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Vergleichstest AlphaTheta OMNIS-DUO vs. Denon DJ Prime Go

Die beiden akkubetriebenen Leichtgewichte im Ring

6. Juni 2024
Vergleichstest AlphaTheta OMNIS-DUO vs. Denon DJ Prime Go

AlphaTheta OMNIS-DUO vs. Denon DJ Prime Go

AlphaTheta OMNIS-DUO vs. Denon DJ Prime Go – heute schicken wir zwei ganz besondere Kontrahenten in den Ring, die durch den eingebauten Akku über den normalen Leistungsumfang eines Standalone-Systems hinausgehen. Wie lange hält der Akku, welche Features bekommen wir und für wen ist so ein Gerät eigentlich geeignet? Fragen über Fragen, die wir euch heute beantworten wollen.

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Ein wenig Vorgeschichte muss hier fairerweise sein, denn der Kontext macht viel aus. Natürlich muss man wissen, dass der Denon DJ Prime Go das erste Modell dieser Art von Standalone-System ist und mittlerweile fast vier Jahre auf dem Buckel hat. Damals hat das Gerät überrascht, weil niemand wirklich mit einem solchen Standalone-System gerechnet hatte. Knapp vier Jahre später erleben wir mit dem AlphaTheta Omnis Duo buchstäblich unser blaues Wunder. Zur Einordnung sei gesagt, dass AlphaTheta die neueste Marke der AlphaTheta Cooperation ist, die auf der NAMM 2024 vorgestellt wurde. Zur AlphaTheta Cooperation gehört der wohl größte Konkurrent von Denon DJ: Pioneer DJ.

Wie ihr später noch sehen werdet, ist das AlphaTheta Omnis-Duo zwar ein eigenes Gerät, aber eine gewisse DNA von Pioneer DJ ist definitiv vorhanden.

Interessanterweise gibt es außer diesen beiden Geräten kein weiteres Standalone-System mit eingebautem Akku, insofern dachten wir, dass sich ein Vergleich der beiden Geräte trotz des zeitlichen Unterschieds der Veröffentlichung anbietet.

AlphaTheta Omnis-Duo und Denon DJ Prime Go im Überblick

Vergleichstest AlphaTheta OMNIS-DUO vs. Denon DJ Prime Go Aufmacher

Ein kleines blaues Wunder

Bei beiden Systemen handelt es sich um Ausführungen mit zwei Kanälen. Aber werfen wir zunächst einen kurzen Blick auf die Abmessungen der beiden Geräte: Hier liegt der Denon DJ Prime Go bei einem Gewicht von 3,7 kg und Abmessungen von 41,1 x 27,4 x 5,3 cm (B x T x H). Das Pendant von AlphaTheta bringt 4,6 kg auf die Waage und misst 50 x 30,7 x 7,1 cm (B x T x H). Was die Portabilität der beiden Standalone-Systeme betrifft, so ist diese natürlich bei beiden Geräten gegeben. Interessant ist, dass beim Denon DJ Prime Go auf ein Metallgehäuse gesetzt wurde und das Modell dennoch deutlich leichter ist als das AlphaTheta Omnis-Duo, das auf ein Kunststoffgehäuse setzt. Ein Punkt könnte natürlich der eingebaute Akku sein.

Die verbauten Akkus unserer Kontrahenten

Vergleichstest AlphaTheta OMNIS-DUO vs. Denon DJ Prime Go Aufmacher

Vollgepackt mit Features

Machen wir doch direkt mit dieser Thematik weiter, schließlich bietet der verbaute Akku den beiden Geräten ein Alleinstellungsmerkmal auf dem restlichen Standalone-System-Markt. Der Denon DJ Prime Go ist mit einer Laufzeit von 4 Stunden angegeben und in unserem damaligen Test konnten wir eine tatsächliche Laufzeit von 3,5 bis 4 Stunden feststellen. Das AlphaTheta Omnis-Duo hat dagegen die Nase vorn, denn es kann bis zu 5 Stunden ohne externe Stromquelle betrieben werden, eine Angabe, die wir verifizieren konnten. Allerdings kann bei beiden Geräten ein externer Akku für noch längere Unabhängigkeit vom Stromnetz sorgen. Eine Party abseits des Stromnetzes ist also mit beiden Geräten möglich. AlphaTheta stellte gleichzeitig mit dem Omnis-Duo den Lautsprecher Wave-Eight vor, der durch einen eingebauten Akku ebenfalls Unabhängigkeit vom Stromnetz bietet. Durch einen mitgelieferten Sender, der mit dem DJ-Controller der Wahl verbunden werden kann, ist nun sogar kein Kabel mehr zwischen dem Standalone-System und dem Lautsprecher nötig. Dieser Puzzlestein ergibt durchaus Sinn, denn der Akku ist zwar bei beiden Geräten ein großes Plus, aber ohne passenden Lautsprecher hilft eine lange Akkulaufzeit nicht weiter. Der Punkt des Akkus geht also an den AlphaTheta Omnis Duo.

