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Top News: Keyboardmanufaktur Berlin Prototyp 2, Workstation

6. März 2018

Workstation für Live Keyboarder

keyboardmanufaktur

Vor einigen Monaten berichteten wir über die Keyboardmanufaktur Berlin, die einen Prototypen ihrer Workstation vorstellte. Rund neun Monate später folgt nun der nächste Prototyp, der Keyboard, MIDI-Controller, Audiointerface und Computer vereint.

Im Inneren der neuen Keyboardmanufaktur Workstation verrichtet eine i7-CPU ihre Dienste, alle Software-Instrumente und sonstige Programme können auf M.2-SSDs gespeichert werden. Diese sollen gegenüber regulären SSDs rund sechsmal schneller sein. Rund um die Tasten sind Split-Zone-LEDs und OLEDs für jedes Instrument hinzu gekommen, diese erleichtern den Überblick.

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Die auf dem internen Computer geladenen Software-Instrumente lassen sich über neun Fader, 18 Buttons und 9 Potis steuern, Pitchbend- und Modulationsrad sind ebenfalls an Bord.

Die Idee hinter der ganzen Entwicklung ist natürlich, dass man Software-Instrumente nicht nur live nutzen kann – das funktioniert ja auch mit einem Laptop, sondern dass man diese möglichst intuitiv steuern und spielen kann, ebenso als würde alles aus einem Stagepiano/Workstation kommen.

Wie die Keyboardmanufaktur berichtet, handelt es sich hierbei aber weiterhin um einen Prototypen, kaufen kann man das Keyboard (noch) nicht. Der Geschäftsführer Christian Radtke ist allerdings aktuell mit Prinz Pi auf Tour und teste die Workstation auf die Live-Tauglichkeit.

Wir sind gespannt, wie sich das Keyboard weiter entwickelt. Wer Vorschläge für weitere Features und/oder Verbesserungen hat, darf sich gerne an die Keyboardmanufaktur wenden.

Forum
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    Son of MooG  AHU

    So richtig kann ich mich nicht dafür begeistern. Zwar erscheint es nur konsequent, einem Musik-Computer auch eine Tastatur und Regler zu spendieren, allerdings hat man dann das klassische Kompaktanlagen-Problem: fällt eine Komponente aus, muss das ganze System zur Reparatur. Außerdem ist es in 2 Jahren schon veraltet, es sei denn, man kann die PC-Elemente leicht austauschen. Dafür ist es meines Wissens nach das einzige Keyboard mit HDMI-Anschluss (Roland Sampler hatten immerhin einen VGA-Out)…

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    Kari  

    Wär schon cool sämtliche VSTi‘s in einem Keyboard zu haben. Für jemanden wie mich, der nur zuhause produziert, ist im Endeffekt ein oder zwei Midi Controller und PC, günstiger und viel flexibler. Dazu einfacher aufzurüsten.
    Aber sicher interessant für Musiker die auf einer Bühne spielen…oder heimlich Doom zocken wollen ;)

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    llIIllIlIIIlllIIllI  

    Warum?!? Schon wieder so ein riesiger Trümmer, der unter der Haube irgendwelche mysteriösen VST-Hosts laufen hat, die man in wenigen Jahren nicht mehr upgraden kann. Einen Laptop oder kleinen Mac Mini kann man im Rucksack transportieren, das hier sieht mehr nach viel Schlepperei aus.

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    k.rausch  RED

    >>>sondern dass man diese möglichst intuitiv steuern und spielen kann, ebenso als würde alles aus einem Stagepiano/Workstation kommen.<<< Als wenn es das wirklich wäre. Ganz im Gegenteil, man muss sich eine Menge Gedanken machen, wie der ganze Controller Zinnober sinnvoll belegt wird, damit sehr wohl Bedachtes damit geregelt und, im besten Falle während des Spielens, als Dynamik-Controller einsetzbar ist. Selbst die derzeitigen Chef-Workstations Kronos und Montage sind in dieser Hinsicht eine harte Nuss, die man zu knacken hat. Und das, obwohl da schon werksseitig viel, wenn auch nicht alles, halbwegs mundgerecht erledigt ist. Das dann mit einem bunt gewürfelten Softwarestapel selber in die Gänge zu kriegen, na viel Spaß :)

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    WOK  

    Angesichts der Masse an Controller-Keyboards die es bereits gibt, fände ich es wesentlich interessanter, wenn so etwas wie die kleine, betriebsstabile V-Station wieder neu und verbessert aufgelegt würde.

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    Tolayon  

    Ich habe den Beginn dieses Projekts seinerzeit im Musiker-Board mit verfolgt und war schon damals etwas skeptisch. Die größte Gefahr könnte tatsächlich sein, dass Windows nach einem größeren Update die eine oder andere Software bzw. Hardware-Komponente nicht mehr voll unterstützt.

    Ich würde ein derart flexibles Live-Keyboard eher auf einer Basis von sagen wir vier ARM-Prozessoren mit angepasstem Linux-Kernel und maßgeschneidertern Plugins für den integrierten Host entwickeln. Das wäre natürlich ein Haufen Programmierarbeit und man hätte auch längst nicht die Auswahl wie an VST-Plugins, aber das Wenige wäre dann wenigstens optimal auf das Gesamtsystem abgestimmt.

    Allerdings, so wie ich die Keyboard-Manufaktur in ihrer Entstehungs-Phase kennengelernt habe, sind die Jungs (und Mädels?) dort in erster Linie Hardware-Spezialisten, keine Programmierer komplexer eigener Software.

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    waldgeist  

    Zunächst: die Grundidee finde ich super. Für mich wäre der aktuelle Prototyp aber aus mehreren Gründen nix:

    – Zu klobig. Von außen wirkt es wie eine gigantische Platzverschwendung und entsprechend schwer.
    – Keine 88 Tasten. Gut, wird man sicher alternativ kaufen können.
    – Zu wenige Controller. Wenn schon so viel Platz vorhanden ist, sollte er wenigstens genutzt werden. Ich bin kein großer Fan von Touchscreens im Liveeinsatz.
    – Wheels oberhalb der Tastatur statt links daneben.
    – Falsches Betriebssystem. Ich bin kein Apple-Jünger. Aber ich habe einfach keine Lust mehr auf die ständigen Probleme mit Audio-Interfaces, wie ich sie noch zu meinen Windowszeiten hatte.

    Trotzdem behalte ich mal die weitere Entwicklung im Auge.

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