Was taugen E-Drums bis 2.500 Euro?
Wer sich heute ein Schlagzeug ins Tonstudio oder ins Wohnzimmer stellen möchte, hat mehr Optionen denn je – und gleichzeitig mit einer ganzen Reihe von Problemen zu kämpfen. Akustik-Drums sind laut und platzintensiv, E-Drums versprechen Abhilfe, kämpfen jedoch seit Jahren mit denselben Vorwürfen: ein überbearbeitetes Klangbild, Module, die technologisch weit hinter Software-Drummern zurückbleiben und ein Sound-Gefüge, das nicht immer zur gebotenen Leistung passt. Um ein wenig Licht in den Produkt-Dschungel zu bekommen, haben wir für euch vier aktuelle E-Drums bis 2.500,- Euro getestet und miteinander verglichen.
Inhaltsverzeichnis
E-Drums: Preisklasse und Produktauswahl
Auf dem Instrumentenmarkt ist es altbekannt schwierig, klare Grenzen zwischen Preisklassen zu ziehen. Gerade bei E-Drums bietet das Produktkonzept den Herstellern viele Möglichkeiten, Bauteile in unterschiedlichen Variationen und Konfigurationen zusammenzustellen. Zählt ein Roland VAD-103 mit einem TD-07-Modul also noch zur Einsteigerklasse – oder aufgrund seiner hochwertigen Kessel doch eher zur Mittelklasse?
Um einen angemessenen Cut zu setzen, habe ich mich für ein Preislimit von 2.500,-Euro entschieden. Dieses sollte die Mittelklasse zur Genüge abbilden. Dementsprechend ergibt sich folgende Kit-Auswahl:
- Yamaha DTX6K3-X
- EFNOTE 3 Style-A
- Alesis Strata Core
- Roland VAD-307.
Vergleich der E-Drumsets
Optisch unterscheiden sich die vier Sets schon mal deutlich. Während Roland und EFNOTE auf Akustik-Optik setzen, belassen es Alesis und Yamaha bei der klassischen, kompakten E-Drum-Optik. Dabei wird das Alesis Strata Core mit dem modernsten Modul ausgeliefert. Ein 7”-Touch-Display stellt die Segment-Displays von Roland und Yamaha deutlich in den Schatten. Mit seinem einfarbigen LCD-Touchscreen positioniert sich das EFNOTE 3 Style-A irgendwo dazwischen. Dabei wird das in der Bedienung limitierte Modul dennoch sinnvoll nach dem Touch-and-Turn-Prinzip genutzt.
Roland VAD-307
Kommen wir zunächst zum Roland VAD-307. Es setzt sich wie folgt zusammen:
- 18″ x 7″ Bassdrum (KD-180)
- 12″ x 4,5″ 2-Zonen Snare-Drum (PDA-120LS)
- 2x 10″ x 4,5″ 2-Zonen Tom (PDA-100L)
- 12″ x 4,5″ 2-Zonen Tom (PDA-120L)
- 12″ 2-Zonen HiHat-Pad (VH-10)
- 2x 12″ 2-Zonen Crash-Pad (CY-12C-T)
- 14″ 3-Zonen Ride-Pad (CY-14R-T)
Somit bietet das E-Drumset eine sehr gute Ausstattung und bietet zusätzlich hochwertige Pads, die noch kein Modul erfordern, das digitale Trigger-Inputs unterstützt. Dementsprechend ist es auch nicht verwunderlich, dass Roland das Kit nur mit einem TD-17 ausliefert. Im Vergleich zum TD-17KVX2-Kit kommt dasselbe Modul, aber kleinere Pads zum Einsatz und mit den größeren PDA-100-Pads des VAD-307 ergibt sich subjektiv eine etwas realistischere Ansprache.
Besonders interessant ist das VAD-307 also für alle, die ihr zukünftiges Roland-Kit in Kombination mit einem Software-Drummer nutzen möchten. So spart man sich die hochbepreisten Digital-Module und hat für das Üben und Proben dennoch ein nutzbares Standalone-System.