So weit, so gut, schauen wir uns nun endlich die Geräte an. Eigentlich erwartet uns auch hier das klassische Layout, das man auch von anderen Standalone-Systemen oder DJ-Controllern kennt. Zwei außenliegende Track-Decks umschließen die innenliegende Mixersektion, die im oberen Drittel eigentlich ein integriertes Display besitzt.

Das Wörtchen „eigentlich“ verwenden wir hier nicht unbedacht, denn hier zeigt sich ein Unterschied zwischen den Geräten. Während sich der Alpha Theta Omnis Duo an diese Anordnung hält, wurden beim Denon DJ Prime Go sowohl der 3-Band-EQ als auch der Gain-Regler horizontal und oberhalb des integrierten Jogwheels platziert. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber. Trotzdem interessant, dass diese Entscheidung getroffen wurde, denn die zentrale Mixersektion mit allen notwendigen Bedienelementen hat sich seit Jahren durchgesetzt und auch Denon DJ ist dieser Linie vor und nach dem Denon DJ Prime Go treu geblieben.

Die Jogwheels sind beim Modell von Denon DJ kleiner als beim AlphaTheta Omnis-Duo. Sie sind zwar auch nicht annähernd so groß wie bei den CDJs, aber es handelt sich um kompakte Geräte. Gerade die letzten Jahre mit Controllern und Standalone-Systemen aller Art haben gezeigt, dass echte Scratch-Virtuosen mit fast jedem Equipment beeindruckende Performances hinlegen können. Für alle Normalsterblichen reichen jedoch die Jogwheels für ein lockeres Scratchen oder einfach nur zum Anpassen des Taktes völlig aus. Dennoch gewinnt in Sachen Jogwheel das Modell von AlphaTheta einen Punkt.

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Vergleichstest AlphaTheta OMNIS-DUO vs. Denon DJ Prime Go

Die Mixer-Sektion – klein, aber fein

Eine etwas ungewöhnliche Entscheidung seitens Denon DJ ist die Positionierung der Performance Pads. Befinden sich diese üblicherweise und so auch bei der Konkurrenz unter dem Jogwheel, so sind diese beim Prime GO über dem Jogwheel angebracht. Hier sei aber direkt folgendes angemerkt: Neben dem Hot-Cue-Modus stehen noch ein Loop-, ein Roll- und ein „Bank“-Modus zur Verfügung. Unser Kontrahent verfügt zwar über acht Performance-Pads, diese dienen aber von Haus aus nur zum Auslösen von Hot-Cues.

So hat das deutlich ältere Gerät in dieser Hinsicht mehr Funktionalität als der Newcomer und gewinnt den Punkt für die Performance-Pads.

Darüber hinaus verfügen beide Modelle logischerweise über einen Pitchfader sowie Cue- und Play/Pause-Buttons. Das Gerät von AlphaTheta hat darüber hinaus einige Funktionen, die wir sonst als Taster kennen, in die Software verlagert, wie z. B. den Sync-Taster oder den Taster zum Umschalten zwischen Vinyl- und CD-Modus. Beides sind jedoch Funktionen, die wir in der fehlenden Hardware-Form nicht vermisst haben. Die dadurch etwas aufgeräumter wirkende Oberfläche begrüßen wir eher positiv.

Beide Standalone-Systeme verfügen über eine Loop-Funktion per Push-Encoder. Dies ergibt in unseren Augen auch am meisten Sinn, da man so schnell einen Loop aktivieren und dann die Länge nach Belieben vergrößern oder verkleinern kann. Das manuelle Setzen von Loops ist für uns persönlich nicht unbedingt notwendig.

Interessanterweise gibt es beim Omnis-Duo pro Deck noch die Möglichkeit des Beat-Jumps. Zugegebenermaßen ist das eine Funktion, die wir beim Auflegen nicht wirklich nutzen, aber es ist interessant zu sehen, dass es eine Hardware-Option dafür gibt.

