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Vergleichstest: Behringer K-2 vs Korg MS-20 Synthesizer

9. Oktober 2019

Behringer K-2 vs Korg MS-20 (OTA-Filter-Version)

Behringer K-2, bei einem Test eines von Behringer hergestellten (aber nicht offiziell als solchen bezeichneten) Klons, nimmt der Tester immer Platz auf dem heißen Stuhl; umso mehr, wenn man das 319,- Euro teure Gerät mit dem Vorbild, eines originalen Korg MS-20 von 1980 vergleicht, dessen Gebrauchtmarktwert zurzeit ca. bei 1200,- Euro liegt. Dabei handelt es sich um einen MS-20 mit dem zweiten Filtertypen (basierend auf dem OTA 13600), also nicht dem von Korg eigens entwickelten Filterchip Korg 35. Welche Filterversion ein originaler MS-20 hat, lässt sich meistens an der Schraube auf der prominenten VCA-Abbildung auf dem Panel erkennen. Ist diese vorhanden, ist es vermutlich ein MS-20 mit OTA-Filter. Da es aber einige wenige Ausnahmen bei den insgesamt 20000 hergestellten Exemplaren gibt, lässt sich das Filter nur eindeutig durch das Aufschrauben der linken Gehäuseseite erkennen. Sieht man dann im Inneren eine Platine, die huckepack auf der Mutterplatine sitzt, ist es eindeutig das OTA-Filter.

Two Filter or not two Filter? Die OTA-Version des Originals des Filters sitzt Huckepack auf der Hauptplatine.

Warum so spezifisch beim Filter? Nun die beiden Filtertypen unterscheiden sich hörbar. Zum einen entwickelt das Korg IC-35 Filter (Filtertyp 1) in bestimmten Lagen ein Zischen oder Rauschen, das dann dazu beiträgt, dass die Filterresonanz wortwörtlich schreit. Aber auch der Filtertyp 2 eines originalen MS-20 schreit immer noch ganz ordentlich. Einer der Gründe, warum der MS-20 in Kreisen experimenteller Musik beliebt war, ist und bleibt. Der Behringer K-2 hat deswegen, folgerichtig einen Schalter für FILTER 1 und FILTER 2. Welcher nun welchen originalen Typ darstellen soll, lässt ich nirgendwo in Erfahrung bringen. Ich bin mir aber sicher, dass FILTER 1 eben das Korg IC-35 Filter nachbilden soll. So klingt FILTER 2 auch eher wie der in meinem MS-20. Da ich keinen MS-20 mit Filtertyp 1 besitze, kann ich auch nichts zur Klangtreue aussagen. Auf jeden Fall rauscht der K-2-Filtertyp 1 in bestimmten Lagen recht ausladend, so dass ich froh bin, einen OTA-MS-20 zu besitzen.

Noch mal kurz die Basics, bitte

Fangen wir mal bei den Basics an. Der Behringer K-2 ist ein monophoner Synthesizer mit 2 Oszillatoren (die sich übrigens auch paraphon spielen lassen), Ringmodulation und Rauschgenerator. Dabei wird er, genau wie der MS-20 über eine Hz/Volt-Charakteristik angesteuert. Das erschwert die Integration in die Eurorack-Welt, da hier Volt/Oktave dominiert. Viele MIDI-to-CV-Interfaces beherrschen allerdings Hz/Volt. Trotzdem wäre ein zusätzlicher Volt/Oktave-Eingang vorteilhaft gewesen. Über den FM-Eingang TOTAL bzw. FREQ ist es zwar möglich, eine Volt/Oktave-Charakteristik zum Ansteuern zu nehmen, aber erstens ist die Einstellung über die Potis fummelig und neigt zur Instabilität und zweitens fallen dann diese Eingänge für Modulationen weg.

Behringer K-2 e

DIN-MIDI-In und USB-MIDI bietet der Behringer K-2 auch DIN-MIDI-Thru, jedoch kein MIDI-Out. Über DIP-Schalter stellt man den MIDI-Kanal ein.

Ähnliches gilt für den Trigger-Eingang; hier kommt wie beim Original ein Switch-Trigger zum Einsatz. Dieser verhält sich genau umgekehrt zum üblichen Voltage-Trigger. Er wird durch ein 0-Volt-Signal (also Kurzschluss) ausgelöst.

Der Behringer K-2 besitzt ein kaskadiertes HP- und LP-Filter mit Eigenresonanz, einen LFO, der nicht bis in den Audiobereich reicht und zwei Hüllkurven. Das Ganze geht durch einen VCA. Als semimodularer Synthesizer ist er schon vorverdrahtet, so dass man keine Strippen ziehen muss, um dem Gerät Klänge zu entlocken. Die Patchbay bietet verschiedene Punkte, Audio- oder Steuersignale auch anders zuzuweisen. Besonderes Augenmerk ist auf den externen Eingang zu legen. Hier kann man ein Signal einspeisen und daraus eine Steuerspannung analog zur Tonhöhe sowie eine Hüllkurve und einen Trigger ableiten. Bereits am Eingang kann das externe Signal über den SIGNAL LEVEL übersteuert werden, dass es kracht.

Behringer K-2 a

Die „Hommage“ an den ikonischen Synthesizer. Das Panel hat 75 % der Größe des MS-20.

