Vergleichstest DJ-Kopfhörer 100,-€ bis 150,-€

20. Dezember 2006

DJ-Kopfhörer

Das Angebot an DJ-Kopfhörern hat in den letzten Jahren Zuwachs bekommen. In diesem Vergleichstest sollen die gängigsten Modelle einander gegenübergestellt werden und somit eine Auswahlentscheidung erleichtern. Ausgewählt wurden dazu die beiden schon länger erhältlichen Top-Modelle HD25 von Sennheiser und der MDR-V700DJ von Sony. Außerdem werden noch der relativ neue Technics RP-DH 1200 und ein etwas exotisches Modell von Vestax (DM-01) vorgestellt.

Anforderungen

Befragt man professionelle DJs nach den Gründen für ihre Vorlieben für einen bestimmten Kopfhörer, so fallen Argumente wie hoher Schallpegel, geschlossene Bauweise und Tragekomfort. Weiterhin ist auch die Wartungsfreundlichkeit im Sinne des Austauschs von defekten Teilen ein Punkt, der häufiger angesprochen wird. Die Ansprüche an das Klangbild eines Kopfhörers sind durchaus unterschiedlicher Natur, aber eine Präferenz für eine bassbetonte Wiedergabe lässt sich trotzdem ableiten.

Im Folgenden sollen alle vier Testkandidaten auf die genannten Anforderungen hin untersucht werden.

Sennheiser HD 25

Sennheiser HD 25

Sennheiser HD 25

Der von sehr vielen DJs bevorzugte HD 25 erweckt nach der Befreiung aus seiner Umverpackung nicht unbedingt den robustesten Eindruck. Ein schmaler Bügel dient der Aufhängung für die kleinsten hier im Test verwendeten Ohrmuscheln. Sollte man diesen feingliedrigen Gesellen tatsächlich mit auf die Reise und in die Clubs dieser Welt entführen? Dazu kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass ich noch keinen Kopfhörer so lange unversehrt im Einsatz hatte wie einen HD 25. Seine Anmutung täuscht also und er kann diese Hürde mit Leichtigkeit nehmen. Im Gegenteil, er kann aufgrund seiner Konstruktionsweise einen entscheidenden Gewichtsvorteil erzielen und ist der leichteste Kandidat in diesem Test. Sein Gewicht gepaart mit den weichen Polsterungen ergibt einen hohen Tragekomfort über viele Stunden.

Klang

Das Klangbild des Sennheisers ist ausgewogen und unaufdringlich. Sein Frequenzgang reicht dabei von 16 Hz – 20 kHz und man könnte fast behaupten, dass er einen neutralen Gesamtklang hat. Das ist zum einen ein Vorteil, wenn man Produktionen probehören möchte, zum anderen hätte aber eine etwas stärkere Betonung des Bassbereichs einen gewissen Vorteil in Bezug auf seine Eignung im DJ-Kontext noch weiter bestärken können. Er hat einen sehr hohen Schalldruckpegel (120 dB) und kann verzerrungsfrei über seine ohraufliegenden Ohrmuscheln hohe Lautstärken wiedergeben.

Zerlegbarkeit

Eine weitere Eigenschaft des HD 25 ist, dass man ihn vollständig zerlegen und im Defektfall auch komplett in Eigenregie reparieren kann. Somit kann vermieden werden, dass bei einem Kabelbruch im Kopfhörer oder beim Ausfall einer Ohrmuschel das ganze Gerät entsorgt werden oder für viel Geld in einer Fachwerkstatt repariert werden muss. In den gängigen DJ-Stores gibt es Ersatzteile, deren Anschaffungspreise auch in einem vernünftigen Rahmen liegen, so dass sich eine Reparatur auch lohnt. Ebenfalls kann man auch nicht nur Teile ersetzen, sondern auch welche mit einer anderen Beschaffenheit wählen – so gibt es beispielsweise Ohrpolster aus Leder oder Velours.