Die Effekte beim AlphaTheta Omnis Duo und Denon DJ Prime Go

Vergleichstest AlphaTheta OMNIS-DUO vs. Denon DJ Prime Go Aufmacher

Die Effekte-Sektion im Untermenü

Was das spannende Thema der Effekte angeht, so haben wir bei beiden Geräten zwei verschiedene Arten und hier kommt die Pioneer DJ DNA zum Tragen. Klassisch gibt es die Sound Color FX, die über ein bipolares Poti pro Kanal gesteuert werden und die Beat FX, bei denen man die Intensität über ein separates Poti und das Timing über Buttons einstellen kann. Hier stehen beim Omnis-Duo die gleichen Effekte zur Verfügung wie bei den DJM-Mixern von Pioneer DJ: Space, Dub Echo, Crush, Sweep, Noise und natürlich Filter.

Bei Denon DJ heißen die Sound Color FX stattdessen Sweep FX, die Funktionsweise ist aber die gleiche. Allerdings hat man hier direkt die Möglichkeit, zwei verschiedene Sweep FX pro Kanal zu aktivieren. Standardmäßig ist Sweep FX 1 als Filter eingestellt und Sweep FX 2 als Wash Out, also ein 1-Takt Echo.

Als zweite Effektart bietet das Alpha Theta Omnis Duo den Beat FX. Zwar bekommt man hier nicht die ganze Palette an Effekten, wie man sie von den DJM-Mixern kennt, aber immerhin steht dem Anwender eine solide Auswahl von acht verschiedenen Beat FX zur Verfügung: Delay, Echo, Trans, Flanger, Spiral, Reverb, Pitch und Roll. Klanglich in der gleichen soliden Qualität wie die Modelle von Pioneer DJ, einfach in der Bedienung, aber schon sehr digital klingend.

Beim Denon DJ Prime Go haben wir natürlich auch eine zweite Art von Effekten, hier unter der Bezeichnung Main FX. Ganze 30 Effekte stehen mittlerweile zur Auswahl. Durch die ständigen Updates des Engine OS sind seit der Veröffentlichung einige Effekte hinzugekommen.

Neben der größeren Auswahl an Effekten bietet Denon DJ auch die Möglichkeit, diese per Hardware zu verändern. Beim Modell von AlphaTheta müssen wir sowohl den Sound Color als auch den Beat FX über den Touchscreen auswählen. Das ist zwar kein Problem, aber wenn man schnell den Effekt wechseln will und sich gerade in einem anderen Menü befindet, kann es zu ungewollten Verzögerungen kommen.

Zu guter Letzt kommt beim Denon DJ Prime Go mit dem OS Touch FX 3.1 Update die Möglichkeit hinzu, zusätzliche Effekte über den eingebauten Touchscreen zu steuern, wie man es beispielsweise von den Modellen der Korg Kaoss Pad Serie kennt.

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Mehr Informationen

Was die verbauten Effekte angeht, so geht der Punkt hier definitiv an den Denon DJ Prime Go.

Selbstverständlich können bei beiden Geräten die Lautstärken von Main-Out, Booth-Out und den Mikrofonen über Potis an der Oberfläche der Stand-Alone-Systeme eingestellt werden. Der wohl größte Unterschied ist die Bluetooth-Funktionalität des AlphaTheta Omnis Duos. Diese ist unseres Wissens derzeit einzigartig. So kann hier eine Klangquelle via Bluetooth gekoppelt werden und das eingehende Audiosignal wird in den Arbeitsspeicher des Gerätes geladen, so dass wir mit einer kleinen Verzögerung das Bluetooth-Signal komplett mit den vorhandenen Bedienelementen des Standalone Systems steuern können. Ob Scratching, Pitch-Bending, Equalizing oder das Hinzufügen von Effekten, alles ist möglich und so lassen sich ganz normale Übergänge mit Bluetooth-Audiosignalen problemlos realisieren. Das finden wir absolut genial.

Beim Denon DJ Prime Go haben wir immerhin einen AUX-In, an den wir eine externe Soundquelle anschließen können. Diese können wir aber nicht so manipulieren, dass wir damit einen synchronen Übergang machen können. Hier gibt es also einen Punkt für den AlphaTheta Omnis-Duo.

Was die Mixing-Sektion beider Geräte betrifft, so haben wir natürlich Crossfader, Volume-Fader, LED-Anzeige zur Visualisierung der Lautstärke, Cue-Buttons und natürlich als zentrales Element die eingebauten Touchscreens. Diese sind bei beiden Modellen 7 Zoll groß und bieten genügend Platz für alle notwendigen Informationen.