Zusätzlich sind die einzelnen Pads immer deutlich teurer, als wenn sie bereits mit einem Kit gekauft werden. So kostet ein selbst zusammengestelltes VAD-307 – ohne Stative – etwa 3.455,- Euro, während das Roland VAD-307 aktuell für knapp 2.200,- Euro erhältlich ist. Sich ein entsprechendes Kit selbst zusammenzustellen, das günstigste Modul zu kaufen und es dann mit einem Computer zu verbinden, kommt daher meist nicht in Frage. Umso erfreulicher ist es, dass hier nicht sogar ein TD-27 verbaut wurde – das hätte den Preis wahrscheinlich nochmals deutlich erhöht.
Nun aber zum Kit selbst. Die Pads gefallen mir gut. Für Roland typisch sind sie sehr „bouncy“, lassen sich aber besser einstellen als die 8” kleinen PDX-8 Pads des TD-17KVX2-Kits.
Die HiHat des Roland VAD-307 konnte mich jedoch nicht überzeugen. Sie ist zum einen schwer und zum anderen laut. Das Öffnungs- und Schließverhalten kann mit dem des EFNOTE nicht mithalten. So benötigt die HiHat zum Beispiel einen unverhältnismäßig langen Weg, um den Zustand „offen“ zu registrieren, was sich zum Glück noch einigermaßen im Modul korrigieren lässt. Außerdem ist die Roland VH-10 HiHat nur von einer Seite bespielbar. Es gibt keine Vorrichtung, die verhindert, dass sie sich beim Spielen dreht – vorausgesetzt, die HiHat-Maschine lässt sich nicht von sich aus feststellen.
Die Crash-Cymbal-Pads des VAD-307 machen optisch viel her, schwingen für meinen Geschmack aber zu wenig mit. Dafür ist die Bell der Ride schön groß und lässt sich sehr gut bespielen. Durch den zusätzlichen Resonanzraum der Kessel ist das VAD-307 allerdings recht laut im Raum, was man besonders bei der Kick deutlich merkt.
In Bezug auf den Sound, der aus dem Modul kommt, ist das E-Drum-Kit eher sparsam aufgestellt. Die Kits klingen allesamt stark bearbeitet, setzen sich im tatsächlichen Band-Mix aber trotzdem nicht besonders gut durch. Hinzu kommt, dass das TD-17 nur über einen Master-Ausgang verfügt. Dem Tontechniker bleibt damit nichts anderes übrig, als mit der wenig überzeugenden Summe zu arbeiten.
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Wenn man jedoch mit einem Software-Drummer spielt, profitiert man von den sehr guten Pads und bekommt das Set – dank des kleinen Moduls – auch noch zu einem relativ günstigen Preis.
Alesis Strata Core
Beim Alesis Strata Core muss man auf die Akustik-Drum-Optik verzichten. Es kommt in folgender Konfiguration:
- 1x 8″ Bassdrum
- 2x 8″ Tom-Pads
- 1x 10″ Tom-Pads
- 1x 12″ 2-Zonen Snare-Pad
- 1x 12″ HiHat-Pad
- 2x 12″ 3-Zonen Becken-Pads
- 14″ 3-Zonen Ride-Becken-Pad
Snare und Cymbals sind also etwas kleiner als beim VAD-307. Dafür enthält das Set das neue Strata-Core-Modul, das große Touchscreens nun endlich auch in die Mittelklasse der E-Drums bringt. Dazu sei jedoch direkt gesagt, dass auch das Strata-Core-Modul lediglich über einen Master-Ausgang verfügt. Sofern man also nicht plant, das Modul am FOH zu platzieren (was durchaus eine Überlegung wert wäre), bringen die Bearbeitungsoptionen bei Live-Veranstaltungen nichts.