Kabel

Als einziger Kandidat in diesem Test hat der Sennheiser ein starres anstatt eines Spiralkabels, das am Ende über eine Steckerlösung in eine 3,5 oder 6,3 mm Buchse gesteckt werden kann. Es gibt hierzu sehr kontroverse Meinungen – aber auch hier kann Entwarnung gegeben werden. Es gibt Drittanbieter, die speziell für den HD 25 Spiralkabel anbieten. Grundsätzlich gibt es von Sennheiser auch unterschiedlich lange Kabel für dieses Modell.

Zwischenfazit

Der HD 25 ist zu Recht einer der am meisten verbreiteten DJ-Kopfhörer. Sein geringes Gewicht, seine sehr guten Klangeigenschaften und vor allem seine komplette Zerlegbarkeit machen ihn zu einem hervorragenden DJ-Kopfhörer.

PLUS

++++ hervorragende Passform und Trageeigenschaften
+++ sehr geringes Gewicht
++ sehr gute Dämmung
++ guter Klang

MINUS

(-) kein Spiralkabel

PREISE

Straßenpreis: 149 Euro

Ersatzteile:

Ersatzkabel: 26,70 Euro
Ohrpolster: 12,00 Euro (das Paar)
Kopfpolster: 5,30 Euro

Sony MDR-V700DJ

Sony MDR-V700DJ

Sony MDR-V700DJ

Der Sony MDR-V700DJ lässt aufgrund seiner Konstruktion keinen Zweifel über seine Robustheit aufkommen. Er wirkt gegenüber dem HD 25 wie ein gewaltiger Koloss. Bemerkbar macht sich dieses auch durch sein mehr als doppelt so hohes Gewicht. Trotzdem kann man auch diesem Gerät einen guten Tragekomfort bestätigen, denn sein vertikaler Umklappmechanismus sowie seine horizontale Drehfunktion ermöglichen sehr viele Tragevarianten. Praktisch ist auch, dass er zum Transport zusammengeklappt werden und dann in seinem praktischen Tragebeutel verstaut werden kann. Sein Design stand Pate für diverse Nachahmer, wobei zum Teil nur sein Aussehen kopiert wurde.

Klang

Die Ohrmuscheln des MDR-V700 DJ sind ohrumschließend und geben ebenfalls einen sehr hohen Schallpegel wieder. Sein Klangbild ist im Vergleich zu dem HD 25 etwas aggressiver im Mitten- und Höhenbereich. Eine Bassbetonung hat aber auch er leider nicht. Sein Frequenzgang liegt in einem Bereich von beeindruckenden 5 Hz – 30 kHz.

Kabel

Die Ersatzteile-Liste ist etwas kürzer als beim HD 25, trotzdem lassen sich viele der essentiellen Bauteile ersetzen. Sein Spiralkabel kann bis auf eine Länge von drei Metern gedehnt werden und hat am Ende eine geschraubte Adapter-Lösung mit 3,5 oder 6,3 mm.

Zwischenfazit

Der Sony MDR-V700DJ ist ein solider DJ-Kopfhörer und bietet über seinen flexiblen Klapp- und Drehmechanismus viele Trageoptionen. Nicht ohne Grund haben viele Hersteller sich an seinem Design orientiert.

PLUS

++++ flexible Trageeigenschaften
++++ großer Frequenzbereich
++ guter Klang

MINUS

– keine Bassanhebung

PREISE

Straßenpreis: 120 Euro

Ersatzteile:

