ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

VA-Synthesizer im Vergleich, Software Synthesizer Plug-ins

Drei virtuell-analoge Synthesizer im Direktvergleich

15. Oktober 2025
VA-Synthesizer im Vergleich Software Synthesizer Plug-ins Aufmacher

VA-Synthesizer im Vergleich: Drei Software Synthesizer im Direktvergleich

VA-Synthesizer verbinden den Klang klassischer Hardware mit den Möglichkeiten moderner Software. Sie laden dazu ein, bekannte Sounds neu zu entdecken und eigene Klangideen umzusetzen. In diesem Artikel geht es um drei sehr unterschiedliche Plug-ins, die aber alle ihren eigenen Charakter haben. Wer sich darauf einlässt, findet hier eine Menge Inspiration – und vielleicht auch den passenden VA-Synthesizer für die eigene Musik.

Kurz & knapp
Worum geht es? Drei virtuell-analoge Synthesizer im Vergleich: Universal Audio Anthem, u-he Diva und TAL-NoiseMaker.
  • Universal Audio Anthem: Klare Bedienung, direkter Klangzugang, ideal für schnellen Workflow.
  • u-he Diva: Modulare Architektur mit hoher Klangtiefe, perfekt für kreatives Sounddesign.
  • TAL-NoiseMaker: Kostenlos, ressourcenschonend und vielseitig trotz kleiner Schwächen.
  • Fazit: Alle drei Synthesizer haben ihren eigenen Charakter und decken unterschiedliche Bedürfnisse ab.

ANZEIGE

Was ist ein VA-Synthesizer?

VA-Synthesizer steht für virtuell-analoger Synthesizer. Es handelt sich um ein digitales Instrument, das sich im Klang und Aufbau an klassischen analogen Synthesizern orientiert. Statt echter Schaltkreise arbeitet hier eine Software, die das Verhalten analoger Bauteile möglichst realistisch nachbilden will. Das betrifft sowohl den Klang als auch die Bedienweise.

Vorteile im digitalen Alltag

VA-Synthesizer bieten einige praktische Vorteile: Sie bleiben immer in Stimmung, lassen sich als Presets mit wenigen Klicks speichern und wieder aufrufen und sind oft deutlich günstiger als ihre analogen Vorbilder. Auch aufwendigere Funktionen wie beispielsweise komplexe Modulationen oder integrierte Effekte sind ohne weiteres möglich. Trotz ihrer digitalen Natur klingen viele VA-Synthesizer überraschend lebendig. Das liegt daran, dass Hersteller gezielt kleine Unregelmäßigkeiten einbauen – etwa leichte Schwankungen im Pitch oder sanfte Verzerrungen in den Filtern. Solche Details sorgen dafür, dass der Klang nicht steril, sondern musikalisch und charaktervoll wirkt. VA-Synthesizer bringen also das klassische Synthesizer-Feeling in die digitale Welt.

VA-Synthesizer 1: Universal Audio Anthem

Analoger Sound mit moderner Oberfläche

Der Universal Audio Anthem ist ein VA-Synthesizer, der sich auf das Wesentliche konzentriert: Statt komplizierter Menüstrukturen setzt er auf eine klare und übersichtliche Oberfläche, die sofort an klassische Hardware erinnert. Schon beim ersten Öffnen entsteht der Eindruck, dass hier nicht einfach nur ein Plug-in gestartet wurde, sondern ein Instrument mit eigener Persönlichkeit. Alles befindet sich dort, wo man es intuitiv erwartet – das erleichtert den Einstieg vor allem für Einsteiger und unterstützt den kreativen Fluss.

Hier geht es zum Testbericht auf AMAZONA.de.

Universal Audio Anthem Ansicht, VA-Synthesizer

Übersichtliche Gestaltung des Universal Audio Anthem

Klangarchitektur

Im Zentrum des Universal Audio Anthem stehen zwei Oszillatoren, die mit klassischen Schwingungsformen wie Sägezahn, Dreieck und Rechteck arbeiten. Ergänzt wird das Ganze durch einen Suboszillator, der eine tiefere Version des Grundtons liefert, sowie einen Rauschgenerator mit weißem und rosa Rauschen. Diese Kombination bietet eine solide Basis für unterschiedlichste Klangideen. Beide Hauptoszillatoren lassen sich individuell stimmen, was besonders beim Erstellen breiter Leads und lebendiger Pads hilfreich ist. Eine wichtige Rolle spielt auch der Sequencer: Mit seinen 16 Schritten und der Möglichkeit, pro Schritt Parameter wie Lautstärke, Tonhöhe oder Gate-Wert zu steuern, lassen sich rhythmische und melodische Verläufe direkt im Plug-in gestalten.

