Vergleichstest Chorus-Pedale: Jam Pedals, Keeley, Electro Harmonix

23. September 2017

Welches ist das beste Chorus-Pedal?

Vergleichstest Chorus-Pedale

Vergleichstest Chorus-Pedale

Der Stereochorus gehört sicherlich zu den Effekten, die den Sound der elektrischen Gitarre maßgeblich mitgeprägt haben. Man denke nur an die schimmernden Flächen in Songs wie dem „Schmachtfetzen“ schlechthin, Purple Rain von Prince oder den schwebenden Sound der Gitarre von Police-Axeman Andy Summers in Songs wie „Every breath you take“ oder „Walking on the moon“. Der mit Chorus versetzte Sound einer cleanen Gitarre ist nahezu in jeder Produktion seit den 80er Jahren zu hören – ganz gleich, in welchem Musikstil auch immer.

Ganz so ausgeprägt und auffällig ist der Einsatz eines Chorus heute vielleicht nicht mehr, allerdings ist dieser Effekt immer noch ein unverzichtbares Tool, um den Sound entscheidend anzudicken und in die Breite zu ziehen. Und obwohl heute nahezu jedes gängige Multieffektgerät auch ein Chorus Preset besitzt, ziehen viele trotzdem ein einzelnes Pedal vor.

Die Gründe hierfür sind recht unterschiedlich, manch einer möchte halt eben nur einen simplen Chorus und nicht noch gleichzeitig unzählige andere Effekte mitbezahlen. Der andere Typ Musiker gibt sich dagegen in aller Regel nicht zufrieden mit dem Sound, den die digitalen Multieffektmaschinen im Allgemeinen als Stereochorus bezeichnen und wählt daher den meist kostspieligeren Weg – über das Angebot der Boutiquepedal Hersteller und den meist analogen Weg. Doch muss es wirklich solch ein teures Pedal sein, um einen warmen und fett klingenden Chorussound hinzubekommen?

Vergleichstest Chorus-Pedale

Wir in der Redaktion sind dieser Frage mal nachgegangen und haben drei Probanden auf den Testparcour geschickt, die in ebenso drei unterschiedlichen Preisklassen agieren. Jam Pedals WaterFall, Keeley Seafoam Plus und Electro Harmonix Neo Clone heißen die Kandidaten, deren Preis von drei Kisten Bier bis zu einem Wellness-Wochenende mit dem Partner reicht. Ist der Sound deshalb auch dreimal so gut? Hören wir mal genau hin!

Electro Harmonix Neo Clone

Vergleichstest Chorus-Pedale

Facts & Features

Nicht nur von der Größe seines Gehäuses, sondern vor allem auch im Preis unterscheidet sich unser erster Kandidat von seinen drei Mitbewerbern. Beides ist nämlich recht gering, denn der mit einer analogen Schaltung bestückte Electro Harmonix Neo Clone ist bereits für knapp 50,- Euro im Handel zu bekommen. Sein Metallgehäuse in zigarettenschachtelgroßer Form ist sehr robust – und damit typisch für ein Pedal aus dem Hause Electro Harmonix, wenn auch der Minischalter zur Aktivierung der zwei Modi (Chorus und Vibe) einem groben Fehltritt vermutlich nicht viel entgegenzusetzen hat. Dagegen präsentiert sich der Metallschalter zur Aktivierung des Pedals und auch das Rate Poti in sehr widerstandsfähiger Form.

Betrieben werden kann der EHX Neo Clone mit einer 9-Volt-Batterie oder aber einem Netzadapter, dessen Anschluss sich an der Stirnseite befindet. Ein- und Ausgangsbuchse sitzen allerdings rechts bzw. links an der Gehäuseseite, sodass auch hier wieder beim Einsatz zusammen mit weiteren Pedalen mit Winkelsteckern experimentiert werden darf.

Bedienung

Zwei Modi bietet der Neo Clone also: einen herkömmlichen Chorus sowie einen eher subtileren Vibe Effekt. Die Vorauswahl dazu trifft der besprochen fragil wirkende Minischalter, das einzige Pot am Pedal (RATE) sorgt für die gewünschte Geschwindigkeit des LFOs. Bei einer derart rudimentären Ausstattung erübrigt sich jeder Blick in die mitgelieferte Bedienungsanleitung, die ohnehin nur aus einem halbseitig bedruckten Blatt Papier besteht.

Auch für den kleinsten Chorus aus dem Hause Electro Harmonix ist True-Bypass Ehrensache, somit bleibt das Gitarrensignal bei deaktiviertem Effekt absolut frei von Dynamikverlusten und/oder unerwünschten Klangfärbungen. Schließlich informiert eine rote LED  über den Betriebszustand des EHX Neo Clone, obwohl auch schon Modelle mit einer blauen LED gesichtet wurden.