Der Behringer K-2 kommt wieder in einem Wannen-Rack mit schlanken Holzseitenteilen. An der Wanne selber befinden sich die Anschlüsse für DIN-MIDI und USB-MIDI sowie der Stromanschluss für das mitgelieferte Netzteil. Außerdem befindet sich hier der unsymmetrische 6,3 mm Klinkenausgang sowie der DIP-Schalter für die Einstellung des MIDI-Kanals. Der Behringer K-2 hat aber auch wie das Original einen Ausgang auf dem Panel, dort jedoch im 3,5 mm Format.

Behringer K-2

Die Patch-Buchsen sind alle vom 3,5 mm Typ. Nur der Audioausgang auf der Rückseite ist eine 6,3 mm Klinkenbuchse.

Man kann das ganze Gerät aus der Wanne raus- und mit dem mitgelieferten Eurorack-Bus-Kabel auch ein Eurorack-Rahmen reinschrauben. Die Wanne selbst ist nicht direkt mit Eurorack-Modulen kompatibel, da sie keinen Eurorack-konformen Bus hat. Alle Teile (Potis und Patch-Buchsen) auf dem Panel sitzen direkt auf der Platine und sind nicht mit dem Gehäuse verbunden, ein heftiger Schlag könnte also die Platine bersten lassen. Das Ganze macht trotzdem einen soliden Eindruck und die Potis haben alle einen einheitlichen Gleichlauf mit einem angenehmen Drehwiderstand. Auch die Buchsen machen einen soliden Eindruck und werden wohl viele Steckvorgänge überleben. Als Anleitung gibt es zurzeit nur einen englischsprachigen Quickguide als PDF. Dort sind kaum mehr Informationen zu finden als das, was jedes Bedienelement generell macht. Also keine Erklärung z. B. zu den Filtertypen.

Alles kleiner, aber nicht winzig

Natürlich sind durch die Miniaturisierung alle Potiknöpfe und Patch-Buchsen geschrumpft. Das finde ich eigentlich nur bei den Filterpotis schade, da ein größerer Knopf eben feinfühligere Einstellungen erlaubt und Feingefühl ist bei den divenhaften Filtern des MS-20 ein Muss. Insgesamt wirkt das 25 % kleinere Gerät gar nicht so viel kleiner. Allein die 6,3 mm großen Patch-Buchsen des MS-20 wirken riesig im Vergleich.

Interessanterweise wird auf der Produktseite des Behringer K2 das eigentliche Vorbild, der Korg MS-20 mit keinem Wort direkt erwähnt. Dort steht lediglich:

Although only produced from 1978 to 1983, Korg synthesizers have been favored by numerous world-famous artists … An ultra-affordable homage to that iconic synthesizer with all the features of the original and then some, the K-2“

An dieser Stelle muss dann auch die Frage erlaubt sein, ist es überhaupt sinnvoll, eine „Hommage“ danach zu beurteilen, wie gut sie das Honorierte kopiert? Denn immerhin ist eine solche zwar ein Ausdruck von großem Respekt und Ehre, hat jedoch nichts mit einer Kopie zu tun. Trotzdem muss man sich diesem Test stellen, wie ich finde, wenn das Ergebnis dieser Hommage, der Behringer K-2, eben genauso aufgebaut ist wie das Original inklusive Beschriftung des Patch-Feldes. Anders herum gefragt: Sollte man den Behringer K-2 also alleine danach beurteilen, wie nah er dem Original kommt? Das sehe ich nicht so, denn es kann ja immer sein, dass das Gerät bestimmte Eigenschaften hat, die vom Original abweichen, die jedoch interessant sind und eine Erweiterung des Klangspektrums darstellen.

Eine Sache der Methodik

Nun, die eine sehen es so – die anderen so. Es gab sogar Vorschläge, man solle sich mehrere MS-20 (wie wäre es denn mit 5 Stück pro Filter-Revision) und Behringer K-2 (hier sollten doch fünf reichen, oder?) besorgen, da man anhand eines Vergleichsobjektes überhaupt keine Schlüsse ziehen könne. So sehr ich die Methodik dieser Herangehensweise auch befürworte, stehen ihr in der realen Welt gleich zwei unüberwindliche Hindernisse entgegen: Zeit und Geld. Ich bitte daher um Nachsicht, wenn ich den Behringer K-2 lediglich mit dem mir zur Verfügung stehenden MS-20 vergleiche.

Ich möchte also hauptsächlich die drei entscheidenden Sektion der Geräte vergleichen: Oszillator, Filter und Hüllkurven. Trotzdem fange ich aber mal mit dem externen Signal-Prozessor an, da ich mit diesem seinerzeit meine Monsterbässe gemacht habe, indem ich das Signal etwas über das Signal-Level angezerrt habe und dann durch die MS-20 Filter gejagt habe, wobei der HP immer satt in die Resonanz gefahren wurde, jedoch bei einer sehr niedrigen Cutoff-Frequenz. Das MS-20 HP-Filter reagiert hier ja bekanntermaßen so, dass es einfach nur einen mächtigen Bassschub erzeugt, beinahe wie ein Subwoofer.