Filter

Im Mittelpunkt des Synthesizers sitzt ein klassisches Tiefpassfilter, das sich durch zwei zusätzliche Regler von vielen anderen abhebt. Neben Cutoff und Resonance stehen hier auch die Parameter Drive und Growl zur Verfügung. Während Drive dem Klang eine warme, leichte Sättigung verleiht, sorgt Growl für präsentere Obertöne.

Universal Audio Anthem Filter, Sequenzer und Effekte

Die Mitte des Plug-ins: Filter, Sequencer und Effekte

Modulation

Auch in Sachen Modulation zeigt sich der Universal Audio Anthem durchdacht und praxisnah: Es stehen zwei ADSR-Hüllkurven zur Verfügung, die flexibel auf Lautstärke oder Filter wirken können. Ein zusätzlicher LFO lässt sich bei Bedarf zum Songtempo synchronisieren und gezielt auf Parameter wie Tonhöhe, Filter oder Pulsbreite routen. Besonders bei sich langsam entwickelnden Pads oder rhythmisch bewegten Sounds bringt das viel musikalische Tiefe.

Effekte

Die integrierte Effektsektion beschränkt sich auf das Wesentliche, ohne dabei an Qualität einzubüßen. Enthalten sind unter anderem Chorus, Phaser, Flanger, Echo, Federhall und Raumhall. Jeder Effekt lässt sich mit wenigen Reglern einstellen und fügt sich klanglich sehr gut in das Gesamtbild ein. Sie erweitern den Sound, ohne ihn zu dominieren – genau das Richtige für viele Produktionen.

ANZEIGE

Workflow

Die Preset-Verwaltung ist übersichtlich und gut strukturiert. Es gibt Kategorien, eine Suchfunktion, eine Favoritenliste und sogar ein Best-of-Filter, das besonders gelungene Sounds in den Fokus rückt. Zusätzlich lässt sich jeder Klang per A/B-Vergleich direkt gegenüberstellen. Wer nicht lange suchen möchte, findet hier schnell das Passende. Gleichzeitig bleibt das System offen genug für eigenes Sounddesign.

Preset-Menü des Universal Audio Anthem, VA-Synthesizer

Das Preset-Menü öffnet sich am linken Rand des Plug-ins

In der Praxis

Die Installation des VA-Synthesizers erfolgt unkompliziert über die hauseigene UAD-Software, die Lizenzierung über iLok. Getestet wurde der Universal Audio Anthem auf einem Mac in Logic Pro, wo er sich durchgehend stabil zeigte – selbst bei mehreren gleichzeitig geladenen Instanzen. Besonders positiv fällt im Alltag der direkte Klangzugang auf, ohne dass man sich endlos durch Menüs klicken muss. Der Universal Audio Anthem gelingt damit der Spagat zwischen klassischem Klang und moderner Bedienung. Er ist ein Instrument für alle, die schnell zum Sound gelangen wollen, dabei aber nicht auf Tiefe und Ausdruck verzichten möchten.

VA-Synthesizer 2: u-he Diva

Diva von u-he ist ein VA-Synthesizer, der sich ganz dem Klang klassischer Hardware verschrieben hat. Schon beim ersten Spielen fällt auf, wie nah das Plug-in an den Charakter von Instrumenten wie dem Minimoog, dem Jupiter-8 oder dem Korg MS-20 herankommt. Dabei ist u-he Diva nicht einfach eine Kopie, sondern ein eigenständiges Instrument: Es orientiert sich sehr detailliert an den großen Vorbildern, setzt gleichzeitig aber auch eigene Akzente.

Hier geht es zum Testbericht auf AMAZONA.

u-he Diva VA-Synthesizer

u-he Diva in der Ansicht

Modulare Bausteine

Was u-he Diva als VA-Synthesizer besonders spannend macht, ist der modulare Aufbau: Oszillatoren, Filter und Hüllkurven lassen sich frei miteinander kombinieren. So entstehen nicht nur möglichst authentische Nachbildungen der Originale, sondern auch Mischformen, die es in der analogen Welt so nie gegeben hat. Wer möchte, kann beispielsweise die Filtersektion eines Jupiter mit den Oszillatoren eines MS-20 kombinieren. Unterstützt wird diese Flexibilität durch eine klare Struktur: Jede Sektion ist übersichtlich aufgebaut, was die Bedienung besonders intuitiv macht und einen schnellen Einstieg ermöglicht.