Das Design beider Modelle

Über das Design kann man bestimmt streiten, einige finden das Blau bei AlphaTheta nicht schön, andere mögen nicht die Anordnung des Equalizers beim Modell von Denon DJ. Darauf möchten wir gar nicht eingehen, jedoch auf das Feeling, welches mit den Geräten einhergeht und auch wenn wir einen extra Button zum Wechseln von Effekten in Hardware-Form vermissen, so bevorzugen wir dennoch die gefühlt deutlich aufgeräumtere Oberfläche des Omnis-Duos. Gerade beim Auflegen ist es für uns angenehmer, uns aufs Mixen zu konzentrieren und dennoch haben wir alles sofort zur Hand. Die Platzierung der Steuerung von Beat FX fühlt die näher an den weiteren Mixing-Elementen liegt und abseits vom Jogwheel ist eventuell nur Gewöhnungssache, jedoch ist diese für uns logisch und gut nutzbar. Dahingehend möchten wir für die Praktikabilität der Produktoberfläche einen Punkt an den Omnis-Duo geben.

Die Anschlüsse der beiden Geräte

Schaut man sich die Anschlüsse der beiden Standalone-Systeme an, sieht man auch hier viele Gemeinsamkeiten, nur die Aufteilung ist eine andere. So finden wir beim AlphaTheta Omnis-Duo lediglich den Kopfhörerausgang in 6,3 mm und 3,5 mm Klinkenausführung auf der Vorderseite. Beim Denon DJ Prime Go befindet sich zusätzlich die gesamte Kopfhörersektion auf der Vorderseite, so dass hier neben der Lautstärke auch das Verhältnis zwischen Cue und Master eingestellt werden kann. Darüber befindet sich noch ein Poti für die AUX-Lautstärke und der SD-Card-Slot.

Test: AlphaTheta OMNIS-DUO, tragbares All-in-One-DJ-System

Die Rückseite des AlphaTheta Omnis-Duo

Die Rückseite beherbergt natürlich alle weiteren Anschlüsse, so dass wir feststellen können, dass beide Geräte über einen Main-Out im XLR-Format verfügen. Der Booth-Out ist beim Denon DJ als 6,3 mm Klinke ausgeführt, beim AlphaTheta als Cinch. Dieser Anschluss kann auch als zweiter Anschluss für den Master-Out genutzt werden, während man beim Denon DJ einen zweiten, unabhängigen Master-Out im Cinch-Format erhält. Des Weiteren verfügen beide Geräte über zwei Mikrofonanschlüsse, wobei man beim AlphaTheta Modell Abstriche machen muss, da hier nur eine Kombibuchse zur Verfügung steht, statt zwei wie beim Denon DJ. Der zweite Mikrofonanschluss ist nur als 6,3 mm Klinke ausgeführt. Kein großer Wermutstropfen, aber eine kleine Einschränkung der Anschlussmöglichkeiten. Beim Omnis-Duo gibt es auch einen SD-Karten Slot, zusätzlich haben wir natürlich bei beiden Geräten die Möglichkeit USB-Medien über entsprechende Anschlüsse anzuschließen.

Vergleichstest AlphaTheta OMNIS-DUO vs. Denon DJ Prime Go

Die Rückseite des Denon DJ Prime Go

Hier sehen wir auch einen weiteren Unterschied zwischen den Geräten, so können zwar beide an den Computer angeschlossen werden, jedoch gibt es beim Denon DJ Prime Go noch USB-B und beim Omnis-Duo USB-C.

Aufgrund des frontseitigen Potis bleibt natürlich abschließend noch der AUX-In via Cinch beim Modell von Denon DJ zu erwähnen.

An den Anschlüssen sehen wir die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten der beiden Kontrahenten, ob einfach zu Hause via Cinch angeschlossen oder via XLR an eine größere Anlage, beides ist möglich. Natürlich sehen wir auch immer gerne den Booth-Out. Der Punkt für die verbauten Anschlüsse geht somit natürlich an das Modell von Denon DJ

Für alle, die gerne ihre Sets aufnehmen und einen Record-Out-Anschluss vermissen, haben wir eine gute Nachricht: Bei beiden Geräten funktioniert das komplett Software intern. So könnt ihr eure Mixe direkt auf den angeschlossenen USB-Stick oder die SD-Karte aufnehmen. Externe Aufnahmegeräte und weitere Kabel werden also nicht benötigt und auch das tut der Kompaktheit beider Modelle richtig gut.

