Top News: Neue Akai MPC mit Tablet-Support?

7. April 2014

Wird aus der Renaissance nun eine Stand-alone-MPC?

Ein ominöses Akai MPC Modell, das in einem kurzen Videomitschnitt von der Microsoft Build Developer Conference 2014 in San Francisco kurz zu sehen ist, heizt die Gerüchteküche heftig an. Während einer Präsentation wird Numark/Akai als Partner für DJ- und Musikanwendungen vorgestellt und auf dem Podium ist offenbar der Prototyp einer neuen Akai MPC zu sehen.

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Neben einer Reihe von Smartphones und Tablets ist in dem Video auch ein MPC-Modell zu sehen, das eine erweiterte Renaissance sein könnte. Die Bedienoberfläche scheint mit allen Reglern und Tastern mit der Renaissance identisch zu sein, jedoch gibt es anstelle des herkömmlichen Displays einen Tablet-großen Touchscreen zu sehen. Was bedeutet das nun? Ist es nur ein verbessertes Display, um der NI Maschine Studio etwas entgegen zu setzen? Oder handelt es sich um einen Einschub für ein Tablet à la MPC Fly, welches die Akai MPC Renaissance mit der nötigen CPU-Power ergänzen würde, so dass der Hardware-Controller dann als Stand-alone-Gerät betrieben werden könnte? Das stünde wohl ganz oben auf der Wunschliste vieler User.

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Etwas seltsam sieht die Konstruktion jedoch aus, ragt das aufgestellte Display (oder Tablet) doch deutlich sichtbar über den hinteren Rand der MPC heraus. Da keine Öffnung oder ein Einschub zu sehen ist, handelt es sich vermutlich um ein integriertes Teil. Leider ist in dem Video nicht zu erkennen, welches Betriebssystem dort läuft, doch vermutlich dürfte es sich um Windows 8.1 handeln. Das wird jedenfalls in diversen MPC-Foren kolportiert.

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Da der Videoausschnitt genau dann endet, als die neue MPC demonstriert werden soll, riecht das Ganze nach einer gezielten Teaser-Aktion. Aber immerhin scheint der Prototyp funktionsbereit und läuft auch kurz an.

Zum Vergleich die bisherige Akai MPC Renaissance:

MPCRenaissance_angle

 

Von offizieller Akai-Seite gibt es bislang noch nichts zu hören. Bis wir mehr wissen, bleibt uns also vorerst nur dieser Clip:

Forum
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      mb-music  

      Aus meiner Sicht war der Speicher an der MPC5000 das kleinste bzw. gar kein Problem, sondern:

      – instabile Software mit vielen Fallen
      – unflexible Klangerzeugung (einfach, aber sehr eingeschränkt)
      – unübersichtlicher Sequencer (was unquantisiertes nachzubearbeiten kann man vergessen)
      – integrierte Effekte nicht besonders gut und nach zwei Instrumenten ist Schluss (2 x 4 Effekte)
      – MIDI instabil
      etc.

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    TobyB  RED

    Hallo Der Jim,

    Das OS wird sicher die Embedded Variante von Win 8 sein, was ich mutig finde, ich bin mal gespannt was das kommt.

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      AMAZONA Archiv

      Vielleicht die erste MPC mit Bluescreen? :-D

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        TobyB  RED

        Marius,

        die embedded Varianten von Win sind wesentlich stabiler als die Consumer Varianten ;-) Täusch da mal nicht.

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        mb-music  

        Das Display einer MPC5000 ist doch immer blau. Statt gesonderten Bluescreens wird die jeweils aktuelle Darstellung einfach eingefroren. ^^

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    bobs world  

    Da die klassische Workstation als Gerät langsam ausstirbt, bleibt die MPC als eine der letzten Alternativen zu der DAW.

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    mb-music  

    So schnell werden „klassische Workstations“ nicht aussterben. Eine MPC ist ja im Prinzip auch eine Workstation, sprich eine Kombination aus Klangerzeugung, Sequencer und Effekten. „Klassische Workstations“ sind da meist sogar umfangreicher ausgestattet, außer dass der Sequencer meist auf 16 Spuren begrenzt ist. Sie werden stets mindestens als Tastatur-Version angeboten, während eine MPC „nur“ Trigger-Pads serienmäßig eingebaut hat, aber hier gehen aktuelle Workstations eben den Weg beides anzubieten: Tastatur + Pads. Eine „klassische Workstation“ als Desktop-Modul würde prinzipiell einer MPC entsprechen oder diese sogar übertreffen, sofern Trigger-Pads eingebaut sind und der Sequencer mehr als 16 Spuren bietet. Wo „klassische Workstations“ schon immer Überlegenheit gezeigt haben – das waren ab Werk mitgelieferte Sounds / Instrumente. Von den Möglichkeiten her ist eine gut eingerichtete und ausgestattete Computer-DAW jeder Hardware-Workstation oder MPC haushoch überlegen. Allerdings muss so ein System erst eingerichtet werden. Hardware-Controller zur komfortablere Bedienung sind nur begrenzt verfügbar, Touchscreens habe sich noch nicht so richtig durchgesetzt. Außerdem: Wo viel Flexibilität und Offenheit drin steckt, stecken auch viele Fallen, Unsicherheiten, Instabilitäten, Inkompatibilitäten usw. Jedenfalls werden Hardware-Workstations / MPCs von den Möglichkeiten und der Display-Übersichtlichkeit her einer Computer-DAW zwar immer hinterherhinken, als integrierte minimalistische Lösungen aber trotzdem ihre Anhänger finden.

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    Stephan Merk  RED

    Mal eine ganz andere Sicht der Dinge: Ich nutze seit Längerem eine MPC Renaissance. Weil ich sehbehindert bin, bereiten mir DAWs in ihrer Form aufgrund fehlender Zugänglichkeit Probleme. Bei Hardware-Workstations überfordern mich hingegen die kleinen Displays mit teils unpassenden Kontrasten ebenfalls. Durch die MPC Ren habe ich endlich einen Weg gefunden, wieder einen Sequenzer bedienen zu können. Die Hardware-Tasten am Controller lassen mich schnell auf Funktionen zugreifen, die Vergrößerung am Bildschirm lässt mich die Bedienung teilweise überprüfen. Zwar gibt es fürs iPad auch zugängliche Apps, aber das ist mir dann auch meist zu friemelig. Das Einzige, was mir bei der MPC Ren fehlt, ist die Möglichkeit zur Aufnahme einer Sequenzerspur parallel zu den im Song zusammengestellten Pattern, beispielsweise für eine Melodie oder nachträglichen Effekteinbau. Aber ich lerne ja noch, vielleicht habe ich nur so ein Feature noch nicht gefunden. Jedenfalls hat sich von Version 1.0 zu 1.7 eine Menge verbessert, auch was die Stabilität angeht, kann ich heute gar nicht mehr meckern. So eine Version mit großem Display könnte eine Alternative sein, zumindest werden dann die Wege kürzer.

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