Klangarchitektur

Die Oszillatoren von u-he Diva sind weit mehr als einfache Klangquellen. Je nach gewähltem Modell klingen sie weich und rund oder scharf und durchsetzungsfähig. Ergänzt wird das Ganze durch Funktionen wie Crossmodulation, stufenloses Überblenden von Schwingungsformen oder einen internen Feedback-Weg. Auch die Filtersektion bietet viel Spielraum: Je nach gewähltem Typ lässt sich der Klang sanft formen oder kraftvoll verändern.

u-he Diva virtuell-analoger Synthesizer

Verschiedene Reiter am unteren Ende des virtuell-analogen Synthesizer-Plugins u-he Diva

Modulationen

In Sachen Modulation geht u-he Diva einen besonders musikalischen Weg. Neben klassischen LFOs und Hüllkurven gibt es eine sogenannte Trimmers-Sektion, in der sich kleine Abweichungen zwischen den Stimmen gezielt einstellen lassen. So entsteht ein organisches Klangverhalten, das man sonst oft nur bei echten analogen Geräten hört. Zusätzlich lassen sich Modulationen sehr fein ansteuern: Quellen können kombiniert, gegeneinander verrechnet oder sogar quantisiert werden. Damit wird u-he Diva zu einem leistungsstarken Werkzeug für detailreiche Sounds, ohne dass man sich in zu komplexen Strukturen verliert.

Effekte

Die Effektsektion ist insgesamt eher schlicht gehalten. Statt vieler Parameter gibt es ausgewählte Effekte wie Chorus, Phaser, Delay und Reverb, die einfach zu bedienen sind und dem Klang das gewisse Etwas verleihen. Sie ergänzen den Sound sehr angenehm, ohne ihn zu dominieren.

Presets

Auch die Preset-Verwaltung zeigt, wie durchdacht der VA-Synthesizer u-he Diva aufgebaut ist: Es gibt eine sinnvolle Sortierung, eine Favoritenfunktion und die Möglichkeit, zwei Sounds direkt miteinander zu vergleichen. Die Bibliothek ist insgesamt sehr umfangreich und abwechslungsreich. Neben überzeugenden Vintage-Sounds finden sich zahlreiche moderne Klänge, die sofort einsetzbar sind und zugleich zum eigenen Experimentieren einladen.

u-he Diva VA-Synthesizer

Gut sortiertes Preset-Menü beim u-he Diva

In der Praxis

Klanglich lässt u-he Diva auch im praktischen Einsatz kaum Wünsche offen. Der Sound ist voll, warm und lebendig. Besonders bei perkussiven Sounds oder sich langsam entwickelnden Flächen fällt die hohe Detailtreue auf. Allerdings kann u-he Diva je nach Einstellung einiges an Rechenleistung beanspruchen. Wer viele Instanzen gleichzeitig nutzen möchte, sollte das im Blick behalten oder die Qualität bei Bedarf etwas herunterregeln. Dennoch ist u-he Diva ein vielseitiger virtueller Synthesizer für alle, die detailreiche Klänge erleben wollen.

VA-Synthesizer 3: TAL-NoiseMaker

Der TAL-NoiseMaker ist ein VA-Synthesizer des Schweizer Entwicklers TAL Software mit einem besonderen Merkmal: Das Plug-in ist kostenlos! Das Konzept ist bewusst so gestaltet, dass sich Einsteiger schnell zurechtfinden, während auch erfahrene Musiker genügend Werkzeuge für detailreiche Sounds an die Hand bekommen.

TAL-NoiseMaker kostenloser virtuell-analoger Synthesizer

Standard-Ansicht des aufgeräumten TAL-NoiseMaker.

Klangarchitektur

Die Klangerzeugung basiert auf zwei Hauptoszillatoren, die verschiedene Schwingungsformen wie Sägezahn, Dreieck und Rechteck erzeugen. Ergänzt wird dies durch einen Suboszillator für mehr Fülle sowie einen Rauschgenerator, der sich besonders für perkussive Elemente oder atmosphärische Effekte eignet. Neben den Standardfunktionen bietet der TAL-NoiseMaker auch Oszillator-Sync, Ringmodulation und eine einfache Frequenzmodulation, die das Klangspektrum deutlich erweitern. Die Filtersektion stellt verschiedene klassische Modi bereit, darunter Lowcut, Highcut, Bandpass und Notch.

TAL-NoiseMaker kostenloser VA-Synthesizer

Verschiedene einstellbare Schwingungsformen

Modulation und Bewegung

Für abwechslungsreiche Sounds stehen bei diesem VA-Synthesizer zwei LFOs zur Verfügung, die auf Parameter wie Tonhöhe, Filter oder Pulsbreite wirken können. Ergänzt werden sie durch ADSR-Hüllkurven, die sich flexibel zuweisen lassen und sowohl dezente als auch auffällige Modulationen ermöglichen. Besonders für Pads mit mehr Tiefe erweist sich diese Struktur als sehr praktisch.