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Alles in allem hinterlässt der kleine Chorus aus ruhmreichem Hause einen guten Eindruck, was die Qualität der Hardware betrifft. Doch da es auch immer Ausnahmen von Regeln gibt: Auf den Minischalter sollte man achtgeben und daher möglichst versuchen, mit dem Fuß sauber von der Vorderseite des Pedals besser den großen Metallschalter zu erwischen. Dennoch, für ein handgemachtes Choruspedal dieser Preisklasse hinterlässt der Neo Clone in puncto Verarbeitung einen verdammt guten Eindruck und vermittelt in seinem nur rudimentär designten Gehäuse zugleich das Gefühl, kein Gerät von der Stange zu besitzen.

Keeley Seafoam Plus

Seafoam_1

Facts & Features

Ganz frisch von der NAMM 2016 erreichte uns in der Redaktion der Keeley Seafoam Chorus, der nun bereits in der zweiten Version vorliegt. Die Crew um Robert Keeley ist bekannt für herausragende Boutique-Effekte, um so mehr macht dieser neue Modulationseffekt natürlich neugierig. Der Seafoam Chorus ist deutlich umfangreicher ausgestattet als unser erster Proband, der EHX Neo Clone. Kein Wunder, verschlingt er doch über das dreifache an Budget, präsentiert aber gleichzeitig auch drei verschiedene Betriebsarten und ist damit das flexibelste Gerät im Test, so viel sei schon mal vorab verraten.

Als einziger Kandidat unseres Trios besitzt der Seafoam Plus ein digitales Innenleben, das neben einem eigentlichen Choruseffekt zusätzlich auch einen Hall erzeugen kann. Drei Grundsounds bietet der Seafoam Plus an, neben den zwei Chorustypen („Seafoam“ und „Quad Chorus“) wurde ein Double Tracker Algorithmus integriert, der die Gleichlaufschwankungen alter Bandmaschinenaufnahmen simuliert. Über einen Schalter im Innern des Gehäuses kann der Grundsound des Seafoam Plus noch weiter dem persönlichen Geschmack bzw. den Bedürfnissen angepasst werden: So kann der Grundcharakter des Pedals zwischen Modern, Vintage und zusätzlich für den Betrieb mit einem E-Bass angepasst werden.

Vergleichstest Chorus-Pedale

— Die internen Schalter zur Anpassung der Grundcharakteristik des Keeley Seafoam Plus —

Hinischtlich der Hardware gibt der Keeley Seafoam Plus das erwartet gute Bild ab. Die vier fest mit dem Gehäuse verschraubten Potis für Rate, Depth, Mix und Space laufen sahnig weich auf ihren Achsen, der Minischalter mittendrin rastet sauber in seinen drei Positionen ein und auch der große Metallschalter zur Aktivierung des Seafoam Plus dürfte lange Freude bereiten. Obwohl es bei dem Preis schon auch ein Softclickmodell hätte sein dürfen.

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— Gewohnt hochwertige Verarbeitung aus dem Hause Keeley —

Schade ist auch hier wie beim Neo Clone, dass die Anschlüsse (Mono In und Out) seitlich angebracht wurden, dafür sitzt aber zumindest der Netzanschlusspin an der Stirnseite des Pedals. Ein 9-Volt-Netzadapter ist beim Keeley Seafoam Plus zwingend erforderlich, denn mit Batterien läuft hier gar nichts.

JAM Pedals WaterFall

Waterfall_1

Facts & Features

Kommen wir nun zur „Top of the range“ unseres Chorus-Trios, dem JAM Pedals WaterFall. Bei den Pedalen der griechischen Boutique-Schmiede haben wir es mit echten kleinen Kunstwerken zu tun, denn jedes der Geräte wird nicht nur in Handarbeit gefertigt, sondern auch mit den bloßen Händen bemalt. Somit ist kein Pedal wie das andere und damit ein echtes Unikat, die Hülle unseres WaterFall Chorus schmückt ein schwarzer Wasserhahn auf meeresblau schraffiertem Hintergrund. Na, das suggeriert von Anfang an doch gleich Wellenbewegungen im Sound!

Dieser Sound wird im WaterFall analog erzeugt und besitzt neben dem Chorus Preset auch ein weiteres für einen Vibeeffekt, schaltbar über zwei massive Minischalter, von denen der Zweite die Intensität des gewählten Effektes verstärkt. Zwei wie in Butter laufende Potis regeln LFO-Geschwindigkeit und Tiefe des Effektes (Speed und Depth) und eine angenehm gedimmte LED signalisiert in schwachem Blau, ob das Wasser läuft oder eben nicht.

