Chorus Shootout - Boss CE-1 vs. Behringer Chorus Symphony
Knapp 900,- Euro Unterschied, viel Vintage-Vibe und Voodoo. Der Vergleich zwischen dem Behringer Chorus Symphony und dem kultigen Boss CE-1 bietet viel Gesprächsstoff.
- Effektgeschichte: Der Chorus-Effekt hat seine Ursprünge in den 1930er-Jahren und wurde durch Roland populär gemacht.
- Legendärer Sound: Der Boss CE-1 liefert den ikonischen, dreidimensionalen Chorus-Sound – heute ein rares Sammlerstück.
- Günstiger Klon: Das Behringer Chorus Symphony ahmt das Original überraschend überzeugend nach, für einen Bruchteil des Preises.
- Fazit: Klanglich nahezu gleichauf – Vintage-Fans bleiben beim CE-1, Pragmatiker greifen zum Behringer und sparen rund 900,- Euro.
Inhaltsverzeichnis
Behringer Chorus Symphony vs. Boss CE-1
Ich weiß gar nicht, ob Sie’s wussten, aber der Chorus ist ein Effekt, der mehr oder weniger durch Zufall entstand. Tatsache ist, dass der Chorus-Effekt seine Wurzeln in den 1930er-Jahren hat, als man versuchte, die Hammond-Orgel fetter klingen zu lassen, indem man sie mit einem zweiten Tongenerator ausstattete, der leicht verstimmte Töne erzeugte, um den Klang breiter zu machen.
Ein bisschen Geschichte
In den 1970er-Jahren verband die Firma Roland diesen Effekt mit einem Gitarrenverstärker – und der Rest ist Geschichte … Der JC-120 war der erste Verstärker, der diesen bahnbrechenden Effekt an Bord hatte. Dabei war dieser Verstärker nicht nur für Gitarristen, sondern auch für Keyboarder interessant. Den eigentlichen Chorus-Effekt hat die Firma Roland dann unter dem Brand Boss seinerzeit als Pedaleffekt für Gitarristen – und alle, die es sonst noch interessiert – in Pedalform gepackt. Einfach so, ohne sich Gedanken um Bauformen zu machen.
Der Boss CE-1 hat zweifellos Geschichte geschrieben. Als erster Pedaleffekt für Gitarristen und Keyboarder wurde hier die Effekteinheit des Roland JC-120 in ein externes Gehäuse gesteckt – und somit auch für Nutzer außerhalb des Roland-Universums interessant. Wer diesen breiten, quasi dreidimensionalen Sound haben wollte, musste nicht mehr zwingend einen Jazz-Chorus erwerben, sondern konnte den Effekt in einer externen Kiste kaufen. Der Boss CE-1 war ein Renner!
Dem Sound des Boss CE-1 versuchen seitdem unzählige Hersteller auf die Schliche zu kommen – nur wenigen gelingt das allerdings. Jetzt und hier haben wir einen Behringer Chorus Symphony zum Test, der gegen das Original antritt. Dieses Original hat mir dankenswerterweise ein guter Freund zur Verfügung gestellt, der einen originalen Boss CE-1 in Kommission genommen und über Reverb verkauft hat.
Boss CE-1 bei Reverb
Wer scharf auf einen originalen Boss CE-1 ist, kommt um die Plattform Reverb nicht herum. Hier sammelt sich alles, was Rang und Namen hat – und auch unser Vergleichsobjekt ist hier zu finden. Mein lieber Freund und Ladenbesitzer Armin Engelhard von Farmsound in Kassel hat mir den Boss CE-1 zum Vergleich zur Verfügung gestellt, den ihr hier auch direkt kaufen könnt.
Aber wer zum Teufel ist denn der Herausforderer?
Die Firma Behringer bietet seit geraumer Zeit das Pedal „Chorus Symphony“ an, das den Sound des originalen Boss CE-1 zum deutlich schmaleren Kurs ermöglichen soll. Ist denn dieser Klon nun eine ernst zu nehmende Alternative? Ich habe mir beide Pedale vorgenommen und demonstriere euch hier den direkten Vergleich zwischen Boss CE-1 und Behringer Chorus Symphony.