Effekte

Der TAL-NoiseMaker enthält eine integrierte Effektsektion mit Chorus, Reverb und Delay. Der Chorus eignet sich besonders für breite, schwebende Klänge, während Reverb und Delay dem Sound zusätzliche räumliche Tiefe verleihen.

Presets und Benutzerfreundlichkeit

Der TAL-NoiseMaker bringt 256 Presets mit, die von klassischen Synth-Bässen und Leads über warme Pads bis hin zu experimentellen Klängen reichen. Die übersichtliche, farblich strukturierte Benutzeroberfläche sorgt dafür, dass alle wichtigen Parameter sofort erreichbar sind. Das macht die Arbeit sehr direkt und intuitiv. Damit eignet sich das Plug-in sowohl für spontanes Experimentieren als auch für gezielte Klanggestaltung.

TAL-NoiseMaker kostenloser VA-Synthesizer

Der TAL-NoiseMaker bietet viele Presets

In der Praxis

In der Anwendung überzeugt der VA-Synthesizer TAL-NoiseMaker durch Stabilität und geringen Ressourcen-Verbrauch, selbst in Projekten mit vielen gleichzeitig geladenen Instanzen. Sein Klang ist vielseitig und die Auswahl an Presets ist breit gefächert. Allerdings wirken einige Sounds stellenweise etwas zu wenig durchsetzungsfähig. Dabei sollte man jedoch berücksichtigen, dass das Plug-in kostenlos ist und dafür einen gelungenen Kompromiss aus Klangqualität, Optionen und Bedienbarkeit bietet.

ANZEIGE
Fazit

Die drei vorgestellten virtuell-analogen Synthesizer zeigen, wie vielseitig sich der Charme klassischer Hardware in die digitale Welt übertragen lässt. Der Universal Audio Anthem überzeugt mit klarer Bedienung und direktem Klangzugang – ideal für alle, die ohne Umwege zum Ergebnis kommen wollen. u-he Diva bietet mit seiner modularen Architektur und beeindruckenden Klangtiefe viel Raum für kreatives Sounddesign. Der TAL-NoiseMaker wiederum beweist, dass auch ein kostenloses Plug-in vielseitig einsetzbar sein kann. Jeder dieser Synthesizer bringt seinen eigenen Charakter mit und deckt unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen ab.

Preis

  • Universal Audio Anthem: 149,- Euro
  • U-he Diva: 159,- Euro
  • TAL‑Noisemaker: kostenlos
ANZEIGE
Affiliate Links
Universal Audio Anthem Analog Synthesizer Download
Universal Audio Anthem Analog Synthesizer Download Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
u-he Diva Download
u-he Diva Download
Kundenbewertung:
(152)
Klangbeispiele
Forum
    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @Kazimoto Hmmmm… warum ist hier überhaupt der Diva dabei und nicht welche vom Synapse Audio oder reFx? Man rate und überlege….😅 Spekulationen eröffnet!

          • Profilbild
            chk

            @Filterpad Mich wundern diese Vergleiche ehrlich gesagt auch. Das UAD-Ding nutzt doch kein Mensch… Und, selbst bei der Freeware gibt es besseres als TAL-Noisemaker. Und, die Diva ist auch schon ziemlich in die Jahre gekommen. Die hat schon Falten im Gesicht. 😉

            Außerdem muss ich sagen (möchte niemandem auf die Füße treten), dass die Soundbeispiele wieder mal Amazona-typisch… ausbaufähig sind. Ich weiß ja nicht, das der Artikel-Autor für Musik macht, aber, mir fielen da nicht viele Genres ein, in denen ich solche Sounds nutzen würde.

            • Profilbild
              Round Robin AHU

              @chk Endlich ein vernünftiger Kommentar. Diva ist großartig, aber in die Jahre gekommen. Für einen richtigen Vergleichstest schraube ich die Sounds selbst, um einen tatsächlichen Unterschied zwischen den Synths hörbar zu machen. Es ist nicht böse gemeint, aber ein objektiver Test geht anders. Zumal diese 3 Plugins keinen Sinn ergeben. Man sollte aktuelle Synths gegeneinander antreten lassen. Alles andere hat @chk bereits auf den Punkt gebracht.

  1. Profilbild
    dflt AHU

    uaudio anthem: der softsynth für alle, die keine polyphonie mögen 😀
    irgendwie verstehe ich diese selbst-beschneidung nicht.

