Top News: Modal Electronics Skulpt, Synthesizer

6. Juli 2018

Mini-Synth mit 32 Oszillatoren

Bigger on the inside – das klingt nach Timelord-Technologie, ist aber die Beschreibung eines neuen Synthesizers: Modal Electronics Skulpt. Allerdings steht der Produktion erst noch ein Hindernis im Weg: eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne ist von Nöten.

Modal Electronics Skulpt ist ein kompakter, vierstimmiger VA-Synthesizer (oder englisch korrekt: Synthesiser). Er scheint zwischen den teuren 00x-Synthesizern und der Craft-Serie angesiedelt zu sein und erinnert optisch ein klein wenig an Uno von IK Multimedia. Allerdings ist Skulpt nicht monophon und bietet sage und schreibe acht (8) Oszillatoren pro Stimme, die über zwei „morphable waveforms“ verfügen. Auf der Mixer-Ebene finden sich auch Optionen für FM, PWM, Tuning und Ringmodulation.

Skulpt kann monophon, duophon oder vierstimmig polyphon gespielt werden. Im monophonen Betrieb ist der Synthesizer unisono mit allen 32 Oszillatoren, mit einstellbarem Spread (Detune), spielbar. Modal spricht von „huge sound“, das kann man sich gut vorstellen.

Zur Modulation von Filter, Lautstärke und anderen Zielen sind drei Hüllkurven und zwei LFOs vorhanden, wobei letztere bis in den Audiobereich gehen. Eine Modulationsmatrix mit acht Slots verbindet dabei maximal acht Quellen mit 37 Zielen.

Modal Electronics Skulpt verfügt über einen Realtime Sequencer, der bis zu 128 Noten und vier Parameter pro Step aufzeichnen und auf 64 Plätzen speichern kann. Dazu kommt ein komplett ausgestatteter Arpeggiator mit Division, Direction, Octave, Swing und Sustain.

Das 12 dB-Filter kann zwischen den Modi Tiefpass, Bandpass und Hochpass morphen. Als Effekte sind Delay und Distortion (Waveshaping, kein Bitcrushing). Das Delay und die LFOs können zur MIDI-Clock synchronsiert werden. Für Presets stehen 128 Speicherplätze zur Verfügung.

Modal Electronics Skulpt wahlweise über USB oder Batterien mit Strom versorgt werden. Neben MIDI-In und -Out gibt es Ein- und Ausgänge für ein analoges Clocksignal. Audioausgang und Kopfhörerbuchse komplettieren das Anschlussfeld.
Ein optionaler Editor für MacOS, Windows, iOS und Android ist angekündigt.

Die Kickstarter-Kampagne beginnt am 13. Juli, dann werden wir auch den Preis und das anvisierte Release-Datum erfahren.

Forum
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    Emmbot  

    Woohoo also optisch finde ich den schick. 32 Oszillator puh. Da bin ich auf den Preis gespannt.

    Erster Gedanke ging gleich Richtung Uno. Und den fand ich auf der superbooth für den Preis echt gut.

    Es ist schon erstaunlich was sich alles in dem Preissegment tut.

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    Hectorpascal  

    Boah ey, warum ist da jetzt kein Halter für mein 8 Zoll Handy dran oder kommt der noch optional mit Editor-Software und in App-Käufen? :) Die Miniklinken finde ich am besten. Das sollte endlich Studiostandard werden. Wenn das so weiter geht bringe ich auch noch einen Synth raus. Cooles Design, Pennyhardware, Open Sauce-Code und los geht’s. Mein Favorit als Samplertyp: http://www.samplerbox.org/

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    Tolayon  

    Vier Stimmen passen perfekt zu dem kleinen Gehäuse, aber ich würde bei der schieren Anzahl der Oszillatoren doch für eine etwas variablere Architektur plädieren – wie etwa acht Stimmen zu je vier Oszillatoren alternativ zu der hier angepriesenen Konfiguration.

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    amazonaman  AHU

    Das Ding sieht aus wie ein umgebautes Handy. Soll das eine Tastatur sein? Anscheinend bricht derzeit eine neue Ära der digitalen massen Multi Oszillatorrrren an? Und wie soll das nun klingen?
    Also schön ist das Design nicht, aber über Geschmack kann man sich ja bekanntlich streiten.
    Mich persönlich spricht das gar nicht an.

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    Son of MooG  AHU

    Eigentlich stehe ich ja nicht so auf diese Mini-Teile, habe mich aber nach zwei Roland Boutiques eines Besseren belehren lassen. Der Skulpt spricht mich definitiv an, besonders die Sequencer/Arpeggiator-Sektion. Das Demo geht auch in meine Richtung; bei 8 Oscis pro Voice müssten sich extrem dicke Pads bauen lassen, bei denen dann vier Stimmen auch ausreichend sind. Wie leicht sich das Ding auch ohne Editor bedienen lässt, wird sich erst noch erweisen…
    Übrigens kann man mit etwas aufwändigeren Kabeln auch mit Mini-Klinken sehr gut arbeiten. Zudem wäre mein Eurorack-Modular-System ohne Mini-Klinken-Buchsen kaum realisierbar.

