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The History of EM, Teil 3: Die Moderne (1980-2013)

23. März 2013

The History of EM, die Moderne (1980-2013)

Die Entwicklung der elektronischen Musik ist eng an die der Technik gekoppelt. Jeder Fortschritt eröffnet Klangwelten, ermöglicht neue Arbeitsweisen oder macht aufwändige Verfahren zum Kinderspiel. Oft basieren ganze Stilarten auf bestimmten Geräteklassen.

In den 80ern kam gleich eine ganze Reihe an Neuerungen und läutete die Moderne ein: polyphone und digitale Synthesizer, neue Synthesearten (FM, Wavetable, Phase Distortion, Sampling), digitale Effektgeräte und Drummachines. Auch die Computer hielten Einzug in die Studios, erst spezielle Systeme und gegen Ende des Jahrzehnts PCs, meistens Marke Atari.

Der Beginn des Computerzeitalters in der EM: Bognermayr und Zuschrader mit dem CMI Fairlight

Der Beginn des Computerzeitalters in der EM: Bognermayr und Zuschrader mit dem CMI Fairlight

Die EM-Stars der 70er versuchten mit mehr oder weniger Erfolg die neue Technik in ihre alten Konzepte einzubauen, viele gerieten aber ein wenig ins Abseits. Die nächste Staffel Musiker machte sich ans Werk, durchaus animiert von ihren Vorgängern, aber mit frischen Ideen und ohne die Notwendigkeit, sich selbst neu erfinden zu müssen.

Die 80er: Music for the masses

Die interessanteste neue Syntheseart war zunächst das Sampling, das einen alten Wunschtraum des Futurismus und der Musique Concrète erfüllte: die Einbindung jeglicher Art von Geräusch und Klang, spielbar wie ein Instrument und mit der Option, drastische Manipulationen vorzunehmen. Eine Zeitlang war es eine eigene Stilrichtung, Musiker stellten das Sampling aus künstlerischen oder praktischen Gründen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit.

Klassiker des Sampling: Erdenklang (Bognermayr/Zuschrader) und In Visible Silence (Art of Noise)

Klassiker des Sampling: Erdenklang (Bognermayr/Zuschrader) und In Visible Silence (Art of Noise)

Zu den Ersten gehörte das Duo Bognermayr/Zuschrader, das den CMI Fairlight 1982 auf der Ars Electronica vorstellte (und nebenbei den Begriff „computerakustische Musik“ erfand). Ihr Debutalbum „Erdenklang“ wurde mit Samples natürlicher und künstlicher Geräusche eingespielt, eine der Methoden, die neue Technik einzusetzen (siehe Linksammlung am Ende des Textes).

Eine andere ist, akustische Instrumente als Quelle zu nutzen. Frank Zappa, das Enfant Terrible der Rockmusik, legte sich ein NED Synclavier zu, um seine ganz eigene Vorstellung von Musik zu verwirklichen. Er ließ erst einmal eigene Sample-Bibliotheken einspielen und produzierte damit mehrere Alben: „A perfect Stranger“ orientierte sich an seinen musikalischen Vorbildern aus der Neuen Musik wie Varese (einer der EM-Pioniere des frühen 20. Jahrhunderts) und Strawinski, „Jazz from Hell“ (1986) war deutlich moderner und mit fast technoiden Elementen sehr zukunftsweisend.

The Art of Noise (der Name stammt aus dem Futurismus) betrieben das auf ihre eigene Weise. Sie verwendeten ebenfalls hauptsächlich Samples von akustischen Instrumenten und Stimmen, spielten sie aber meist so, dass sie sich synthetisch anhörten. „In Visible Silence“ (1986) mit dem Hit „Paranoimia“ ist sozusagen Pflichtprogramm, wenn man sich mit EM beschäftigt.