Ohrpolster: 14,90 Euro
Kopfhörerbügel: 85,- Euro

Technics RP-DH 1200

Technics RP-DH1200

Technics RP-DH1200

Technics gilt seit vielen Jahren als einer der wichtigsten Hersteller im Bereich DJ-Tools. Die Plattenspieler dieses Herstellers gelten seit über 20 Jahren als unverwüstlich und sind somit Rock solid. Bereits mit dem RP-DJ1210 konnte Technics auf sich aufmerksam machen und bietet jetzt ein weiteres Gerät an. Sein Design erinnert sehr stark an den bereits weiter oben beschriebenen Sony MDR-V700DJ. Was beim ersten Aufsetzen sofort auffällt, ist seine sehr weiche Polsterung, die ein angenehmes Tragegefühl vermittelt und das, obwohl der Technics der schwerste Kopfhörer in diesem Test ist. Weiterhin fällt auch auf, dass er mit einem hohen Druck auf den Ohren sitzt und somit der Forderung nach einem geschlossenen Kopfhörer am nächsten kommt. Die Polsterung verhindert, dass der Druck als unangenehm empfunden wird. Die Ohrmuscheln können einzeln wegklappt werden und sind variabel arretierbar. Auch dieses Gerät kann zum Transport platzsparend zusammengeklappt werden und verschwindet auf Wunsch in einer beiliegenden Tasche.

Klang & Kabel

Sein Frequenzgang liegt bei 3 Hz – 30 kHz und zusätzlich weist er eine Bassanhebung in seinem Klangbild auf. Im direkten Vergleich aller vier Testkandidaten hat der Technics die größte Anhebung in diesem Bereich, ohne aber bei großen Lautstärken zu dröhnen oder zu verzerren. Er hat einen Schalldruck von 106 dB und ein einseitig geführtes Spiralkabel, das sehr einfach ausgetauscht werden kann. Auch er hat eine Steckerverbindung am Ende seines Kabels, an dem eine vergoldete 3,5/6,3 mm Klinke montiert ist.

Zwischenfazit

Der Technics RP-DH 1200 ist extrem weich gepolstert, so dass man ihn am liebsten gar nicht mehr absetzen möchte. Die Anhebung im Bassbereich prädestiniert ihn als DJ-Kopfhörer.

PLUS

++++ sehr guter Klang & Bassanhebung
++ extrem weiche Polsterung
+ Kabel kann leicht getauscht werden

MINUS

– schwerster Kopfhörer in diesem Test

PREISE

Straßenpreis: 149 Euro

Ersatzteile:

Ohrpolster 10,90 Euro

Vestax DM-01

Vestax DM-01

Vestax DM-01

Den Vestax DM-01 findet man recht selten in der DJ-Landschaft, trotzdem soll er an dieser Stelle vorgestellt und aufgezeigt werden, dass es durchaus Alternativen zu den Marktführern gibt, die es sich lohnt einmal näher anzuschauen. Der DM-01 wirkt robust, obwohl der verwendete Kunststoff dieses Kopfhörers etwas knarzig ist. Sein Klappmechanismus ist so konstruiert, dass er ein angenehmes Tragegefühl vermittelt und das Ohr gut abschließt. Er lässt sich zusammenklappen und macht sich somit klein für einen besseren Transport.

Klang

Betrachtet man die nackten Herstellerangaben zu seiner technischen Ausstattung, könnte man meinen, der DM-01 rangiert per se am Ende dieses Tests. Sein Frequenzgang hat einen Bereich von 18 Hz -22 kHz und sein Schalldruck liegt bei 96 dB. Der Lautstärke-Unterschied fällt aber in der Praxis nicht so deutlich aus wie auf dem Papier und mit einem gängigen DJ-Mixer hat man auch genügend Reserven am Kopfhörerausgang. Gut gefällt bei diesem Gerät auch die leichte Bassanhebung und das insgesamt sehr weiche und unaufdringliche Klangbild.

Kabel

Der Anschluss des Kopfhörers erfolgt mittels eines Spiralkabels, wobei man auch an dessen Ende eine Steckerlösung zur Verwendung mit zwei unterschiedlich großen Buchsen vorfindet.

Zwischenfazit

Der DM-01 ist ein interessanter Außenseiter, den sich Individualisten auf jeden Fall einmal anschauen sollten. Die alleinige Betrachtung der technischen Daten würden diesen Kandidaten nicht gut abschneiden lassen, aber in der Praxis kann er durchaus überzeugen.

