Vergleichstest 10-Zoll Monitor Aktivboxen, the box Pro Mon A10, LD Systems GT10A, HK Audio PR:O Aktiv 10Xa, RCF ART 310A MKIII, Laney CXP-110

25. März 2016

Guter Monitorsound aus 10-Zoll?

Obwohl Industrie und Musiker vermehrt auf In-Ear-Monitoring setzen, ist die klassische Wedge nicht von Bühne und Proberaum weg zu denken. So wird hier eine große Auswahl von Produkten angeboten. Viele Künstler entscheiden sich für die aktive Variante, die doch einige Vorteile bietet. So muss hier keine separate Endstufe mitgeschleppt werden, oft sind die aktiven Vertreter durch moderne Digitalamps nicht schwerer als ein passiver Monitor. Das spart Gewicht und Ladekapazität.

Ein deutlicher Mehrwert ist gegeben, wenn zusätzliche Eingänge und evtl. auch eine Klangregelung ins Spiel kommen. So kann der Monitor auch mal als Instrumentalbox oder als Klein-PA eingesetzt werden.

In drei Folgen möchte ich jeweils fünf Konkurrenten in den Größen 12″, 10″ und 8″ miteinander vergleichen. Beginnen will ich in der goldenen Mitte, fünf Wedges mit 10″ Woofer stehen heute zum Test bereit.

  • the box Pro Mon A10 249,- Euro
  • LD Systems GT10A 319,- Euro
  • HK Audio Premium PR:O Aktiv 10Xa 579,- Euro
  • RCF ART 310A MKIII 398,- Euro
  • Laney CXP-110 199,- Euro

Zuerst ein Überblick über die Features und Eckdaten.


the box Pro Mon A10

the box Pro Mon 10A

the box Pro Mon 10A

 

„the box“ ist eine Hausmarke vom Musikhaus und Musikalienversender Thomann. Der Monitor wird in drei Größen mit 10″, 12″ und 15″ Tieftöner angeboten. Im Test ist die kleinste Variante gelandet.

Was sofort auffällt, ist die moderne Formgebung des Gehäuses. Das steht aktuellen Produkten renommierter Firmen in nichts nach. Das Holzgehäuse ist mit Strukturlack überzogen, der eine recht raue Oberflächenstruktur aufweist. Die Holzarbeiten sind akkurat ausgeführt, die Lackierung ist sauber aufgetragen. Durch vier Gummifüße steht der Monitor rutschfest auf der Bühne.

Die Speaker werden durch ein Wabengitter geschützt, das über die beiden vorderen Kanten gezogen ist und so das Gehäuse unempfindlich gegen Fußtritte macht. Akustikschaum, der das Eindringen von Flüssigkeit und Kleinteilen unterbindet, fehlt leider.

Die Griffe sind links und rechts ins Gehäuse integriert. Dadurch werden die Seitenwände etwas zurückgesetzt. Das bietet links Platz für einen Hochständerflansch, rechts ist das Ampmodul eingelassen.

Das Ampmodul in der rechten Griffschale

Das Ampmodul in der rechten Griffschale

 

Dieses leistet 250 Watt RMS, die sich auf 200 Watt für den Tieftöner und 50 Watt für den Hochtöner aufsplitten. Die Komponenten werden durch einen dualen Limiter geschützt. Die Pro Mon A10 soll bei einem Übertragungsbereich von 60 Hz – 20 kHz einen maximalen Schalldruckpegel von 123 dB erzeugen.

Die Lautsprecher sind als Coax-System mit 10″ Woofer und 1″ Tweeter angeordnet. Dabei sitzt der Hochtöner in der Mitte des Tieftöners. Das erlaubt erstens ein kleineres Gehäuse und ist zweitens akustisch günstiger, da der Schall aus einer Richtung kommt, was gerade für Bühnenmonitore, aber auch für Nearfield-Monitore im Studio von Vorteil ist. Die Abstrahlung des Hochtöners beträgt 80° x 80°.

Als Eingang bietet die Mon A10 eine Line-Kombibuchse, die mit XLR oder Klinke angesteuert werden kann. Zur Weiterreichung des Signals ist eine XLR-Link Buchse vorhanden. Für die Lautstärke ist ein Drehpoti verbaut. Druckknöpfe stehen für die Soundpresets „Monitor/FOH“ und für Groundlift parat. Zwei LEDs zeigen den Betriebszustand an. Die „On“-LED leuchtet, wenn der Monitor eingeschaltet ist, die zweite LED weist  mit grün auf Signal und mit rot auf Limiting hin.

Strom erhält die Mon A10 über eine Kaltgerätebuchse, daneben der Powerschalter, ein Schiebeschalter erlaubt den Betrieb an 110V oder 230V. Eine Plastikabdeckung verhindert die versehentliche Umschaltung.

Der Mon A10 ist mit 11 kg angenehm leicht, mit 300 x 480 x 420 mm schön klein und wird mit einem Verkaufspreis von 249,- Euro überraschend günstig angeboten.

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