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Top News: Native Instruments Traktor 2.11

1. Oktober 2016

Major-Update? Neue Features?

Nach fast einem Jahr gibt es wieder ein Major-Update bei der DJ-Software von Native Instruments. Die Version Traktor 2.11 ist im Stadium public beta und kann von jedem getestet werden, der auf der Liste steht. Das Update steht wieder ganz im Zeichen dessen, was NI als die Zukunft des DJing sieht. Die eine große Neuerung: Die Remix-Decks bekommen einen Step-Sequencer-Mode. Ein Feature, das von DJTechtools schon vor einiger Zeit mit dem MIDI-Fighter Twister eingeführt wurde.

Update-Alarm

Update-Alarm

Prinzipiell eine großartige Sache, die dazu einlädt, die Grenzen zwischen DJing und Livespielen immer weiter zu verwischen. Wie schon bei den Stems, wird der Sequencer zunächst nicht am Rechnerbildschirm zu sehen sein, sondern nur auf den Displays der hauseigenen Kontrol S5, S8 und D2. Außerdem wird – ebenfalls analog zu den Stems – die Kontrol F1 den Sequencer steuern können. Es ist von Anfang an möglich, den Step-Sequencer selbst zu mappen. Ich bin gespannt, ob der Sequencer von mehr Menschen benutzt werden wird als die Remix-Decks, die ich in freier Wildbahn so gut wie noch nie in Benutzung gesehen habe. Was wahrscheinlich den Interfaces der passenden Controller mit ihren 8 Pads geschuldet ist: Die Sequenzen dürfen anscheinend nicht länger als einen Takt sein. Das erschließt sich mir allerdings überhaupt nicht. Alles, was in meinen Augen musikalisch irgendwie „lebt“, basiert auf mindestens zweitaktigen Sequenzen.

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Das Update bringt einen Step-Sequenzer mit

Das Update bringt einen Step-Sequenzer mit

LINK

Die zweite Neuerung ist die eigentliche Sensation. Native Instruments integriert endlich Abletons LINK in Traktor! Ich habe neulich LINK mit mehreren Instanzen von Ableton Live im Einsatz gesehen und fand das ziemlich beeindruckend. Kein Setup notwendig, keine MIDI-Einstellungen oder ähnliches. Einfach aktivieren und es läuft. Keine Probleme, keine spürbaren Latenzen. Sobald Link aktiviert ist, laufen alle Live-Instanzen im Netzwerk synchron und passen sich dem Timing des Masters an. Großartig!
Da auch Serato LINK integriert hat, lassen sich damit sogar Traktor und Serato syncen.
Was (noch) fehlt: LINK für Maschine. Ich bin mir sicher, dass das noch kommen wird. Traktor und Maschine zu verheiraten ist etwas, das sich vollkommen logisch anfühlt und außerdem von vielen Nutzern gewünscht würde. Über den Umweg, Traktor und Ableton zu verlINKen und Maschine als Plug-in in Live laufen zu lassen, geht es jetzt schon. Andererseits: Wer braucht einen kastrierten Step-Sequencer in Traktor, wenn er parallel Maschine oder Live laufen lassen kann? Ich bin mir nicht sicher, wer die Zielgruppe sein soll.

Was fehlt

Wo Licht ist, kann man natürlich auch etwas zum Meckern finden:
Wieder bringt Native Instruments ein sogenanntes „Major-Update“, aber lässt meine zentrale Hassquelle unangetastet. Der steinzeitliche Browser bekommt wohl wieder kein Update. Er bleibt unübersichtlich, featurearm, lässt intelligente Playlisten (oder im Serato-Universum: Smart Crates) vermissen, bietet immer noch keine praxistauglichen Filtermöglichkeiten und die Integration der iTunes-Library bleibt holprig und buggy.
Das ist furchtbar schade, wenn man – wie ich – der Meinung ist, dass Selektion den bei Weitem wichtigsten Part beim DJing darstellt.

 

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Update 16.10.2016.

Die Beta-Phase ist beendet, Traktor 2.11 steht offiziell für registrierte Nutzer zum kostenlosen Download im Service Center bereit.

Ausserdem müssen wir uns korrigieren: Der Step Sequencer kann doch längere Sequenzen als einen Takt, wie man in diesem Video schön sehen kann:

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Forum
  1. Profilbild
    Mert

    „Die Sequenzen dürfen anscheinend nicht länger als einen Takt sein. Das erschließt sich mir allerdings überhaupt nicht. Alles, was in meinen Augen musikalisch irgendwie „lebt“, basiert auf mindestens zweitaktigen Sequenzen.“

    Die Sequenzen dürfen länger sein … die Länge ist sogar unbestimmt – man kann komplette tracks in die cells tun.

    • Profilbild
      Walter Marinelli  RED

      @mert:

      Bist du sicher, dass du da nicht etwas verwechselst? bei der Verwendung des Step-Sequencer ergeben nur einzelne Sounds als One-Shot-Sample in den Cells einen Sinn.

  2. Profilbild
    Basicnoise  

    Was NI unter Zukunft des DJing versteht, haha. Fand ich gut. Link ist ne feine Sache. Aber so einen Sequenzer brauch ich ebenso wenig wie Stems. Aber auch die haben sicher ihre Liebhaber.
    Für mich ist Traktor super wie es ist.

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