Wer jedoch ein Set zum Üben zu Hause oder im Proberaum sucht, dürfte mit dem Alesis Strata Core E-Drum-Set gut bedient sein. Das Soundprofil im Modul ist deutlich moderner als bei Roland. Zwar wirkt es insgesamt noch etwas stärker bearbeitet, doch die Cymbal-Auswahl ist auf eher dünne, „trashig“ klingende Becken ausgelegt und auch die Kessel klingen trockener und direkter – eben moderner.
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Durch die WLAN-Konnektivität ist in Zukunft mit einfach zu integrierenden Expansions seitens des Herstellers zu rechnen, die den eigenen Klangvorstellungen möglicherweise besser entsprechen.
Mir persönlich sagt das Alesis Strata Core sehr zu. Besonders die Cymbals klingen länger und natürlicher aus und man kann zumindest erahnen, wie ein echtes Becken arbeitet. Die Mesh-Pads reagieren sehr angenehm und auch die HiHat arbeitet sauber.
Da das Modul jedoch nicht zulässt, die Bearbeitung der Samples von Grund auf selbst zu gestalten, würde ich auch hier wieder auf einen Software-Drummer im Live-Betrieb zurückgreifen.
Yamaha DTX6K3-X
Über Mesh-Pads gibt es bekanntlich die unterschiedlichsten Meinungen. Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Für Letztere gibt es das Yamaha DTX6K3-X.
Als ich das Set zum ersten Mal beim Musikhaus Thomann sah, war ich zugegebenermaßen ein wenig skeptisch. Die Oberfläche der Kessel erinnerte mich zunächst an klassische Gummi-Pads – doch dem war nicht so. Alles in allem würde ich sogar so weit gehen und sagen: Das sogenannte „TCS“-Material (Textured Cellular Silicone) reagiert hervorragend und könnte für manche sogar die bessere Alternative zu Mesh-Pads sein. Abzüge muss man jedoch bei der restlichen Hardware machen.

Das DTX6K3-X verfügt über TCS-Pads. Yamaha bietet das E-Drum-Set aber auch mit klassischen Mesh-Pads an.
Das Yamaha DTX6K3-X setzt sich zusammen aus:
- 1x XP80 8″ 3-Zonen Snare-Pad
- 3x XP70 7″ 1-Zonen Tom-Pads
- 1x KP90 7,5″ Kick-Pad
- 1x RHH135 13″ 2-Zonen HiHat-Pad
- 2x PCY135 13″ 3-Zonen Crash-Pad
- 1x PCY135 13″ 3-Zonen Ride-Pad
Damit ist es das einzige Kit, das lediglich über 1-zonige Tom-Pads verfügt – was der Praxis, Sonder-Sounds wie Splashs oder Claps auf die Rims zu legen, etwas widerspricht.
In Sachen Bassdrum ist das DTX6K3-X jedoch mein eindeutiger Favorit. Ich hatte kurz zuvor am Roland VAD-716 und an einem Akustik-Kit gespielt und war erstaunt, wie nah Yamaha hier herankommt. Die relativ weiche Fläche bewegt sich spürbar nach innen, gibt aber genug Rückschlag, um den Impact des Beaters nicht komplett zu verschlucken – wie es das KD-10 nur allzu gern tut.
Das Modul des Yamaha Kits siedelt sich in etwa auf dem Niveau des TD-17 an. Erwähnenswert sind hier allerdings die wirklich langen Cymbal-Samples, die ich beim TD-17 an vielen Stellen vermisse – auch wenn die Cymbals insgesamt eher klassisch gemischt sind. Subjektiv empfand ich die Menüführung des TD-17 jedoch als logischer und komfortabler, obwohl das DTX6K3-X 3 Potentiometer zur schnellen Bearbeitung zur Verfügung stellt.