Ein Album, das im Zusammenhang mit Sampling-Pionieren manchmal genannt wird, ist „My Life in the Bush of Ghosts“ (1981) von Brian Eno und David Byrne (Talking Heads). Die gesamten Vocals kamen aus Mitschnitten von Radiopredigten und wurden derart perfekt in die Tracks eingefügt, dass man einen Digitalsampler vermutet. Aber das war tatsächlich noch analoges Sampling via Tonband, mühsam per Trial & Error synchronisiert – gutes Handwerk. Nebenbei ist auch die restliche Musik nicht von schlechten Eltern, diese Scheibe ist eine der interessantesten EM-Produktionen dieser Zeit.
Die Möglichkeit, mit gesampleter Sprache zu arbeiten, war auch für andere Bereiche interessant. Erwähnt sei hier Heiner Goebbels, der viele Werke des ostdeutschen Schriftstellers Heiner Müller vertonte, z.B. „Die Befreiung des Prometheus“.

Wer immer es sich leisten konnte, legte sich eine der teuren Wundermaschinen zu, z.B. Kate Bush, Peter Gabriel, Depeche Mode und Kraftwerk. Aufgrund des Fortschritts der Digitaltechnik wurden die Sampler jedoch innerhalb weniger Jahre so preiswert, dass sie ihre Exklusivität verloren.

Berliner Schule goes digital: Eyeless Dreams (Wolfgang Düren) und Dig It (Klaus Schulze)

Berliner Schule goes digital: Eyeless Dreams (Wolfgang Düren) und Dig It (Klaus Schulze)

Auch die anderen Synthesearten fanden ihre Spezialisten. Der omnipräsente Brian Eno meisterte die knifflige Frequenzmodulation, der Yamaha DX7 wurde sein Hauptinstrument. Klaus Schulze arbeitete eine Zeitlang mit dem raren Crumar GDS, Vince Clark von Erasure nahm sich der Casio Synthesizer mit Phase Distortion an. Die PPG-Systeme mit Wavetablesynthese wurden von einigen bekannten Musikern eingesetzt, z.B. Thomas Dolby oder Depeche Mode. Das vielleicht beste Album, das mit Wavetablesynthese produziert wurde, stammte von Wolfgang Düren, dem PPG-Vertriebsleiter und späteren Waldorf-Gründer: „Eyeless Dreams“ demonstrierte die Soundvielfalt des PPG Wave im Stil der Berliner Schule.

Forum
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      k.rausch  RED

      Noch zwei Hinweise von mir: Isao Tomita hatte ebenfalls einen Ars Electronica Gig in Linz, soweit ich mich erinnere war das 1982, und benutzte dabei das Casio Cosmo ZZ1 Synthesizersystem. Auch nicht vergessen sollte man Reinhard Lakomy aus der früheren DDR, der u.a. „Das geheime Leben“ ebenfalls 1982 produziert hat und damals als einer der Elektronikpioniere dort galt. Hier zu hören: http://youtu.be/Qsr9hh10CrA . Schöner dritter Teil deiner Serie übrigens :)

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        h.gerdes  AHU

        Ja, Tomita hat sogar schon in den 70ern mit Computern gearbeitet und die Voices auf „Bermuda Triangle“ damit verfremdet. Über die DDR-Synthinauten hat der Spiegel mal was geschrieben: http://www.....87917.html
        Die Ostblocker sind leider kaum bekannt, weil die restriktive Kulturpolitik damals die Verbreitung ziemlich behindert hat…

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    AMAZONA Archiv

    Gute Zusammenfassung! Ein paar Dinge hab ich allerdings vermisst, zum Beispiel die Erwähnung von Charanjit Singh der, möglicherweise, als erster Produzent überhaupt Acid aufgenommen hat:

    http://en......(musician)

    Ausserdem wurde der, relativ aktuelle Stil „Dubstep“ nicht erwähnt, von dem ich glaube, dass Skream & Benga damals durch Mr. Oizo’s „Flat Beat“ dazu inspiriert wurden, diesen Stil überhaupt zu erfinden. „Flat Beat“ war ja ein minimalistischer Millionenseller, der eigentlich nur aus Drums, FX und Wobbles bestand.

    Aber es stimmt schon, dass bei der aktuellen Menge der Veröffentlichung und Stile, der Überblick schnell verloren gehen kann! Der Elektroniker Alexander Robotnick (auch erwähnenswert) beispielsweise, verkündete letztens auf Facebook, dass er mit dem DJing aufhört, weil er unmöglich alle neuen Veröffentlichungen anhören kann, um dann auch die besten davon zu spielen.

