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Übersicht: Roland D-10, D-20, D-50, D-70, D-110, D-550


Der LA-Sound der D-Family

SYNRISE & AMAZONA.de starten Kooperation
AMAZONA.de ist mit der Online-Seite Synrise.de eine Kooperation eingegangen, die es uns erlaubt, monatlich eine der informativen Produkt-Features von SYNRISE.de auf AMAZONA.de vorzustellen.
SYNRISE.de ist eine Initiative des Synthesizer-Fachmanns Stephan Dargel. Alle Artikel auf SYNRISE.de tragen seine Handschrift.

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VORWORT DER REDAKTION

1987, der Yamaha DX7 hat weltweit die Synthesizer-Szene beherrscht und dominierte die Pop-Musik wie kein anderer Klangerzeuger zuvor. Verzweifelt hatten viele der damaligen Wettbewerber wie Oberheim, Sequential und Korg versucht, einen adäquaten Konkurrenten ins Feld zu schicken – vergeblich. Erst ROLAND konnte mit dem D-50 den FM-Bann durchbrechen und mit der LA-Synthese einen neuen und auch kommerziell erfolgreichen Klassiker schaffen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war „analog“ endgültig kalter Kaffee (zumindest vorübergehend), denn auch die LA-Synthese setzte ausschließlich auf eine digitale Klangerzeugung. Selbst heute, 17 Jahre später, hat der originale D-50 nichts von seiner Popularität verloren. Auch ROLAND hat die Zeichen der Zeit erkannt und für seinen aktuellen V-Synth eine Plug-In Karte entwickelt, die aus dem V-Synth einen D50 werden lässt. Was aber ist es, dass den ROLAND D-50, der kaum einen Naturklang authentisch wiederzugeben vermag, deutlich Nebengeräusche erzeugt und die Wärme analoger Klangerzeuger vermissen lässt, trotzdem so beliebt macht?

Der Klang des Roland D-50 ist unverkennbar und durch keinen anderen Synthesizer (außer dem V-Synth) zu emulieren. Auf einen einfachen Nenner gebracht: Der D-50 hat Charakter – und von welchem aktuellen Synthesizer kann man das wirklich noch behaupten?

Im folgenden stellt Ihnen Stephan Dargel die gesamte Familie der Roland D-Synthesizer vor. Einen ausführlichen GREEN BOX Artikel zum Roland D-50, finden Sie übrigens HIER.

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„Roland LA-Synthesizer“ von Stephan Dargel

D-50 (1987)
Aufgrund seiner LA-Synthese erfreute sich der D-50 großer Verbreitung, wenngleich er weder MIDI-Multimode-fähig war, noch über einen guten D/A-Wandler verfügte. Der D-50 wurde von Toshio Yamabata entwickelt. Nach YAMAHA DX 7 und KORG M 1 der meistverkaufter Synthesizer. Für den D-50 ist zahlreiches Zubehör erhältlich (insbesondere von MUSITRONICS)! Die LA-Synthese macht sich die Tatsache zunutze, dass das menschliche Ohr vornehmlich in den ersten Bruchteilen einer Sekunde einen Klang erkennt. So kombinierte man Attack-Samples (8 Bit-PCM) mit synthetischen Wellenformen für die Sustain-Phase eines Klanges und die Sensation war perfekt. Zur vereinfachten Programmierung steht der Programmer PG-1000 zur Verfügung.

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Der D-50 kann als Wendepunkt in der Geschichte der Synthesizer gesehen werden. Hier wurden bereits – wenn auch nur zum Teil – Samples als Ausgangsmaterial für Klänge benutzt. Außerdem war mit dem eingebauten Hall die Voraussetzung für Nachahmungen anderer Hersteller gegeben. Zwar gab es so was in früheren Zeiten auch schon (z.B. ARP 2600, EMS VCS 3), doch haben diese Instrumente vom preislichen Niveau her andere Käuferschichten angesprochen. Mit Einführung des KORG DW-8000 und seinem eingebauten Digital Delay schien sich jedoch schon anzudeuten, was kommen mag.

