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Top News: Moog BFAM, Geospatial Reverb & Geodesic Sampler

19. Mai 2016

Moog-Module fürs Eurorack – und digital?

Moog hat bei den diesjährigen Messen nichts großartig Neues gezeigt, das hat man sich wohlweislich für das Moogfest vorbehalten. Neben dem großen Knaller der Neuauflage des Minimoog gibt es anscheind auch noch kleinere Knaller. Gleichwohl stammen diese Informationen noch nicht offiziell von Moog, aber über die üblichen verdächtigen Kanäle wurden zumindest ein paar Fotos und erste knappe Infos publik.

Moog BFAM

BFAM – Brother from another Mother, eine offensichtliche Anspielung auf Mother 32. Dem Bild nach, das wie auch die Fotos vom Minimoog vom User „hemi“ stammen, zeigt im Anriss einen Synthesizer, bei dem die untere Reihe ins Auge springt. Hier hat man anscheinend die Gummitasten-Sektion des Mother 32 gegen einen richtigen Drehregler-Analogsequencer ausgetauscht. Aber auch die Anordnung der restlichen Regler spricht mehr für einen eigenständigen Synthesizer und keine bloße Abwandlung des Mother 32. Das umschaltbare Tief/Hochpass-Filter ist jedenfalls nicht zu sehen, wenngleich es ebenfalls nur einen VCO zu geben scheint
Der Aufdruck „Moogfest 2016 Engineering Workshop“ deutet wohl auf ein limitiertes Projekt hin. ABER Werkstatt 01 fing ja auch nur als Moogfest-Projekt an und wurde dann zu einem regulären Produkt. Wir dürfen also hoffen.

Moog eurorack

Ein weiteres Foto zeigt einen Schwung Module im Eurorack-Format. Defacto sind dort zwei verschiedene Module zu erkennen: Geospatial Reverb und Geodesic Sampler. Da kommt man ins Grübeln, denn es scheint sich doch um digitale Module (wohlmöglich sogar DSP-basiert) zu handeln. Zum einen sind Sampler und Spatial Reverb analog nicht zu realisieren und zum anderen ist die Platine auffallend flach.
Das Geospatial Reverb bietet nur Regler für Mix und Decay, diese Funktionen besitzen auch CV-Eingänge. Geodesic Sampler hat immerhin vier CV-steuerbare Funktionen: Start, End, Speed und Pitch sowie Play- und Rec-Taster Außerdem lässt sich zwischen Loop und One Shot-Modus umschalten.
Beide Module besitzen dann noch den großen Continent-Regler mit den vier Himmelsrichtungen N-E-S-W. Was dieser bewirkt, ist nicht ersichtlich. Man könnte vermuten, dass es sich um ein multifunktionales Regelwerk handelt, das den Klang beeinflusst.

Für einen Fake scheinen die Bilder zu aufwändig, auch wenn die vermutlich Digital-Basis der Module nicht zu Moog zu passen scheint. Vielleicht fühlt man sich durch Rolands clevere AIRA-Module inspiriert und will ein eigenes Konzept dagegensetzen? Mit diversen Apps hat Moog ja bereits ein gewisses Know-How hierfür sammeln können.

Sobald es offizielle Informationen gibt, reichen wir diese umgehend nach.

Forum
  1. Profilbild
    Ashatur  AHU

    Brother from another Mother :-D na wenigstens haben die noch Humor :-D Achja und wegen Digital man weiß ja das Bob selber auch ein Digitalfan war.. Da gibt es doch die Geschichte wo er bei einer Rede, ich glaube es war ein Casio, sich wie ein Kleinkind über die Funktionen dieser Kiste erfreut hat… Also warum sollten sie nicht ein Digitales Reverb auf den Markt bringen..das wichtigste ist ja was hinten raus kommt und solang das gut ist wiso nicht :-)

  2. Profilbild
    svckr

    Hallo! Also wenn mich nicht alles täuscht wird es sich bei dem Sampler und Reverb wohl um die Hardwarekomponente zu dem “Global Synthesizer Project” handeln:
    http://www.....ial-sounds

    Ob die Module nun käuflich zu erwerben sein werden oder es nur bei der Installation auf dem Moogfest bleibt ist natürlich eine andere Frage :)

    • Profilbild
      der jim  RED

      Du täuschst dich nicht, die Module gehören zu diesem Projekt. Aber was danach passiert, wie lange die Installation bestehen bleibt, ob die verwendeten Module dann verkauft werden oder als reguläre Produkte kommen – leider noch keine Info…

  3. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    Wenn’s um doofe Namen geht, sind die bei Moog echt kreativ.
    Wäre natürlich super, wenn dieser Erfindungsreichtum bei den Geräten mithalten kann.

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