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      nativeVS  

      Dubstep ist aber nicht gleich Dubstep; Skrillex und ähnliches ist ja schon Populärmusik oder zumindest Brostep.

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      h.gerdes  AHU

      Charanjit Singh ist mir bei der Recherche leider nicht untergekommen, sonst hätte ich ihn erwähnt. Und die Dub/Drum ’n Bass/Garage -Ecke habe ich sowieso sträflich vernachlässigt… die eigentlich (wie fast alle Subgenres) einen eigenen Artikel wert wäre. Die EYAWTKA-Serie ist leider gecancelt, aber vielleicht finden sich ja noch Schreiberlinge, die ein paar Sachen genauer unter die Lupe nehmen.

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    Markus Schroeder  RED

    Hammer, das ist eine Menge Info auf vier Seiten!! Mal wieder ganze Arbeit!

    Hier noch ein paar persönlich gefärbte Gedanken zu Noise, das im Zuge von Industrial erwähnt werden sollte, weil es ansonsten nicht so viel Beachtung findet.
    (damit ich das auch mal sinnvoll anbringen kann: ;) )

    Das Noise Genre, unterscheidet sich doch von Industrial, u.a. weil letzteres meist auch politisch motiviert war und auch eher an den gängigen Liedstrukturen“ (Strophe , Refrain) orientiert ist. Beim „ursprüngliche Noise, „erfunden als Musikrichtung“ von Luigi Russolo 1913 geht es mehr um das „Geräusch als Struktur an sich“ und formal zwar anarchistisch, geht es dennoch sehr der Neuen Klassik (gesehen als Befreiung von der Klassischen Musiktradition/Komposition) entgegengeht.

    Hier sein Manifest ‚L´Arte dei Rumori‘ „The Art Of Noise“ – woher kennen wir den namen nur ;) :
    http://www....._noise.pdf

    Bands wie Merzbow, C.C.C.C. Rioiji Ikeda (alle japanisch) Whitehouse, oder Haus Arafna, sollten als Vertreter des Genres, beidseitig des Milleniums und in Zusammenhang mit Throbbing Gristle und Cabaret Voltair nicht unerwähnt bleiben. Und obwohl eher Industrial, ist Esplendor Geometrico ebensowenig aus diesem Genre wegzudenken. Weena Morloch sind weitere Klassiker des Noise.

    Prinzipiell gibt zwei große Strömungen im Noise, die gewöhnlich in denselber Topf geworfen werden, sich aber sehr unterscheiden:
    a) Rythmischer, an der Pop-Liedstruktur orientierter, Noise, der nicht Industrial ist. Dazu gehören auch Power Noise und AggroTech und
    u.a. Dive, Xotox etc.
    Dies ist auch wohl die am meisten verbreitete Definition von Noise im westlichen Kulturaum – als die Nachfolge von Industrial.
    Heute 2013 gilt Industrial schon fast als Oldschool.

    b) Formaler Noise, der sich wiederum in komplexer strukturiertem Noise und strukturlosem, anarchistischem Noise teilt.
    Keine Form, bzw die Verweigerung ihr gegenüber ist auch eine Form wobei der Übergang von einem zu andern nicht immer erkennbar ist. ;)
    Diese From hat in Japan besonders Fuss gefasst, (Beispiele oben).

    In der Musik, wie in er Malerei gibt ja es sehr analoge Entwicklungen, z.B. von der darstellenden Kunst, bzw. dem traditionellen Lied, zur Modernen: hat das Geschmiere an der Wand (noch) eine formale Struktur, einen Sinn? Oder ist es nur Ornament/Deko bzw. „Baustellenlärm“?

    Soviel dazu. Vielleicht was das ja für irgend jemanden interessant, hoffentlich.Wobei das ganze ja noch weiterhin diskutabel ist.

    Bei Minimal Techno/ Noise/ Experimental ist wohl das raster-noton label mit Alva Noto, Frank Bretschneider, Grischa Lichtenberger etc. wohl einer der wichtigeren aktuellen Beiträge zum Thema EM.