PLUS

+++ guter Klang & Bassanhebung
(+) Geheimtipp

MINUS

– knarziger Kunststoff

PREISE

Straßenpreis: 119 Euro

Fazit

Einen eindeutigen Sieger gibt es in diesem Test nicht. Alle Kandidaten verdienen das Prädikat: Uneingeschränkt tauglich als DJ-Kopfhörer. Trotzdem sind nicht alle der vorgestellten Modelle gleich. Jeder Kopfhörer hat bestimmte Eigenschaften, die der Käufer am besten mit seinen eigenen Ansprüchen an ein solches Modell abgleichen sollte. Wer beispielsweise großen Wert auf die Austauschbarkeit der Verschleißteile legt, sollte zu dem Sennheiser HD25 greifen. Möchte man einen Kopfhörer mit einem im Bassbereich betonten Klangbild, so bietet sich der Technics RP-DH 1200 an. Wer sich gerne von der Masse absetzen will, kann zu dem Vestax-Vertreter greifen, dieser klingt ebenfalls sehr gut, seine Verbreitung ist aber derzeit noch gering. Der Sony ist zu empfehlen, wenn man unterschiedliche Tragepositionen bevorzugt. Wie man sieht, ist für jeden Geschmack etwas dabei – jetzt wünsche ich eine frohe Entscheidungsfindung.

Forum
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    AMAZONA Archiv

    Guter Bericht! Ich benutze auch den Sennheiser und kann dem Autoren nur zustimmen, für mich der beste Kopfhörer :-)

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    AMAZONA Archiv

    Danke, aber ich vermisse meinen Beyerdynamic DJX-1, kostet um 100 Euro, klingt gut, sehr gute Impulswiedergabe, viel Baß (wenn man will), angenehm zu tragen, faltbar bzw. nur eine Muschel auf Ohr wenn gewünscht, einseitig geführtes Kabel, und MONO Schalter!!! (sinnvoll, wenn man nur auf/mit einem Ohr den Kopfhörer hört…).
    Sehr gut wie ich finde, und unterschätzt bzw. noch gar nicht ausreichend registriert und gewürdigt worden!!!

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    AMAZONA Archiv

    na ja, so richtig begeistern kann mich dieser test nicht – es war mir schon davor bewusst, dass alle diese Hersteller brauchbares zeug produzieren – vor allem aber fehlen mir als altem akg-user die neuen dj-modelle des österreichischen herstellers, der sicher zu den top-anbietern gehört

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    Hab seit jeher den V700DJ von Sony und bin sehr zufrieden. Obwohl manch andere eine bessere Bassanhebung haben, ist er meiner Ansicht nach der beste Allrounder.

    VG aus Bangkok

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    Man sollte vielleicht beim Sony erwähnen, dass der Tragekomfort nicht gerade gut ist, eher sehr schlecht, denn das Teil schmerzt schon fast nach sehr kurzer Zeit.
    Bekommt man Blutleere in den Ohren.
    :)
    Klang ist allerdings top…

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    Es fehlt eindeutig der Pioneer-Kopfhörer und, wie schon erwähnt, die AKG-Kopfhörer aus Österreich. Ansonsten netter Bericht, gute Infos.

    Gruß

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    Der Vollständigkeit halber hätte erwähnt werden sollen, daß der Sennheiser HD-25 im Testfeld konzeptionell aus der Reihe tanzt. Zunächst ist er von Sennheiser nicht als DJ-Kopfhörer entwickelt worden, sondern als Monitorkopfhörer für Tontechniker im Reportageeinsatz. Da es für diesen Einsatzzweck wichtig war, den Abhörenden gut von Umgebungsgeräuschen abzuschirmen, ohne ihm jedoch einen der damals durchaus erhältlichen schweren und empfindlichen Studiokopfhörer aufzubürden, konstruierte Sennheiser den HD-25 als ebenso kleinen und leichten, wie robusten Kunststoffkopfhörer, mit geschlossenen, aber ohraufliegenden (und damit kleinen und leichteren) Schallwandlern. Der Kopfhörer kam mit seinen Eigenschaften in einer Zeit, wo es dedizierten \

