VECTOR Hardware-Synthesizer – Verkaufsstart am 29.6.

26. Juni 2019

Hardware Synth: Polyphon, subtraktive und additiv

Soeben erhielten wir aus Tschechien die Meldung, dass der sehnlichst erwartete Hardware-Synthesizer VECTOR in wenigen Tagen reserviert werden kann. Um genau zu sein, ab 29.6.2019 zum Preis von 766,- Euro.

Dabei wird nochmals deutlich darauf verwiesen: „First come, first served“. Als Lieferzeit für den ersten Durchlauf werden ca. 4 Wochen angegeben.

Ein neues Demo-Video haben die Macher ebenso online gestellt:

Hier nochmals die wichtigsten Facts:

  • Hybrid synthesis engine
  • Complex modulators
  • 10 voice polyphony with per-voice filters
  • Effects affect synthesis
  • Extensive arpeggiator with a step sequencer
  • 7″ capacitive touchscreen
  • 25 smooth rotary encoders
  • 7 toggle switches
  • Metal case 289×176×44mm
  • 1.5kg weight
  • Stereo 6.35mm output (2× mono jack)
  • Stereo 6.35mm headphone output
  • Ethernet port
  • USB device, USB host
  • MIDI input
  • Runs on ARM® Cortex™-A53
  • Powered by realtime Linux
  • 32bit internal processing
  • 32bit DAC (-106dB SNR)
  • Firmware update via LAN

Hier nochmals unsere Infos vom 27.3.2019 zum Vector Synthesizer

Wir leben in einer wunderbaren Synthesizer-Welt: Es gibt sie in Hardware, als Plugin und sogar als App für mobile Geräte. Einer der Synthesizer, der mich seit seiner Veröffentlichung begeistert, ist der Animoog von Moog Music für iPhone und iPad. Zum Einsatz kommt eine Vector- und Wave-Sequencing-Synthese, die man mit Touch sehr intuitiv spielen kann.

 

VECTOR Hardware Synthesizer

Dass es ähnliche Ansätze in Hardware gibt, zeigt der neue Vector-Synthesizer von einer noch unbekannten Firma.

Bereits im September 2018 zirkulierte im Netz ein Teaser des Vector-Synthesizers, in dem man einen ersten Eindruck bekam. Aufgefallen ist mir vor allem die schönen Animationen auf dem großen Bildschirm, die mich stark an den Animoog erinnert haben. Im Video zu erkennen war, dass es sich um einen Desktop-Synthesizer mit zwei Oszillatoren, Sub, Filter, Effekten und mehr handelt. Hierzu kommen Parameter wie Orbit und Sub-Orbit, die nach Sci-Fi-Technik klingen. Wozu sie dienen, ist unbekannt.

VECTOR Synthesizer

Anfang März kam nun wieder Bewegung in den Vector-Synthesizer und die weiterhin unbekannten Entwickler haben einige neue Informationen zum Produkt veröffentlicht. Vector ist ein polyphoner Synthesizer mit einer additiven/subtraktiven Hyrid-Synthese-Engine. Er besitzt komplexe Warp-Modulatoren, die auf Lissajous-Kurven basieren, die die Zusammensetzung der Teiltöne und Parameter per Voice-Filter definieren. Das kurze Video auf Instagram zeigt schön diese Lissajous-Kuven in Aktion.


Auch gibt es einen vielseitigen Arpeggiator mit kontrollierbaren Zufallsgeneratoren, eine große Auswahl an Effekten (Delay, Reverb, Chorus …), einen 7 Zoll großen Touchscreen und eine Menge Endlosregler. Laut der Entwicklern kann man mit dem Touchscreen die Bewegung der Vectoren steuern, aber auch vieles anders.

Mit den neuen Informationen wurden auch zahlreiche kurze Sound-Demos des Vector-Synthesizers veröffentlicht. Einen perfekten Überblick der Möglichkeiten bekommt man mit diesen nicht, aber einen Vorgeschmack, wie er klingt.

Was wir bisher wissen ist: polyphon, additiv/subtraktiv, spacige Oberfläche, zwei Oszillatoren, Sound-Design mit Orbits/Sub-Orbits, Onboard-Effekte, Arpeggiator und viele Regler. Das im September veröffentlichte Teaser-Video zeigt etwas mehr vom Interface.

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es weder eine komplette Feature-Liste, noch Informationen zum Hersteller. Wann VECTOR auf den Markt kommt, ist auch zurzeit unbekannt. Nichtdestrotz ein spannendes Projekt, an dem wir mit Sicherheit dranbleiben.

Preis

  • 766,-€
Forum
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    Emmbot  AHU

    Das gezeigte gefällt mir sehr gut. Gerade im Bereich Additive Synthese gibt es nicht so viele Vertreter.