HP-Resonanz

Hier erlebe ich zunächst eine kleine Enttäuschung. Egal wie ich das Filter auch einstelle, der beschriebene Effekt will sich nicht im gleichen Maße einstellen wie beim Original. Er ist zwar da und hörbar, der Bassschub eines MS-20 ist in diesem Szenario aber um einige dB lauter. Probiere ich das Gleiche mit den internen Oszillatoren, bestätigt sich der Eindruck: Das HP-Filter entwickelt wesentlich weniger Bass als das Original. Das lässt sich auch durch keine Einstellung an dem Behringer K-2 ändern. Man kann aber bei dem MS-20 die HP-Resonanz herausdrehen und so leiser machen. Dann klingen beide wieder sehr ähnlich.

Im Alltag ist diese Verhaltensweise aber weniger hinderlich. Schließt man den Behringer K-2 an einen Bassverstärker an, wird man kaum die HP-Resonanz voll aufdrehen, denn selbst bei der Hälfte wackeln schon die Wände. Mit einem SAW auf dem zweiten VCO bekommt man so auf jeden Fall mächtig drückende Bässe mit Akzentuierung hin.

Lautstärke

Das Thema Lautstärke hat mich gleich an mehreren Stellen beschäftigt. An manchen Stellen ist das für den Klang egal, so z. B. ist die Gesamtlautstärke niedriger. Wählt man als VCO1 SAW und nimmt über Preamps mit dem gleichen Gain auf, so entwickelt der Behringer K-2 erst bei VOLUME Vollausschlag von 10 die gleiche Lautstärke wie die MS-20 bei 7,5. Es gibt noch mehr solcher Lautstärkeunterschiede. So ist die SAW-Schwingung beim MS-20 um 9 dBu lauter als die TRI-Schwingung. Beim Behringer K-2 beträgt dieser Unterschied lediglich 5 dBu. Technisch spricht das ja eher für den Behringer, denn durch den geringeren Unterschied lassen sich auch Sounds besser beherrschen. Wie gesagt – nichts was man nicht mit der Lautstärkeregelung für die Oszillatoren hinbekommen könnte. Patch-Sheets eines originalen MS-20 kann man aber so nicht direkt übernehmen, aber dazu später noch mehr.

Zur Abbildung: Netzteiltechnisch ist der Behringer K-2 der eindeutige Sieger. Links MS-20, rechts Behringer K-2. Ich persönlich habe das 50 Hz Brummen des MS-20 nicht vermisst. Denn das kann man tatsächlich hören, wenn er neben einem steht.

Oszillatoren

Primär für den Klang verantwortlich sind gerade die Oszillatoren, entscheidend für die Nähe der Hommage zum Honorierten. Alle Schwingungsformen klingen dem Vorbild wirklich ähnlich, manche mit mehr Abweichungen wie die SAW- und SQUARE-, andere mit weniger, wie die TRI-Schwingung. Allen ist aber gemein, dass sie weniger Druck im Bassbereich erzeugen, da das auch für das weiße Rauschen gilt, liegt diese Beobachtung wohl eher am nachgeschalteten Filter, das seine ganz eigenen Tücken hat. Der Vergleich wurde ohne Resonanz und mit beiden Cutoffs in Minimal-, bzw. Maximalstellung gemacht. Dass der MS-20 mehr Bass in der Grundstellung hat, kann man am besten am Spektrum beim weißen Rauschen sehen (integriert über 2,5 Sekunden). Man erkannt hier deutlich den Buckel um die 50 Hz Region.

Zur Abbildung: Vergleich der Filter im „Ruhezustand“. Links MS-20, rechts Behringer K-2.

Im Spektrum entdeckt man auch noch etwas anderes: Der Behringer K-2 entwickelt wesentlich weniger Störgeräusche im Leerlauf als das MS-20. Das liegt nicht zuletzt am Einsatz moderner Schaltnetzteile. Aber auch ist die Fertigungsqualität der Bauteile heutzutage einfach größer, was sich auch in einer geringeren Streuung auswirkt. So ist anzunehmen, dass ein K2 eher wie der andere klingt, als das bei zwei MS-20 der Fall wäre.

Das Wichtigste bei einem Oszillator ist natürlich die Stimmstabilität. Um den Vergleich besser ziehen zu können, habe ich den Behringer K-2 absichtlich Tag und Nacht laufen lassen, damit er sich „setzen“ kann. Das dürfte bei dem MS-20 mit seinen 40 Jahren wohl schon passiert sein. Allerdings werden Halbleiter generell mit der Zeit nicht besser, sondern fallen durch Prozesse wie Elektromigration auf Dauer eher aus. Zur Stimmstabilität kann ich sagen, dass die VCOs des MS-20 wie in Stein gemeißelt stehen und nur einen allmählichen Drift haben, der nach ca. 1 h verschwindet. Hier schwanken die VCOs nur um +/-0,25 Cent. Beim K2 konnte ich den langsamen Drift ebenfalls feststellen und auch dieser hörte nach spätestens einer Stunde auf.

Zur Abbildung: Sägezahnschwingung. Links MS-20, rechts Behringer K-2. Diese Rundungen sind typisch für meinen MS-20.

Um die Stabilität im Kurzzeitbereich ist es aber nicht so gut bestellt. Schwankungen von 1,5 Cent waren auch noch am Ende der Testzeit zu verzeichnen. Da es am Anfang aber deutlich mehr waren (+/-3 Cent), ist die Chance groß, dass nach einigen Tagen Betriebszeit hier Besserung eintritt. Hört man das überhaupt? Ja, die Schwankung des Korg MS-20 ist unhörbar, die des Behringer K-2 hört man ganz gut als diffuses Zappeln. Dieses Zappeln wird uns übrigens noch später begegnen.

