Testbericht: Vengeance Avenger, Plug-in

Beim ersten Öffnen des Vengeance Avenger fällt das üppige und in verschiedene Bereiche unterteilte Interface auf. Links angeordnet das Browserfenster, über das man schnellen Zugriff auf die über 900 mitgelieferten Presets hat. In diesem Bereich lässt sich auch die Größe des Interfaces einstellen. Zur Auswahl stehen Darstellungsgrößen von 50% bis 200%, so dass auch Anwender mit 4K Monitoren voll auf ihre Kosten kommen.

Daneben befindet sich mit dem Editor das eigentliche Herzstück des Synthesizers. Je nach Sound stehen hier in verschiedenen Tabs die Parameter für die unterschiedlichen Soundlayer bereit. Hier sieht man direkt, ob es sich um Samples oder eine Schwingungsform handelt, da sich hier natürlich korrelierend auch die verfügbaren Einstellungsparameter ändern. Über ein Dropdown-Menü kann man Samples oder eine Schwingungsform jedem Layer beliebig zuweisen und nach Belieben bis zu insgesamt acht hinzufügen. Zur Auswahl stehen acht Basis-Schwingungsformen, darunter auch SAW, Sine, Noise und Square, gefolgt von den Kategorien Shapes, Wavetables, Samples und Special Samples. Die Kombinationsmöglichkeiten sind damit riesig und jede kleine Veränderung mündet in einem anderen Klangergebnis. Klasse!

avenger-modulation

Jede Sektion steht für einen Klangbearbeitungs-Task und somit bildet das Interface sehr gut und übersichtlich einen kompletten Workflow ab. Herzstück ist der Layer-Editor in der Mitte oben, darunter befindet sich eine Tab-Navigation, in der im Screenshot der Pitch-Modulator geöffnet ist.

Darunter findet man in einem weiteren Tab-Menü den Schwingungsform-Editor, Arpeggiator, Drum-Sequencer, Step-Sequencer, Pitch-Modulator, Mod-Envelope-Shaper, einen Mixer, Tastaturzonen-Settings und die übergreifenden Einstellungen, wie den Master-Gain oder die Tooltip-Settings. Auch hier gilt das Gleiche wie oben in der Layer-Sektion, durch ein paar Griffe hat man im Handumdrehen aus einem Preset im Vengeance Avenger einen individuelleren Sound gezaubert.

Rechts daneben finden sich mit einem Amp-Envelope-Shaper, einem Filtermodul, einem Distortion-Drive Modul und einer Mod-Matrix übergreifende Module, die sich auf den Gesamtoutput der vorher durch verschiedene Layer erstellten Sounds beziehen. Damit lassen sich die Klänge nicht nur zusätzlich modifizieren, sondern durch Automations-Zuweisungen kann man hier sehr lebendige Klangmodulationen erstellen.

Klangbeispiele
Forum
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    charley2020

    Klingt für mich wie ein Allround EDM Synth. Praktisch ganz nett wenn man keinen Plugin Fuhrpark hat. :D

    Mich haut er jetzt nicht vom hocker obwohl ich zugeben muss, das mir der Sound gut gefällt. Ist aber dennoch nichts was man nicht auch mit NI Komplete + Diva, Output, und Nexus abdecken könnte. Da man ja schon beim Nexus auf NKS Support verzichtet hat, hätte man es wenigstens beim Avenger mitliefern können. So ist das Produkt, für mich zumindest, relativ uninteressant.

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    xhanibalx  

    Wahrscheinlich nutzen ihn viele als Presetschleuder.
    Vengeance hat schon seine Sample übereffektiert. Da ist der Konsument klar abgesteck auf EDM Djs die sicht nicht zu sehr ins Sounddesign vertiefem wollen, wobei man so fair sein muss das man dass mit dem Avenger durchaus machen kann.

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    Synthaurus

    Ich habe den AVENGER seit ein paar Tagen im Einsatz. Leider ist das Plug-In sehr instabil und lässt LOGIC abstürzen, oder Songs mit mehreren geöffneten AVANGERS lassen sich nicht mehr öffnen. Auch nach dem letzten Update ist es noch nicht behoben. Sollte sich das ändern, berichte ich hier gern darüber. Schade !

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        tuonodriver  

        Habe den Avenger auch am Laufen mit Ableton Live ( neueste Version 64bit ) und im aktiuellen Projekt mit 3 Instanzen….keine Probleme.
        Die Presets sind gut aber meiner Meinung nach übereffektiert! Man kann mit dem Avenger aber richtig geile Modiulationen fahren,sehr simpel zu bewerkstelligen. Ich mag das Teil.