Gemeinsamkeiten
Beiden Geräten gemein ist der grundsätzliche Aufbau: Mono-Input, Stereo-Output, zwei Fußschalter für Bypass und den Wechsel zwischen Chorus und Vibrato, ein Input-Level-Controller nebst LED sowie drei Regler für die Intensität des Chorus und die Parameter des Vibrato-Effekts.
In der Praxis ist das Einbinden in ein bestehendes Setup bei beiden Geräten quasi identisch – sogar der recht empfindliche Eingang ist beiden Pedalen gemein. Ich habe beide Geräte für den Vergleich mit dem Freqport FreqInOut mit der DAW verbunden und sie reagieren auf zu hohen Input allergisch – und absolut gleich. Dass das Behringer Chorus Symphony Effektpedal dem Vorbild huldigt, ist auf den ersten Blick klar und unübersehbar. Aber gibt’s denn auch signifikante Unterschiede zwischen den beiden Pedalen?
Unterschiede
Nun, zunächst fällt auf, dass der altehrwürdige Boss CE-1 fast doppelt so groß ist wie das Behringer Chorus Symphony Pedal. Zum einen wurde damals, wie oben beschrieben, einfach ein Gehäuse um die bestehende Chorus-Einheit gebaut, zum anderen beherbergt der CE-1 ein internes Netzteil und das Netzkabel ist fest mit dem Gehäuse verbunden. Ohne Netzteil wird der Behringer-Klon allein schon deutlich kleiner und leichter. In der Konsequenz hat der Oldie auch einen Netzschalter, auf den man beim Youngster verzichtet hat.
Für die Montage auf einem Pedalboard ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil – abgesehen davon, dass mir nie der Gedanke käme, ein knapp 1.000,- Euro teures Vintage-Pedal auf mein Board zu schrauben, um damit auf Tour zu gehen. Das gehört in die Vitrine im Studio – und bei Bedarf, unter Anzünden einer Kerze und Öffnen einer guten Flasche Rotwein, im Rahmen einer Wiedererweckungszeremonie sanft auf den Studiotisch gebettet. So!
Der auffälligste Unterschied ist kosmetischer Natur. Da hat natürlich der CE-1 mit seinem pultförmigen, extrem robusten Gehäuse und dem Vintage-Bonus ganz klar die Nase vorn. Jetzt aber ran an den Sound – selten war ich so gespannt.
Behringer Chorus Symphony und Boss CE-1 im direkten Vergleich
Das Setup für den Vergleich habe ich oben schon angerissen: Beide Geräte bekommen einen Loop im FreqInOut und so kann ich im Plug-in zwischen beiden Geräten hin- und herschalten. Genau genommen ist das die Paraderolle für das Freqport-Gerät, denn genau darum geht es: analoge Schätzchen quasi als Plug-in benutzbar zu machen.
Da wir alle wissen, dass der Boss CE-1 auch gern von Keyboardern genutzt wird, suche ich zunächst einen Loop in Logic, der so trocken wie möglich daherkommt und von allen Effekten befreit ist. Ich bin nun mal kein Keyboarder – also verzeiht mir bitte die Nutzung eines Loops. Aber bevor hinterher wieder Beschwerden kommen, wir schnöseligen Gitarristen würden die Keyboarder vernachlässigen – beuge ich lieber vor. Just kidding …
Was mich jetzt erwartet, lässt mich dann doch staunen: Ich höre zwischen Behringer Chorus Symphony und Boss CE-1 keinen signifikanten Unterschied. Zumindest keinen, der knapp 900,- Euro Preisunterschied rechtfertigen würde. Die klangliche Offenbarung mit Vintage-Flair und Voodoo-Zauber bleibt tatsächlich einfach aus. Wenn ich einen Unterschied benennen soll, dann wäre das der höchst subtile Eindruck, dass der CE-1 etwas „weicher“ klingt, die Anschläge des Pianos etwas mehr verwässert. Aber das ist der Bereich der hustenden Flöhe.
