Test: Zoom TAC-8, Thunderbolt Audiointerface

Die TAC-8 Mix Efx Software

Zur Steuerung des TAC-8 hat Zoom eine passende Steuersoftware gestrickt, die hier nun auch noch Beachtung finden soll.

Auf der linken Seite befinden sich die acht analogen Inputs mit den Einstellungen, die auch an der Hardware selbst vorgenommen werden können. Das ist Gain, Hi-Z und Phantomspeisung. Dazu kommen nun die Anpassungen, die nur in der Software einstellbar sind: LoCut bei 80 Hz, Phase Efx Send und Auto. Mit Auto lässt sich eine automatische Gainaussteuerung aktivieren, Efx Send schickt das Signal an einen internen Effektprozessor.

Die TAC-8 MixEfx

Die TAC-8 MixEfx

Nach der Pegelanzeige geht das Signal wieder raus, hier gibt es pro Kanal Panorama, Pegel, Mute und Solo und das jeweils für alle verfügbaren Ausgangspaare separat. So können schnell verschiedene Mixe erstellt werden.

Auch die digitalen Inputs sind verfügbar, werden aber erst durch Click auf den entsprechenden Button angezeigt, das erhöht die Übersichtlichkeit.

So verhält es sich auch mit den Ausgängen, grundsätzlich ist der Main Out sichtbar, die anderen Ausgänge werden bei Bedarf zugeschaltet. In diesem Block findet sich auch die Angabe der Samplerate und die Clock Source kann ausgewählt werden. Über Loop Back kann ein kompletter Mix zurück zur DAW geschickt werden.

Die Software mit allen Outs

Die Software mit allen Outs

Ganz rechts findet sich der wichtige Upsampling-Button, bitte immer eingeschaltet lassen! Damit erübrigt sich dann auch die nächste Einheit, der interne Effektprozessor. Dieser stellt acht Programme der Typen Room, Hall, Plate und Echo zur Verfügung, die nicht editiert werden können und gelinde gesagt recht bescheiden klingen. Upsampling und Effekt können nicht gleichzeitig berechnet werden, ich denke, da fällt die Wahl leicht.

Drei Einstellungen der Software lassen sich speichern, das ist nicht viel, dürfte aber in der Regel ausreichen. Eine Benennung ist nicht vorgesehen.

Ein Wort noch zu den Kopfhörerausgängen, die ordentlich Output liefern. Phones 1 bietet immer das Main Out-Signal, ist aber in der Lautstärke separat einzustellen. Für Phones 2 lassen sich alle analogen Ausgangspaare auswählen. Hier kann also schnell ein zweiter Kopfhörermix bereit gestellt werden.

Fazit

Mit dem TAC-8 bietet Zoom ein günstiges und gut klingendes Thunderbolt-Interface an, das neben acht Mikrofonpreamps und 10 analogen Ausgängen auch noch die Digitalschnittstellen ADAT und S/PDIF liefert.

Die wichtigsten Funktionen sind direkt am Gerät zu bedienen, für detailliertere Einstellungen dient die übersichtliche MixEfx Software. Alles in allem ein rundes Paket.

Plus

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • guter Klang
  • einfache Bedienung
  • solide Verarbeitung
  • übersichtliche Software

Minus

  • wackelige Gainpotis
  • überflüssiger Effektprozessor

Preis

  • Ladenpreis: 699,- Euro
Forum
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    gaffer  AHU

    Ja genau, wieso gibt es eigentlich keine TB Lösungen für PCs? Es kann doch nicht sein, dass „Wir ham USB!“ hier die passende Antwort ist? Die Schnittstelle ist längst frei (gegen Zahlung der Lizenzgebühren naürlich)

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      Markus Schroeder  RED

      Es gibt Thunderbolt PCIe-Karten für PC-Tower zwischen €80 und €180.

      Bei Laptops etc. auch erst jenseits der €1000 Grenze.

      Während Mac-user solche Preise gewohnt sind, sind es PC User nicht und deshalb ist dort der Kleinste Gemeinsame Nenner tragend. USB & eSATA und evtl. Ethernet für NAS).

      Realistisch gesehen ist Thunderbolt auch wirklich nur für Audio (Latenzen) / Video (Datenduchsatz) und 3D (Multi-Bildschirm) -Anwender interessant und das ist halt die Minderheit, denke ich.

      Vielleicht haben auch deshalb USB-IF und Intel Type-C eingeführt, um die Kontaktängste zu mindern :D

      M.

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      hijack  

      Nun ja, die gäbe es schon :

      http://www.....id=4781#ov

      Allerdings stehen neue Prozessoren mit einem neuen Sockel an, da müssen erst die neuen Motherboards dafür kommen.

      DDR4 hat wohl auch noch etwas Startschwierigkeiten

      Dürfte wohl so ein paar Sachen im Umbruch sein in der PC-Welt zur Zeit. Deshalb wird wohl auch Thunderbolt etwas warten müssen. Vorallem bei den fertig konfektionierten PCs.

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        gaffer  AHU

        Ich kenne die Problematik, habe täglich damit zu tun. Was mich irritiert, immer wieder setzen sich (zum Teil zu Recht) so hingepfriemelte Lösungen durch. Als USB 2
        erschien, waren eine ganze Zeit lang USB 1.1 INtefaces dem neuen Standard überlegen, bis es irgendwann hinoptimiert wurde. Momentan gibt es auch Threads, die sich mit dem Abwenden von UAD vom PC Musikmarkt befassen, die sich ganz offensichtlich nicht mit einer minderwertigen USB Lösung abgeben wollen und diese schlicht kappen

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          TobyB  RED

          Hallo Gaffer,

          ich denke bei UAD werden da auch noch andere Gründe hineinspielen, die müssen sich ja zum Teil echt verrenken um ihr Zeug unter Windows performant fliegen zu lassen. Es gibt für Win7 von HP und Dell HW, allerdings sind die wie von Markus geschrieben jenseits der 1000€ und ich bezweifele das sich die Kollegen Pizzableche ins Studio stellen, schön flach alles auf einer tiefen 19“ HE ;-) Spass beiseite, ich denke Apple wird hier a) Betriebssystem bedingt und durch die Anzahl an Einheiten die sie einkaufen, schneller von den Zulieferern erhört. Ich hoffe das TB das Schicksal von FW erspart bleibt.

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    Heiner Jürs  

    mich wundert, dass USB 3.0 von den Herstellern so sparsam genutzt wird. Wer PC-Leuten ein performantes System zur Verfügung stellen will, kann das mit USB 3.0 recht gut.
    Immerhin RME hat was im Angebot …

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