39 Engines auf einen Streich
Våld Labs Tresse, ein Dual-Layer-Synthesizer mit 39 Engines und generativem Sequencer
Våld Labs Tresse ist ein neuer Software-Synthesizer, der zwei unabhängige Oszillator-Layer mit einem generativen Sequencer in einem Instrument verbindet. 39 Synthese-Engines – 24 davon klassische Plaits-Algorithmen, 15 von Våld Labs entwickelt – reichen von Analog-Bässen über FM bis zu granularen Texturen und Percussion.
- Zwei Layer, ein Interface: Jeder Oszillator-Layer hat eine eigene Engine, ein eigenes Filter und eigene Hüllkurven; beide lassen sich über einen Mixer-Crossfade blenden oder per Modulation ineinander überführen. Alle Engines nutzen dieselben Kern-Regler zur Klangformung.
- Engine-Auswahl: Neben den Plaits-Engines sind unter anderem Karplus-Strong, Sympathetic Strings, ein Modal-Resonator mit 64 Modi, CZ-artige Phase Distortion, Bytebeat, Wavefolder, komplexes FM, Drawbars und Granular an Bord.
- Filter und Stimmverhalten: Pro Layer arbeitet ein SEM-artiges Filter, das stufenlos von Lowpass über Bandpass und Highpass bis Notch morpht, dazu getrennte Amp- und Filter-ADSRs mit bipolarer Filterhüllkurve. Wählbar sind polyphoner Betrieb, Mono-Legato sowie Unisono mit 2, 4 oder 8 Stimmen.
- Charakter und Effekte: Per-Voice-Drift, Verstimmung, Portamento, Stereo-Chorus und der bipolare CRSH-Regler für Bitcrushing und Verzerrung; am Ausgang sitzt ein Soft Clipper.
- Generativer Sequencer: Auf Basis des Vekte-Ansatzes stehen sieben Algorithmen bereit – Welleninterferenz, Euclidean, Random Walk, Logistic Map, zellulare Automaten, Kaprekar und Fibonacci.
- Modulation: 50 Modulationsziele verteilt über beide Layer, Filter, Effekte, Mixer-Balance und Sequencer.
- Presets zum Weitergeben: Jedes Patch lässt sich zu einem 40 Zeichen langen Preset-Key komprimieren, den man kopieren und weitergeben kann.
- Hardware in Arbeit: Våld Labs portiert die Multi-Engine-Architektur und das SEM-Filter derzeit in ein eigenständiges Hardware-Instrument mit einem Dual-Core-ESP32-S3 auf einer eigenen Platine; geplant ist ein Release im vierten Quartal 2026.
Verfügbarkeit
Tresse ist als Standalone sowie als VST3- und AU-Plug-in für macOS und Windows erhältlich. Vorausgesetzt werden macOS 11 oder neuer (Universal 2, also nativ auf Apple Silicon und Intel) beziehungsweise Windows 10 oder neuer. Der Einführungspreis liegt bis zum 30. September 2026 bei 19,99 EUR, danach kostet das Instrument 29,99 EUR. Eine iOS-Version ist in Entwicklung. Auch eine Hardwareversion ist angedacht und bereits in Entwicklung.
Våld Labs Tresse auf YouTube
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Coole Sache! Stell ich mir gut vor – auch z.B. für Synthesizing-Kurse, um die Grundlagen der einzelnen Engines zu demonstrieren. Das YouTube-Video lässt auf einen mindestens „okayen“ Sound schließen, und der Preis ist nun wirklich ein Witz. Zwar scheint das User Interface nun nicht gerade „sexy“ zu sein, aber wenn’s Ergebnisse liefert, braucht man wahrscheinlich nicht mehr. Und dass das als Hardware-Instrument auch noch nachkommen soll, das ist schon oberlässig. 😁👍
Auf die Schnelle erinnert mich das an Micro-/Minifreak oder auch Elastic OSC. Aber bei dem (Einführungs-) Preis kann man nicht meckern …