Ihr hört immer zuerst das Original, danach das Behringer Chorus Symphony Pedal mit identischen Einstellungen.
Umso spannender wird für mich jetzt das Experiment mit einem wesentlich dynamischeren Gitarrensound. Auch hier hört ihr wieder zunächst den CE-1 und direkt anschließend immer das identische File mit dem Behringer Chorus Symphony. Auch hier sind die Unterschiede marginal. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen, wurden die Ausgangsfiles mit einem Chorus aus Scuffham Amps S-Gear eingespielt, der dann natürlich jeweils gegen einen der beiden Probenden ausgetauscht wurde.
Spielt man direkt mit dem Gerät, ist der Unterschied deutlicher – allerdings eher fühl- als hörbar. Auch hier wirkt der CE-1 etwas weicher, musikalischer. Ob das am Alter liegt und die Schaltung im Laufe der Jahre „altersmilde“ geworden ist, ist dann der Voodoo-Part. Hier mögen sich die Gelehrten den Kopf weichkochen.
Der Vollständigkeit halber jage ich jetzt noch ein High-Gain-File durch die Schaltkreise der Vergangenheit und der Gegenwart. Da ist mit Dynamik nun wahrlich nicht zu argumentieren, aber auch hier wissen beide Geräte, was sie mit dem Sound machen sollen. Erstaunlicherweise kommt hier der Unterschied zwischen beiden Geräten am ehesten zum Tragen: Hier klingt der CE-1 deutlich musikalischer, weniger leiernd und satter. Damit hätte ich nicht gerechnet.




































Was waren das noch für Zeiten, als ich – fast 35 Jahre her ! – solche BOSS-Geräte (zumeist reichlich lädiert) über meine Synthie-Sammelei erhielt und dann mitunter auch wieder weiterverkaufte … so für 70-100 DM (!!!) damals
Ja, sie sind ja wirklich unkaputtbar -trotz all der Schrammen und teils heftig lädierter Reglerknöpfe!
Und nun kommt BEHRINGER und baut sie nach – zu einem Superpreis !
Und – laut diesem Vergleichstest – steht fest, dass die Kopie so unheimlich ‚dicht‘ beim Sound des Originals bleibt, dass es einem fast schwindelig werden kann.
Erst recht, wenn man die derzeit aufgerufenen Preise für die Originale betrachtet …
Gut gemacht, Uli.
Und, Uli, weiter so – (a) um die mitunter einzigartigen Sound solcher ‚historischer‘ Schätzchen in’s ‚Hier‘ & ‚Heute‘ zu retten … und (b) um den Besitzern und Verkäufern der Originale zu zeigen, dass nun nicht nur die verdienende Musiker-Elite dieser Welt über diese Sounds verfügen kann, sondern jedermann – auch jemand, der jeden Euro zweimal umdrehen muss, bevor er sein GAS befriedigt.
Gerade bei einem Chorus würde ich da widersprechen.
Chorus, Flanger, Phaser…die müssen PASSEN.
Wenn DIE einem nicht tatsächlich gefallen, ist es sinnlos, sie zu verwenden. Es wird einen immer nur stören.
@mort76 Das ist korrekt, stimmt
UND:
„Das Auge ißt mit.'“👀
ABER:
„Das Auge hört nichts!“👂
@CDRowell Keine Sorge, manche Menschen hören trotzdem mit den Augen ;)
@mort76 Meine Antwort darauf, ein entschiedenes:
Ja, nee!😇
@mort76 Ja…ich stelle AUCH gerade alles um auf Extra-Rechner, die ich per RME-HDSP-Karten und ADAT einfach als Effektgeräte nutze, so wie vorher echte Effekte.