    Aber wie du schon schriebst: Schubladen sind in der EM meist wenig brauchbar bzw. eine abgrenzende Zuordnung nicht möglich oder erst gar nicht sinnvoll. Für jedes Beispiel zur Belegung einer Gattungsthese gibt es mindestens ein Gegenbeispiel. Und wenn heute jemand keine Nische für sich findet kann man einfach eine neue aufmachen. Das ist das beste überhaupt.

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      h.gerdes  AHU

      Prima präzisiert :-) und ein paar gute Hörtipps! Werde mir mal was besorgen von den Jungs. Tja, viele Begriffe sind mehrdeutig, und in der geräuschhaften Richtung haben sich ja viele betätigt – mit ganz unterschiedlichen Ansätzen. Auch einiges aus dem Ambient könnte man unter Noise einordnen, aber da gibt es wie so oft einen fließenden Übergang.

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    Lauflicht

    Schöne Zusammenfassung. Natürlich kann man aufgrund der Vielfalt der Thematik nicht erwarten, dass alles, nach eigenen persönlichen Präferenzen gewichtet, besprochen ist. Ein oder zwei Bemerkungen möchte ich mir aber in Sachen „Tanzmusik Techno“ erlauben (typischer Internet-Foren Effekt mit selbsternannten „Fachleuten“, die alles anders sehen… ;-) ):
    Die Einordnung in „Detroit“ und später dann „Techno“ möchte ich so nicht teilen. Die Begriffe sind für mich absolut synonym. Die frühen Detroiter (bis auf Juan Atkins Electro) kenne ich nur unter Detroit-Techno bzw. eigentlich nur Techno. Hier in Deutschland ist der Begriff nach ca. 91/92 dann zu was anderem mutiert. Die bedeutenden Acts Underground Resistance und Jeff Mills sind meiner Ansicht nach 2. Generation US-Techno, die gab es nicht vor 1990. Man könnte sicherlich in diesem Zusammenhang auch den „weißen“ Anteil von US-Techno nennen, nämlich Richie Hawtin und Freunde, der zur selben Zeit mit Fuse und dann Plastikman und dem Plus-8 Label Meilensteine hingelegt hat.
    Im Grunde ist es sogar wichtig zu erwähnen, dass zumindest am Anfang ein Plattenlabel mit einem Sound zu identifizieren war und nicht der einzelne Künstler. Wenn man ein Plattenlabel mit der Neu/Re-Definition von Techno zu „Electronica“ identifizieren müsste, dann ist es WARP. Ohne diese Label wäre die Entwicklung vermutlich andere Wege gegangen, weil hiermit ein kreatives Auffangbecken der meist britischen Künstler und spätere geschaffen wurde. Z.B. hatten LFO in 1990 in GB einen Top 10 Hit in den normalen Charts! BlackDog, B12, später Plaid alles Techno-Bands, die schon in den 90ern extrem komplexe, ich möchte nicht sagen musikalische, Arangements hatten, die deutlich über das hinausgingen, was aus den USA kam. Beim vielleicht wegweisendsten Künstler in Sachen Soundentwicklung in den frühen 90ern, Richard D. James, würde ich aber ganz sicherlich die ruhigen, extrem atmosphärisch-dichten Ambientwerke, wie z.B. Selected Ambientworks 1+2, erwähnen. Das sind wirklich zeitlose „Techno“ (!) Platten. Damit wurde der etwas abgehangene Ambientsound meiner Ansicht nämlich wiederbelebt bzw. neu-definiert. Interessant bei R. James ist das er sich bei seinen „lauten“ Stücken sehr bei den EBM und frühen Industrial-Sounds von Skinny Puppy oder Throbbing Gristle inspieren liess (Drum Sounds). So schließt sich der Kreis, wie so oft in der Musik (und oben im Text bei Kraftwerk auch sehr schön erklärt)!
    Unsere Nachbarn in Belgien (inspiriert von EBM natürlich) und Holland sind, glaube ich, nicht erwähnt. 90/91 waren diese Wegweisend für die neue deutsche Interpretation des Techno (hart, schnell, laut, einfach – nicht die „funkige“ Leichtigkeit der schwarzen US-Techno-Begründer).
    Insgesamt finde ich die Gewichtung bei den Techno-Bands zu stark auf die Deutschen Künstler (Bands und DJs) gelegt. 1988/1989 konnte man in GB schon mehrere Tausend Gäste auf Acid House Raves antreffen, vielleicht sogar mehr. Wenn man nun, über 20 Jahre nach diese Sturm und Drang-Phase, zurückschaut, dann weiß man welche Stücke wirklich zeitlos und damit vermutlich einen künstlerischen Wert haben. Mir fallen eigentlich nur US und GB Leute ein. Sind letztendlich aber alles künstlich geschaffene Genre-Schubladen, bei mir heißt das alles Techno (mit ch). Alles Geschmacksache, klar. Rave On! ;-)

