Top News: Arturia Pigments, Wavetable Synthesizer-Plug-in

11. Dezember 2018

VA meets Wavetables

Arturia Pigments ist ein Dual-Engine-Synthesizer, der virtuell-analoge und Wavetable-Oszillatoren kombiniert. Kann sich das Plug-in gegen die Menge an Wavetable-Synthesizern, die derzeit angeboten werden, absetzen?

Da lagen die Spekulationen seit dem Teaser gar nicht so weit von der Realität entfernt. Arturia Pigments setzt tatsächlich auf Wavetables, doch bietet der Software-Synthesizer wesentlich mehr als das.
Die VA-Oszillatoren greifen natürlich auf Arturias Know-how der vielen Analog-Emulationen zurück. Hier gibt es die bekannten Sine, Saw, Triangle und Square sowie Noise mit den üblichen Parametern.
Das Neuland (für Arturia) beginnt mit der Wavetable-Engine. Mehr als 100 Wavetables stehen zur Auswahl, zwischen denen man morphen kann. Auch ein Import eigener Wavetables soll möglich sein.

Ferner sind Phase Modulation, Phase Distortion und Wavefolding auf dieser Ebene möglich.

In der Filtersektion finden sich zwei Morph-Filter. Man hat die Wahl aus acht verschiedenen Algorithmen, die zum Teil klassischen Analogschaltungen, wie bei der V-Colletion, nachempfunden sind, aber es gibt auch moderne Varianten wie Formant- und Kammfilter.

Arturia Pigments ist reichhaltig mit Modulatoren ausgestattet. Nahezu jeder Parameter kann mit beliebigen Modulationsquellen verbunden werden, ohne dass es eine Begrenzung für die Anzahl der Mod-Verbindungen gibt.
Es gibt drei Hüllkurven, bei denen sich die Slope von Attack und Decay ändern lässt, drei synchronisierbare LFOs mit Parametern wie Phase und Symmetry sowie drei frei programmierbare Function Generators, die wie Modulations-Sequencer eingesetzt werden können. Dazu gesellen sich ein komplexer Zufallsgenerator mit Sample & Hold Funktion sowie zwei Combinators, mit denen zwei Modulationssignale verknüpft werden können.
Eine Effektsektion darf natürlich nicht fehlen. Aus einer Auswahl von 13 Algorithmen können drei Effekte pro Patch kombiniert werden. Darunter sind: Filter, EQ, Dynamics, Distortion, Reverb, Chorus, Bit Crusher, Phaser, Delay.

Arturia Pigments kann standalone oder unter VST 2.4, VST 3, AAX, Audio Unit betrieben werden.

Systemanforderungen:

  • Win 7+ (64bit) PC: 4 GB RAM; 2,5 GHz CPU
    1 GB free hard disk space
    Open GL 2.0 compatible GPU
  • MacOS 10.10+: 4 GB RAM; 2,5 GHz CPU
    1 GB free hard disk space
    Open GL 2.0 compatible GPU

Preis

  • 149,- Euro
Forum
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    Round Robin

    Eigentlich ist Arturia immer interessant. Aber muss es wirklich noch einen Wavetablesynth sein? Aber warten wir es mal ab, vielleicht kommt da was ganz großes.

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      Wellenstrom  AHU

      Gerade das macht ja Sinn auf das Komplettpaket bezogen….. subtraktive, additive und FM Synths haste ja im Paket bisher drin. Ein ausgewiesen klassischer Wavetabler fehlt noch (wenn man mal den Prophet VS nicht als echten Wavetabler auffasst).

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    syntach  

    Wie wäre es mal endlich mit Matrixbrute updaten bzw bugs fixen?

    Ist echt schon ziemlich dreist was man mit den Käufern des Premium Synths macht, auch wenn das Geld natürlich über die Plugin Masse reinkommt.

    Kann sich Arturia etwa keine Programmierer leisten?

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      pol/tox  

      Der Matrixbrute ist buggig?

      Hin und Wieder denke ich mir, den hätte ich gern. Dann fällt mir ein, dass ich nach der Drumbrute eigentlich nie mehr Arturia Hardware kaufen wollte…

      Um welche Bugs handelt es sich?

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      tomeso  

      Bei einem Hersteller in der Größenordnung Arturias sind immer mehrere Produkte parallel in der Entwicklung. Die Ankündigung eines neuen Produktes bedeutet nicht, dass nicht auch an anderen Produkten (oder auch an deren Update) gearbeitet wird.

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        Dean Freud

        Nope! Spätestens mit dem Blödsinn den Arturia mit den Spark Kunden abgezogen hat, kannst du nicht sagen das man da beruhigt sein sollte!
        Arturia verdient gut an seinen Kunden und ist beileibe nicht mehr die kleine französische Softwareschmiede die sie mal war!
        Da kann man auch als Kunde etwas Produkt support erwarten.

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          tomeso  

          Ich habe nichts von „beruhigt sein“ gesagt. Ich denke lediglich, dass es naiv wäre zu glauben, dass ein Hersteller immer nur an einem Produkt arbeitet.

