Eigene Wavetables aus Samples generieren
Ultra ist ein Synthesizer-Plug-in, das den Fokus auf Wavetables legt, die aus Samples selbst generiert werden können. Der Entwickler Nigel John Stanford hat dafür eine eigene Engine programmiert.
Ultra – Wavetable-Synthesizer-Plug-in
Mit der UltraWave-Engine ist das Plug-in in der Lage, aus Samples zyklische Durchläufe zu extrahieren, die die Grundlage für komplexe Wavetables werden. Dafür lassen sich auch Stereo-Samples hernehmen und fertige Sounds können nach Art eines Multisample aus mehreren Wavetables bestehen.
Wenn Ultra mehrere Zyklen aus einem extrahiert, können diese auf einer frei definierbaren Timeline angeordnet werden. Zwischen den unterschiedlichen Spektren wird ein Verlauf interpoliert. Weitere Zyklen lassen sich dann noch importieren. Damit erzeugt man den sogenannten Body des Instrumentes. Zusätzlich kann ein Attack-Sample mit einem separaten Abschnitt erzeugt werden, die dem Wavetable vorangestellt wird.
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Die Entnahme von Zyklen kann manuell oder automatisiert erfolgen, es wird immer an einem Nulldurchgang geschnitten. Zur Anpassung von Samples mit Tonhöhen- und Latstärkeverläufen sind zwei separate Curve-Generatoren vorhanden.
Der Ablauf der Wavetables lässt sich beim Abspielen auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Außerdem stehen zur Bearbeitung der Sounds zwei Multimode-Filter, eine umfangreiche FX-Sektion, vier LFOs und drei Hüllkurven bereit.
Ultra ist in den Formaten VST3 und Au sowie als Standalone-Version (macOS, Windows) verfügbar. Der Preis beträgt zur Einführung 149,- US-Dollar, später kostet das Plug-in 249,- US-Dollar.
































Ich habe mir vor zwei Tagen bereits das Video über die Synthesart »UltraWave Synthese« angesehen. Im ersten Moment sind das auch »nur« WaveTables mit ein paar Extras. Der Clou liegt dann aber bei diesen Extras. Ob man damit nun eine Trompete besser hin bekommt als ein Sample … geschenkt. Mich interessiert dabei, wie man mittels der Synthese eingreifen kann, um eben Klänge zu erzeugen, die man so evtl. vielleicht nicht hin bekäme. Und das ist wiederum echt sehr interessant. Und dann hat das Teil ja noch drei weitere Oszillator-Arten plus Noise plus Sub-Oszillator drauf. Das Teil ist echt sehr sehr interessant (für Leute, die selber gerne Sounds basteln).
Hmmm…werde ich mir mal bei Gelegenheit anschauen.
Was ist daran neu?
Mit Serum oder Vital kann ich aus Samples auch Wavetables machen…möglicherweise mit ein Grund warum hier so wenig los ist. Die Frage ist, ob das so viel anders klingt als bisherige Hard oder Soft Wavtable Synths.
Egal sobald ich Lust und Laune habe werde ich das mal für mich checken.
@TimeActor Wenn Du Dir das detailliertere Demo-Video ansieht, wird es Dir auffallen, was daran neu ist.
Ich würde es zusammenfassen, daß der Entwickler Wavetables bzw. die Erstellung von Wavetables bis zu Ende gedacht hat. Zusätzlich ist das Konzept kombiniert mit dem Konzept von Multisamples (Muti-Wavetables) und auch Stereo-Wavetables sind dabei.
@Apfelstern Ok, du sagst daß quasi stereo Multisamples in Wavetables konvertiert werden können und dann quasi der gleiche Kram wie bei Vital passiert. Mal schauen ob das so ein Killer-Feature ist. Beim Vital gibt es bei den Modulatoren den Stereo-Regler, mit dem du jede Modulation bis hin zu den Oszillatoroptionen stufenlos auf stereo stellen kannst. Der Noise-Oszillator kann ebenfalls Multisamples mappen und daraus Wavetables erzeugen. Ob da irgendein Benefit vorhanden ist oder es nur unnötig kompliziert wird, schauen wir mal. Schau die auch Vital-Videos an, Dash Glitch und 64 LFOs zum Beispiel.
https://youtu.be/UFGB9E9n1fk?t=534
@Kazimoto Nicht ganz: Stereo Samples lassen sich in Stereo-Wavetables umwandeln, die entsprechend Tonhöhe und Lautstärke je nach MIDI-Note und Anschlagstärke abgespielt werden, also wie Multisamples, jedoch sind es Wavetables.
Dabei werden Hüllkurven von Lautstärke und Tonhöhe, wie sie in den Quellaufnahmen enthalten sind, nachgebildet.
Irrtum vorbehalten.
Die Stereofähigkeiten von Vital habe ich schon im video gesehen und hätte das gerne in Serum.
Da ich Lizenzen für Serum und diverse weitere Synths habe, ist Vital für mich nicht interessant.
Für mich klingt das wie eine Vital-Kopie. Entnahme von Zyklen eines Wavetables und neu anordnen nennt sich Remapping. „Zyklen“ eines Samples nach Nulldurchgängen durchsuchen, das machst du in Vital mit dem Noiseoszillator. Da lädst du ein Sample oder sogar Multisamples und exportierst das Ding als Wavetable. Dabei kannst du noch die gesamte Syntheseengine mit Effekten nutzen. „Zur Anpassung von Samples mit Tonhöhen- und Latstärkeverläufen sind zwei separate Curve-Generatoren vorhanden.“ Ach ne, was ganz originelles, da würde ich ein Patent drauf anmelden. 😄 Insgesamt klingt das nach Geschwurbel ohne Ende. Leider wieder keine Revolution. Wenn ich was verpassen sollte werde ich noch früh genug davon erfahren.
@Kazimoto Wavetable bleibt Wavetable. – Da beißt die Maus kein‘ Faden ab! Ich habe weder Vital (zugegeben, sehr verlockend), noch Serum. Das ganze hat „MASSIVE“ (😇) Gründe. Selbiges gilt für den hundersten Softwaresynthesizer aka Minimoog. Die meisten werden mindestens zwei schon haben. Der Rechner wird nicht leerer, sondern (leider) voller!
@Kazimoto Genau…so habe ich das auch gesehen daher mein Kommentar 😇
@TimeActor Ups, habe ich übersehen, deinen Kommentar. Mich hat dieses Geschwurbel so getriggert. Ich werde mich am Wochenende auch auf die Suche nach neuen Features machen, das wollte ich eh, wegen Zebra 3. Der soll als Superfeature Wavetables in „Echtzeit“ berechnen können.
@Kazimoto Egal,- du bist ja aufs gleiche gekommen wie ich.
Zebra 3 Beta hab ich aufm Rechner,- viel Zeit habe ich aber noch nicht investiert. Die GUI scheint überladen im Angesicht der neuen Möglichkeiten gegenüber der Version 2. Ob sich da Urs nicht besser noch der GUI hätte mehr widmen müssen? Auf YouTube wird selbiges ebenfalls besprochen. Die Übersichtlichkeit scheint das überwiegende Problem zu sein. Schraube gerne Sounds aber der Workflow muss schon passen.