Top News: Yamaha Reface – Teaser

20. Juni 2015

Endlich wieder ein Synthesizer von Yamaha?

Schon vor einigen Monaten tauchten im Netz ein paar neue Trademark-Einträge von Yamaha auf, darunter auch der Name Reface. Nun folgt quasi die offizielle Bestätigung mittels eines Teaser-Videos.

Vermutlich zur Sommer-NAMM wird Yamaha Reface erstmals präsentieren. Der Countdown auf yamahasynth.com läuft noch 17 Tage, die Internetpräsentation erfolgt also kurz vor der NAMM und noch weitere Preview-Videos sind bis zum 3. Juli angekündigt.
Und wie das bei Teasern so ist, gibt es nur kleine Informationshäppchen, den Rest darf man sich selbst zusammenreimen. Schaun wir mal, was wir bislang schlussfolgern können.

Offensichtlich handelt es sich um einen Klangerzeuger. Die Menschen im Video erzählen viel von der klassischen CS-Serie, doch gleich zu Anfang heißt es: „One of main synthesizer in Techno“, was seitens Yamaha eigentlich den DX100 (zumindest nach Detroit-Lesart) beträfe.
Im Video selbst ist nur wenig vom Gerät zu sehen, aber an einer Stelle vermeine ich in dem unscharfen Bild Kipptaster und Schieberegler zu erkennen, die doch stark an die größeren CS-Modelle 50, 60 und 80 erinnern. Allerdings gab es auch an einigen YC-Orgeln diese Regler und die Modelle YC-30 und YC-45 genießen ebenfalls einen gewissen Kultstatus.

reface2

Der Sound, mit dem das Video hinterlegt ist, klingt hingegen eher nach einem Synth-E-Piano. Ist Reface also vielleicht eine Serie mehrerer Modelle so wie Motif bzw. MX? Denn hinter dem Teil mit den Reglern steht noch etwas Dunkles mit Yamaha-Schriftzug und (Mini?)-Tasten…
Zitat: „It seems a piano player actually made the keys“ – Reface wird also ein Keyboard sein. Doch da macht mich der Mann in der Mitte des Videos etwas stutzig, der offenbar das Yamaha Reface spielt. Er hält die Hände so eng und leicht verkrampft, wie man es nur von Mini-Tastaturen her kennt. Und der Slogan: „Get ready to create your sound any place, any time“ weißt auch deutlich auf Portabilität hin.

Ist Reface endlich Yamahas Wiedereinstieg in den Synthesizermarkt, so wie es die Yamaha-Ingenieure vor einem Jahr noch wage angedeutet haben? Oder wird man nur die bekannte Keyboard-Range weiter ausbauen? An dieser Stelle hoffen wir noch das Beste und freuen uns auf weitere Infos zu Yamaha Reface, die wir hier dann natürlich schnellstmöglich weitergeben werden.

Forum
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    TobyB  RED

    Hallo,

    ich fänds Klasse, passend zum Teaser hat Yamaha das Synth Book updatet. Das hat einen Music Remixer erhalten und einen Reface Countdown 17:08:36:00 . Der Music Remixer will allerdings nicht auf dem Ipad oder geht erst nach Ablauf des Countdown.

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    Mick  AHU

    Hallo!
    Ich tippe auf die SY-Serie, und die dann als Hybrid
    ala Roland JD-Xa.
    Digital (mit FM) und Analog.

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    Atarkid  AHU

    Eine kleine, handliche FM-Schleuder würd mich wirklich freuen. So sehr ich diesen ganzen Analog-Hype schätze, mit Operatoren experimentieren finde ich auch klasse, und da wirds echt mal Zeit für neues „Spielzeug“

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    Theo Möbus  

    Dem Namen nach dürfte es ein Synthesizer mit unterschiedlichen Bedieneroberflächen werden, entweder per Riesen-Touchscreen a la Raumschiff Enterprise oder aber per unterschiedlicher Hardware-Controller, die man auf das Basisgerät steckt. „Heute nehme ich mal den CS-80, morgen den CS-30“ – so auf diese Art vielleicht.

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        Theo Möbus  

        Ich hab’s: 3D-Touchscreen mit Hologram-Technologie, natürlich ohne Tastatur (die wird bei Bedarf eingeblendet). Das Ding misst ungefähr 60 cm x 25 cm und ist zeimlich flach.

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    Heiner Jürs  

    Naja, Mini-tasten klingt ziemlich schlecht. Das hat mir schon beim Odyssey nicht gefallen – ich komme halt aus der Pianisten-Ecke … Aber Synthesizer (und damit meine ich nicht diese lächerlichen Workstations) von Yamaha waren schon immer beeindruckend … Irgendwie sind die Kollegen dann mit dem motif falsch abgebogen. Hoffen wir mal auf was Bahnbrechendes statt Kosmetik.