Filter

Das bringt uns zu den Filtern, dem Streitpunkt eines MS-20 Klons (und auch einer Hommage). Manche lieben ihn, andere verabscheuen den durchdringenden Klang der Resonanzen, der das Gerät wortwörtlich schreien lässt. Ich finde diese Eigenschaft ja sehr prickelnd, weswegen ich auf die beiden Filter besonders gespannt bin. Gerade die Kombination des HP- und LP-Filters und deren Modulation bringen aus dem MS-20 diese unnachahmlichen Klänge. Dabei gibt es Eigenheiten, die wohl dem nicht ganz perfekten Design (der MS-20 war seinerzeit, obwohl 1300,- DM teuer, ja eher ein Einsteigergerät) geschuldet sind. So prägt die LP-Resonanz auch bei voll geöffnetem Filter dem Sound ihren Charakter auf.

LP-Filter ganz geöffnet und obwohl die Resonanz nicht hörbar ist, beeinflusst sie dennoch den Klang des Filters – typisch MS-20. Auch der K-2 beherrscht diesen Trick.

Aber auch andere Effekte, wie ein deutliches Klopfen bei kurzen Sequenzen und einem durch die Hüllkurven gesteuertem HP-Filter, sind eher als kurios zu bezeichnen, aber eben charakteristisch für dieses divenhafte Filter, das gerne mal zu flattern anfängt, dass es ein Graus bzw. Genuss ist.

Bei meinen Klangexkursionen zeigten sich an einigen Stellen Unterschiede, an anderen Deckungsgleichheit – lustigerweise auch ganz gemischt. So konnte ich dieses Klopfen des HP-Filters bei keiner HP-Cutoff-Frequenz wirklich reproduzieren. Man kann es jedoch erahnen. Darunter und darüber allerdings verhält sich das Filter des Behringer K-2 genau wie das Original, indem es die Oszillatoren für einen kurzen Moment förmlich wegdrückt. Das ergibt einen pumpenden Effekt, der sehr dynamisch wirkt.

Gerade der External Signal Processor wird gern und oft genutzt. In meinem Fall waren die Potis für SIGNAL LAVEL, CV-ADJUST und THRESHOLD LEVEL etwas schwergänger als die für HP- und LP-Filter. Durchaus sinnvoll, denn dieses Parameter erfordern meist sehr genaue Einstellungen.

Gerade der External Signal Processor wird gern und oft genutzt. In meinem Fall waren die Potis für SIGNAL LEVEL, CV-ADJUST und THRESHOLD LEVEL etwas schwergängiger als die für HP- und LP-Filter. Durchaus sinnvoll, denn dieses Parameter erfordern meist sehr genaue Einstellungen. Man kann hier auch den GND-Trigger erkennen, den auch der MS-20 hat.

Eine weitere Sache: Das LP-Filter des Behringer K-2 klingt stets ein wenig offener, als ob eben mehr hohe Frequenzen durchkommen. Dadurch wirkt es moderner und das LP-Filter des MS-20 dagegen ein wenig muffig. Bei den Beispielen musste ich deswegen stets den LP-Cutoff beim K2 ein wenig herunterdrehen, um gleiche Klänge zu erhalten. Also habe ich das Filter der MS-20 nachjustiert, was durch eine kleine Öffnung auf dem Panel zu bewerkstelligen ist. Aber auch dadurch konnte ich den helleren Charakter der K-2 nicht nachstellen. Es wäre natürlich genial gewesen, hätte der Behringer K-2 auch so eine Möglichkeit, denn so könnte man ihn auch anpassen.

Thema Parametrisierung

Man kann von einem Klon (und wohl erst recht nicht von einer Hommage) nicht erwarten, dass alle Werte exakt so parametrisiert sind wie beim Original, zumal es auch schon dort durch Bauteiltoleranzen und Altersprozessen zu Streuungen kommt. Das hat sich beim Test durch alle Ebenen gezogen. Die gesuchten Klänge waren zwar in der Nähe, aber nie genau bei den Werten des Originals zu finden. Das finde ich auch nicht schlimm, es bedeutet lediglich, dass man alte Patch-Sheets nicht eins zu eins übernehmen man.

Problematischer wird es erst, wenn man Einstellungen am Original machen kann, die am Behringer K-2 überhaupt nicht möglich sind. Ein Beispiel dafür ist oben angeführt. Und auch beim LP-Filter verhält sich die Resonanz nicht ganz so, wie ich es von meinem MS-20 gewohnt bin.

Hier begegnet uns auch die Stimmstabilität wieder. Man kann ja die Filterresonanz ganz nah bei der Tonhöhe des Oszillators setzen, so bekommt man das sogenannte Beating. Da beide Frequenzen beinahe identisch sind, hört man einen langsamen Beat, der umso schneller wird, je weiter die beiden Frequenzen auseinander sind. Und da die Stabilität eines Oszillators unter solchen Gegebenheiten, denn hier geht es um wenige Cent, von großer Wirkung ist, hört man beim Behringer K-2 an dieser Stelle mitunter ein zufällig anmutendes Flattern. Wobei ich auch hier betonen möchte, dass es gegen Ende der Testzeit besser wurde.