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  1. Profilbild
    Andreaz Vogel

    Auch wenn er kein moderner Klassiker ist: Der D20 steht nach wie vor (als mein erster neu gekaufter Synth) im heimischen Studio.
    In der Tat hat er keine Alleinstellungsmerkmale, aber die Kombi aus leidlich brauchbarer Tastatur (wenn auch ohne Aftertouch), ordentlichem Grundsound und einigen bizarren Bläsersounds macht zumindest mir immer noch viel Spaß.

  2. Profilbild
    Klaus Himmelstein

    Jaja, der D70. Noch so eine „underrated“-Nummer. Gut, Anfang der 90er gabs andere Prioritäten, jeder wollte nen M1 haben, und leider hört man das auch. Dass der D70 alleine schon aufgrund des wirklich verdammt guten Filters den wesentlich vielseitigeren Sound hatte (und hat), war zu der Zeit nicht wirklich von Interesse. Und deswegen kann ich nur jedem empfehlen, der witzige 90er-Sounds machen will und nicht auf den JV1080-Selbstbedienungsladen setzen will: Der D70 ist für 300 Dollar in z. T. sehr gutem Zustand zu haben, hat exzellente Masterkeyboardfunktionen und ist soundtechnisch nach ein bisschen Einarbeitung eine echte Fundgrube.

    • Profilbild
      TobyB RED

      Hallo Klaus,

      ich hab die kleinen Rackbrüder der D70, eine D50 und ne D110. Klanglich top, wenn man von den Presets die Finger lässt aber in der Bedienung am Gerät ein Graus. Ich hoffe das es bei den Tastenbrüdern anders ist. Ebenso grausam die Firmware, ich habe am WE versucht mit Ctrlr Editoren für die Dinger zu bauen. Auf gute Dokumentation hat man damals schon keinen großen Wert gelegt ;-) Da die Programmer für die D Serie mittlerweile das doppelte bis dreifache Kosten, würde ich jemandem der die Rackversion haben möchte eher zu den Tasten raten, wenn keine Programmierkenntnisse vorhanden sind. Grade die D110 ist am Gerät nicht gescheit zu bedienen und hat dezente Eigenheiten. Grade der eingebaute 8 Spursequencer würde sie interessant machen, ist aber ohne Programmer, Ctrlr Interface nicht zu bedienen. Die M1/r und M3r sind hier einfacher zu handlen, das Referenzmanual für die M3 hilft einem bei der Erstellung eines Editors wirklich weiter.

      Wie dem auch sei, sieht man über diese Eigenarten weg, hat man da auch für aktuelle Stile genügend Potential, mir gefiel z.b. auf anhieb der Grand Piano Patch der D50 und der D110, setzt sich in der richtigen Tonart gut durch und klingt nicht nach M1 und M3;-)

      • Profilbild
        Rivanho

        Rackbrüder der D-70 ? gibt er gar nicht ! D-550 ist der rackbrüder de D-50. D-70 klingt gar nicht als die anderen D-synths, mehr als der JD-800.

        • Profilbild
          TobyB RED

          Morsche rivanho,

          ich meinte die D und U Varianten. In Rackform. Der D 70 klingt für mich „langweilig“ Der D50 ist da schon ne andere Sache. Ich würde den nicht unbedingt in einer Reihe mit dem JD800 sehen. Aber das eine Frage der Betrachtung.

          • Profilbild
            Rivanho

            Ich besitze der D-50, D-70, JD-800 und JD-990. Der D-70 has sicher sein eigene Platz mein Studio und ist nicht langweilig wenn man sich die muhe gibt die sounds zu editieren und die Filter gebraucht ;-))

  3. Profilbild
    Marcus_Kiel

    Der Roland D-70 verwendet den gleichen Filterchip wie der Roland S-770 Sampler. Die beiden Geräte wurden zeitgleich produziert.

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Roland D-70

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