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      Onkel Sigi  RED

      Also Bittschön……

      LÄCHERLICH ist kein Motif, höchstens macht sich einer damit lächerlich, der sich das Teil zwar kaufen aber nicht darauf spielen kann.
      Klingen tun die Motifs schon erstklassig, das ist ROMpler auf Höchstniveau.

      Aber schade ist es dennoch, dass Yamaha seine Synth-Engines komplett hat einschlafen lassen. Das ist eines Pioniers wie Yamaha echt unwürdig. Das gleiche gilt übrigens für Casio, die ihre tolle PD-Synthese auch nicht mehr in Hardware-Form anbietet.

      Grüße von

      Onkel Sigi

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        Markus Galla  RED

        Warum hätte Yamaha auch die Synths weiter pflegen sollen?
        Erst hauen die Plugins den kompletten Hardware-Markt mal eben so weg (und da gab es ja den FM7/FM8 von Native Instruments inkl. DX7 Library Import im SysEx-Format), dann wollen alle plötzlich nur noch Instrumente, die auf Knopfdruck einen erstklassigen Sound produzieren (siehe den ungebrochenen Erfolg von Nord). Roland hat das ähnlich gehandhabt. Ob Motif, Tyros oder auf der Roland-Seite die Fantom-Serie: alles sind expressiv spielbare Instrumente mit vielen Möglichkeiten, die nicht umsonst von Profis sämtlicher musikalischer Genres geschätzt werden. Die analogen Keyboards der Schrauber-Fraktion sieht man hingegen selten auf Bühnen, nicht ohne Grund.

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          Betancourt  

          Ich muß hier auch noch eine Lanze für den Motif als Synthesizer brechen. Natürlich ist das Gerät nur samplebasiert, wie so viele andere digitale Synths der 90er, aber dennoch handelt es sich hier um eine ziemlich komplexe Engine mit hoher Programmiertiefe, die sich für jeden Sounddesigner ergiebig nutzen läßt. Aus einem Motif kann man sehr interessante und komplexe Klänge herausholen, wozu auch die Tatsache beiträgt, daß der Motif eine der besten FX-Engines beherbergt, die es am Markt gibt. Nur wird der Motif eben primär als Bühnenkeyboard und Blackmusic-Presetgerät vermarktet und steht deshalb bei Synthesizer-Enthusiasten nicht sehr hoch im Kurs – trotz seines hervorragenden Grundklangs.

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        gaffer  AHU

        ROMpler selbst ist mMn. bereits falsch abgebogen, Sigi. Die können noch so gut klingen. Oder was soll die Entwicklung immer etwas näher an das kopierte zu gelangen, da nehme ich doch lieber das Original.

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      filterfunk  

      Als Vertreter der Pianisten-Fraktion: Zustimmung von meiner Seite!
      Minitastaturen sind eine Beleidigung der Finger, und ich sehe auch nicht ein, warum ich mir angewöhnen soll, die Finger deshalb zu verbiegen, man kann die Zeit anderweitig besser nutzen. Auch finde ich das archaische Konzept der Workstations per se lächerlich, da 0,01% der noch verbliebenen Hardware-Nutzer heute noch so arbeiten, wobei der Motif noch flexibler als der Kronos ist. Allerdings fällt der Motif trotz sehr gutem Grundsound ab, ein Rompler kommt einfach gegen einen richtigen Synthesizer nicht an (siehe Kronos).
      Grundsätzlich bleibt die Hardwareabteilung weit unter dem, was heute möglich sein könnte. Punkt.
      Und es wäre schön, wenn Yamaha mal wieder einen richtigen Synthesizer baut. Erfahrungsgemäß wird es mal wieder kein neues Konzept werden, dann bitte wenigstens mit einem guten Live-Sequenzer. Hier gibt es m.E. nichts überzeugendes am Markt.
      Und Leute: Bitte etwas mehr Toleranz für diejenigen, die mal aus einer anderen Richtung kommen als die Producer, oder Frickler/Bastler Ecke. Es gibt auch andere Meinungen als istjaallestollwashabtihrnur!
      Es werden auch bei flapsigen Meinungsäußerungen über irgendwelche Musikgeräte nicht zwangsläufig Grundrechte verletzt.
      Danke.

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    AMAZONA Archiv

    Für mich sieht das auf dem Bild eindeutig nach Zugriegel aus ;-)

  7. Profilbild
    OscSync  

    Mittlerweile sind ja schon viele Details „geleakt“, zuletzt über die Yamaha Korea-Seite. 37 Mini-Keys und eingebaue Lautsprecher. Die DX-Variante mit 4 Operatoren und mit einem Interface wie in den 80ern. Da werden sicher einige Hoffnungen enttäuscht.

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