Wer sich für das JAM Pedals WaterFall entscheiden sollte, der sollte auch für genügend Winkelstecker auf dem Pedalboard sorgen. Und das nicht nur für die beiden Klinkenbuchsen links und rechts am Gehäuse, sondern auch für den Netzstecker. Denn der sitzt leider auch an der Gehäuseseite. An der rechten, genau genommen. Wer aber auf Netzkabel verzichten kann oder will, könnte den WaterFall auch mit einer 9-Volt-Batterie in Betrieb nehmen. Allerdings ist die Wechselprozedur des Akkus nicht gerade bequem: Hierfür hilft nur das komplette Abschrauben der Bodenplatte. Keine gute Sache während eines Gigs.

Vergleichstest Chorus-Pedale

Ungeachtet dessen überzeugt der WaterFall aber mit einer ausgesprochen guten Verarbeitung. Alle Bedienelemente und Buchsen sind mit Sechskantmuttern am Gehäuse verschraubt und auch der Metallschalter zur Aktivierung des „Wasserfalls“ wirkt wie für die Ewigkeit gemacht. Es ist zwar auch kein Softklicktyp, dennoch ist hier deutlich weniger Kraftaufwand beim Schalten nötig, wie es etwa beim Seafoam Plus oder beim kleinen Neo Clone der Fall ist.

Soweit zur Begutachtung unserer drei Testkandidaten bezüglich ihrer Ausstattung und dem gebotenen. Machen wir nun also die Welle und hängen die Pedale an den Amp!

Sound & Praxis

Electro Harmonix Neo Clone

Wer von einem Choruspedal für knapp 50,- Euro nichts erwartet, wird beim Anschalten des EHX Neo Clone garantiert verblüfft sein. Trotz der sehr rudimentären Regelmöglichkeiten bietet der kleinste Chorus aus dem Hause Electro Harmonix nämlich einen richtig erwachsenen Sound! Die zwei mit dem Minischalter wählbaren Presets decken dabei so gut wie alle Wünsche ab. So gelingen warme, rotierende Vibesounds genauso im Handumdrehen wie äußerst plastisch wirkende und sanft schimmernde Chorusklänge, die sofort Erinnerungen an die Sounds von Kurt Cobain, Alex Lifeson (Rush) oder Andy Summers (The Police) wecken. Jenseits der 2-Uhr-Stellung des Ratepotis fängt das Signal dann zwar kräftig an zu eiern, ist aber selbst dann immer noch beeindruckend sauber und wabert regelrecht aus dem Speaker des angeschlossenen Amps.

NeoClone_2

— Großer Sound für kleines Geld – Electro Harmonix Neo Clone —

Das Rauschspektrum hält sich dabei in erfreulich engen Grenzen, lediglich das Knacken beim Einschalten des Neo Clone trübt das gute Gesamtbild ein wenig. Dennoch, für nicht einmal 50,- Euro hinterlässt die Miniaturausgabe des Electro Harmonix „Small Clone“ einen hervorragenden Eindruck und muss sich vor weitaus teureren Geräten überhaupt nicht verstecken. Ganz im Gegenteil, wie wir im weiteren Verlauf dieses Vergleichstests erfahren werden.

Und so klingt der Neo Clone mit sanfter Einstellung im Chorus Modus (Rate 9-Uhr-Stellung):

Nun der Sound bei einer Stellung des Rate Potis auf 11 Uhr:

Der Klang des Neo Clone im Vibe Modus. Sehr charmant, wie ich finde:

Keeley Seafoam Plus

Ein sehr feiner Sound erwartet uns im Vergleichstest Chorus-Pedale auch nach dem Einschalten des Seafoam Plus. Allerdings ist das eigentliche Chorus Preset („Seafoam“) sehr zahm ausgefallen und weit weniger auftragend als der sehr plastisch wirkende Klang des Neo Clone etwa. Hier geht es also deutlich dezenter und weniger protzig zu. Der eigentliche Chorussound dieses Pedals verbirgt sich eher hinter dem Preset „ADT“ mit seinen Phasenverschiebungen, die auch dann schließlich den Klang schön wabernd und plastisch aus dem Speaker drücken. Sehr nuancenreich und schimmernd im Klang zeigt sich auch das per Minisschalter anwählbare dritte Preset des Seafoam Plus. Der „Quadchorus“ erzeugt einen Vibe ähnlichen Sound mit einer gefilterten Modulation und reichlich zusätzlichen Obertönen.