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    \"DJ-Bedarf" so gut wie noch nicht gab, den Anforderungen an einen Kopfhörer, bei hoher Lautstärke in lauter Umgebung ein recht unverzerrtes Klangbild wiederzugeben, von allen damals markterhältlichen Modellen am nächsten, weshalb er sich schon vor weit über 10 Jahren als DJ-Kopfhörer quasi automatisch etablierte. Ihm liegt die mit Abstand älteste Konstruktion unter den vertretenen Kandidaten zugrunde, was dadurch umso bemwerkenswerter ist, daß außer Sennheiser bis heute kein anderer Hertseller von DJ-Kopfhörern flexiblen (und somit in der Praxis unzerbrechlichen) Kunststoff für den Bügel einsetzt. Ich habe im Laufe der Jahre schon etliche sogenannte DJ-Kopfhörer verschlissen, aber mein HD-25 – ausgerechnet KEIN DJ-Kophörer – hat noch nach acht Jahren ständigen Discoeinsatzes das erste Kabel, den ersten Bügel und nicht ein gebrochenes Gelenk. Man zeige mir beispielsweise einen Sony, der das vorweisen kann. //

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    // Desweiteren gibt es keinen zweiten Kopfhörer, der einen solch hohen Wirkungsgrad hat, was in der Praxis – und hier muß ich dem Autor entschieden widersprechen – überaus relevant ist. Beispielsweise nämlich genau dann, wenn eben nicht genug Leistung am Kophörerausgang des Mixers anliegt, oder man gezwungen ist, gegen einen nicht regelbaren, infernalisch lauten Monitor anzumixen (gern genommene Situation auf irgendwelchen Multi-DJ-Veranstaltungen), oder, nicht zuletzt, wenn man es wie ich vorzieht, seine Arbeit ausschließlich mit Gehörschutz zu verrichten.
    Ich bin kein religiöser Anhänger von Sennheiser, frage mich aber, warum die Menschheit seit bald 40 Jahren in der Lage ist, zum Mond zu fliegen, nicht jedoch einen zweiten, wirklich für jahrelangen harten Einsatz geeigneten DJ-Kopfhörer zu entwickeln. Oder überhaupt mal einen, denn der HD-25 ist ja eigentlich keiner.

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      naja, tut mir leid dich enttäuschen zu müssen 1. gibt es einen 2. unverwüstlichen richtigen DJ Kopfhörer aus der selben Zeit. Mein Technics lebt nämlich immer noch und zweitens gibts jetzt von Pioneer den HDJ 2000.

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    Ich hatte auch den erwähnten Sony Kopfhörer. Der Sound ist super. Die Haltbarkeit beschränkt sich allerings auf die, eines Einweggerätes! Der Kopfhörer isst nach ca. 150 – 200 Stunden am Gelenk zerbrochen! Sollbruchstelle würde ich sagen – Nie wieder Sony….

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    Ich habe diverse Kopfhörer schon besessen und ausgiebig getestet.

    Darunter alle hier erwähnten und andere und bin zu dem Schluß gekommen, daß der Sennheiser HD-25 und der Beyerdynamic DT770 pro die für mich optimalsten KH sind.
    Das Abschirmverhalten, dert Umgebungsgeräusche und der neutrale Klang sind mir dabei besonders wichtig. Während der DT770pro einen optimalen Tragekomfort besitzt, hat der HD-25 eindeutig bessere Monitor-Qualitäten.
    Er ist sehr laut, wenn man möchte und verzerrt genau dann, wenn er soll und das merklich.
    Damit zeigt er auch dem Anfänger: „Halt Stop, dat is zu fille“.
    Ich mußte einen Live-Act mit meiner Groovebox komplett über den HD-25 vorbereiten. Ich hatte ausschließlich den HD und die Groovebox zur Verfügung.
    Als ich dann Abends im Club stand, waren überhaupt keine Soundveränderungen mehr notwendig.
    Der Live-Act hätte sofort beginnen können.
    Der Sennheiser HD-25 ist ein Traum!