Neben den genannten Soundquellen in Form von USB-Stick, Anschluss an den Rechner oder SD-Karte, AUX oder Bluetooth kommen noch Streaming-Dienste.

Denon DJ unterstützt dabei beatportlink, beatsource link, dropbox, soundcloud und Tidal. Bei AlphaTheta muss man aktuell darauf verzichten, eventuell kommt die Unterstützung noch über ein zukünftiges Software-Update, aber momentan geht man in dieser Kategorie leider leer aus. Lediglich der Service CloudDirectPlay, mit dem bei aktiver Internetverbindung Songs aus der eigenen Musikbibliothek gespielt werden können, kann mit dem AlphaTheta Omnis-Duo verwendet werden. Was diese Kompabilität angeht, müssen wir einen Punkt für den Prime Go vergeben.

Der Klang vom AlphaTheta Omnis-Duo und dem Denon DJ Prime Go

Kommen wir zum Klang der beiden Kontrahenten. Von den Herstellerangaben her liegen beide Modelle mit einer Abtastrate von 44,1 kHz und einer Bittiefe von 24 Bit gleichauf. In der Praxis hat der Prime Go jedoch einige Probleme. Bevor ein Peak-Signal angezeigt wird, hört man bereits Verzerrungen im Klang. Außerdem ist der Klang in den Bässen etwas dröhnend und in den Höhen nicht so scharf. Für zu Hause ist der Klang völlig ausreichend, aber auch in einer größeren Anlage gefällt uns das nicht wirklich.

Vergleichstest AlphaTheta OMNIS-DUO vs. Denon DJ Prime Go Aufmacher

Verzerrungen vor der Peak-LED sind nicht das, was wir uns wünschen

Die AlphaTheta Omnis Duo hat diese Probleme nicht. Ein voller, aber sehr neutraler Klang ohne Verzerrungen ist genau das, was wir von dem Gerät erwartet haben. Ein klarer Punkt für das Gerät von AlphaTheta.

Die Zielgruppe und Preise der beiden Modelle

Die Zielgruppe der beiden Geräte ist klar definiert, es geht um Anwender, die überall und jederzeit und eben teilweise auch ohne Stromanschluss eine Runde mixen wollen. Durch die Kompaktheit ist dies auch problemlos möglich und das geringe Gewicht der beiden Standalone-Systeme garantiert eine leichte Handhabung. Denkt man an das klassische DJ-Setup, bestehend aus zwei Plattenspielern und einem Mixer, dann an die Entwicklung hin zu kompakten DJ-Controllern, die aber eine Verbindung zum Computer brauchten und generell an die Errungenschaft der Standalone-Systeme, so sind diese beiden Modelle ein Meilenstein in der DJ-Geschichte, in einem kompakten Formfaktor mit eingebautem Akku fast überall die Party steigen lassen zu können. Durch die Anschlüsse reicht der Einsatzbereich von den ersten Gehversuchen am Mischpult, bis hin zu mittelgroßen Veranstaltungen. Für alle, die in diesem Bereich tätig sind oder ein Standalone-System haben, mit dem sie viel unterwegs sind, sind beide Geräte geeignet.

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Die Bluetooth-Sektion des OMNIS-DUOs

Preislich gibt es einen Unterschied, so liegt der Denon DJ Prime Go, der zwar schon ein paar Jahre alt ist, aber durch gute Updates immer noch am Puls der Zeit ist, aktuell bei 999,- Euro. Wer sich für das Modell von AlphaTheta entscheidet, muss aktuell 1365,- Euro bezahlen. Hier sprechen wir bereits von einem deutlichen Preisunterschied. Die etwas längere Akkulaufzeit dürfte diesen nicht wirklich rechtfertigen, allerdings ist die Bluetooth-Funktionalität, die das Auflegen in vollem Umfang ermöglicht, schon ein geniales Feature, das dem einen oder anderen Nutzer das Geld definitiv wert sein dürfte.

Wer noch mehr über die beiden Geräte wissen möchte der findet hier den Testbericht für das Modell von Denon DJ und hier den Test zum Omnis Duo.

