Vergleichstest: Focusrite Clarett 8Pre, Motu 828x, Universal Audio Apollo Twin Duo, Thunderbolt Audiointerfaces

7. September 2015

Der Thunderbolt Audiointerface Vergleichtest

Die Thunderbolt-Schnittstelle hat sich gut etabliert und steht inzwischen in der Ausbaustufe 2 zur Verfügung. So ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Hersteller neue Audiointerfaces für diese schnelle Datenverbindung auf den Markt bringen. Grundlagen und Informationen zu Thunderbolt, USB & Co findet ihr in unserem Special dazu.

Vergleichstest-Interfaces

Für diesen Vergleichstest haben wir uns drei Produkte etablierter Hersteller ausgesucht, die Preisobergrenze lag bei 1.000,- Euro. Schauen wir uns doch zunächst die unterschiedlichen Konzepte der Hersteller an.

Universal Audio Apollo Twin Duo

Das UA Apollo Twin Duo

Das Universal Audio Apollo Twin Duo

Die kleinste Lösung kommt von Universal Audio im schicken Desktop-Gehäuse. Das Apollo Twin bietet zwei Mic/Line Eingänge, einen Hi-Z Eingang und einen Optical Input. Ausgangsseitig bietet es die Ausgangspaare Monitor und Line Out im Klinkenformat. Auch eine Kopfhörerbuchse ist vorhanden. Mit Strom versorgt wird das Interface mit einem 12V Netzteil.

Der Clou sind die beiden internen DSPs, hier werden die allseits beliebten und gelobten UAD-Plug-ins ohne Belastung des Computers berechnet. Das Apollo Twin Duo ist mit zwei DSPs ausgerüstet, eine günstigere Version mit nur einem DSP ist als Apollo Twin Solo erhältlich. Mitgeliefert wird das Software-Bundle Realtime Analog Classic. Das Apollo ist auf die Mac-Plattform beschränkt.

MOTU 828x

Das MOTU 828x

Das MOTU 828x

Das Motu 828x fährt zweigleisig, es bietet neben der Thunderbolt-Anbindung auch eine USB2-Schnittstelle und ist damit auch an Windows-Systemen zu betreiben.

Die Ausstattung mit Ein- und Ausgängen ist umfangreich, 2x Kombobuchse für Mic/Instrument finden sich auf der Vorderseite, acht weitere Klinkeninputs beherbergt die Rückseite. Auch für die Ausgänge gibt es 2x XLR für Main Out plus acht zusätzliche Klinken-Outs. Dazu kommen Optical In/Out in doppelter Ausführung und ein S/PDIF-Pärchen. Zwei Kopfhörerausgänge sind ebenfalls vorhanden.

Die beiden Fronteingänge verfügen über je einen Send zur Ansteuerung externer Hardware. In und Outs gibt es noch für MIDI, Wordclock und sogar Timecode ist verbaut. Auch das MOTU hat einen DSP an Bord, der intern EQ, Dynamics und Reverb berechnet.

Focusrite Clarett 8Pre

Das Focusrite Clarett8Pre

Das Focusrite Clarett8Pre

Ganz neu ist Focusrite mit der Clarett-Reihe auf den Thunderbolt Zug aufgesprungen. Das Clarett 8Pre verfügt über gleich acht Mikrofon/Line-Eingänge, von denen die beiden auf der Front auch als Hi-Z Eingänge genutzt werden können. 10 Klinkeoutputs bietet das Interface, dazu kommen zwei Kopfhörerausgänge auf der Vorderseite.

Digital findet am Clarett 8Pre sowohl Optica als auch S/PDIF mit In/Out Anschluss. Auch Wordclock ist vorhanden, allerdings nur als Ausgang. Ein MIDI-Pärchen rundet die Anschlüsse ab. Das Clarett bietet keinen eigenen DSP, Focusrite legt dem Interface aber ihre hauseigenen Plug-ins RED2 und RED3 als VST/AU/AAX bei.

Forum
  1. Profilbild
    Xenox.AFL  

    Ich selbst habe mir das UA Interface vor einigen Monaten gekauft und kann das alles nur bestätigen, obwohl ich mir manchmal mehr Ein-/Ausgänge wünsche, habe ich mit diesem Gerät doch alles richtig gemacht, sieht schön aus, ist klein und passt super auf den Tisch neben dem Mac und klingt einfach nur gut, keine Probleme.

    Die anderen beiden Interfaces kann ich gar nicht bewerten da ich sie gar nicht kenne, ich selbst hatte auch mal ein MOTU Interface und war total zufrieden (Motu 828x)… Focusrite habe ich leider noch nie gehabt, wird mal Zeit, man hört aber eigentlich auch nur gutes…!

    • Profilbild
      Macilias

      Ich kann diesbezüglich nur wärmstens den Behringer ADA8200 Ultragain empfehlen. Für nur 189€ bekommt man hier 8 zusätzliche Eingänge mit richtig gut klingenden MIDAS Preamps.
      Ich habe vor kurzem eine acoustic guitare mit mehreren Mikrophonen aufgenommen (http://www.....8119/files) und hab dabei sogar vorzugsweise die MIDAS Priams verwendet, klangen irgendwie tiefer und seidiger.

  2. Profilbild
    gaffer  AHU

    Ich finde es klasse, dass alle drei nur einen Thunderbolt Anschluss haben, denn 2 TB Kabel kaufen, das hätte manch einen ruiniert.

    TB ist DaisyChain fähig, ein Gerät nach dem andern in eine Kette, bei UA wäre damit die Wahl 2, 4, oder 6 DSPs ganz einfach. Die Transferraten ringen der Schnittstelle selbst bei 24Bit/192 kHz nur ein müdes Lächeln ab und TB 3 mit nochmals verdoppelter Bandbreite steht schon vor der Tür, das dauert kein halbes Jahr mehr.

    Sorry, ich verstehe das nicht.

    Ach so, guter Test Armin, die Geräte scheinen ansonsten auch sehr gut zu sein

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