Top News: Fingersonic AnalogFusion, Hybrid-Synthesizer

17. Oktober 2018

Er kann (fast) alles!

FingerSonic Analog Fusion Synthesizer

Der Markt an HardwareSynthesizern ist so groß wie nie: analog oder digital, der Musiker hat heutzutage die Qual der Wahl. Obwohl analog zurzeit so beliebt ist wie nie, haben vintage wie auch moderne digitale Synthesizer weiterhin ihren Charme. Wenn man sich nicht entscheiden kann, was es sein soll, kann man sich für einen der vielen hybriden Synthesizer entscheiden, die beides anbieten.

Die Landschaft an hybriden Synthesizern wird im nächsten Jahr um ein weiteres Produkt reicher. FingerSonic wird auf der diesjährigen SoundMiT (International Sound Summit 3-4 Nov) in Turin den AnalogFusion vorstellen. Hierbei handelt es sich um einen neuen polyphonen, multitimbralen, hybriden Synthesizer, der 3 verschiedene Engines beinhaltet. Angefangen mit einer diskret aufgebauten 6-stimmigen analogen Engine, die zwei Oszillatoren (Sägezahn, Rechteck mit Pulsbreitenmodulation, Dreieck, Rauschgenerator) besitzt, die mit drei verschiedenen Hard-Sync und Ring Modulation ausgestattet sind. Des Weiteren kommt ein Multimode-Filter (Tiefpass 24 dB/12 dB, Bandpass, Hochpass) wie auch 3 LFOs (Pitch, Filter, PWM) mit verschiedenen Schwingungsformen zum Einsatz.

FingerSonic Analog Fusion Synthesizer

Unterstützt wird diese 6-stimmige Sektion mit einer weiteren einstimmigen analogen Bass-Engine, die einen Oszillator (Sägezahn/Rechteck) und ein 24 dB Filter besitzt. Schluss ist hier nicht. Weiter geht’s mit der digitalen Sektion, die auch wieder 6-stimmig ist. Diese kann als virtuell analoge (2 OSC, Multimode Filter, 3 LFOs), 6 Operator FM oder als Wavetable Engine benutzt werden. Weiter steht eine zehnteilige digitale Drums-Engine hier dem Musiker zur Verfügung. Die digitale Sektion arbeitet hier mit einer Samplerate von 44,1 kHz, 16 Bittiefe und in einem Stereo-Kanal.

Alle drei Engines (analog & digital) lassen sich in einem sogenannten Layer-Modus zusammenfügen und fusionieren, daher auch der Name AnalogFusion Synthesizer. Für den rhythmischen Bereich steht ein 5-Parts-Pattern – 14 Track Step-Sequencer, 3 Arpeggiatoren und ein Song-Mode zur Verfügung. Abrunden kann man die Sounds mit einer digitalen FX-Sektion, wo man klassische Effekte wiederfindet: Delay, Chorus, Distortion …). Alternativ lässt sich die digitale Sektion inklusive der Effekte ausschalten, was es ermöglicht, den puren analogen Sound zu hören.

Spielbar mit einem 3-Oktaven Keyboard und bedienbar ist der Synthesizer auf einem relativ großen User-Interface mit vielen Dreh- und Schiebereglern wie auch einem farbigen LC-Display. Auf der Rückseite befinden alle Anschlüsse, die ein moderner Synthesizer benötigt: USB, DIN MIDI In/Out/Thru und CV/Gate Interface mit 1 Volt/Oktave. Des Weiteren gibt einen links & rechts Mix-Ausgang, Einzelausgänge für die analoge Poly- und Bass-Engine, DAC-Ausgang sowie ein Pedal-Eingang. Ein SD-Karten-Slot befindet sich auch auf der Rückseite, womit man die Speicherkapazität des Synths erweitern kann.

 

FingerSonic Analog Fusion Synthesizer

Entwickelt und später auch produziert wird er in Ceparana in Italien. Der Entwickler hat auf YouTube eine erste Sound-Demo mit einigen Patches veröffentlicht.

Die Meldung von heute morgen von DER JIM

Auf den ersten Blick sicherlich ein spannender neuer hybrid Synthesizer aus Italien, wo aber nach meiner Meinung die ersten Sound Demo noch nicht für Begeisterung sorgen. Auch denke ich, dass man am Interface noch etwas feilen kann, und es übersichtlicher gestalten kann. Jeder Synthesizer Liebhaber weiss genau, wie wichtig ein sauberes und gut strukturiertes Interface Design ist. Auch etwas limitiert ist, die 6-stimmige Engine vor allem in der digitalen Sektion, wo man sicherlich mehr erwartet hätte. Man kann nur hoffen, dass der Entwickler den AnalogFusion etwas verbessert und bessere Sound Demo in Zukunft veröffentlicht.

Nichts zu trotz bin gespannt auf das finale Ergebnis, das für den Sommer 2019 geplant ist. Informationen zum anvisierten oder fixen Preis gibt es zu diesem Zeitpunkt keine.

Mit dem Fingersonic AnalogFusion wird ein polyphoner Synthesizer angekündigt, der mehrere Syntheseformen in sich vereint. Leider müssen wir uns noch bis nächsten Sommer gedulden.