Behringer K-2 - Filter Reso schwankt Bsp 2 MS20 auch instabil

Die Resonanz neigt bei bestimmten Einstellungen zu einem Flattern, das sich eben auch auf den anfangs etwas flatterigen Oszillator zurückführen lässt. Oben MS-20, unten Behringer K-2.

Mein Fazit zu den Filtern: Sie sind schon nah dran, aber für mich fehlen gerade ein paar der Eigenheiten, die den MS-20 Klang für mich ausmachen. An anderer Stelle kann es aber auch sein, dass es überhaupt nicht auffällt. Dass das LP-Filter ein wenig offener in Grundstellung ist, macht eigentlich gar nichts, aber gerade das Zusammenspiel mit der Resonanz – und das gilt für HP- und LP-Filter – ist nicht ganz auf den Punkt

Hüllkurven

Zunächst dachte ich, dass ich darüber gar nicht großartig schreiben muss, es stellt sich jedoch überraschenderweise heraus, dass bei den beiden Hüllkurven die größten Unterschiede zu meinem MS-20 liegen. Denn die Form einer Hüllkurve ist eben entscheidend für die wahrgenommene Lautstärke und auch den Klang, denn man möchte ja auch das Filter ansteuern. Die Grafik zeigt es: Der Verlauf der Hüllkurve des Behringer K-2 ist deutlich mehr exponentiell.

Behringer K-2 - expo ENV2

Die Hüllkurven haben einen unterschiedlichen exponentiellen Verlauf – das machte beim Nachbauen von Patches die meisten Probleme. Oben MS-20, unten Behringer K-2.

Tatsächlich macht diese Eigenschaft die meisten Probleme, möchte man Klänge eins zu eins umsetzen. Gerade bei Sequencer-Bässen hatte ich eine schwere Zeit, den Lautstärke- bzw. Filterverlauf nachzustellen. Denn selbst wenn die exponentiellere Hüllkurve (z. B. Release) zur selben Zeit aufhört, nimmt das Ohr diesen schnelleren Abfall besonders gut wahr. Diese Tatsache zieht sich natürlich durch alles, was mit den Hüllkurven moduliert werden kann.

Der Behringer K-2 on YouTube

Fazit

Alles in allem ist die Hommage an den Synth-Klassiker von Korg doch sehr stimmig ausgefallen. Man hört deutlich den Charakter des MS-20 heraus. Allerdings ist das Filter – und hier gerade das HP-Filter – einfach zahmer. Damit ist es allerdings auch besser im Mix zu handhaben. Im Vergleich bekomme ich jedoch beim Original auch eine originale Gänsehaut, obwohl mich auch der Behringer K-2 nicht kalt lässt. Bei meinem Test, mit dem ich es mir nicht einfach gemacht habe, konnte ich feststellen: Es gibt Patches, die keiner, nie-und-nimmer in einem Blindtest unterscheiden könnte. Bei anderen wiederum kann man doch recht deutlich die Unterschiede hören, einfach deshalb, weil der K-2 bestimmte Klänge nicht hinbekommt.

Für mich persönlich würde sich die Frage stellen: Würde ich meinen MS-20 verkaufen, um mir dafür einen Behringer K-2 und eben noch weiteres Gear zu holen? Ich beantworte diese Frage ganz klar mit nein. Das hat für mich zwei Gründe. Erstens, ein rationaler, entwickelt mein Original über das HP-Filter mehr Druck und ist auch stimmstabiler; dem K-2 mangelt es hier und da an Tiefe und Plastizität. Und zweitens, ein nicht rationaler Grund, verbinde ich damit einfach Nostalgie, da der MS-20 bei fast allen meinen Platten Ende der 90er zum Einsatz kam – so ein Gerät gibt man einfach nicht mehr her.

Ich hoffe, ich konnte trotzdem deutlich machen, dass es mir nicht hauptsächlich um einen direkten Vergleich geht, obwohl der Bericht ja so angelegt ist. Aber auch eine „Hommage“ muss sich eben diesem Vergleich stellen, finde ich. Anfänglich war ich bei meinem Urteil noch etwas skeptisch. Aber da sich die Oszillator-Stabilität nach einigen Tagen einpendelte, fand ich auch keinen konkreten Punktabzug mehr gerechtfertigt, abgesehen vom umständlichen V/Okt-Eingang vielleicht. Und obwohl der Behringer K-2 im direkten Vergleich mit meinem Original in Sachen Bass und Knackigkeit etwas abfällt, aus meiner Sicht ein sehr gut. Die Kiste klingt, hat Druck und macht Spaß. Für 319,- Euro? Warum nicht sehr gut?

Zu den Beispielen. Bei einigen muss ich im Nachhinein selbstkritisch sagen, ja – hier ist z. B. die LFO-Amplitude nicht ganz einheitlich, o. ä. – nach einigen Stunden rauscht einem einfach das Ohr. Generell habe ich aber immer auf einheitliche Lautstärken und Zeitverläufe geachtet. Und jetzt freue ich mich schon auf eine angeregte und zivilisierte Diskussion und auch auf eventuelle Vorschläge, welches Patch oder welchen Sound man vielleicht noch nachreichen könnte.