Vergleichstest Chorus-Pedale

Der Hall als Plus beim Seafoam

Das „Plus“ in der Typenbezeichnung des Keeley Seafoam bezieht sich auf die Erweiterung der gebotenen Modulationsklänge um einen Halleffekt, der unabhängig vom gewählten Preset jederzeit mit einem eigenen Poti („Space“) zugemischt werden kann. Und auch der Hall weiß zu gefallen: Er bietet zwar keine Ausklingzeit wie etwa im Kölner Dom, dürfte aber mit seinem Sound eines mittelgroßen Raumes trotzdem für viele Benutzer vollkommen ausreichend sein. Und vielleicht sogar das eine oder andere Hallpedal auf dem Pedalboard ersetzen.

Der Seafoam im ADT Modus:

Das reguläre Chorus-Preset des Seafoam Plus:

Der Seafoam im Quadchorus Modus:

JAM Pedals Waterfall

Der WaterFall Chorus gilt ja schon lange als einer der Geheimtipps unter den Fans analoger Choruspedale. Und diesen Status besitzt dieser Bodentreter nicht zu unrecht, das wird vom ersten angeschlagenen Ton nach Klicken des Metallschalters hörbar. Vom Charakter ähnelt der Sound des WaterFall dem des EHX Neo Clone sehr, lediglich die Auflösung/Sauberkeit im Signal ist hier noch einen Tick besser gelungen und wirkt deshalb aufgeräumter als es bei dem kleinen Electro Harmonix Pedal der Fall ist. Zudem sind hier auch die Modulationstiefe und zwei verschiedene Grundsounds für den Chorus und den wunderbar warm klingenden Vibe Effekt anwählbar, was die Flexibilität insgesamt natürlich erhöht, aber dennoch nicht an den Funktionsumfang des Keeley Seafoam Plus heran reicht.

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Dafür aber besitzt der WaterFall die besten Rauschwerte aller drei Probanden, auch wenn man ihm in diesem Bereich nicht ganz frei davon sprechen kann. Bei höheren Einstellungen des Depth Potis sind, speziell im Vibe Modus während der Spielpausen, die Wellenbewegungen des LFO von einem hörbaren Rauschen begleitet. Dennoch klingt der WaterFall wirklich sehr, sehr fett! So sollte man mit dem Depth Poti vorsichtig agieren, um nicht den Rest der Band hinter einer Klangwelle verschwinden zu sehen!

Der WaterFall im Medium Chorus Mode:

Hier mit dem Minischalter auf der Plus-Positon, also im erweiterten Chorus Modus:

Und hier hören wir das WaterFall als Vibe, mit angewähltem Full Mode:

Alle Klangbeispiele wurden mit einer Music Man Silhouette Special und einem Orange Micro Dark und 1×12″ H&K Box mit Celestion Vintage 30 Speaker aufgenommen. Vor der Box wurde ein Shure SM57 platziert, die drei Testkandidaten wurden im Effektweg des Micro Dark eingeschleift.

Zum Abschluss ein wichtiger Hinweis:

Die Menge an AMAZONA.de-Artikeln rund um Effektpedale, ist enorm umfangreich. Hier eine kleine Auflistung der wichtigsten Reportagen und Workshops zu den beliebten Effekt-Pedalen – sowohl für Gitarristen, aber auch für Keyboarder und Liebhaber modularer Systeme.

Fazit

Wenn es wirklich nur um die Erzeugung eines fetten und warmen Chorussounds geht, dann dürfte der Electro Harmonix Neo Clone sicherlich ein ganz heißer Kandidat in der Auswahl sein. Ich gebe zu, im Vergleichstest Chorus-Pedale, war das genau der Sound, der mir als erstes in den Sinn bzw. die Ohren kommt, wenn ich an einen Stereo-Chorus denke: an ein breites und plastisches Klangbild mit ausreichend Obertönen garniert und kräftigem LFO-Signal ausgerüstet. Ebenso kann der sehr retro klingende Vibesound des kleinen Neo Clone regelrecht verzücken, so viel Charme besitzt der Klang. Das lässt die Macken wie das Einschaltknacken oder das Grundrauschen schnell vergessen machen. Letzte Zweifel werden schließlich beim Preis beseitigt, denn für nicht einmal 50,- Euro ist dieses Pedal einfach ein Knaller und daher eine absolute Kaufempfehlung unserer Redaktion!