Der italienische Hersteller Fingersonic zeigte bereits auf der Superbooth 18 bereits den Synthesizer Synset FM, der als erstes Mitglied einer Reihe präsentiert wurde. Das Keyboard AnalogFusion scheint nun der große Bruder zu sein, denn hier wurde das Innenleben gegenüber dem Desktop-Gerät massiv aufgerüstet.

AnalogFusion besitzt zwei unabhängige SynthEngines, eine analoge und eine digitale. So kann man zwischen dem warmen Analogsound und dem klaren Digitalklang wählen oder auch beides layern.
Der Analog-Part ist nach Vorbild der klassischen Synthesizer konzipiert. Pro Stimme gibt es zwei Oszillatoren mit Saw, Pulse (PWM) und Triangle sowie Hardsync und Ringmoulation, ein Multimodefilter, Noise und drei LFOs. Die Schaltung ist diskret aufgebaut, wie der Hersteller betont.
Außerdem gibt es noch eine zusätzliche analoge Bass-Stimme mit einem VCO (Saw/Square) und einem 24 dB Tiefpassfilter.

Parallel dazu arbeitet die digitale Engine, die pro Stimme zwei VA-Oszillatoren, ein Multimodefilter und zwei Hüllkurven, drei LFOs erzeugen kann und auch pro Stimme als 6-Operatoren FM-Synthesizer oder als Wavetable-Synth eingesetzt werden kann.
Zusätzlich ist eine Drum-Sektion mit 10 Instrumenten vorhanden.

AnalogFusion hat eine großzügige Bedienoberfläche mit zahlreichen Reglern und Tastern sowie einem Farbdisplay, sodass alle Parameter auf einem Blick sichtbar sind.
Der Synthesizer ist multitimbral und besitzt einen Sequencer mit 14 Spuren und Song-Mode sowie drei Arpeggiatoren.
Eine digitale FX-Sektion mit Chorus, Delay und Reverb rundet die Klangerzeugung ab. Somit könnte man AnalogFusion als Synth-Workstation bezeichnen.

Anschlussseitig sind USB, MIDI und CV/Gate sowie ein Pedaleingang vorhanden . Neben Stereo-Out und Headphones-Buchse gibt es für jede Sektion (Analog Synth, Analog Bass, Digital Synth, Drums) einen eigenen Audioausgang.

Die Verfügbarkeit von AnalogFusion wird ungefähr mit Sommer 2019 angegeben, ein Preis steht noch nicht fest. Und auch Design und Spezifikation können gegenüber dem jetzigen Stand sich bis dahin noch ändern.

Forum
  1. Profilbild
    Emmbot  

    Ganz schöner Hammer. Ich denke nicht das es bis Sommer 2019 feritg wird. Lasse mich aber gern positiv überraschen.

    Endlich Regler satt. Und dann schön als Layern ;).

  2. Profilbild
    Emmbot  

    Falls jemand fragt wie ich auf die Behauptung bzgl. Sommer 2019 komme.

    Der Synset FM wurde auch zum Sommer angekündigt und wurde auf Okt/Nov. geschoben.

  3. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Schon wieder ein Polyphoner mit nur 3 Oktaven-Keyboard; das hat mich schon beim Roland Gaia gestört. Aus dem Artikel geht nicht hervor, wieviel Stimmen der Analogfusion bietet: 6 analoge und 6 digitale. Ansonsten ist er auch ganz gut ausgestattet, würde ihn gerne mal hören…

  4. Profilbild
    syntics  

    Hört sich wirklich spannend an – aber mit nur 3 Oktaven…

    Aber vielleicht gibt´s dann ja auch noch eine Rack-Version :-)

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      Atarkid  AHU

      Es sollte eh wieder mehr Rackversionen von Geräten geben. Nicht jeder hat ein Euro-Rack, und die Tischhupen haben auch nicht unendlich Platz auf’m Tisch. Weiß gar nicht was an dem 19″ Format so schlimm ist ^^.

      • Profilbild
        Venusianer  

        @Atarkid, da gebe ich Dir Recht. 19″ ist mir auch lieber. Unverschämt finde ich dagegen die Preise für die Rackwinkel. Die sollte Behringer doch besser in Eigenproduktion herausbringen. Ca. 50 Euro für 2 kleine, gebogene Stücke Metall? Sind die von Versace, oder was?

  5. Profilbild
    Volker Wave

    „Angefangen mit einer diskret aufgebauten 6-stimmigen analogen Engine, die zwei Oszillatoren (Sägezahn, Rechteck mit Pulsbreitenmodulation, Dreckeck,…“
    Was ist denn ein Dreckeck? :-)
    Ein verzerrtes Dreieck? Das macht mich jetzt wirklich neugierig!

  6. Profilbild
    Ashatur  

    Optisch finde ich es mal nicht ganz so ansprechend aber wenn man liest was er kann dann wird man schon arg neugierig. Wenn es so klingt wie es sich liest dann haben wir bald eine Hybridworkstation der Extraklasse. Ich möchte aber jetzt schon gar nicht wissen was dieses Instrument kosten soll. ;-)

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