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            syntach  

            @ pol/tox: nichts, dass ihn unbenutzbar machen oder weswegen ich ihn verkaufen würde (für Details siehe MB Forum), aber :

            @tomeso: Parallel an mehreren Produkten arbeiten ist ja ok, aber schau dir
            SYNTHSTROM an, der Mann updated den DELUGE super super oft und baut auch noch Kundenwünsche ein. Und der ist ALLEINE.

            Da kann man von Arturia in einem Jahr doch erwarten,dass sie mal 2 oder 3 Tage für bug fixes aufbringen können. Leider haben sie beim support aber echt Defizite, siehe google.

            Ich liebe den MB und finde ihn mit den außergwöhnlichsten Monosynth,
            aber die Produktpflege und der Umgang mit Kunden dieses teuren Instruments ist unterirdisch, man hat einfach das Gefühl „Geld her und Schnauze halten“.

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    Numitron  

    Schade, dachte zuerst an einen neuen hardwaresynth. Ein polyphone fehlt noch immer bei arturia. Aber moog hat auch erst seit kurzem wieder einen poly. 8-)

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    Dean Freud

    Einen Origin Nachfolger mit eigenständiger Software braucht man wahrscheinlich nicht zu erwarten!

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    teofilo

    Den Wachstumszwang der Wirtschaft verstehe ich (wenn ich ihn auch verheerend finde). Aber warum kauft der User immer neu, wenn er alles schon mit dem machen kann, was er hat?

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    Coin  AHU

    Da muss aber Soundmässig was ordentliches kommen.
    Wenn der Synth nicht umwerfend klingt,
    geht er bei der Masse an WavetableSynths unter.
    Da bleibt man lieber bei dem was man schon hat.

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      paulilein  

      Da geb ich Dir absolut Recht. Zumal ich da erwähnen muss das ich beim Icarus ein wenig mithelfen durfte. Die Möglichkeiten sind enorm und in diesem Leben wohl nicht komplett ausreizbar.
      Auf den Arturia bin ich sehr gespannt. Microwave oder WAVE als Plugin wäre der heilige Gral. Ich wundere mich schon sehr lange das Waldorf hier nicht auf die Idee gekommen ist den Microwave in ein Plugin zu stecken. Vom Code her kann es nicht so schwierig sein.

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      Coin  AHU

      Hallo Bernd,
      habe den Icarus mal getestet.
      Leider ist der für mich unbrauchbar, weil die
      Soundergebnisse unvorhersehbar waren und die Engine schlecht zu steuern ist.
      Ein Sprachsample in den Icarus laden
      und das Sample natürlich abzuspielen war nicht möglich.
      Sorry, das Teil ist ein Flop, genau wie der Waldorf Nave.
      Es gibt derzeit nichts besseres als das Serum.
      Guter Sound spielt halt auch eine große Rolle.
      Ich rechne jetzt mit Minusdaumen von Tone2 und Waldorf ^^

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        paulilein  

        Das ist sehr interesannt. Ich habe ein Sample mit der Samplelänge X in den Serum geladen. Da muss man erst die exakte Tonhöhe wissen sonst ist es murks was rauskommt.
        Dem Icarus ist das Wurscht. Der verwurstet alles was kommt.
        Das ist aber alles Geschmacksache und das ist auch gut so :-)

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          Coin  AHU

          Hallo paulilein,
          bei Serum hast Du beim einfügen von Dateien verschiedene Modi.
          Für kurze Samples nimmt man einen der „normalen 3 import-Modi“
          Für längere Samples gibt es die Modi:
          FFT 256, FFT 512, FFT 1024, oder FFT 2048
          Die Zahl sagt was über die Segmente aus, in die aufgeteilt wird.
          Je länger das Sample desto mehr Segmente sind hier vom Vorteil.
          Für beste Soundergebnisse empfehle ich das Manual vom Serum,
          da das schon sehr komplex ist.
          Serum kann auch Bilddateien in Wavetables umwandeln.
          Ausserdem ist der Wave Editor sehr mächtig.
          Sowas hab ich woanders noch nicht gesehen/gehört.
          .
          Ja Icarus kann gut verwursten.
          Nur, wenn ich einen Sound im Kopf habe,
          möchte ich den auch erreichen
          und nicht irgendein Ergebnis erhalten.

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            paulilein  

            Servus Coin,
            das problem in Serum ist, wenn es Samples sind die nicht genau 256, 512 usw haben. Dann kratzt es gewaltig und das ist auch das menko an Serum.
            kein Wavetablesynth wird Samples exakt so wiedergeben wie ein Sampler. leider haben viele Musiker das Problem keine zeit zum programmieren von Sounds zu haben. Icarus ist ein Synth mit unglaublichem Potential und Möglichkeiten. Für mal auf die schnelle ist er nicht aber wenn man Icarus „gelernt“ wird man feststellen das es zur Zeit keinen WT-Synth gibt der ihm das Wasser reichen kann denn was Serum nicht kann ist Resynthese und daraus ein Wavetable zu machen. Du solltest es damit versuchen. Ich kann mir nicht vorstellen das Du damit keine vernünftigen Ergebnisse bekommst.