Dagegen kommt der Keeley Seafoam Plus in seinem Sound gerade zu nüchtern rüber. Der Grundcharakter dieses Pedals erscheint wesentlich gemäßigter, ja geradezu gezähmt. Robert Keeley wollte mit dem Seafoam Plus den Chorus neu erfinden – herausgekommen ist eher eine Ambientmaschine für Tüftler und Klangfetischisten, die einen deutlich subtileren und weniger dick aufgetragenen Choruseffekt bevorzugen und gerne die Grenzen zwischen Vibe, Chorus, Flanger oder Phaser ausloten wollen. Das alles geschieht beim Seafoam Plus auf gewohnt hohem Keeley Niveau und wird in diesem Pedal zusätzlich noch durch einen unabhängig regelbaren Hall ergänzt.

Wem die beschränkten Möglichkeiten des Neo Clone nicht genügen, für den bleibt ja immer noch das JAM Pedals WaterFall übrig. Sein Ruf eilt ihm beileibe nicht voraus, das hat das Pedal im Vergleich zu den zwei übrigen Kandidaten in unserem Vergleich deutlich bewiesen. Die Verwendung der Original NOS Panasonic Chips innerhalb der Schaltung des hübschen, handbemalten Kästchens scheinen hier Früchte zu tragen und verleihen den WaterFall so eindeutig den besten Chorussound aller drei getesteten Geräte. Nur ist der Preis sehr happig – womit wir wieder beim EHX Neo Clone wären, der zu einem Fünftel des Preises erhältlich ist, dabei aber keineswegs fünfmal schlechter klingt. Allerhöchstens fünf Prozent!

 

Preis

  • Ladenpreis Electro Harmonix Neo Clone: 49,- Euro
  • Ladenpreis Keeley Seafoam Plus: ca.179,- Euro
  • Ladenpreis JAM Pedals Waterfall: 259,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Hallo Stephan, danke für diesen sehr interessanten Test. Du verwendest mehrfach den Begriff „Stereo-Chorus“ im Zusammenhang mit dem Neo Clone. Hat der denn einen Stereo-Ausgang? Ich habe mir nie einen gekauft, weil ich dachte, er hätte nur einen Mono-Ausgang. Gruß Andreas

    • Profilbild
      Stephan Güte  RED

      Hi Andreas,

      du hast eigentlich recht, der Begriff „Stereo Chorus“ ist etwas irreführend, wird aber umgangssprachlich in aller Regel für diese Kistchen so verwendet, egal ob Stereo- oder Mono-Signalführung. Der Neo Clone hat nur einen Monoausgang, das stimmt schon.

      Viele Grüße,

      Stephan

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Kurzer Kommentar:

    Jam Pedals kommen immer schon aus Griechenland und nie aus den USA ;-)

    Die Teile haben nicht nur NOS Chips , sondern sind anaolg diskret aufgebaut , auf entsprechend selektierten Platinen inkl. weiterer Bauteile, die nun einmal teuer sind. Das mach auch den Preis aus und eben den Klang, den kein anderes Chorus Pedal hinbekommt. Der Wiederverkaufspreis, falls man mal ein gebrauchtes angeboten bekommt, ist hoch und bleibt hoch. Somit ist auch das Jam Pedal ein absoluter best buy, weil das Pedal auch noch in 30 Jahren funtkioniert, da es auch jederzeit reparierbar bleibt. NIx digi , IC oder so was. Vor dem Hintergrund Klang, Verarbeitung , Wertstabilität ist Jam Pedal King of the Hill. Muss mal gesagt werden ;-) Ansonten , sehr schöner Testbericht

    • Profilbild
      Stephan Güte  RED

      Danke für den sehr detaillierten Kommentar :)

      Und klaro, JAM stammt aus Griechenland, wurde im Text geändert bzw. korrigiert!

    • Profilbild
      harrymudd  

      das mit dem reparierbar möchte ich arg bezweifeln – auf der Website von JAM zum Chorus steht extra ‚original NOS Panasonic chips MN3101 and MN3007‘ und diese ICs werden schon seit Jahrzehnten nicht mehr hergestellt. Wenn also so ein Baustein in 5 Jahren stirbt, fangen die Schwirigkeiten an:)
      Einige dieser BBD Chips we(u)rden zwar von Visual Sound wieder hergestellt – die beiden hier verbauten allerdings nicht.
      Die genannten ICs waren in allen Choruspedalen von Boss, Ibanez, EHX, TC usw. verbaut. Der klangliche Unterschied liegt darin begründet, dass die Hersteller die Schaltungen mehr oder weniger an ihre Vorstellungen angepasst haben aber nicht an diesen mit einem Heiligeschein versehenen Bausteinen.
      Also: einen diskret, also ohne ICs aufgebauten Chorus gibts es nicht, gab es nicht und wird es wohl auch nie geben.
      Ach Vintätsch find ich voll toll:)

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