24 Kanäle kann ich so nutzen, und da ginge noch deutlich mehr, wenns denn nötig wäre.
Ist einfach schön, wenn man sich die abgefahrensten Effektketten zusammenklicken kann, ohne auch nur EIN Kabel in die Hand nehmen zu müssen.
Bei Synthies habe ich gerne Hardware, aber bei den Effekten…nichtmehr.
@mort76 Ich habe hier ja fast nur 90er-Jahre-Hardware wie SYs, Wavestations, Tritons und so Zeug, und DIE Biester sind noch alle schön voll mit Platinen!
Letztens erst einen SY85 auseinandergebaut, um EINE Taste auszuwechseln, und es war fast zum heulen, wieviel man dafür schrauben muß…
@mort76 Ist ja witzig…ich habe hier auch den 01/W fd.
Wobei ich sagen würde: Man KANN an diesen Synthies noch was schrauben, wenns nötig ist…und die sind eben auch gebaut wie Panzer.
Das hat dann ja auch den Nebeneffekt, daß sie so groß und schwer sind, daß der Versand so teuer, und das finden von passenden Versandkartons so schwer ist, daß man sie als Selbstabholer quasi hinterhergeschmissen bekommt.
Ich habe hier einige Sachen wirklich für nur knapp dreistellige Beträge bekommen, weil beispielsweise eben eine Taste defekt war…gerade bei den Yamahas kann man die auch JETZT noch für 10 € nachkaufen, und dann muß man halt basteln.
Hat fast immer funktioniert.
Auf der negativen Seite standen dann Erlebnisse wie „eine Nacht im Hauptbahnhof“, weil der 30kg-Kurzweil SO untransportabel war, daß ich es nichtmehr nach Hause geschafft habe.
@mort76 Jetzt gerade baue ich in meinem Keller einen Raum zu einer Greenscreen-Bühne um, mit der Zielsetzung, da ein paar meiner Synthies vorzustellen- mir fehlen nurnoch ein paar Spengler-Schrauben und ein Sessel, dann ist das Projekt startklar!
Diese Synthies sind wirklich bezahlbar, aber es gibt zu denen nicht viel im Netz- da man nur für Musik ja nurnoch schwer Publikum findet, probiere ich jetzt mal, ob sowas wie „Bad Gear auf Deutsch“ mit einer stärkeren Betonung auf Musik (also mit ganzen Tracks statt nur mit kurz angespielten Sounds) ansich hier funktioniert.
Das läuft dann unter dem Label „SynTV“.
An der passenden Homepage https://SynTV.de programmiere ich auch gerade herum…
@mort76 cool!
gute Ideen
alles gute!
hab auch endlich das Stativ bereit.
zum 808 day ein kurzes Video gemacht.
will da mehr jams machen.😎
@Numitron Das ist auch nur die EINE Hälfte des Vorhabens…unterm Dach habe ich schon einen Raum mit 6 Synthies auf der einen Seite, einem absurd großem EDrum und einer kleinen Station mit zwei Wavedrums und weiteren Pads auf der anderen Seite, und an den Wänden und an der Decke so viel Lichttechnik von Lasern bis zu Movingheads, wie man da halt dranschrauben kann…alles gesteuert über DMX. Alles verbunden mit Recording-Kram, und zum abhören stehen unter der Dachschräge vier PA-Boxen.
jetzt fehlen noch die Webcams an den Wänden, dann versuche ich es mal mit der aufgebohrten Variante der „Corona-Wohnzimmerkonzerte“. Von denen ich die Idee habe.
Was eine Scheidung alles möglich macht…in Kombination mit dem „Ich bin jetzt fuffzich, also- jetzt oder niemehr!“-Gefühl. Wie nannte man das noch gleich?
@mort76 Das ist eine großartiges Projekt, mort76.
Ich wünsche dir einen guten Start, natürlich Erfolg und Spass 👍
@mort76 war das Espen Kraft? 😀
Ich find der Behringer eiert und schmiert fast auf allen Signalen, während das Original immer benutzbar bleibt.