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      h.gerdes  AHU

      Ja, das habe ich etwas vereinfacht dargestellt, wie ich auch erwähnt habe. In der Zeit ist eine Menge passiert, regional sehr unterschiedlich. Inwiefern Detroit nun Vorläufer oder schon elementarer Teil des Techno ist, da gibt es viele Meinungen – aber wie du schreibst, der ursprüngliche Detroit Techno ist etwas anderes als der europäische Techno der 90er. Da kann ich nur mal wieder sagen: Techno sollte einen eigenen Artikel bekommen, der die Geschichte von Anfang an aufrollt. Den würde ich jedenfalls gerne lesen ;-)

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    h.gerdes  AHU

    Und noch ein paar Plattentipps aus der Vintage-Kiste:
    Ashra – Blackouts (die beste Scheibe von Göttsching imho)
    Wahnfried – Time Actor (Arthur Brown an den Vocals)
    Aux 88 – Is it Man or Machine (Elektro vom Feinsten)
    Nodens Ictus – Spacelines (Ambient-Sideproject der Ozric Tentacles)
    Coldcut – Let us Play (sehr interessante Musik)
    Holger Czukay & Dr. Walker – Clash (Trash &Clash!)
    Irmin Schmidt und Bruno Spoerri – Toy Planet (keine Schublade dafür…)
    Atom Heart Mother Trance Remix (bester Pink Floyd Remix)
    Wolfgang Riechmann & Streetmark – Untitled (Krautronik)
    Edgar Froese – Stuntman (seine Beste)

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    daniel müller  

    Sehr grosses DANKE für diese Zeitreise !!! Ich merke dass ich Nachholbedarf in Sachen EM habe…..dann werde ich mich mal fleissig durchklicken…klick klick klickkkkkkk….

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      h.gerdes  AHU

      Dank zurück, auch an alle, bei denen ich das vergessen habe. Und ich werde noch ein paar Namen von EMlern posten, die mir positiv aufgefallen sind.

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    Filterpad  AHU

    Sensationell – ganz große Klasse diese 3 Teile zu der geschichtlichen Entwicklung der EM. Zur Ergänzung vielleicht noch:

    Soweit ich weis ist House die einzige offiziell anerkannte elektronische Musik-Stilrichtung im Vergleich zu Trance, Techno usw. was keine anerkannten Stilrichtungen sind. Laut Wikipedia hat der deutsche DJ „Talla 2XLC“ den Begriff Techno nach Europa gebracht.

    Übrigens: Die Erfolgsstory von Depeche Mode begann unter anderem in Berlin. Z.B. der Superhit „People Are People“ wurde in Berlin aufgenommen.

    Eine gute Idee ist auch einen extra Beitrag der einzelnen Subgenres der EM zu schreiben. Vielleicht mit kleinen Sounddemos dazu damit man einen musikalischen Eindruck der einzelnen Stilelemente mit ihren typischen Eigenschaften bzw. Merkmalen bekommt.

    Weiter so!!