    • Profilbild
      Mac Abre AHU

      @dflt Seltsamerweise gibt es eine menge Leute, die tatsächlich keine Polyphonie mögen. Manche behaupten sogar, bestimmte Dinge könne man nur mit monophonen Synths machen. Alles offensichtlicher Humbug aber nicht wegzukriegen.

      • Profilbild
        Metaphistopheles AHU

        @Mac Abre Ich finde Deine Kritik berechtigt.

        In der Tat gibt es natürlich – gerade bei der Live Performance – Situationen wo Monophonie wichtig ist, um eben z.B. sauber gebundene Solo-Noten zu spielen, statt überlappende Noten zu haben. Wie beim klassischen Manfred Mann Moog Solo eben.

        Aber es ist ja ein deutlicher Unterschied, ob man die Polyphonie mit einem Parameter auf „1“ runterregeln kann, oder ob die Sw sowas als harte Beschränkung vorgibt.

        • Profilbild
          Filterpad AHU

          @Metaphistopheles Aber im Prinzip eigentlich nur im Live-Einsatz. Im Midi-Editor oder Midi-Modus vermutlich schnuppe. Dieser Unterschied dürfte kaum in’s (hörbare) Gewicht fallen. Hatte aber tatsächlich schon den Eindruck das es etwas ausmacht. Ob es echt so war oder Einbildung kann ich nicht sagen. Apropos Diva: Dieser war schon teurer meine ich. Der Preis ist nicht günstig, aber ok. Wollte den immer schon, aber aktuell ist es der Knif-Knifonium geworden. Vielleicht ein andermal.

          • Profilbild
            Metaphistopheles AHU

            @Filterpad Ja klar, aber es kommt ja auch auf den Synth selbst an, z.B. ob quantisierte überlappungsfreie MIDI Noten die Bindung ermöglichen (also den Re-Triggers des Attacks unterbinden) oder ob die Monophonie dies so erzwingt.

            Klanglich macht es z.B. bei meinem liebsten Schätzchen, ein alter Yamaha VL-1m (der wohl dienstälteste VA Synth) auch einen Unterschied: Der simluliert ja auch das Umschwingen einer Welle bei gebundenen Noten – und das klingt dann tatsächlich anders und setzt nach meiner Erfahrung die Überlappung der Notenevents voraus.

        • Profilbild
          Markus Galla RED

          @Metaphistopheles Also ich benötige für ein sauberes Legato keine Monophonie, nur gute Spieltechnik. Alles andere ist Pfusch 😜

          • Profilbild
            Metaphistopheles AHU

            @Markus Galla Ha, die Legende vom Ozenpianisten (Teil 2, wo er doch die Sprenung des Dampfers überlebt hat und seine überirdische Spieltechnik nun an polyphonen Synths ausläßt) :-D

            Also frisch an Werk für dem ultimativen Beweis unter uns kreativen Synthie Pfuschern :-D

            z.B. beim guten alten Tyrell (dem Amazona Synth, nicht dem Turmschatten-Mann oder dem Replikanten-Papst) hat man ja die volle Auswahl: Poly, Mono, Legato, Duo => toll programmiert.
            Überlappende Noten werden in allen 4 Fällen unterschiedlich in Klang umgesetzt: (Testklang: „PV – Oddy Wow.“)

            Poly: Übergang „vermatscht;
            Legato: kein Retrigger bei Überlappung – ABER: bei quantisiert zur Notengrenze: ReTrigger des Attacks, keine Bindung!
            Mono: Immer Attack Retrigger
            Duo: Wie Legato, aber folgende Note klingt erst wenn erste endet ohne Retrigger.

            => Spieltechnik bindet im Tyrell Synth keine Noten, nur überlappende mit Legato/Duo Setting

            Watt ham wir für’n geiles Hobby :-)

        • Profilbild
          Mac Abre AHU

          @Metaphistopheles Genau das ist die häufigste Begründung, wofür unbedingt monophone Synths benötigt würden. Was dabei viele nicht wissen: Gebundene Noten (Legato mit Glide) beherrschen auch sehr viele polyphone Synths und man muss dazu oft nicht einmal in den Mono- oder Unisono-Modus schalten.