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              Coin  AHU

              Hey paulilein, das ist nicht ganz richtig.
              Was für ein Sample Du nimmst und welchen Modi
              Du wählst, ist eigendlich egal.
              Die Modi machen nur zum Beispiel unterschiedlich viele Segmente.
              Je nachdem wie Du es brauchst,
              nimmst Du halt den passenden Modi.
              Serum ist auch kein Sampler.
              Aber, Serum kann nicht nur Resynthese,
              sondern auch Resampling und Rendering der Osc´s.
              Ich hatte noch kein Kratzen in Serum,
              ausser ich hab eins geladen ^^
              Man kann auch eigene Samples in den Noise-Oszillator laden
              und damit FM Geschichten in Verbindung mit den anderen
              Osszies machen.
              Desweiteren gibt es die Stack-Modi in Serum,
              mit denen man sehr fette Sounds machen kann.
              Ich habe hier zum Beispiel schon ein Sprach-Sample
              in Serum geladen und mit ein bisschen drehen,
              so abgespielt bekommen, wie es original klingt.
              (im Oszillator)

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                  Coin  AHU

                  Meiner, ja Sorry irgendwo, aber es gibt zum Beispiel auch
                  sehr geile Tutorials drüber auf YT übers Serum
                  von SynthHacker, oder ARTFX, einfach mal kucken.
                  Hab Icarus vor ca. 3, 4 Jahren getestet glaube,
                  vielleicht hat sich da auch was getan.
                  Andere mögen es vielleicht, ist auch ok.
                  Serum ist aber eine Eierlegende Wollmilchsau
                  und das macht es so gut.
                  Und hoffen Wir das übermorgen ein schöner Synth
                  von Arturia kommt.

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        Bernd Kistenmacher  RED

        Nö, warum? Wenn Du ganz zielgerixhtet Sounds brauchst und das mit Icarus nicht realisieren kannst, dann ist das halt so. Ich bin eher jemand, der sich gerne „treiben“ lässt und schaut, wo er landet. Will sagen, ich lasse mich vom klanglichen geschehen inspirieren und halte alles fest, was mir gefällt. Insofern ist Icarus für mich absolut „Daumen oben“. Es kommt darauf an, was man will und womit man glücklich wird.

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    Hectorpascal  

    Pigment scheint eher ein klassischer VA zu sein. Das hätte man ebenso bei Massive unterbringen können. Ich bin derzeit mit Nave sehr zufrieden. Aus einem Wavetable-Synth sollten auch ebensolche Sounds kommen. Bei Nave ist das unüberhörbar und Klangforschung ist Programm. Viele andere reiten derzeit nur auf dem Granular-Wavetable-Hype mit. Wavetable ist für mich klassisch PPG/Waldorf/Palm. Leider habe ich kein Ableton um deren Wavetable testen zu können. Der ist wohl ebenfalls sehr gelungen und kein verwässerter VA-Hybrid der aus Kalkül in die Welt berufen wurde. Das merkt man hier leider sofort.

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      tomeso  

      „Pigment scheint eher ein klassischer VA zu sein“
      “ und kein verwässerter VA-Hybrid der aus Kalkül in die Welt berufen wurde. Das merkt man hier leider sofort.“

      Was meinst Du mit „ein klassischer VA“ und wieso ist hier was „verwässert“?
      Wieviel Wavetable-Synthese Du willst bestimmst Du in Pigments selbst.

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        Hectorpascal  

        Hier schlägt wohl das Marketing-Imperium zurück? ;) Wavetable an sich ist mittlerweile fest etabliert und es gibt unzählige Produkte von sehr vielen Herstellern die das seit sehr langer Zeit neben klassischer VA beinhalten. Da ist Arturia spät dran und muss schon sehr überzeugen. Ich schätze die Vielfalt und hoffe das die Konkurrenz insgesamt die Synthese an sich belebt. Mit verwässert meine ich die Möglichkeiten von Samplebasierten Oszillatoren nicht so zu nutzen wie das 2018 möglich wäre. Da ist Pigments kein Einzelafall. Es Läuft doch stark auf immer dasselbe Klangergebnis hinaus. Wavetable ist doch im Prinzip veraltet und aus einer Zeit als CPU und Speicher knapp waren. Davon sollte man sich endlich mal trennen können und von Sample, Loops, Time-Stretching, Grains, Cluster/Clouds bis additiv und subtraktiv endlich mal alles unter einen Hut bringen können. Dort sollte man endlich mal ansetzen. Projekt Synthese 2020 und nicht der xte Remix von altbekanntem. ;)

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          tomeso  

          Okay, dann geht Deine Kritik also vor allem dahin, dass Du gerne mehr als „nur“ Wavetable und VA gesehen hättest?
          Es ging bei Pigments aber nicht in erster Linie darum, alle möglichen Syntheseverfahren „unter einen Hut“ zu bringen.

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