@martin stimming Wie unten beschrieben:
Da wäre es sinnvoll zu wissen, zu welchem Ergebnis ein Direktvergleich mit Deinem Ausgangsmaterial kommt!
Evtl. kann der Autor das umsetzen, denn mich interessiert, was WIRKLICH bei beiden abgeht! Auch mit Deinem Material.
@martin stimming Ich bin wirklich eher Pragmatiker und kein Gegner von günstigen Geräten, die sich an Klassiker anlegen. Für mich ist das aber bei den hier gelieferten Beispielen klar zu hören. Für 79 Euro nicht überraschend, aber kein halbwegs gleichwertige Alternative. Der positive Text passt aus meiner Sicht nicht zu den Audiofiles.
@Stefan Muss dir hier ebenfalls beipflichten. Der Behringer Klon geht in die Richtung des CE-1, aber trifft dessen Klangcharakter bei dessen Kernkompetenz überhaupt nicht: wo der CE-1 das modulierte und unmodulierte Signal so herrlich quasi zu einer „wohlfühl-Chorus-Suppe“ zusammenmischt und dabei stets warm-voll-bassig klingt und dem Ganzen noch eine Prise „phaser-artiges“ Gestrudel beimengt, so ist dies alles bei der Behringer Variante überhaupt nicht zu hören. Stattdessen klirrt es eher ein wenig, bleibt kühl und kalt und Original- sowie Chorussignal vermischen sich nicht wirklich zu der genannten „Suppe“ sondern klingen wie Öl und Wasser nebeneinander her.
Ein – erst recht für das Geld – sehr gut klingender Chorus, aber wer den CE-1 Klang kennt und haben will, wird mit dem Behringer Klon eher nicht so wirklich glücklich.
@martin stimming Das ist ja son Ding Dong mit dem „Ansehen“…
Wenn ICH sehe, höär ich schon fast nix mehr!🙉
Mal im Ernst: Wie kann ICH ohne nennenswerte Ausfälle meiner Datenleitung aus dieser Entfernung etwas für andere beurteilen?
Wenn das „B-Logo“ fehlt, wie erklärt er dann glaubwürdig, dass es sein Verdienst ist?!😩
@martin stimming , ich höre jetzt auch nichts was vom Hocker reisst. Beim E Piano Beispiel klingt es „kaputt“, jedenfalls nicht wie ich es erwarten würde. Selbst das CE-1 aus der Roland Cloud klingt bossiger. Und das musste schon gegen ein CE-1 antreten. Wenn ich da jetzt ein Rhodes Stage MKII 73 durchjage passt das. Beim Behringer eher weniger. Padsounds könnten sich auch komisch anhören. Für Saiten mag es funktionieren, aber Tasten eher nicht.
@martin stimming Du hast halt – völlig ironiefrei – goldene Ohren und ne sehr gute Abhöre.
Ich hör das jedenfalls nicht, aber ich finde Chorus auf Gitarre sowieso eklig…
@mofateam echt? kein Jazz Chorus Fan? 😁
verwendet bei „one“ von Metallica zb.
OK. ist irgendwie ein Klischeesound muss ich zugeben 😀
Rabea massad ist auch kein Fan. war bei einer Show mit ihm. 🤘😎
@martin stimming Ich finde, das Eiern ist die Hauptaufgabe des Chorus. Leider sind meine Ohren nicht gut genug, um zwischen den beiden Probanden relevante Unterschiede rauszuhören – oder liegt das an meinen Augen?
@martin stimming Kann ich mich nur anschließen. Als würde zuviel moduliert im Vergleich zum CE1, nicht so subtil, wobei gerade das (mir jedenfalls) so gut gefällt. Ich könnte mir aber vorstellen daß es da bald mods für gibt die das korrigieren, ansonsten finde ich ihn nämlich recht nah dran.