      • Profilbild
        Markus Galla RED

        @Mac Abre Ich finde bei einem Software Synthesizer die fehlende Polyphonie auch seltsam. Es scheint aber tatsächlich Leute zu geben, die auf Paraphonie schwören. In der Tat kann man damit auf der Bühne interessante Sachen machen, die mit einem polyphonen Synthesizer nicht gehen. Das sind aber eher Ausnahmen. Und hier geht es ja um Software. Ich hätte einen paraphonen Modus als Ergänzung zur Polyphonie verstanden, aber so? Nun gut. Es gibt auch eine riesige Fan-Gemeinde für die kleinen paraphonen Behringer Mini-Synthesizer oder den Poly D. Warum dann also nicht auch für einen paraphonen Software Synthesizer?

        • Profilbild
          Mac Abre AHU

          @Markus Galla An anderer Stelle gab es eine kurze Diskussion, was mit Paraphonie möglich ist, das mit Polyphonie nicht möglich ist. Das Ergebnis war: nichts. Es gibt sicherlich Dinge, die mit paraphonen Synths einfacher/schneller machbar sind aber Alleinstellungsmerkmale konnte bisher auch der härteste Paraphoniker™ nicht ausmachen.

          • Profilbild
            Markus Galla RED

            @Mac Abre Das stimmt so nicht. Du kannst z. B. bei einem paraphonen Synthesizer einen Akkord oder ein beliebiges Intervall gedrückt halten und nur eine Taste erneut anschlagen, um den gesamten Zwei-/Drei-/Vierklang erneut zum Klingen zu bringen. Das geht mit Polyphonie nicht, da würden die anderen Stimmen weiter gehalten und du müsstest alles neu anschlagen. Beispiel: Die „Orgel“, die eigentlich keine Orgel ist, im Song „Skandal im Sperrbezirk“ könnte man mit einem paraphonen Synthesizer spielen, in dem man mit der linken Hand die Unter- und Mittelstimme der jeweiligen Akkorde hält und mit der rechten Hand dann die Oberstimme repetiert. Handgelenksfreundlich und ein Workaround für all diejenigen, die keine so gute Spieltechnik haben, um die schnellen Anschläge einen kompletten Song in dem hohen Tempo durchzuhalten. Natürlich gepfuscht aber ein typisches Beispiel für das, was man eben mit Paraphonie machen kann, mit Polyphonie aber nicht bzw. nur mit anderer Spieltechnik.

            • Profilbild
              Mac Abre AHU

              @Markus Galla Auch das wurde in der anderen Diskussion als Beispiel genannt. Es gibt immer mehr Synths mit Akkordfunktionen, die das ebenfalls realisieren, z. B. Polyend Synth, Waldorf Quantum/Iridium …

  2. Profilbild
    Sudad G

    Schöner Vergleichstest!
    Im Vergleich zu U-he Diva und TAL NoiseMaker fällt der UAD Anthem stark ab.
    Diva klingt schon sehr in Richtung Hardware und TAL klingt sehr Roland lastig, aber dennoch sehr gut und das auch noch als Freeware – alle Achtung.
    Diva ist für mich der Industriestandard für VA’s im Rechner neben Synapse Audio und Cherry Audio.
    TAL und Cherry Audio haben für mich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
    UAD macht an und für sich tolle PlugIns, aber die Synths von denen konnten mich bisher gar nicht überzeugen. Da klingen so einige Freeware VST-Synths besser.

  3. Profilbild
    ukm

    „…unkompliziert über die hauseigene UAD-Software, die Lizenzierung über iLok“.
    Damit fällt UAD für mich schon ‚raus.
    Ich habe einen Studio-Computer und drei Live-Maschinen (1 Main; 1 Backup; 1 in Vorbereitung). Alles, was ich nicht auf allen Rechnern „unkompliziert“ verwenden kann, installiere ich nicht mehr (auch nicht kostenlose Versionen; die dann trotzdem aktiviert werden müssen).
    Damit bleiben dann nur noch u-he und GForce übrig (nach derzeigem Stand; TAL hat mW auch das Lizenzmodell geändert; Synapse müsste man anfragen).

    Es sollte ohnehin Pflicht sein; die Lizenzmodelle an erster Stelle anzugeben. Da könnte man sich so manche Suche ersparen.

    • Profilbild
      Basicnoise AHU

      @ukm Ich verstehe irgendwie nicht wo das Problem mit iLok ist (und das haben ja viele). Was ist denn daran so kompliziert? Ich habe pro Produkt eigentlich immer drei gleichzeitige Aktivierungen zur Verfügung. Ein Dongle wird auch nicht mehr benötigt. Einmal iLok starten. Lizens auf dem gewünschten Rechner freischalten und das wars. Dann muss ich das auch nicht mehr starten. Im Grunde doch besser, als wenn alle möglichen Hersteller jeweils eigene „Software Center“ haben (wie Arturia, Native Instruments, Roland,.. etc).