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    lasst euch nicht vom hype der hersteller wie beats, pioneer, technics, bose, reloop blenden und vertraut nicht den werbeversprechen und herstellerangaben zu frequenzgängen und maximalen pegeln…der beste dj kopfhörer ist seit jahren der sennheiser hd 25, ich habe über die jahre so ziemlich mit jedem „dj kopfhörer“ mal in einem lauten club mixen müssen, der sennheiser sieht auf den ersten blick nicht sonderlich wertig aus, aber ist bis ins letzte detail durchdacht, es beginnt beim geringen gewicht, der sehr guten abschirmung, der schweißresistenten polster, dem zerreißfesten stahladerkabel, der einseitigen kabelführung, dem abgewinkelten klingenstecker und endet bei clubtauglichen lautstärken bis 120db! die meisten anlagen sind auf 110db gepegelt, man benötigt aber 6-10db mehr um überhaupt etwas unter dem kopfhörer vorhören zu können bei dieser lauten umgebung, bei einem max. pegel von nur ca. 100db erkenne ich meine eigene platte nicht mehr und es ist schier unmöglich das kopfhörersignal beatsynchron zum monitor zu pitchen. die sony klingen in der mitte ganz knackig, was in einem lauten club weit wichtiger ist als tiefbass (somit ist die bewertung des bass-klangs relativ unwichtig, den es sind dj-kopfhöher für den club und keine hifi-köpfhörer für den ledersessel zuhause – dafür gibt es dann andere kopfhörer-konzepte, die wiederum im club nix taugen)

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    wer wirklich mal sehr basslastige musik in sehr lauten clubs aufgelegt hat, weiß wovon ich rede, man orientiert sich eher, an den kicks, claps, und hi-hats, als am bass, der mit der umgebung verschimmt, kopfhörer/monitor/mainfloor-PA ergeben einen schönen soundbrei…leider ist der sony viel zu schwer, wer schon 5 stunden und mehr am stück aufgelegt hat, weiß wovon ich rede, ein dj nickt idr nicht mit dem kopf zum beat, weils cool ist oder er groovt, sondern er macht das unterbewusst, um auf dem beat zu bleiben, manche tippen mit dem fuß, andere hauen sich mit der hand auf den oberschenkel, ich nicke mit dem kopf, nach 5 stunden kannst du bei den 300gr+ vom sony deine nackenmuskeln weghauen, die übergroßen ohrmuscheln schirmen lange nicht so gut ab, wie man glaubt und stören unglaublich, wenn man mal den kophörer um den hals hängt, drücken einem regelrecht auf den kehlkopf, die schweißgetränkten ohrpads härten aus und reißen, damit scheuerst du dir die ohren wundt, die technics und die pioneer, empfinde ich als zu leise, man muss sich viel zu sehr auf den sound konzentrieren, um beatsynchron zu bleiben, man wird unsicher und gleicht das signal immer wieder über beide ohrmuscheln ab, um sicher zu sein…wozu brauche ich ein 3m langes spiralkabel, was dann immer im dreck auf der erde schleift, weils ausgeleiert ist?

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    wenn ich nicht an meine platten komme, dann muss ich meinen koffer eben näher ranstellen…ich habe meinen sennheiser hd 25 seit 1997!!! und er hält noch immer nach jahrelangen einsätzen im club und zuhause, die ohrpolster sind günstig nachzukaufen, da empfehle ich unbeding die kunstleder, da die velour sehr schnell speckig werden, schon nach einer nacht im club kleben, weiterhin sind sie schwermetall belastet (oft bei schwarzgefärbten stoffen) und führten bei mir nach nur 3 mal tragen zu hautrötungen, an allen kontaktstellen, vor dem ohr, hinter dem ohr am hals, gerade wenn man im club bei den hohen temps. und der luftfeuchtigkeit schwitzt…wer ernsthaft in einem club beatsynchron mixen will und nicht nur den sync-button am laptop nutzt, kommt nicht an den hd25 vorbei…last euch nicht davon beeindrucken, welcher star dj gerade welche kopfhörer trägt, zum einen bekommen viele geld dafür, genau diesen kopfhörer zu bewerben und zum anderen benötigen sie eigl. keine kopfhörer, wenn sie eh nur vorgefertigte mixe vom notebook runternuddeln….peace…stay real & underground ;)

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