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Top News: Birdkids RAVEN, Eurorack Synthesizer

15. November 2018

100% Analoger Synthesizer aus Österreich

 

Birdkids ist ein junge Synthesizer-Manufaktur aus der Musikstadt Wien, die vor allem auf feine analoge Technik vertraut. Mit dem Bateleur Oszillator für das Eurorack-Format haben sie bereits hier Know-how beeindruckend unter Beweis gestellt. Jetzt geht die Reise weiter mit dem RAVEN, einer neuen diskret aufgebauten semimodularen analogen Synthesizer-Stimme für das Eurorack-Format mit einem klaren Konzept: intuitiv zu bedienen, die Vielseitigkeit eines Modular-Synthesizers auf der Bühne wie auch Studio einsetzbar.

Er hat einen komplett analogen Kern und besitzt zwei Oszillatoren, das Filter aus dem „The Bateleur“ wie auch zwei VCAs. Bei dem beiden VCOs, die jeweils 1 Volt/Oktave Eingänge besitzen, kommen Sägezahn und Dreieck zum Einsatz. Weiter stehen bei Oszillator 1 eine Puls- und bei Osz 2 eine Rechteckschwingung bereit. Beim Letzteren lässt sich die Pulsbreite am Interface verändern, bei Oszillator 1 sogar modulieren.

Neben PW/PWM befindet sich auch am Interface Tuning- wie auch FM-Drehregler, womit man lineare Frequenz-Modulation pro VCO realisieren kann. Dann gibt es pro VCO Sync und eine interessante Crossfader-Funktion. Nicht zu vergessen, alle Schwingungsformen haben am simplen, aber eleganten Interface einzelne Ausgänge spendiert bekommen. Gekrönt wird das Ganze noch mit einem Rauschgenerator und einem Eingang für externe Audiosignale, die mit Hilfe eines Drehregler einfach beigemischt werden können.

Birdkids RAVEN

Dann wandern die einzelnen Audiosignale in das neuentwickelte Filter, das bereits im TheBateleur Modul verbaut ist. Hierbei handelt es sich um ein 24dB/Oktave Tiefpassfilter mit jeweils Drehregler für Cutoff-Frequenz, Resonanz und Steuerspannung. Für die beiden ersten stehen am Panel zwei Eingänge bereit, womit man die Parameter einfach modulieren kann. 

Wer es etwas komplexer mag, kann sich mit den drei Filter-Modi im RAVEN beschäftigen. Im ersten arbeitet das Filter klassisch nach dem subtraktiven Verfahren: VCO (I + II) weiter in das VCF und dann VCA. Im „Bypass“-Modus werden beide Oszillatoren direkt an die VCA-Sektion gesendet und das Filter arbeitet standalone. Im dritten und letzten Modus (bypass & tracking) werden wieder beide VCOs direkt in den VCA gesendet, das Filter arbeitet auch hier wieder selbstständig, ist aber trackbar. Durch die perfekte 1/V-Tracking und die Eigenschwingung des Filters kann man es schließlich auch als dritte Klangquelle nutzten. Eine sehr clevere Funktion auf den ersten Blick.

Zum Schluss endet der Signalfluss in zwei verschiedenen analogen Verstärker. Hier unterscheidet man zwischen einem Clean-Ausgang (Linear THAT 2162 Blackmer VCA) und einem Optokoppler-VCA. Für den Letzteren inspirierte man sich an legendären West-Coasts Designs. Steuerbar sind sie mit Hilfe eines VCA-Drehreglers wie einem VCA CV-Eingang.

Der RAVEN kann man jetzt auf Kickstarter vorbestellen und der erste Batch wird für März 2019 erwartet. Die Preise variieren, je nachdem wie schnell man das Modul gerne haben möchte. Will man es sofort im März haben, kostet es 649 Euro (early adopter), etwas später im Juni für 549 Euro (early bird) und im Oktober sogar mit einem über 50% Rabatt des normalen Verkaufspreises. Der Käufer kann außerdem zwischen zwei Panels wählen: silber/blau oder schwarz/lila. 

Im klassischen Einzelhandel wird das RAVEN Modul nicht vor 2019 erhältlich sein und dann 949 Euro kosten. Im Lieferumfang befindet sich das Modul, ein Power-Ribbon-Kabel wie auch 4 Monokabel für das Eurorack-System.

Preis

  • Ladenpreis: 949,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Eintausend Euro für eine analoge Synthesizerstimme? Ich glaube, da warte ich einfach ein Jahr und kaufe sie mir dann für 250 Euro, wenn der Hype um die schönen lilafarbenen Unterlegplättchen vorbei ist.
    .
    Und sonst? Wie geht‘s den Kindern? Alles gut? Fein.

    • Profilbild
      Mike Beim from birdkids

      Lieber polyaural,

      Als Unterstützer der Kampagne, könntest du die boutique Stimme (zwei diskrete VCO Kerne, VCF, dual VCA Ausgänge) bereits ab 449,- ergattern.
      Aber das steht natürlich im Artikel den du vollständig gelesen, und links, die du angelickt hast bevor du den Kommentar hinterlassen hast.

      Wenn du eine birdkids Stimme am 2nd Hand Markt (seit 2015 erhältlich btw.) findest, schick mir bitte dringend einen Link, das wäre nämlich unter dem Herstellungspreis, da könnte ich ja noch was obendrauf verdienen :D

      Uns geht’s gut, danke der Nachfrage!