      • Profilbild
        lookandlisten

        @Basicnoise Ich sehe das auch so, ich habe einen Office-Rechner, auf dem ich die Lizenzen aller anderen Maschinen (3x + Notebook) verwalten kann. Das ist wesentlich schneller und einfacher, als von jedem anderen Anbieter, weil es übergreifend für alle Anbieter funktioniert. Wenn ich mit Notebook und Mini-Keyboard unterwegs bin, kann ich noch auf der Fahrt (sofern kein Funkloch) die gewünschte Software (de-)aktivieren und installieren.

        Wenn ein Rechner aus dem Betrieb rausfällt, kostet es mich in der Tat keine zwei Minuten, die Lizenzen komplett zu deaktivieren. Ich habe zum Test mal die Fritzbox im Monitoring Modus mitgelesen. Beim Plugin-Start in der DAW wird nicht „telefoniert“.

        Bei meiner EAST-WEST Cloud-Lizenz kommt die Abfrage einmal im Monat (wenn ich z.B. OPUS starte), ob der aktuelle Zeitraum (i.d.R. monatlich) zur Nutzung berechtigt ist. Das da einmal telefoniert wird, ist ja logisch und unumgänglich.

        Ich würde iLok eher verpflichtend für alle PlugIns machen. Spart viel Zeit und Nerven. Ja nach Anbieter kann ich dann auf neuen Maschinen die Installations-Software aus iLok (Link auf die PlugIn-Herstellerseite!!!) aufrufen. Bis auf auf zwei oder drei Ausnahmen, fallen dann die restlichen Plugins aus der Neuinstallation raus, weil ich wirklich keine Lust mehr habe, ewig alte E-Mails oder Ausdrucke zu suchen, wo ein Lizenzkey oder (nicht mehr funktionierender) Link auf die Aktivierungsseite des Herstellers steht.

        Wenn also neben dem Kauf-Button Aktivierung via iLok steht, drücke ich immer etwas schneller auf den Button.

  4. Profilbild
    ukm

    Da gibt es mehrere Probleme:
    1. Zusätzliche Software auf dem Rechner, bei der nicht transparent ist, wie oft und unter welchen Bedingungen sie nach Hause telefoniert.
    2. Anzahl der verfügbaren Aktivierungen.
    3. Zusätzlicher bürokratischer Aufwand, falls mal ein Rechner den Geist aufgibt, bevor man die Plugins deaktivieren konnte.
    4. Mögliche Beeinflussung der System-Performance.

    Ich habe noch 30+ iLok-Plugins auf meinem Studio-Rechner, deren Nutzung ich kontinuierlich einschränke. Besonders lästig sind diese Cloud-basierten Lizenzen, die vor jeder Nutzung überprüft werden.
    In UAD-Produkte habe ich schon viel Geld investiert zu der Zeit, als sie noch ihre Software mit Hardware-Dongles (DSP-Karten) verkauft haben.
    Irgendwann muß man dann auch mal Konsequenzen ziehen.

    Für Live-Anwendungen wäre es auch nicht gut, wenn dann mal ungefragt ein Fenster erscheint. Ich mag es nicht, wenn auf meinen Rechnern Dinge passieren, die ich nicht veranlasst habe. Das wird man wohl nicht gänzlich verhindern können, weil die Systeme nicht auf Sicherheit für den Anwender ausgelegt sind.

  5. Profilbild
    ollo AHU

    Zitat beim Anthem: „Analoger Sound mit moderner Oberfläche“

    Also eine moderne Oberfläche sehe ich da nicht. Das Teil sieht zwar schön aus, modern ist aber anders. Das Teil baut einen Retro-Synth mit all den Schwächen einer Hardware nach. Ein modernes GUI wären Sachen wie Serum oder Vital. Aber dank der künstlichen Beschränkung auf eine Stimme käme der Synth sowieso nicht für mich in Frage.

  6. Profilbild
    lookandlisten

    Seit U-He Divas Erscheinen ist das Thema VA für mich erledigt. Zusammen mit freien Modulatoren in der DAW sehe ich keinen Sinn mehr, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Ich liebe Hardware nach wie vor, aber Diva und (Dark-) Zebra sind für mich ein Beispiel an software-technischer Fähigkeit und kreativer Ehrlichkeit, ein wirklich perfektes Produkt abliefern zu wollen. U-He ist für mich ikonisch.

    Mono- oder Polyphonie? Jedes Quadrat ist ein Rechteck aber umgekehrt eben nicht.