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EFNOTE 3 Style-A
Der noch sehr junge Hersteller EFNOTE positioniert sich mit seiner Produktpalette gar nicht erst im Einsteigerbereich. Das EFNOTE 3 Style-A ist in seinen verschiedenen Ausstattungsvarianten somit das günstigste Set des Herstellers. Es setzt sich zusammen aus:
- 1x 12″ Bassdrum-Pad
- 1x 12″ 3-Zonen Snare-Pad
- 1x 12″ 2-Zonen Tom-Pad
- 2x 10″ 2-Zonen Tom-Pads
- 1x 12″ 2-Zonen HiHat-Pad
- 1x 14″ 3-Zonen Crash-Pad (2x 14″ beim EfNote 3 „Style B“)
- 1x 16″ 3-Zonen Ride-Pad
Beginnend mit der Optik fallen die sogenannten Lambda-Stative sofort ins Auge. EFNOTE verzichtet damit bewusst auf klassische Rack-Lösungen und schlägt zugleich die Brücke zu traditionellen Stativsystemen.
Ebenfalls auffällig ist die Side-Stick-Lösung für die Snare: Neben dem eigentlichen Snare-Pad befindet sich ein zweiter Rim, der ausschließlich dafür vorgesehen ist.
Damit ist das EFNOTE 3 Style-A das einzige Kit in diesem Vergleich, das tatsächlich über eine vollwertige 3-Zonen-Snare verfügt. Besonders für Schlagzeuger, die regelmäßig zwischen Side-Stick, normalen Snare-Schlägen und Rim-Shots wechseln, ist das ein echter Pluspunkt. In dieser Preisklasse zeigte EFNOTE als einziger Hersteller keine Fehlerquote bei der Erkennung der Spielzonen.
Auch die HiHat arbeitet sehr präzise und hat bei mir den besten Eindruck hinterlassen. Alle Cymbals sind tatsächlich rundum – also über 360 Grad – bespielbar, ohne spürbaren Sensitivitätsabfall auf der gegenüberliegenden Seite.
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Auch das Soundprofil gefällt mir sehr gut. Das Modul kommt ab Werk mit einer großen, sinnvoll zusammengestellten Auswahl verschiedener Akustik-Sets und verzichtet bewusst auf eine übermäßige Zahl experimenteller Klänge, von denen die meisten ohnehin nur selten gebraucht werden.







































ich hab mir nach langem zögern letztes Jahr meine ersten e Drums gekauft. Yamaha mit einem dtx pro Modul. viele vor allem von Roland finde ich extrem überteuert. hab ein Topmodell probiert und die hihatfussmaschine ist zu schwach um schnelle patterns mit öffnen und schließen zu spielen…. die viel billigeren bei denen man nur ein Pad hat und keine echte physische Verbindung zwischen dem Pedal und dem Pad, die waren besser dadurch geeignet…
Ich bewundere die Kreativität bei der Namensgebung: DTX6K3-X
@Tai haha. stimmt.
glaub das hab ich sogar 😄
mit Oberheim DMX Kit? 😄
beim Yamaha kann man aber Samples reinladen.
oder täusche ich mich?
Um die Eingangsfrage „Was taugen die E-Drums“ zu antworten nachdem ich die Demos gehört habe: Nicht viel! :D Ich kann es wirklich nicht glauben, wie schlecht die Dinger klingen! Die Toms, die Becken und dann tatsächlich ein Machinegun-Effekt auf der Snare… heieiei…. Wenn man das mal mit den halbwegs aktuellen VSTs vergleicht, wie EZ-Drums oder ML, klingen die echt nach Schrott. Ist mir unbegreiflich, Speicher kostet doch nichts mehr, Samples gibt es überall en Masse, was ist das Problem?
@calvato da hat du Recht.
wundere mich auch..
spiele ab und zu auf echten.
irgendwie hat sich wenig getan soundmässig, kommt mir vor…
empfehle auch sie an einen PC anzuhängen.
die Alesis haben aber die slatedrums, oder nicht?
@Numitron Also, ich hab die SSD und die klingen VÖLLIG anders :D Also gar kein Vergleich.
@calvato gute Idee!
muß ich testen! 😁
@calvato In der Tat völlig unverständlich, warum selbst in der gehobenen Mittelklasse der E-Drums das Wort „Round-Robin-Samples“ im Jahr 2025 ein Fremdwort bleiben muß.