@martin stimming Leider wurden beim Test wohl einfach die Poti-Positionen kopiert, anstatt nach Gehör einzustellen. Das Problem gab es auch schon beim Minimoog-Klon, dass exakt gleiche Knopf-Positionen nicht zu exakt gleichen Sounds führten, obwohl das durchaus machbar war. Offenbar haben die heutigen Potis nicht die gleichen Widerstandskurven wie damals.
😱 AUTSCH!
Mit Freude lese ich den Artikel und bemerke, Hr. B. hat wiedermal alles richtig gemacht! Hut ab.
Den BOSS-BOLIDEN durfte ich vor Jahrzehnten bespielend und mit Ehrfurcht über lange Zeit nutzen… Impressives Gerät! Auf jeden Fall! – Wusste gar nicht, dass der Preis so astronomisch daher kommen würde…
Und meibe Hoffnung zur Aufklärung der Differenzen wird jetzt genüge getan. Toll.
Vielen Dank an alle Beteiligten für diesen Realbezug zum MOJO beider Geräte.
Was mich noch interessiert, wäre ein Vergleich von Aufnahmen, die von Dritten eingesandt werden… Wer weiß, evtl. liegt die Nadel noch im Heuhaufen! Die könnte dann noch gefunden werden, um den Kopierer mit Blöße zu beschämen. 🤣👍
@CDRowell Man(n) hat ja auch nichts sinnvolleres zu tun als die Nadel im Heuhaufen zu suchen.
Wer vom vorhanden sein dieser Nadel überzeugt ist, wird sie irgendwann oder irgendwie schon finden um dem Behringer genüsslich ans Bein zu pin…. .
Das macht viel mehr Spass als mit dem eigenem Gear, das ja immer so Toll ist, zu musizieren oder produzieren.
Freundlich grüsst masterBlasterFX
@masterBlasterFX ich suchte unlängst am Bahnhof nach der Nadel im Heuhaufen! meine Schwester hat dringend ein „simtool“ gebraucht um die Karte zu wechseln. hab’s dann gefunden. 😁
@Numitron Gut gemacht – auf dich kann man sich verlassen.
Das „simtool“ hat man ja nie zur Hand wenn man es braucht.
Vorsichtig benutze ich für diesen Zweck eine Nadel, die ich aber zum Glück nicht noch im Heuhaufen suchen muss.
@masterBlasterFX nähnädel kann ich empfehlen.
aber heute noch schwerer zu finden zumindest offline. 😉
1000€ für ein altes Chorus-Pedal?? In ebay gehen die für die Hälfte weg. Und selbst das ist noch verrückt. Im Mix gehen diese feinen Unterschiede sowieso unter (und aufgrund der Bauteile-Alterung klingen auch zwei Vintage-Geräte selten gleich).
Hab hier ein sehr gut erhaltenes CE-1, das ich dem hohen erzielbaren Preis vorziehe, weil ich mit dem Klang immer noch viel anfangen kann. Es gibt allerdings auch so was wie CE-1 Glorifizierung: das aufgrund der damaligen technischen limitierungen relativ dunkel klingende Pedal ist kein universell einsetzbarer Chorus, sondern klingt am besten mit Sounds, in denen genug hohe Mitten und Höhen den sahnigen Chorus-Charakter zum Klingen bringen.
Die eher eiernd statt sahnig klingende Behringer Variante ist m.E. kein besonders gelungener Klon. Das auch hier vorgestellte Warm Audio WA-C1 gefällt mir im direkten Vergleich mit dem Original klar besser, ist ebenfalls bezahlbar, klein und handlich, wenn auch bei weitem nicht so fest gebaut wie das Original. Ich benutze es als CE-1 Hardware-Alternative zum Rumtragen – das Behringer käme für mich klanglich definitiv nicht in Frage.
Der Eingang des originalen Boss CE-1 ist anscheinend für Tasteninstrumente optimiert.
Um es als Guitarpedal zu verwenden sollte es meines Wissens modifiziert werden.