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    0gravity  

    Die Klangbeispiele gefallen mir schon mal sehr gut.
    Mich wundert etwas, dass keine typischen perkussiven Wavesequenzen, wie man sie z.B. von der Korg Wavestation kennt, mit dabei sind. Also in jeder „Ecke“ ein komplett anderer Klang, darunter „drumartiges“.
    Gibt es irgendeine Info dazu, wann es den Vector in den Läden geben soll?

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    Max Lorenz  RED

    Ich versuch mal einen aus der ersten Charge zu bekommen – dann kommt auch gleich der Test – wenns denn klappt.

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    Kari  

    Finde ihn sehr spannend! Additive hardware Synthesizer sind leider rar. Bin gespannt auf die ersten reviews.

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      BÄM  

      Soweit ich das verstehe, ist das eben kein Hardware Synthesizer, sondern eine Software die unter Linux auf nem Arm-Prozessor läuft. Also genau das Gegenteil von einem Hardwaresynth.

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        Tom Aka SYNTH ANATOMY  RED

        ob ARM Prozessor, FPGA… es bleibt ein digitaler Hardware Synthesizer. Hoffe du weiß dass digitale Synthesizer auch Hardware Synthesizer sein können ;) Der Tasty Chips Electronics GR-1 Granular Synth basiert auf einem Arduino, ist für mich aber ein Hardware Synthesizer.
        Schaut man sich die letzten Roland Boutique Kisten an, das sind fast nur Plugins (Plugouts) in Plastik Boxen also es bleibt Hardware.

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          BÄM  

          Nope. Nur weil das Gehäuse ein großer Dongle ist, bleibt das trotzdem Software. Deine Beispiele stehen für eben diese, Software-in-a-box. Verkauft sich ja auch. Ist trotzdem kein Hardwaresynth. Und ja, es ist ein Unterschied, ob ich Software auf einem Linux laufen lasse (ARM) oder eine Hardwareschaltung auf einem FPGA lade. Ich hoffe, dass auch du das weißt.

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            Tom Aka SYNTH ANATOMY  RED

            Für mich ist es ein Hardware Synthesizer, kein Dongle!
            Intern werkelt eine Software was normal ist für ein komplexer digitaler Synthesizer, er ist aber bedienbar auf einem Hardware Interface. Dafür ist es ein Hardware Synthesizer. Auch Software-in-a-box Lösungen sind Hardware Synths. Software Synths sind es wenn wir sie mit Mäusen oder Touch-Screens wie ein iPad bedienen müssen. In diesem Fall hat er mehr als ein Touch-Screen. Gehst du tiefer, ja dann ist es ein Software Synth aber redet man Global über diesen Synth, ist es ein Hardware Synthesizer.

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              BÄM  

              Ich nenne sowas in diesem Fall „Controller“ und genau das ist es auch, eine Fernbedienung. Wenn das das Kriterium für dich ist, was einen Hardwaresynthesizer ausmacht, dann wärst du überrascht…

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                SynthUndMetal  

                Nach Deiner Argumentation wären dann quasi alle nicht-analogen Synthesizer Software-in-the-Box Lösungen. Also auch Korg M1, Roland D-50, Korg Wavestation, Access Virus, Waldorf Microwave 2, etc. Kann man so sehen wenn man möchte, muss man aber nicht. Für mich zählt alles zu Hardware Synthesizern die eine speziell für diesen Zweck angefertigte Hardware besitzen und standalone betreibbar sind, also zum Spielen keinen PC oder Smartphone benötigen. Eine V-Machine betrachte ich daher genauso als Hardware Synth, wie die oben bereits genannten. Kann man so sehen, muss man aber natürlich nicht.

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            SynthUndMetal  

            Hatte Deinen Kommentar zu Linux-basierter Firmware überlesen. Wenn die Sachen in C++ geschrieben sind, kann man das eigentlich auf so ziemlich alles portieren. Sieht man ja z.B. bei den Mutable Instrument Eurorack-Sachen, die es ja jetzt auch im VCV Rack gibt oder alten ROMplern die als Plugin und Software wiederaufstehen. Zu Linux-basierter Hardware gibt es halt viele preisgünstige Optionen von der Stange, was die Entwicklung wesentlich vereinfacht. Früher wurden da meines Wissens auch einfach mal schnöde Motorola DSPs verwendet. Daher ist der Unterschied Linux, Arduino, FPGA, Custom Chips, etc. nicht wirklich aussagekräftig.

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              BÄM  

              Wenn du das so siehst. Für mich bleibt ein Synth, der auf einem Arduino mit Linux läuft trotzdem nichts anderes als ein Plugin mit Controller und ist definitv was anderes, als ein D50.

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    kitatta

    die dürften wohl produktionstechnisch ein wenig hinterher sein. finde weit und breit keine reviews od. user videos im netz.

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