Plus

  • MIDI über DIN und USB
  • ausgewogener Klang, somit besser im Mix unterzubringen
  • Klangcharakteristik in vielen Punkten identisch mit MS-20

Minus

  • Oszillator anfangs nicht so stimmstabil
  • Volt/Oktave-Eingang nur über TOTAL/FREQ
  • gerade HP-Filter ist zahmer als das eines MS-20
  • HP-Filter entwickelt nicht so viel Bass
  • Filter sind nicht von außen justierbar

Preis

  • 319,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    Joerg  

    Der K2 interessiert mich anschaffungsmässig nicht die Bohne, da ich den MS 20 schon sowas von gar nicht gut fand.
    Aber rein zum Test muss ich sagen: sehr gut ! Fundiert und gut begründet, wie ich finde.

    Dennoch werde ich den K2 mal in Ruhe antesten, da er ja „nicht“ so 100% den MS 20 wiederspiegelt ;-)
    Evtl. sind das ja genau die Sachen, die mich beim Korg so genervt haben, die jetzt einigermassen glatt gebügelt wurden.

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    Hectorpascal  AHU

    Super getestet! Mit so einer Diagnose kann Behringer noch mal ins Labor gehen und die Firmware anpassen. Wenn die denn wollen. Beim durchhören hatte ich oft das Gefühl als ob ein echter MS-20 gegen eine MS-20 Chipsound Emu angetreten ist. Überspitzt formuliert! So richtig schlecht kann ich den K2 aber nicht finden, wohl auch wegen seinen etwas klirrenden und Chipsound ähnlichen Eigenschaften. Der hat schon seinen eigenen Charakter und ist irgendwie in zwei Welten zu Hause. Nicht schlecht, ich habe Bock drauf! :)

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    dilux  AHU

    vom klang her scheint der klon recht nah an das original heranzukommen; die unterschiede bei den hüllkurven kann man allerdings bei einigen klangbeispielen recht gut hören, auch die filter unterscheiden sich etwas. bei dem preis sind das feinheiten, die man allerdings verzeihen kann, finde ich.
    und doch würde ich das original wahrscheinlich vorziehen, er scheint mir immer noch den tacken wilder, ungestümer und auch wärmer zu klingen. ist vieleicht aber auch nur einbildung….

    bin mir übrigens ziemlich sicher, daß das panel des k-2 25% kleiner als das des ms20 ist. wäre es 75% kleiner, hätte es die größe einer postkarte ;)

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      Emmbot  AHU

      Dann wäre es der MS 20 Volca.

      Schöner Test die Spektrum- und Oszilatorbilder unterstreichen schön worauf du hinaus willst super gemacht. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Nah dran mit kleinen Eigenheiten.

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      t.goldschmitz  RED

      HI Dilux,
       
      der Test hat mich so ins Schwitzen gebracht, da bin ich hier und da etwas kopflos gewesen: Es sollte heißen: hat 75% der Größe der MS-20. – Danke!

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      Cavestudioschweiz

      1A-Test; Gratulation. Der K-2 Klingt schon sehr nach MS-20, erreicht das Original in meinen Ohren aber nicht. Aber als Synthesizer für diesen Preis eigentlich wiedermal ein no-brainer.
      Wäre gespannt auf einen Vergleich mit der Mk 1 Version (Korg 35 Filter), von dem ich einen hier stehe haben. Den 1:1 zu erreichen fällt sogar meinem Korg MS-20m schwer, der ja beide Filtervarianten eingebaut hat. Der Filter des originalen MS-20 MK1 klingt irgendwie schmutziger und voller – vor allem beim Andicken mit dem HPF und Resonanz (wenigstens bei meinem – die Toleranz bei diesen Geräten war ja auch sehr hoch).

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    Analog Twin

    Sehr schöner ausführlicher und ausgewogen neutraler Test. Ich bin sicher, das es viele unterschiedliche Klangbeurteilungen der User geben wird.
    Nach über 25 Jahren ohne MS-20 ist meine Erinnerung trügerisch und nur ein ausgiebiger Check im Laden wird eine Kaufentscheidung auslösen.
    Ach ja, danke für den Verzicht auf das Bashing, Behringer hat meinem Etat viele Dinge möglich gemacht.

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    Marco Korda  

    Ein wirklich sehr guter Testbericht, so wie man es sich wünscht. Die kritischen Worte zum MS-20 habe ich auch in div. Foren schon wahrgenommen, daher fand ich diesen Bericht hier validierend. Und wie auch der Autor schon berichtete, der K-20 hat seine Berechtigung. Für sich alleine genommen, ist er ein preiserwerter und dennoch charaktervoller Synthesizer, wie mir scheint.

    Wenn ich ehrlich bin: ich würde trotzdem LIEBER das Original haben. Ich kann dem Filter viel abgewinnen und der Sound passt gut in EBM/Industrial aber auch Techno. Letztlich erreicht man das auch mit dem Behringer (q.e.d.).

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    fritz808  

    habe hier beide stehen, sowohl original als auch k-2. meine erste synth-anschaffung seit 5 oder 6 jahren, weil mein ms-20 nicht mehr reibungslos funktioniert. kann dem testbericht absolut beipflichten. werde den k-2 aber ganz sicher behalten. er mag nicht genau klingen wie das original, aber ich muss mich nicht groß umstellen und vor allem… er funktioniert.

