TOP NEWS: TC Electronic Flashback 2 Delay

20. Juni 2017

Der neue Standard?

Nur kurz nach der Vorstellung des HoF2 Reverb legen die Dänen von TC Electronic nach und präsentieren den Nachfolger einer ihrer wohl erfolgreichsten Effektpedale, das TC Electronic Flashback 2 Delay. Auch hier wurde wie beim HoF2 der neue MASH-Schalter verbaut, der nicht nur für bloßes An- und Ausschalten der nach wie vor blauen Kiste da ist, sondern zusätzliche Funktionen innerhalb des ausgewählten Presets übernimmt: So steuert MASH im MOD-Preset beispielsweise die Intensität der Modulation oder schaltet im Reverse-Preset das Originalsignal stumm.

Die Sounds wurden natürlich allesamt überarbeitet und erhalten mit dem „Crystal Delay“ zusätzlich nun ein Echo, dass auf den Algorithmus des Sub ´N´Up Octaver aus eigenem Hause zurückgreift. Weiterhin verfügt das TC Electronic Flashback 2 Delay über drei TonePrint Slots sowie neue, „ultrarealistische“ Tape- und Analogdelay Sounds, die bis zur Selbstoszillation getrieben werden können.

Die Sounds sind die eine Seite, die Bedienung eines Delays speziell im Liveeinsatz eine ganz andere. Um die Echos zum gewünschten Tempo synchronisieren zu können, besteht daher nun die Möglichkeit, einen Tap-Tempo-Schalter mithilfe des Stereoeingangs anzuschließen. Prima!

Die weitere Ausstattung wurde vom Vorgänger übernommen. Dazu gehören Dinge, wie etwa True-Bypass oder Trails-Modus oder der Subdivision Mini-Switch zur rhythmischen Unterteilung der Echos.

Ab Mitte Juli wird das TC Electronic Flashback 2 Delay voraussichtlich im Handel erhältlich sein, der Preis bleibt mit ca. 160,- Euro erfreulicherweise ganz beim Alten.

Preis

  • ca. 159,- Euro
Forum
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    roseblood11  

    Die Schwächen des Vorgängers sind weitgehend noch vorhanden:- es gibt tatsächlich als Teiler nur Viertel, punktierte Achtel oder beides zusammen. Keine triolischen Werte, keine Achtel… Und keine Möglichkeit, innerhalb eines Songs von einem Teiler zu einem anderen zu wechseln. Viele Songs leben davon, zB bei U2, zB Achtel im Riff, punktierte Achtel im Vers usw. Schwach!-Dass man nun einen Tap-Tempo-Schalter anschließen kann, zeigt ja, was die Kunden vom Audio-Tapping hielten: Nichts. Eine Tap-Lösung, bei der man einen Knopf 2 Sekunden gedrückt halten muss, ist live indiskutabel und zum schnellen Korrigieren im Song sowieso ungeeignet. Nun also eine Flicklösung, die dann keinen Stereobetrieb mehr ermöglicht. Schwach! Wie man sehr exaktes Tapping und Bypass in einem Schalter kombiniert, zeigt seit 2004 die Tonecore-Serie von Line6, bei Delays das Echo Park. Zwei Taps setzen sehr exakt das Tempo, bei Bedarf auch mehr, dann wird es genauer, der nächste, etwas kräftigere Tap aktiviert taktgenau das Delay. -Modulation oder Tape-Effekte sind immernoch nur als einzelne Presets neben anderen anwählbar. Beim uralten Line6 Echo Park kann man dies zu JEDEM Sound stufenlos dazu regeln, was die Palette an sinnvollen Sounds beträchtlich erweitert. In diesem Video werden die Vorteile des Echo Park deutlich: https://www.youtube.com/watch?v=PHSATrDyOdQ

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      Thomas

      Also kurz gesagt, das Line6 erfüllt Deine Wünsche, das TC nicht. Ok, das ist doch toll. Aber warum dann so viele Worte?

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        dilux  AHU

        herrje, lass ihn doch ausführlich darlegen, wie er zu seinem urteil kommt…bist du jetzt die wortpolizei hier bei amazona?

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      sigitar

      man kann sehr wohl andere rhythmische Werte als Divisions einstellen. Und zwar jeden x-beliebigen im Editor! Gehört und gesehen im Sweetwater-Video!

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        roseblood11  

        Stimmt, aber die Anzahl der Teiler, die man am Gerät erreichen kann, bleibt beschränkt. Außerdem passt die Beschriftung dann nicht zu den tatsächlich eingestellten Werten. Das illustriert gut, was mich an der Kiste stört: Das eingeschränkte Interface macht vieles unmöglich, was von der Software und der sonstigen technischen Ausstattung her kein Problem wäre. Schon ein Encoder und ein numerisches Display würden genügen, da ist diese Serie ggü Nova Delay & Co ein Rückschritt. Mit grafischem Display wie beim Nux Time Force ginge noch viel mehr. Die einfache Bedienung der Grundfunktionen müsste darunter nicht leiden, die Mehrkosten wären unerheblich.Zusätzlich würde ich mir zwischen Flashback und X4 ein drittes Gerät in der Größe des NUX wünschen, mit im Song schaltbaren Presets und Tap Tempo im direkten Zugriff. Beides auch extern via Midi steuern zu können, wäre noch besser und heute ebenfalls fast ohne Mehrpreis realisierbar.

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          sigitar

          Es wird bei jedem Gerät/Pedal immer irgendetwas geben was „besser“ sein könnte!
          Immer alles eine Frage der Relation.
          Genauso wie das Bindeglied X2 nur eine Frage der Zeit ist.

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            roseblood11  

            Das X2 ist seit Jahren überfällig. Und wieso müssen bei konstruktiv gemeinter Kritik immer manche so tun, als müssten sie das arme Gerät verteidigen? Eine schlaue Firma sucht solche Rückmeldungen gezielt und nutzt sie für die weitere Entwicklung, da gibt es viele positive Beispiele für. TC gehört leider nicht dazu. Die stecken erheblichen Entwicklungsaufwand zB in ein Gerät wie das TC Helicon Play Electric, da steckt viel von dem drin, was ich oben angesprochen habe. Encoder, Display, Presets, mehrere Effekte gleichzeitig, auch aus verschiedenen Pedalen… Aber in einem Gesamtpaket, das so offenbar nur wenige Leute anspricht, denn die Dinger scheinen kein großer Erfolg zu sein.

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    roseblood11  

    Die ganze Serie portiert eigentlich nur halbherzig die Sounds aus alten Geräten wie dem G-Major 2 in einzelne Bodeneffekte (was die Kaufleute sicher freut) und nutzt dabei nichtmal deren technische Möglichkeiten aus. „Toneprint“ ist das modische Zeitgeist-Gimmick, durchaus mit Potential, aber dazu müssten die Grundfunktionen erstmal stimmen. Aber auch dann hätte ich gerne die Möglichkeit, in ein Gerät Effekte verschiedener Kategorien laden zu können. Seit bei TC die Chinesen regieren, rechne ich aber nicht mehr damit, dass sich substantiell was tut. Schade! Ich freue mich an meinem G-Major 2, solange es läuft, aber aktuell habe ich die Firma nicht mehr auf dem Zettel. Wer mit den Einschränkungen leben kann, erhält natürlich dennoch ein gut klingendes, solides Gerät.

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