Top News: Hard-Mod Modular Synth

17. Mai 2018

Greif in den Hall!

Der Hard-Mod Modular Synth ist ein handgefertigter Synthesizer aus Mexico-City. Das in einem Transportcase integrierte Gerät fällt durch sein ungewöhnliches Äußeres ebenso wie durch den offen liegenden Federhall auf.

Quelle: Hard-Mod FB

Hard-Mod führen hauptsächlich Modifikationen von Geräten wie Speak&Spell Computern oder auch Korg Volcas durch. Gelegentlich stellen die Mexikaner auch kleine Auflagen von Synthesizern her.

Der schlicht Modular Synth genannte Modularsynthesizer beherbergt elf Sektionen, die über ein seitlich platziertes Patchfeld miteinander verbunden werden, so dass sich Patchkabel und Regler nicht ins Gehege kommen.

Es gibt zwei VCOs mit Square, Saw, Triangle und Sine, die gleichzeitig genutzt werden können. FM und PWM sind möglich, der FM-Eingang verfügt über einen Abschwächer.
VCF1 ist ein 24 dB Tiefpass, während das nach Steiner-Parker-Schaltung aufgebaute VCF2 über Tief- und Hochpass verfügt.

Quelle: Hard-Mod FB

Auffällig ist der spannungssteuerbare VCLFO, bei dem Square, Saw, Double-Saw, Triangle und Sine jeweils mit eigenen Abschwächern ausgestattet sind und PWM möglich ist.
Auch die Clock der Sample&Hold-Einheit ist CV-steuerbar und es können ein oder zwei separate Steuersignale an entsprechende Ziele gesendet werden.

Quelle: Hard-Mod FB

Es gibt drei Hüllkurven. Bei der ADSR ist für jede Sektion eine LED vorhanden und es kann zwischen zwei Modes umgeschaltet werden. Die AD-Hüllkurve besitzt zwei Trigger-Eingänge und einen Abschwächer für ihren Ausgang. Die dritte Hüllkurve steht nur als fest eingestellter Ausgang am Patchfeld zur Verfügung und soll laut Hersteller hauptsächlich für Sounds wie Hihats dienen.

Es gibt zwei unabhängige VCAs, einer mit linearer und einer mit logarithmischer Kennlinie. Zu guter Letzt ist ein Mixer mit fünf Eingängen und einem Stereoausgang vorhanden. Über den Mixer wird auch der Federhall mit Signalen versorgt. Die Hallspirale liegt absichtlich offen, damit man sie auch per Hand anstoßen kann.

Quelle: Hard-Mod FB

Hard-Mod Modular Synth ist in ein hölzernes, Vinyl-bezogenes Case mit Kugelecken und Ledertragegriff eingebaut. Das interne Netzteil kann mit 100 bis 260 Volt betrieben werden. Zum Preis von 1.685,- $ muss man noch den (weltweiten) Versand von 135,- $ hinzurechnen.

Das Demo-Video von Hard-Mod gibt einen ersten Eindruck:

Preis

  • 1.685, $ zzgl. 135,- $ Versand
Forum
  1. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Das Video ist ja nicht besonders ergiebig, aber sonst gefällt mir dieser Kasten. Der Preis ist für ein solches hand-crafted Teil auch nicht zu hoch. Die Potis, die Patch-Bay, alles macht einen hochwertigen Eindruck. Der Hard Mod Modular Synth hat auf jeden Fall gutes Verkaufs-Potential. Test irgendwann?

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Klingt ja doch recht ordentlich! Wer was individuelles sucht wird hier fündig. Übrigens sind Modular systeme nicht streng monophon sondern durchaus paraphon ähnlich wie ein Korg poly 800 spielbar. Ich höre jedenfalls immer nur monophon und sequencer dudeln. Man kann damit noch viel mehr.

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