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Fazit

Wer mitgezählt hat, weiß, dass es ein hauchdünner Sieg ist und nur mit einem Punkt entscheidet das AlphaTheta Omnis Duo diesen Vergleich für sich. Dabei möchten wir noch einmal betonen, dass es nichts damit zu tun hat, dass der Denon DJ Prime Go schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, nein, gerade durch die grandiosen Updates von Denon DJ ist das Gerät immer noch aktuell und wie wir gesehen haben, schlägt es den AlphaTheta Omnis-Duo gerade in Sachen Effekte sowohl vom Umfang als auch von der Handhabung, aber die Bluetooth-Funktionalität am Gerät von AlphaTheta ist einfach genial und so vielseitig einsetzbar, wobei man als DJ immer noch die Kontrolle behalten kann. Genau das, zusammen mit einem ansonsten super soliden Gerät, macht für uns den feinen Unterschied aus und kürt dieses Standalone-System zum Sieger des heutigen Vergleichstests.

Preis

  • AlphaTheta Omis-Duo: 1365,- Euro
  • Denon DJ Prime Go: 999,- Euro
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Kundenbewertung:
(36)
Forum
  1. Profilbild
    Florian

    Man sollte erwähnen, dass Pioneer Geräte tendenziell absolut gar keine Updates mit neuen Features bekommen während Denon konstant extrem große Updates bekommt.

  2. Profilbild
    DJ JohnG

    Es ist Euch entgangen, dass der Denon Prime Go die Bluetooth-Funktion ebenfalls hat!! Dazu kommen die regelmäßigen Updates und der deutlich bessere Preis von derzeit 965,00 €.

    Er liegt daher für mich deutlich vorn.

    • Profilbild
      The Droids RED

      @DJ JohnG Hallo DJ JohnG,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Soweit uns bekannt ist, wurde mit der Engine OS 3.4 Version die Unterstützung von Bluetooth hinzugefügt, allerdings können Songs, die via Bluetooth in den Denon DJ Prime Go eingespeist werden, nicht in der Form manipuliert werden, wie es beim AlphaTheta Omnis Duo der Fall ist. Die Möglichkeit, über den Pitchfader das Tempo und über das Jogwheel den Beat anzupassen, ist unseres Wissens leider noch nicht vorhanden, weshalb wir diesen Punkt an den Omnis-Duo vergeben haben. Sollten wir uns in diesem Punkt irren, gebt uns bitte Bescheid, dann passen wir das nochmal an, nur haben wir leider kein Gerät mehr zum Testen hier.

      Liebe Grüße!

  3. Profilbild
    DJ JohnG

    Und nicht zu vergessen bitte: die On-The-Fly-Analyse der Tracks, auch wenn sie mit rekordbox eingelesen sind, ist unschlagbar beim Denon Prime Go.

    In der Praxis irre gut!

  4. Profilbild
    DJ Ronny

    Mir gefällt der Denon auch besser. Ein praktischer Punkt ist auch das Metall Gehäuse, für Mobilität bestimmt besser.

  5. Profilbild
    MK D-J

    Ein Kollege und ich haben uns gerade eine Prime Go als Backup und für spezielle Gigs zugelegt. Wir sind beide überzeugte und zufriedene Denon User. Auch mit dem kleinen Ding kann man professionelle Jobs erledigen. Da ist an alles gedacht worden. Ich ärger mich im Nachhinein ein bisschen im letzten Jahr noch eine SC Live 4 erstanden zu haben. Der Bildschirm ist bei der kleinen nämlich genau so groß, das Gerät nimmt so wenig Platz weg, ist unglaublich transportabel und leicht. Mit Akku-Laufsprechern wird’s dann richtig interessant. So etwas hätte ich mir vor 25 Jahren gewünscht.

  6. Profilbild
    workwithmusik

    Zum Absatz:“Beim Denon DJ Prime Go haben wir immerhin einen AUX-In, an den wir eine externe Soundquelle anschließen können. Diese können wir aber nicht so manipulieren, dass wir damit einen synchronen Übergang machen können. Hier gibt es also einen Punkt für den AlphaTheta Omnis-Duo.“

    Warum geht jetzt der Punkt an Omnis-Duo? Weil der „AUX-In“ wegen „fehlender Manipulationsmöglichkeiten“ euch keinen synchronen Übergang ermöglicht hat??????? Dank Ableton Link kann z.B. eine MPC live2 synchron laufen, Plattenspieler ist ebenfalls mit etwas Skill schnell synchronisiert. Den Anschein zu erwecken das der AUX-IN am Denon „fast nutzlos“ ist ……, überhaupt der Vergleich in diesem Ansatz….. BT vs AUX-In…..

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