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      lightman  AHU

      Klanglich geht das bisher Gehörte nicht ganz in meine Richtung, aber da ich Modal kenne, weiß ich, daß die sicher noch die eine oder andere Überraschung in das Kistchen gepackt haben, insofern bin ich schon mal mild interessiert. Zwei Punkte lassen mich aber erstmal abwarten, die Kickstarter-Sache und die Frage, ob alle Funktionen am Gerät genutzt werden können. Der Zwang zur Nutzung eines Softwareeditors beim Craft hat mir schon nicht gefallen, gerade bei Kompaktsynths möchte ich alles direkten Zugriff haben.

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    Emmbot  

    Aber die Demos (Soundcloud) sind noch ausbaufähig und kein überzeugendes Patch oder Sequenz.

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    Numitron  

    Finde das geschäftsmodell von modal interessant.
    Teure geräte und billige geräte aber keine in der mitte.

    Super, dass er eine din buchse bekommt.
    Mit guten tasten könnte er spaß machen.

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    Der_Brechreiz  

    Cool !! Also klingt schonmal sehr interessant..
    Wird das jetzt ein neues MArktsegment ? Angesiedelt zwischen Volca und „großen“ Synth ?VOLCA PRO ? VOLCA + ?

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    Tyrell  RED 143

    Was ist denn nur aus den großen Modals geworden? Für mich hat das den Anschein, als würde man nun über kleine Kickstarter-Projekt(e), die Firma sanieren. Eigentlich schade, ich fand die großen Polysynths von Modal schon sehr spannend.

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      Tolayon  

      Spannend finde ich zumindest die hybride Variante auch; der rein analoge 008 scheint mir gegenüber einem gebrauchten und generell preiswerteren Alesis Andromeda nicht allzu viel Mehrwert zu bieten, selbst wenn man den Andromeda noch restaurieren müsste.

      Das Problem bei Modal scheint mir grundsätzlich deren sehr gespreizte Produktpalette zu sein: Zwischen „sauteuer“ hybrid/ analog und „spottbillig“ digital-LoFi gibt es keine Zwischenstufen.

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        Tyrell  RED 143

        Ja, den 002er finde ich auch spannender als den 008er. Aktuell ist tatsächlich NEU keiner von beiden zu bekommen. Auch eine Nachfrage über einen deutschen Händler beim Hersteller, brachte kein Ergebnis. Der Händler, der auf der Webseite von 3-5 Tagen Lieferzeit spricht (wahrscheinlich ein Standard-Satz) musste auf meine telefonische Anfrage hin zugeben, dass er KEINEN Liefertermin garantieren kann – auch nicht nach Anfrage beim Hersteller.
        Für mich klarer Fall: MODAL produziert wahrscheinlich nur, wen genpgen Anfragen zusammen gekommen sind. Auf Lager haben die glaube ich nichts mehr.

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          lightman  AHU

          Der High End-Bereich ist auch ein schwieriges Terrain. Modal ist im Vergleich zu den großen Namen relativ unbekannt, da brauchts schon experimentierfreudige und gleichzeitg finanziell gut ausgestattete Leute, die einen 008 oder 002 den bekannten (und oft bekannt guten) Standards vorziehen, und davon gibts halt nicht so viele.

          Ich hätte gerne eines der Modal-Dickschiffe, aber computer says nooooooooo…

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    Coin  AHU

    Modal will launch a Kickstarter project for Skulpt on July 13th.
    The projected price of Skulpt is said to be under $300 USD.
    .
    Quelle: rekkerd.org

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      lightman  AHU

      Super Preis, da könnte man glatt schwach werden… ich muß aber erst noch Infos über das Teil sammeln, ich fürchte, das Ding braucht ’nen Editor, um vollumfänglich genutzt zu werden.

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        Markus Schroeder  RED

        Ja, das generelle Problem. Ich kauf keine Synthies etc. die softwaregebunden sind, es sei denn das ist komplett optional, wie Elektron Overbridge oder so. :)

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            lightman  AHU

            Ich bin nicht grundsätzlich gegen Editoren, habe hier diverse Geräte zu stehen, für die Softwareeditoren notwendig sind, z. B. Yamaha FB-01 und YS100/200, aber die sind über mein Atari ST-„Netzwerk“ eingebunden, wo auch das Sequencing (Notator) stattfindet, das paßt zu meiner Arbeitsweise. Meinen Mac Mini dagegen verwende ich nur fürs Aufnehmen (single track) und Nachbearbeiten mit Reaper, einen Editor darüber zu betreiben, würde mir nicht ins Konzept passen.

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              Coin  AHU

              Ehrlich gesagt hab ich VST bzw. Software-Instrumente satt.
              Der Klang von Software klingt durch die Bank weg zu dünn für mich.
              Deswegen schiele ich schon in die Hardware-Lager,
              denn selbst ein Digitaler klingt normalerweise besser als jedes Plugin.
              Trotzdem mache ich ja alles ITB, weswegen ich nix gegen
              eine Oberfläche habe um einen Hardware-Synth anzusteuern.

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