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    penishead  AHU

    Hallo Freunde, damit das MS 20 Netzteil nicht mehr so brummt und rauschen einstreut – einfach mal die Elkos durch neue ersetzen. Dann wirds auch wieder ruhiger und besser, weil die Stromzufuhr glatter reingeht.
    Sehr guter Test, ich persönlich benötige den K-2 aber nicht! Finde ich nicht sexy genug!

    • Profilbild
      t.goldschmitz  RED

      Danke Mr. Penishead.
       
      Ja nach ein paar Jahrzehnten trocknen die schon gerne mal an oder aus. Man könnte auch gleich einen Rinkerntrafo mit reinnehmen. Oder – FREVEL – das Ganze durch ein modernes Schaltnetzteil ersetzen. Hier geht ja nix in irgendeine Sättigung des Trafos, wie das bei Röhrenamps ja durchaus vorkommt…

  8. Profilbild
    Saxifraga  

    Different Shades of KNARZzz
    Kein Synth für mich, egal in welcher Variante. Wollte immer einen haben, weil ich ihn bei DAF in de Achtzigern im Fernsehen gesehen habe. Da hol‘ ich mir lieber den Pro-1.

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      SynthNerd  

      Ja, die einzigen Klangerzeuger von Behringer, die bisher den Weg in mein Equipment geschafft haben, sind Deepmind und Odyssey. Nun warte ich noch geduldig auf das Erscheinen von PRO-1 und UBXA.
      Bei den vielen Behringer Ankündigungen muss ich mich bischen beschränken. Platz und Mixereingänge sind endliche Ressourcen.

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    ARIMUSIK

    Einer der besten Testberichte, die ich hier je gelesen habe! Und das sage ich wahrlich nicht oft. :) (bis auf paar Rechtschreibfehler *g) Ob das auch alles stimmt, werde ich dann gegen Weihnachten selbst in Erfahrung bringen. Ich habe leider nur das Original hier stehen. Die erwähnten Hüllkurven finde ich in der Tat ein Improvement. Das mit dem HP-Filter ….na mal sehen. Ich benutze den Typen eh nicht so viel.

    Und wenn es lediglich an einer Art EQ-Kurve scheitert (so lässt das Frequenzbild vermuten), dann bekommt man das im Nachhinein gut mit einem Pulteq hingebügelt. WENN man denn überhaupt will. Also nochmal: Sehr guter Testbericht – Glückwunsch dafür!

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    Son of MooG  AHU

    Mir geht es ähnlich wie Joerg. Die Hz/Volt-Charakteristik hat mich schon beim MS10 genervt, weil ich ihn nicht durch den MC-202 ansteuern konnte. Behringer hätte da zumindest eine Wahl-Möglichkeit implementieren können…

  11. Profilbild
    arnte  

    Auch von mir erstmal ein großes Lob für den Testbericht. Sehr gut und nachvollziehbar gemacht. Respekt und Anerkennung dafür!

    Ich selbst hatte bislang nur einen KORG MS20 mini. Ich mochte den Sound eigentlich. Ein paar Sachen haben mich aber so genervt, dass ich ihn irgendwann wieder verkauft habe. Vor allem war das die Spielzeugartige Haptik und das Rauschen bei offenem VCA. Auch die Hüllkurven fand ich nervig. Vor allem das „falschrumme“ Sustain. Aber auch der Verlauf hat irgendwie nie so richtig gesessen.
    Darum fände ich einen Vergleich auch zum Mini tatsächlich interessant. Wenn sich da noch was machen ließe, wäre das großartig.

    • Profilbild
      TimeActor  AHU

      Da hänge ich mich doch glatt mit dran da ich auch in der Überlegung MS20 mini stehe,- mir aber der Spielzeugcharakter (auf das Keyboard bezogen) nicht gefällt.
      Ein direkter Vergleich wäre daher auch für mich interessant.

  12. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Danke für den guten Test,wenn die Seitenteile identisch zu denen des Neutrons bzw. Model D sind,dann sind die nicht aus Holz,sondern Kunststoff in Holzoptik,für den Klang natürlich unerheblich.

    • Profilbild
      t.goldschmitz  RED

      Hm, ich habe den Neutron auch und nehme ihn oft mit zum Gig. Deswegen ist er a bissl abgeschabt. Und wenn mich nicht alle Erfahrungswerte im Stich lassen, handelt es sich (jedenfalls bei meinem Gerät) um „echtes“ Holz. Es sei denn Behringer hat extrem viel Budget in ein Pressspanimitat gesteckt?

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Mag sein das Du recht hast und ich mich irre,irgendwie hatte ich Holz anders in Erinnerung,eher so wie bei meinen vintage Geräten,meine rackbrute Seitenteile sind auch nicht aus Holz,nur Optik mit Pressmatsch,werden aber als Holz bezeichnet,meine Leder ipad Hülle stellte sich dann auch als vegan Leder raus,moderene Zeiten.Ist natürlich eigentlich auch nicht wichtig.

  13. Profilbild
    SynthUndMetal  

    Vielen Dank für den sehr guten Testbericht und den aussagekräftigen Beispielen. Der K-2 klingt zwar nicht 1:1 wie der MS-20, aber doch nahe genug. Bei dem Preis kann man daher eigentlich nicht viel meckern. Ich finde auch den Formfaktor 3HE/Eurorack sehr gut gewählt im Vergleich zu den Mitbewerbern. Könnte ich mir auch gut zusammen mit einem Moog DFAM vorstellen.