  2. Profilbild
    TZTH  

    vor 10 Jahren hatte ich das noch schick gefunden und mir überlegt das Geld locker zu machen. Da hatte ich auch noch die Idee, dass analog die Welt besser macht.

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    Son of MooG  AHU

    Den Raven von Quasimidi fand ich interessanter. Der Birdkids Raven hat keine Envelopes und LFOs, nur CV-Inputs. Bei dem Preis würde ich auch einen vollständigen Synth erwarten…

  4. Profilbild
    pol/tox  

    Zum Thema Preis: Ein Macbeth Micromac kostet(e) in etwa soviel wie ein Arturia Matrixbrute und hat nicht mal ansatzweise ähnlich viele Funktionen.
    Der Micromac klingt aber (für meine Ohren) bedeutend besser. Besserer Klang ist mir einen gewissen Aufpreis wert.

    Den Raven hab‘ ich noch nicht gehört, aber da der Bateleur sehr gut klingt erwarte ich keinen Ausreißer.

    Kickstarterpreis 450e klingt doch top.

  5. Profilbild
    Tom Aka SYNTH ANATOMY  RED

    Um auch den Verfasser des Artikel zur Wort kommen zu lassen: hierbei handelt es sich zunächst um ein „News“ Artikel der die Leser informieren soll, dass der Hersteller X ein Produkt Y auf Kickstarter hat, dass das und das kann. Die Person die diese Information dann liest, kann von den vielen Sound Demos auf SoundCloud entscheiden, ob ihm das taugt was er hört oder nicht. Ob man den Sound nun mag oder nicht, ist eine Geschmacksache, was absolut normal ist.

    Ein genauer Test wird später dann zeigen welche Klänge machbar sind und was man aus dem RAVEN heraus kitzelbar sind. Meine Aufgabe ist es nicht in einem News Artikel zu sagen, ob mir der Klang gefällt oder nicht, weil dann ist es schon ein Testbericht ohne, dass ich je das Modul angefasst habe. Das macht nach meiner Meinung kein Sinn. Gleiches gilt es ein Produkt zu zerreissen ohne damit je gespielt zu haben. Jeder Musiker interagiert anders mit einem Instrument und klingen auch die Resultate anders. Und ja man geht oft ein Risiko ein bei Kickstarter, dass schlussendlich doch das Produkt nicht so in das Setup passt, aber dann besteht die Möglichkeit es zu verkaufen. Und Birdkids hat schon mit dem Bateleur Oszillator bewiesen wie schön analog klingen kann, ohne überall gehypt zu werden. Seit lieb zu einander ;) My 2 cents ;)

  6. Profilbild
    Mike Beim from birdkids

    Lieber polyaural,

    949,- MSRP um genauer zu sein, weiters, wenn du den links gefolgt, würdest du sehen, dass es drei Preissegmente gibt.

    Ich bin davon ausgegangen (und von dir bestätigt bekommen), dass du dir die Optionen weder angesehen, noch reingehört hast, dennoch einige Rückschlüsse (Hype, 2nd Hand Preis) gemacht ohne sich informiert zu haben.

    Als kleiner Hersteller, sind wir auf diese Kampagne angewisen, und haben uns große Mühe gegeben, den Preis soweit nach unten zu drücken – ohne auf die bewahrte Qualität zu verzichten.

    Unser Konzept ist simpel – 100% Hingabe beim Klang, Qualität der Fertigung (in kleinst-Stückzahlen) und System/UI Design.

    Weshalb ich erst garnicht versuche dich zu überzeugen? Wir sind nicht auf den von dir suggerierten Hype angewisen.
    Es reicht 50+ Stück zu verkaufen um unser Ziel der Kleinserie zu ermöglichen.
    Wenn die Argumentation auf dem Preis/Leistungsniveau bereits ohne „Vorhören“ scheitert, ist die Diskussionsgrundlage somit mager.

    Vielmehr geht es darum denjenigen, die unsere Werte und Vision teilen, als gleichwertige Partner mit ins Boot zu nehmen. Deshalb: mutual benefit.

    Solltest du jemals das Interesse oder Möglichkeit haben, ein birdkids Produkt live testen zu können, würde ich mich auf feedback sehr freuen, selbst wenn es zerschmetternd sein sollte, ist mir viel lieber als abreagieren im Forum.

  7. Profilbild
    Vince Mnemonic

    Also erstmal das was ich so an sounds gehört habe klingt erstmal wirklich gut und optisch ansprechend ist das Modul auch dazu muss ich für meinen teil sagen ich bin für jeden neuen Hersteller mit interresanten ideen im Analog bereich dankbar sicherlich ist das ganze nicht ganz günstig ich habe auch nicht das Geld aber deshalb muss ich das Produkt nicht schlecht reden!

  8. Profilbild
    *modular*

    Ich drücke die Daumen, dass das Finanzierungsziel in den letzten 50 Stunden noch erreicht wird – auch aus Eigeninteresse (bin bereits Unterstützer).
    Meine beiden Bateleure bereiten mir jedes einzelne Mal wenn ich sie anwerfe sehr viel Freude, die bisherigen Klangbeispiele des Raven erinnern mich deutlich an den Bateleur und lassen Vorfreude aufkommen. Ich hoffe, die kickstarter Kampagne ist erfolgreich.

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