Um es mal auf die Spitze zu treiben: Neumann/Sennheiser hat jahrelang ein kostenloses VST Plugin „DrumMic’a“ verschenkt. Für 0€ gab es ein fantastisch klingendes Set mit natürlicher Round-Robin Ansprache, das man dann im „natürlichen“ Rahmen stilistisch anpassen konnte. Vor mehr als einem Jahrzehnt.
Vor ca. 10 Jahren hatte unser damaliger Drummer das 2Box System – soweit ich weiß aus dieser Preisklasse. Das klang auch schon viel natürlicher als die Demos hier.
@Metaphistopheles kann mich an drum mica erinnern. 😃
ja, die 2box waren schon deutlich besser und es gab sogar extra Samples von Marco minnemann glaub ich…
Ich finde es prima, dass du einen klaren Favoriten nennst und kein eigentlich-sind-sie-alle-gut Fazit dabei rauskommt. Ich selbst bin kein Trommler, trommle aber gern. Ich habe mir immer ein E-Drum vorgestellt, aber Platz, Zeit und Geld sprach dagegen. Für mich, eine kleine Gruppe unter den möglichen Käufern, wäre die Tonerzeugung vollkommen schnurz, weil ich sie sowieso nicht verwenden würde. Die meisten werden das allerdings live einsetzen. Da ist der Sound und die Bedienung des Ton Moduls ein wichtiges Kriterium.
@Tai hab noch 3 klassische Roland Pads mit gummifläche und ein Bd pad für die Nord drum (1). reicht eigentlich! vor allem für elektronische Sounds wo man eh nicht unendlich Dynamik braucht. und die Optik ist geil finde ich 😃
@Numitron Stimmt für elektronisches, mir wäre Dynamik sogar wichtiger als verschiedene Zonen
Gibt es nicht noch weitere, die vom Spielgefühl und preislich mithalten können?
Mir fehlt X-Drums 670 🫣
Da lese ich eine Menge hanebüchenen Blödsinn. Wer von Edrums perfekte Kopien akustischer Percussion erwartet ist reichlich auf dem Holzweg. Da gehen die meisten Produzenten und User vollkommen in die Irre.
Für Edrums sprechen zuvorderst 2 Dinge: Ich kann über Kopfhörer spielen und die Nerven meiner Mitmenschen schonen, vor allem wenn meine Talente eher mäßig entwickelt sind.
Zum anderen – und da setzte Dave Simmons ja vor vielen Jahrzehnten ursprünglich an – ist gerade „das anders klingen“ und der Forscherdrang „Ungehörtes“ zu ergründen des Pudels Kern.
Nun ist die Drummergemeinde ja eher – überwiegend – stockkonservativ und 75 % der Damen und Herren knüppeln den ewig gleichen, langweiligen, phantasielosen Mainstream-Mist – mit vorgeblich ach so professioneller Attitüde -zusammen.
Von ehemals ansatzweise vorhandener Experimentierfreude (Bill Bruford als deren bekanntere Ikone) reihum nicht mehr viel zu hören…
Diese immer wieder verlangte „Sound-Treue“ ist eine völlig unsinnige, stinklangweilige, selbstbetrügerische Illusion. Entscheidend wichtiger ist da eher die Bespielbarkeit – Dynamikumsetzung, Positionserkennung usw. Und da hat sich seit Simmons doch unbestreitbar sehr viel getan…
Mein Roland TD-50X (gepaart mit einem HPD-20 Percussion Pad – händisch spielbar ohne Drumsticks) ist da ein Traum im Vergleich zu meinem vor Jahrzehnten angeschafften SDS 1000 mit buchstäblich brettharten Pads, die nach spätestens 1einer Stunde schmerzende Handgelenke zur Folge hatten…
Und auf den Keyboard-Bereich übertragen: Wer ist schon so schwachsinnig und erwartet von einem Synthesizer den perfekten Steinway-Flügel???
Eben, Leute.