    Diese Diva Soundbank Demo bringt es für mich auf den Punkt:

    https://www.youtube.com/watch?v=vfFPBpagvQg

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @lookandlisten Streng betrachtet ist ja ein VA-Synthesizer nichts anderes als in der heutigen Zeit ein Softwaresynthesizer in einem Gehäuse. Vielleicht zieht deshalb analog wieder so sehr, weil es bis zu einem gewissen Grad (noch) nicht reproduzierbar ist. Also Grundklang ja, Filter und das „organische“ eher nicht. Virtuell analoge vereinen allerdings Klang und Vorteile der Digitalisierung nahezu perfekt. Wenn der für mich richtige VA erscheinen würde, würde man zuschlagen – Fett, stimmstabil, speicherbarkeit. Die bekanntesten VA-Synthesizer sind schon super Geräte.

      • Profilbild
        lookandlisten

        @Filterpad Überhaupt nicht als kritische Rückfrage – sondern pures Interesse: Was fehlt dir denn noch an VA Möglichkeiten bei Hardware?
        Ich nutze hier den Virus Access B der Haptik, des DAC/Sounds & der „Romantik“ wegen sehr gerne. Natürlich kein Vergleich zum DIVA, aber eben einer der ersten neu gekauften Synths, die ich besitze. Den Roland JP8000 habe ich gewinnbringend verkauft und dann damals beim Diva und Rolands Integra 7 zugeschlagen. Egal vor welchem echten Analogen (bis 2400 EUR) ich auch stand, ich konnte für mich keinen Mehrwert finden. Natürlich auch, weil ich mit Bühne nahezu nichts zu tun habe. Zudem gibt es soviele Controller-Boxen mit Setups für den DIVA, wenn man den Hardwarezugriff bevorzugt.

        • Profilbild
          Filterpad AHU

          @lookandlisten Möglichkeiten fehlen mir tatsächlich keine. Besitze einen Moog und amtliche Softwaresynthesizer. Ich hatte ebenfalls den JP-8000 und liebte diesen Ribbon-Controller. Was für ein unendlich geiles Teil! Wobei diesen Sound bei mir ebenfalls Softwarelösungen ersetzen. Fast jedes Plugin hat ja diesen Grundklang. – Bei mir der Synapse Audio Dune und der „Krampf“ von Native Instruments wie Utopia und Synths vom Kontakt-Player. Aber so etwas wie der JP mit einer anderen Klangarchitektur bzw. Oszillatoren könnte ich mir noch sehr gut vorstellen. Konkretes Beispiel: Ein Waldorf Kyra mit Tastatur und 2 Ribbon-Controller – Allein der Wunschgedanke lässt mein Herz höher schlagen. Kann meinetwegen auch ein Behringer sein. Aktuell kommt ein VA-Synth auf dem Markt mit 3 Glides. Ein unfassbar geiles Teil. Leider relativ teuer, in „arztweiß“ und sehr groß. – Der Modor NF-1k. Ich überlege noch diesbezüglich…..

          • Profilbild
            Numitron AHU

            @Filterpad ribbon fehlen stark!
            Udo verwendet ja welche.
            aber in den 90ern eine Zeit lang Standard.
            an1x, jp8000 und der Korg prophecy zb.

                • Profilbild
                  Filterpad AHU

                  @Numitron Ja, ich hoffe das der Behringer CS-80 Klon einen hat. Wenn nicht, kaufe ich den nicht. Klang hin oder her.

                  • Profilbild
                    Numitron AHU

                    @Filterpad Ja, cs80 ohne ribbon wäre wirklich sinnlos.

                    Uli bitte melden!
                    vielleicht kann ihn Peter aus seinem Ruhestand erreichen.😃👍

                    • Profilbild
                      Filterpad AHU

                      @Numitron Ja, aber Peter hat es schon nicht geschafft den TyrellN6 als Hardware zu erschaffen durch Uli und Konsorten. Natürlich unabhängig davon was er generell für Amazona und den TyrellN6 Softwaresynthesizer getan hat. Nur rein bezogen auf die Hardware. Derweil bräuchte der vorhandene Softwaresynthesizer nur ein eckiges Gehäuse. 🙈

                    • Profilbild
                      lookandlisten

                      @Numitron Der „Ruhestand“, den Peter durchlebt, würde bei mir heftigen Burnout auslösen… 😂

  7. Mehr anzeigen
Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Wir behalten uns die Löschung von Inhalten vor. Dies gilt insbesondere für Inhalte, die nach unserer Einschätzung gesetzliche Vorschriften oder Rechte Dritter verletzen oder Diffamierungen, Diskriminierungen, Beleidigungen, Hass, Bedrohungen, politische Inhalte oder Werbung enthalten.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
X
ANZEIGE X
ANZEIGE X