Test: ESP LTD ST-213 FR Maple BLK, E-Gitarre

11. Februar 2014

Pimp my Strat!

Eine günstige Strat? Aber klar doch! Gepimpt mit zusätzlichen Features wie einem Humbucker am Steg und einem Floyd Rose Vibrato? Gerne! Wer auf das Design der klassischen Stratocaster steht und es zudem gerne mal etwas heftiger angehen lässt, für den könnte die ESP LTD ST-213 FR Maple BLK eine Empfehlung sein. Positioniert im unteren Preissegment bietet dieses Instrument, neben den gewohnten Vorzügen einer Stratocaster Gitarre, zwei schlagkräftige Argumente: die Hoffnung auf eine verstimmungsfreie Performance und ein kräftiges, brummfreies Signal für Riffs, Licks und Konsorten, dank dem Steghumbucker. Was die ESP LTD ST-213 FR Maple BLK sonst noch zu bieten hat oder auch nicht, wird der folgende Amazona Test zeigen.

Front

— ESP LTD ST-213 FR Maple BLK —

Facts & Features

Ausgeliefert wird die ESP LTD ST-213 FR Maple BLK leider ohne Gigbag oder ähnlichem Behältnis, was bei diesem niedrigen Preis aber zu verschmerzen ist. Das Shaping des aus Erle gefertigten Korpus‘ entspricht exakt dem des berühmten Vorbilds, mit Ausnahme des ergonomischer gestalteten Hals-Korpus-Übergangs auf der Rückseite. Ein schwarzes, sauber aufgetragenes und hoch deckendes Finish umschließt den gesamten Body. Es ist gar so satt aufgetragen, dass sich auch bei genauestem Betrachten nicht erkennen lässt, mit wie viel Teilen des Tonholzes Erle hier wohl gearbeitet wurde.

Hals:Korpus

— Gene einer Superstrat: Hals-Korpus-Übergang der ESP LTD ST-213 FR Maple BLK —

Der einteilige Ahornhals wurde mittels vier Schrauben im Body eingesetzt und trägt ein ebenso aus Ahorn bestehendes Griffbrett. Die Qualität des verwendeten Holzes ist bei unserem Testinstrument leider nicht optimal, es zeigen sich nämlich Verfärbungen in der Struktur der Jahresringe auf der Halsrückseite. Beim Griffbrett gibt es allerdings grünes Licht, in Anbetracht des niedrigen Kurses, für den die ESP LTD ST-213 FR Maple BLK ihren neuen Besitzer findet, kann man die Qualität durchaus als zufriedenstellend bezeichnen. Das betrifft auch die Verarbeitung der Jumbo-Bünde, deren Flanken sauber entgratet wurden. Zur Orientierung dienen schlichte, schwarze Dots, welche die gewohnten Positionen bis auf eine Ausnahme besetzen, die Oktavlage. Hier wurde ein Perlmutt Inlay mit der Typbezeichnung des Instrumentes eingesetzt.

XII Bund

— Perlmutt Inlay in der Oktavlage —

Das moderate C-Shaping des Halses, verbunden mit der naturbelassenen Halsrückseite und den Jumbo-Bünden, sollte keinen Spieler beim Umgang mit der Gitarre vor allzu große Probleme stellen.

Forum
  1. Profilbild
    exhorder

    Ich bin auch Besitzer dieser Gitarre und kann die Probleme mit dem Floyd Rose bzw. der Sattelklemme bestätigen. Das Material des Floyd Rose ist bei meiner Gitarre insgesamt sehr weich und qualitativ deutlich schlechter als ein Schaller Floyd Rose, was natürlich auch mehr kostet. Mein Instrument lässt sich auf jeden Fall nicht bundrein stimmen und hält die Stimmung auch nicht, trotz diverse Versuche. Die schlechte Qualität des Floyd Rose wurde mir auch vom Gitarrenbauer bestätigt. Schade eigentlich, da der Klang und die Bespielbarkeit für diesen Preis wirklich herausragend sind. Ich für meinen Teil, werde die Gitarre entweder wieder verkaufen oder das Vibrato gegen ein System von Schaller tauschen.

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