  14. Profilbild
    swissdoc  RED

    Sehr schöner Bericht, Herr Goldschmitz. Beim Betrachten der Bilder fällt mir auf, dass Behringer die Farben entsprechend der MS-20 Schulversion gewählt hat.
     
    Du schreibst, der K-2 sei paraphon spielbar. Geht das einfach so via Midi, oder wie bei Original über einen speziellen Patch auf Basis des S&H?
     
    Interessant wäre ein Vergleich der Rückkopplung (so wie beim Minimoog), nur dass hier der Phones-Out über den ESP in den External-In geht und man sehr schöne chaotische Sounds bekommt. Beim Vergleich solcher Extrem-Sounds bei verschiedenen Minimoog Versionen, der Creamware ASB Variante und den VST Simulation zieht eigentlich immer das Original als Sieger vom Platz.

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      t.goldschmitz  RED

      Hallo Doc!
       
      Danke für die Blumen. Über MIDI geht das leider nicht, nur wenn man halt VCO1 und VCO2 getrennt patcht.
       
      Das mit den Rückkopplungen mache ich mal, aber ob ich das dann hier hochladen sollte (Ohrschädigung etc.)?? Mal sehen. Ich berichte dann.

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      t.goldschmitz  RED

      Habe jetzt mal den Test gemacht, und über den oberen „Ext. In“ das Phones-Signal wieder eingespeist.
       
      Meine überraschende Erkenntnis: Die MS-20 kommt damit gar nicht klar und blubbert und wabbert unkontrolliert vor sich hin. Der Behringer K-2 hingegen produziert auf diese Weise schöne kreischende Lead-Töne, die auch kontrollierbar sind – wer hätte das gedacht?

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    tomk  AHU

    Und wieder kann mich ein weiterer ClonB nicht zum Kauf animieren, diesmal mit bedingt durch den Besitz des in meinen Augen ultimativen MS20m.

    Der Test ist echt super, RESPEKT!!!

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    Camel

    Super erster Eindruck gewonnen und vielen lieben Dank für den Vergleich!!!

    Wie habe ich mich auf dieses Behringer Teil gefreut…
    Erinnerungen werden wach, da ich mir seinerzeit den MS-20 definitiv nicht leisten konnte!

    Schade, kein V/Octave?
    Es wäre ein leichtes gewesen, 2 Buchsen mehr (VC & Trigger) als beim Original einzubauen und dies vom Proz, der eh für die Midi-Signale zuständig ist, wandeln zu lassen. Hmm.

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    BeLaBeat

    Hallo
    Seit einer Woche hab ich den K2 und Wechsel zwischen Freude und Frust. Ich beschreibe hier, ums kurz zu halten nur meine Kritikpunkte. Freue mich über hilfreiche Kommentare.
    1. ExtSignalProcesser, worauf ich mich am meisten gefreut habe. Leider frustrierend
    Unmoeglich ein sauberes Tracking einzustellen.
    Der Trigger loest unsauber, bzw meinen NEUTRON-Env gar nicht aus. Ich hab mal den VolcaBass durchgejagt, das hat halbwegs funktioniert. Aber Gitarre oder Bassgitarre ist grauenvoll.
    Stell ich mir falsch vor wie der ESP funktioniert? Oder ist er Trash und wird auch deswegen in keinem Test/Tut beleuchtet?
    2. Hz/Oct
    3. Wenn der Ton länger ausklingt, bricht er auf einmal ab, so als wird der EnvRelease einfach abgecuttet?
    =>Ok, das ist wenn der ESP aufhört Pitch zu senden… Dann fällt der OSC runter in den SubAudioBereich.
    4. Die K-2 Patchbay ist sehr limitiert
    Mir fehlt:
    LFO (triggersync & rateCV)
    Ich hätte gern mehr Aus&Eingänge um die VCO und VCF einzeln abzugreifen. z.B. um die Filter umzudrehen/einzeln. Muss mich mit der K2 Patchbay noch anfreunden.
    5.Lautstärkeabfall wenn Filter zugeht
    6. Ist normal, dass S&H-Pitch abfällt, anstatt sauber zu halten? Bzw. Tracking staucht?
    Sry für den langen NegText
    Ich hab mega Spass mit dem K2! Richtig heisser Ofen!

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      Florian Anwander  RED

      Ich kenne des K2 nicht, aber sein Vorbild. Deine Klagen kommen mir all zu bekannt vor: aus dem Jahr 1979. Der External Signal Processor der alten Korgs war ganz nett als Envelope-Follower; aber mit dem Pitch to Voltage Converter eines Gitarren-Synthesizer hatte der nicht viel zu tun. Wenn Du sowas suchst, dann tu Dich nach einem gebrauchten Korg X-911 um. Der hat nämlich ein deutlich besseres Tracking – ist allerdings immer noch nicht mit dem vergleichbar, was heutige Gitarrensynthesier bieten.

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        BeLaBeat

        Ok, danke…
        Das verbuche ich dann unter der Thematik Replika vs Hommage… Wäre halt schon cooler wenns heute ordentlich funktionieren würde, statt sowas halbgar nachzukochen…

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