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        teddy

        Ich habe das Teil gleich im Dezember gekauft, und erfahre jetzt erst, das es bereits kleine Updates gibt.
        Habe vergeblich geschaut, und kann nicht finden, wo man die bekommt.
        Kannst Du mir den Link oder die Adresse mitteilen

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          c.rentschler  RED

          Das Update gibt es im Vengeance Sound User Account oder als automatischer Download, wenn man seine DAW öffnet und automatische Updates aktiviert hat.

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    Synthaurus

    Ja, ich finde den AVANGER ansonsten auch erstklassig und auch sehr flexibel. Besonders der ausgefuchste Arpeggiator, der Drumsequencer, das Stacking etc. gehen weit über andere Plug-Ins hinaus.
    Man muss sich wie bei anderen komplexeren Synth-Plugins zwar etwas mit dem AVANGER beschäftigen, wird aber durch außergewöhnliche Möglichkeiten belohnt. Wirklich sehr innovativ!

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    AMAZONA Archiv

    Klingt relativ gut :) Frage nebenbei: mit Wavetable sind hier single-cycle-waves gemeint, oder tatsächlich Wavescanning a’la PPG und Waldorf?

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      rauschwerk  

      Die Wavetables sind PPG/Waldorf ähnlich, sprich also = Wavescanning bis zu 128 Waves pro Table, variable einstellbar. Der Avenger hat auch einen Resampler onboard, mit dem sich eigene Wavetables sehr simple und schnell erstellen lassen (ein Wavetable-Editor quasi). Als einer, der Sounddesigner der Werkpresets bemühte ich mich, die Sounds möglichst nicht an die typischen EDM/Trance-Styles zu koppeln, sondern möglichst universell nutzbar zu gestalten, was mit dem Teil hervorragend geht. Der VSTi ist unglaublich flexible und bietet selbst unter Einsatz eines einzigen OSC sehr viel Sound (inkl. SubOSC, Chorder/Unisono, etc). Bei entspr. Programmierung der Sounds bleibt eine Avenger-Instanz bei unter 6% CPU (Intel i5).

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    Synthaurus

    Innerhalb weniger Tage gab es ein Update und der AVENGER läuft bei mir nun vorbildlich. Das nenne ich Service !!!!

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    ffx  

    Nein, Avenger ist nicht einfach eine Preset-Schleuder, auch wenn die Art der Presets darauf hinzuweisen scheinen:

    Es ist ein umfassender Workstation-Synth, vergleichbar mit Zebra2. Alles ist etwas semi-modular aufgebaut (beliebig viele Filter- und Shaper, Modulations-Slots), es gibt Audiorate-Modulation, polyphone LFOs, eine umfangreiche Modulationsmatrix sowie stufenlose, selbst zeichenbare, polyphone Envelopes. Ausserdem gibt es sehr viele Effekte an Bord, vergleichbar mit einer Korg-Workstation.

    Nur bei einem möchte ich widersprechen: Die CPU-Auslastung ist sehr hoch! Zwar verbraucht eine Voice „nur“ ca. 2% auf einem high-performance i7, das summiert sich aber natürlich sehr schnell auf.

    Qualitativ in etwa wie Zebra2, nur ist Zebra2 ja wesentlich ressourcen-sparender. Die GUI von Avenger ist aber deutlich übersichtlicher, auf schnellen Workflow angelegt. Trotzdem habe ich mich für Avenger entschieden. Mal sehen…

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    Ted Raven  AHU

    Wusstet Ihr, dass Vengeance Sound mit dem Folgenden wirbt:

    „Amazona Review (german) 10/10
    „Vengeance Avenger is for everyone, who is looking for a versatile Synthesizer plugin, which delivers up to date sounds and can be expanded by your own sounds or expansions. …there is almost no limit in Avenger. You can be sure to hear Avenger’s sounds soon in many professional music productions all around the globe. … clear recommendation“

    facts: very big factory library / high quality and punchy sound / easy to use interface / expandable / cpu friendly“

    Weder von 10/10, noch von „all around the globe“ kann die Rede sein.

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    barthjen

    Aus meiner Sicht ist Avenver eine weitere EDM – Schleuder. Klingt fett, aber alles schon mal irgendwie dagewesen. Schade, daß den meisten Entwicklern nichts Neues mehr einfällt. Auch die Soundpacks auf der Homemage sind letztlicn, auch wenn sie anderes heißen, nur EDM.

    Die Pianosounds lassen sich kaum spielen, da die Stimmanzahl des Plugin nicht ausreicht.

    Wie schon beschrieben sind viele Sounds schon mit Effekten versehen, die man nicht reduzieren kann. Mehrere Instrumente von Avenger im Mix sind daher kaum vorstellbar, außer bei EDM, da braucht man eh nicht so viel :-).

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