewicht. Auch weißt Zoom darauf hin, dass sich auch energiereiche tieffrequente Schwingungen auf das Gehäuse übertragen und sich dort störend auswirken können. Mit einem separaten Schalter kann zwischen Mikrofon- und Videomodus fasst fliegend umgeschaltet werden. Der Moduswechsel dauert weniger als eine Sekunde. Die Kamera wird im Audiomodus natürlich abgeschaltet.



























