Vergleichstest: Boss RC 20 XL & RC 50 / DigiTech JamMan

3. Januar 2008

Looper-Test !

Hach, wie schön war es doch in alten Zeiten: man schnappte sich ein paar alkoholische Getränke und traf sich mit dem Kumpel von nebenan zum jammen auf der Gitarre, um die neuesten Ideen, Licks und Phrasen auszuprobieren und dabei eine Menge Spaß zu haben. Klingt bekannt? Klar, aber wer weiß was gewesen wäre hätte es damals bereits diese kleinen „Looper-Kästchen“ gegeben die mittlerweile Unmengen an Speicherplatz für die besten Ideen besitzen und zudem auch noch äußerst erschwinglich geworden sind- der Weg und die Ausgaben für alkoholische Getränke wären einem vielleicht erspart geblieben(!).
Doch die Features dieser Geräte sind bei weitem nicht nur auf das simple abspielen von (vorgefertigten) Loops beschränkt, vielmehr besitzen sie in der Regel durchaus adäquate Begleit-Patterns mit denen man prima jammen kann sowie einen USB-Anschluss mit dem sich die Daten zwischen dem Looper und dem heimischen Rechner austauschen und sichern lassen.
Vielleicht hätte dies dem einen oder anderen Musiker unter uns doch zu Weltruhm verholfen – hätte man die ganzen tollen Riffs und Phrasen die bestimmt zu einem Hit geführt hätten damals doch nur irgendwie besser ausarbeiten können..
Drei der beliebtesten Looper von DigiTech und BOSS haben den Weg ins AMAZONA-Testlabor gefunden und buhlen mit ihren Features um die Gunst der Musiker, bzw. des Autors.

BOSS RC-20 XL

Der „Mittelklasse-Looper“ (im Sortiment von BOSS findet sich mit dem RC-2 noch ein kleineres Gerät) aus dem Hause Roland findet- ebenso wie die drei übrigen Probanden- seinen Platz in einem stabilen Metallgehäuse, bei welchem zwei gummierte Fußschalter als Direktzugang zu den wichtigsten Betriebsarten des Loopers dienen. Mit Hilfe dieser Schalter lassen sich die Funktionen
– Rec. (Aufnahme)
– Play (Abspielen des aufgenommenen Loops)
– Overdub (Hinzufügen von neuem Material auf bestehendes) und
– Stop
aktivieren. Weiterhin lässt sich durch den Pedaleinsatz der letzte eingespielte Loop wieder löschen („Undo-Funktion“), bzw. der Speicher (und damit das aufgenommene Material) aber auch komplett leeren.
Mit einem optional erhältlichen Fußschalter der an der Stirnseite des Loopers angeschlossen wird lassen sich die vorgefertigten Phrases, bzw. Speicherplätze durchschalten.

Der RC-20 XL besitzt neben dem Eingang für Instrumente auch einen Mikrofon-Eingang der sich mit dem an der Oberseite dazu angebrachten Regler justieren lässt. Das gleiche gilt für das Eingangssignal des Instrumenten-Eingangs. Eine Peak-LED dient für beide Eingänge als optische Kontrolle zur Signalanpassung. Leider besitzt der eingebaute Aux-Eingang solch eine Möglichkeit der Justierung nicht, somit muß das Eingangssignal vom jeweiligen Gerät aus gesteuert werden.
Die Bedienung des RC-20 XL ist recht intuitiv und das mitgelieferte Klangmaterial in Form von vorgefertigten Band-Playbacks in verschiedenen Stilen lädt zu spontanem jammen ein. Die Klangqualität der Wandler ist als gut, wenn auch nicht hervorragend zu bezeichnen. Die maximale Speicherzeit des Gerätes reicht für eine Aufnahmezeit von rund Sechzehn Minuten, und die eingebaute Quantisierungsfunktion sorgt für ein sauberes Timing. Ohne diese nützliche Zusatzfunktion wäre übrigens bei keinem der Looper ein sinnvoller Einsatz möglich.

-- Der BOSS RC-20 XL Looper --

— Der BOSS RC-20 XL Looper —

Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Nett geschriebener Test/Übersicht,mich würde nur noch interessieren was denn der Unterschied zwischen dem RC 2 und dem RC 20 XL ist. Möchte mir nämlich auch so was zulegen ;)
    An dieser Stelle auch mal ein Lob an euch, bzw. die Autoren- immer (meiner Meinung nach) sehr gute Berichte und Tests, zumindest im Gitarrenbereich!

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