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      h.gerdes  AHU

      Ja, Berlin ist eine der EM-Hauptstädte seit den 70ern und war für einige Briten Sprungbrett. Aber Stilrichtungen gibt es schon ein oder zwei mehr, auch ohne offizielle Anerkennung seitens der amtlichen Nomenklaturbehörde ;-) da hat wohl jeder eine eigene Meinung, und das ist auch gut so ;-D

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    h.gerdes  AHU

    Hier noch ein paar Namen aus der bunten deutschen EM-Szene:

    Stephen Parsick
    Lambert Ringlage
    Stefan Erbe
    Uwe Reckzeh
    Bernd Kistenmacher
    Ralf Hildenbeutel
    Ullrich Schnauss
    Oliver Lieb
    Steffen Britzke
    Jörg Burger
    Jo Zimmermann

    Und Plattentipps:
    A Tribute to Conny Plank (ein Film soll folgen)
    Klaus Schulze – La Vie Electronique 1-17 (Wiederveröffentlichung der Ultimate Collection)

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    MattZazzles  

    Schicker Artikel! Sind viele Künstler dabei von denen ich noch nie etwas gehört habe.
    Würde auch gerne etwas teilen. Eine meiner absoluten Lieblingsbands sollten definitiv mehr Menschen hören bzw es vesuchen: SHPONGLE.
    Sehr psychedelische EM, mit Einflüssen aus Worldmusic, Goa/Psytrance, Klassik, Electro, Psychrock,Pop.
    Shpongle besteht aus Simon Posford (u.a. Halluciongen) und Raja Ram (u.a. Quintessence). Wer Pink Floyd (mit noch mehr Acid) durch zig Sampler, Synths, Computer und Effekte gejagt, hören möchte: Hör rein!

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      h.gerdes  AHU

      Jep Sphongle sind klasse, die höre ich auch gerne. Wenn du Banco de Gaia noch nicht kennst, die machen ganz ähnliche Mucke und sind erfreulich fleißig!

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        MattZazzles  

        Banco de Gaia sind der Hammer, danke für den Tipp, ich hörs schon den ganzen Morgen. Wenn wir schon mal Lsyergic-Sounds besprechen, es gibt ein neues Album von Juno Reactor, nach gefühlten hundert Jahren.
        Schickes WE!

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    Kosh  

    sehr toller artikel! ich möchte noch auf einen künstler hinweisen, der mitte/ende der 90er mein absolutes idol war: uwe schmidt aka atom heart, heute bekannter als atom tm. auf dem zu pete namlooks label fax gehörenden sublabel rather interesting veröffentlichte er unter zig pseudonymen. besonders empfehlenswert finde ich die releases dots: dots sowie datacide: flowerhead (das er zusammen mit tetsu inoue produziert hat, letzterer auch einer meiner favoriten). lyserg-ambient vom feinsten. das beste: seit einem jahr ca. (?) veröffentlicht uwe schmidt die ganzen alten releases von damals wieder, zum teil remastered und um bonus-tracks ergänzt. dies ist sehr erfreulich, da, ähnlich wie der fax-katalog, die cds oft auf 1000 stück limitiert waren, und gebraucht vor einzug von digitalen vertriebsplattformen wie itunes stolze summen bei der bucht einbrachten….

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    AMAZONA Archiv

    Sehr spät dran, aber heute hat mich mein Sohn auf eine Band aufmerksam gemacht, die um diese Zeit herum auch Pionierarbeit geleistet hat aber leider hierzulande wahrscheinlich kein Schwein kennt. Meine, die muss hier erwähnt werden. Vor allem deswegen, weil sie aus einem ganz anderen Zentrum für elektronische Musik kommt: aus San Francisco. Ende der 70er tummelten sich da so obskure Bands wie Tuxedomoon. Hier fand sich aber noch ein weiteres, großartiges Juwel, das leider nur wenige Jahre Bestand hatte und qualitativ zum Ende hin auch ordentlich Federn ließ. Aber diese Tracks sollte man als Synthnerd und Electrofan gehört haben (Genial, wie hier Punk mit Elektronik verschmilzt).
    The Units – High Pressure Days (die rohe Version in Eigenproduktion von 1979)
    https://www.youtube.com/watch?v=qOsrS4XgyB0
    Hochglanzversion 1980 (verspielter): https://www.youtube.com/watch?v=isI3ihO4Z3I
    Und hier irgendetwas zwischen „Kometenmelodie“ (Kraftwerk) und „Hallogallo“ (NEU!) im Wilden Westen
    Cowboy (1979) – https://www.youtube.com/watch?v=7lXvqr3uRog
    Achtung Ohrgasmusgefahr!

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